Digital Naiv oder Digital Native. Was ist der "richtige" Weg im und im Umgang mit dem Web 2.0 - und Puzzlesteine zu Essen, Fußball und mehr ...

Montag, 22. Juni 2009

Mein Zitat des Tages: Echte Leistung misst sich in Kilo Papier

»In Europa herrscht das verbreitete Missverständnis, dass sich echte Leistung daran messen lässt, wie viel Kilo Papier jemand produziert und einem Kunden aushändigt«

»Diese Einstellung behindert den Einsatz von Web 2.0-Lösungen, weil hier mehr Endprodukte in Form von Wikis oder Blogs geliefert werden.«


Iwona Petruczynik, Research Analyst bei Frost &
Sullivan

aus Information Week, Mittelstand: Großes Potential im Web 2.0

Von Collaboration, Social Everywhere und Smarter Work ...

Auf Computerwoche.de ist dieser Tage ein Artikel zu Collaboration
erschienen. Hier wurden von den Autoren Microsoft Sharepoint, Alfresco Share, Oracle Beehive und Lotus Quickr nebeneinander gestellt. Die Autoren haben korrekterweise in der Einleitung auf verschiedene Aspekte von Collaboration von Kommunikation bis zu Information Sharing hingewiesen. Jedoch behandelt der Artikel Werkzeuge, deren Schwerpunkt stark im Bereich Dokumenten Management und File Sharing liegt. Das Thema Collaboration hat sich aber in den letzten Monaten deutlich über den Aspekt dokumentenorienterte Zusammenarbeit hinaus entwickelt.

Viele Experten und Analysten stimmen unterdessen überein, dass E-Mail alleine nicht das Werkzeug zur Collaboration ist. Die Punkt-zu-Punkt-Kommunikation zwischen einzelnen Personen, die mangelhafte Nachvollziehbarkeit von Vorgängen einhergehend mit der E-Mail Flut tragen einer effizienten Zusammenarbeit nicht gerade bei. „How Long is email Going to Continue Destroying Our Productivity?“ nennt es Jim Ware in einem Blogbeitrag. Und ein Vordenker wie Luis Suarez postuliert „Thinking out of the Inbox“ und lebt dies auch in der IBM vor, indem er alternative Werkzeuge nutzt. Auch Gartner hat das Thema jetzt wieder kürzlich auf dem Portals, Content & Collaboration Summit am 9. Juni in Orlando unter dem Titel „Beyond E-Mail? Does E-Mail Have a Future and Why Should You Care?“ behandelt und dabei hervorgehoben, dass IBM Lotus Notes unterdessen auf die Expeditor-Plattform gehoben hat und so Anwendungen zur Zusammenarbeit und mehr als nur E-Mail mit Notes/Domino ermöglicht.

Die Diskussion um Collaboration gibt es nun schon länger. Vor 1-2 Jahren hat sich dann rund um den Begriff Enterprise 2.0 ein reger Meinungsaustausch im Web und auf Konferenzen entwickelt. Hier geht es um die Einführung typischer Web 2.0-Tools wie Wikis, Blogs, Microblogs, soziale Lesezeichen und sozialer Netzwerke in Unternehmen. Es geht dabei nicht nur um eine Tooldiskussion, sondern darum wie solche Funktionen unter organisatorischen, kulturellen und technischen Gesichtspunkten mit dem Ziel effizienterer Zusammenarbeit und besseren Wissensmanagements im Unternehmen eingeführt werden können. Die Debatte rund um das Enterprise 2.0 und Social Software ist eher durch das Thema Vernetzung und transparenter Wissens- und Informationsaustausch geprägt (auch wenn der ein oder andere Hersteller, dem die entsprechenden Funktionen fehlen, gerne File Sharing und Dokumenten Management in den Vordergrund schieben möchte).

Neben Enterprise 2.0 und dokumentierter Collaboration spielt auch das Thema Kommunikation und Koordination – wie es die Autoren des Computerwoche-Artikels genannt haben – eine wichtige Rolle. Die Funktionen reichen hier über E-Mail hinaus zu Instant Messaging und Onlinekonferenzen. In diese Thema kommt durch die Integration von Telefonie gerade für die Collaboration neue Dynamik, weshalb die IBM das Gebiet auch seit geraumr Zeit Unified Collaboration and Communication nennt, also die Kombination und sinnvolle Integration von Collaboration und Kommunikation.

All diese Technologien spielen in das Gebiet Collaboration hinein, wodurch natürlich ein Produktvergleich, wie ihn die Autoren versucht haben, extrem schwierig wird. Er kann – so viel zur Ehrenrettung der Autoren, nie vollständig sein kann. Und um es auch nochmals klar zu sagen: Dokumentenorientierte Collaboration ist sehr wichtig, aber eben nur ein Aspekt von Zusammenarbeit. Der Blick auf Collaboration darf nicht nur datei-orientiert sein, denn gerade auch die anderen Funktionen bringen wesentlichen Mehrwert und Nutzen.

Bei allen Technologie-, Tool- und organisatorischen Diskussionen sollte aus meiner Sicht wieder der praktische, alltägliche Nutzeneffekt viel stärker in den Vordergrund rücken. IBM hat vor einigen Monaten die Smarter Planet-Initiative gestartet, in der unter verschiedenste Themen diskutiert werden, die dabei helfen sollen unseren Planeten smarter zu machen. Diese Woche findet zum Thema Smarter Cities beispielsweise eine Konferenz in Berlin statt, an der man sich auch online beteiligen kann. Ein anderer, hier relevanter Diskussionsstrang von Smarter Planet ist dabei Smarter Work. Und ich finde den Terminus Smarter arbeiten eigentlich sehr gut für das, was wir rund um Collaboration diskutieren und erreichen wollen.

Funktionen zur Zusammenarbeit sind fast überall in der täglichen Arbeit gefragt. Social everywhere nennen es Jeff Schick und Peter Schuett. Collaboration everywhere könnte man auch verwenden. Was verbirgt sich dahinter? Funktionen von Social Software und Collaboration sollen direkt in der gewohnten Arbeitsumgebung der Benutzer mit einem Klick verfügbar sein.

Die Profilkarte von Lotus Connections, die sich direkt in verschiedenen Anwendungen einblendet, ist ein hervorragendes Beispiel für social everywhere. Sie zeigt sofort relevante Informationen zum jeweiligen Anwender, von der Telefonnummer bis hin zu seiner Online-Verfügbarkeit. Kann ich den Kollegen direkt anchatten oder anrufen. Ich kann mir direkt seine letzten Blogeinträge, Aktivitäten und vieles andere ansehen. Dies kann schon dabei helfen, die notwendigen Informationen oder das gesuchte Expertenwissen direkt anzuzapfen, auch wenn der Kollege nicht erreichbar ist.

Für mich ein weiteres Beispiel von smarterem Arbeiten ist die Integration von Telefonie. Dabei geht es mir persönlich nicht so sehr um die durchaus nützliche Möglichkeit, direkt vom Computer aus zu telefonieren. Ich finde es sehr nützlich, dass ich als Mitarbeiter steuern kann, wie und wo ich erreicht werde. Ich habe nur noch eine Telefonnummer und die Anrufe werden auf das Gerät geroutet, auf dem ich verfügbar sein will, im Büro, Home Office oder aufs Mobiltelefon. Keine parallel klingelnden zwei Apparate. Das ist für mich smart.

Ja, auch Dokumenten Management und File Sharing im Unternehmen ist heute noch nicht überall Standard und smart. Aber ist nicht die nächste Dimension noch smarter? Dokumente mit meinem externen Netzwerk, mit Kunden, Lieferanten und Partnern teilen. Und wenn ich schon da bin, warum koordiniere ich nicht gleich die gemeinsame Projektarbeit, die Besprechungen und Aktivitäten online in der Collaboration Cloud?

Smarter Collaboration und Mobility ist ein weiteres wichtiges Gebiet, das viel Nutzen stiften kann. Viele der oben beschriebene Funktionen zur Zusamenarbeit werden auch auf mobilen Geräten verfügbar werden und so von überall zugreifbar und ausführbar sein. Dies kann (und wird) zu einer weiteren Verbesserung, Beschleunigung und auch Verbreitung von Collaboration führen. Tools wie „Mobile Alloy“, die SAP-Prozesse auf dem Smart Phone verfügbar machen, sind ein Beispiel, wie Funktionen von Unternehmensoftware unterwegs von überall ausgeführt werden können.

Dies sind nur einige wenige Beispiele, wie man smarter arbeiten kann. Ich glaube, diese Szenarien und somit der Anwender, der daraus direkt Nutzen ziehen kann, müssen verstärkt in den Vordergrund rücken. Die Werkzeuge und Technologien – von File Sharing, Dokumenten Management über Web 2.0 und Social Software bis hinzu Unified Communication & Collaboration müssen auf den Prüfstand gelegt werden, wie sie den Endanwendern smarteres Arbeiten ermöglichen, Sachbearbeitung beschleunigen und so auch einen Return on Investment generieren.

Sonntag, 21. Juni 2009

Mehr Sex-Appeal bitte - für Linux

Am gestrigen Samstag ist in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Bereich Technik und Motor mit einem Bericht über Ubuntu als Betriebssystem aufgemacht worden. Fast einge ganze Seite Erfahrungen von Michael Spehr, interessant geschrieben für Einsteiger in das Thema. Hier einige Kernaussagen: „Überhaupt ist Ubuntu unglaublich schnell, selbst auf sehr alten Maschinen.“


Das kann man nun ja nicht von jedem Betriebssystem sagen. Die vollständige Zitierung von „typischen Windows-Marotten und -Nervereien“ spare ich mir an dieser Stelle. Das kennt ja nun jeder gut genug. Auch Problemchen mit Treibern werden von Spehr behandelt. Als Fazit zieht er: „Ein großartiges, modernes Betriebssystem ohne Zicken und Zumutungen. Das müsste der neue Standard werden, zumindest in Schulen.“

Ein sehr positives Fazit und nicht nur der Einsatz in Schulen sollte überdacht werden. Die Zeit einer Betriebssystem-Diktatur ist vielleicht wirklich und hoffentlich vorbei. Nun sehe ich selbst in der IBM viele Kollegen, die Linux – oft Ubuntu – einsetzen. Für mich hat das immer noch den Geruch, dass dies meist Techies sind, die selber gut schrauben können. Der „gemeine Büroanwender“ oder der „spielzeuggetriebene Oft-gar-nicht-mehr-so-jung-Jungmanager“ scheinen den Einsatz von Linux noch zu meiden, so meine Beobachtung.

Auch ich habe mich nicht für den Einsatz von Linux, sondern mir stattdessen einen Mac angeschafft. Mac ist einfach zu bedienen. Die Oberfläche schlechthin, modern, innovativ und intuitiv. Und es gibt das iPhone, den iPod, Time Capsule und viele andere nette Toys rund um den Mac. Opfer des Marketings. Und ja: ich weiss Mac und Apple sind schw...teuer ... Eine sehr geschätzte Kollegin, die sich gerade privat ein - typisch Frau – rotes Netbook angeschafft hat, hat sich wegen iTunes gegen den privaten Einsatz von Ubuntu entschieden.

Was will uns das sagen? Also ich persönlich bin auf die Marketingaussagen von Apple voll hereingefallen und habe deshalb unterdessen den Mac im Einsatz. Andere entscheiden sich aus Bequemlichkeit gegen Linux. Sie wollen sich nicht umgewöhnen. IT-Abteilungen scheuen meist den vermeindlichen Aufwand, ihre Anwender umzustellen, obwohl unterdessen sicherlich mehr und mehr Anwendungen auch unter Linux verfügbar sind. Vielleicht ändert sich das nun angesichts des Kostendrucks?

Zumindest ein wesentlicher Faktor, warum Linux noch nicht so erfolgreich ist, wie es sein sollte, ist aber der fehlende Sex-Appeal. Vor Jahren wurde stolz der Blackberry hergezeigt, dann das iPhone. Nun scheint das superflache Mac Airbook hip zu sein. Kein Manager will bisher mit Linux auf dem Golfplatz protzen. Mein Haus, mein Auto, meine Frau, meine Kinder, mein Linux – so weit ist es (noch) nicht gekommen. Und die Netbook-Welle, die eine Linux-Chance wäre, ist die vielleicht schon am Abklingen? Oder geht da noch was? Ich bin fest davon überzeugt, dass Linux Management-Unterstützung braucht. Und Management-Toys for big Boys helfen ungemein dabeoi

Un nun zum Informations- und Werbeblock:

Im Open Company Center der IBM in Stuttgart kann man sich hervorragend auch zu diesem Thema informieren. Hier werden alternative Clients und IT-Strategien gezeigt. Mehr finden Sie unter http://www.ibm.com/de/ibmforum/occ/. Gerne kann ich auch Kontakt zu Experten in unserem Haus herstellen.

Ganz neu ist ein von IBM gesponsortes White Paper zum Thema Linux auf dem Desktop und Kostenreduktion unter http://www.freeformdynamics.com/fullarticle_subscribe.asp?aid=678

P.S. Ich werde Linux sicherlich irgendwann einmal ausprobieren, im Selbsttest.

P.P.S. Der Lega Disclaimer. Das da oben ist meine persönliche Meinung und nicht ein IBM-Statement.

Freitag, 19. Juni 2009

Informatives Posting zu persönlichen Avataren auf ...

... Stephan Lamprechts Notizen.

Ich glaube Freund Thorsten "Stäbchen" Zoernert bekommt Provision. Ich bin dem Trend auch gefolgt und habe mich ikonisieren lassen :-) Also ich finde es lustig und erstaunlich, was die Kollegen aus 1 - 2 Photos machen.

Donnerstag, 18. Juni 2009

Zitiere: The Transformative Power of Social Software von Larry Hawes

"... The events in Iran this week have, hopefully, changed that misconception of Twitter forever. ... OK, so why am I discussing this on a blog site that purports to address enterprise collaboration and social software? There is an applicable lesson here for any business that thinks it can control the use of social software by its employees — you can’t!"

http://lehawes.wordpress.com/2009/06/17/the-transformative-power-of-social-software/

Dienstag, 16. Juni 2009

Mein Artikel in der Computerzeitung: Teams arbeiten in der Internet-Wolke

15. Juni 2009

Webbasierte Collaboration-Werkzeuge verbinden Projektteilnehmer ohne großen Aufwand. Dabei kann auch ein soziales Netzwerk entstehen, in dem Diskussionen stattfinden und Aufgaben verteilt werden. >>>

Von Tüten, den Freuden eines Marketiers und Legierungen für SAP

Da rief mich doch dieser Tage eine geschätzter Kollege an und fragte nach der Marketing-Kampagne, die wir rund um Produkt Alloy kürzlich durchgeführt haben. Alloy – zu deutsch Legierung (was etwas deutlicher macht, warum die Kollegen den Namen Alloy gewählt haben) - ist die Integration zwischen SAP und Lotus Notes, ein gemeinsames Produkt von SAP und IBM. Beide Firmen bieten es also an.

Warum habe ich mich über den Anruf so gefreut? Normalerweise habe ja ich keinen Mangel an Telefonaten, Mails und Instant Messages. Der Kollege kam zu einem Kunden und dieser präsentierte folgendes mit den Worten „Deshalb sind sie hier.“ Er präsentierte die Papiertüte mit den Slogans "mir drin!" und "In IBM Lotus Notes steckt jetzt noch mehr für Sie drin".

BildMich hat natürlich gefreut, wenn man einmal direkt den Erfolg einer Marketingkampagne und eines Mailings mitbekommt. Agentur und Marketing sitzen zusammen, machen sich Gedanken und das direkte Feedback ist für uns enorm wichtig. Und natürlich freut es alle Beteiligten, wenn eine Kampagne gefällt und hoffentlich Projekte und Umsätze generiert. Der geschätzte Kollege musste das dann auch das Erlebnis mit Kunden umgehend „zwitschern“. Warum musste er es „zwitschern“? O-Tweet; „Weil mein Marketing Manager es so wollte.“ Brav und gut gemacht.

Und neben der eigenen „Befriedigung“ über eine scheinbar erfolgreiche Aktion freue ich mich auch über das Interesse am Produkt. Ich halte Alloy für hochinteressant. Durch Alloy können Anwender in der Lotus Notes-Oberfläche direkt SAP-Prozese bearbeiten. Diese User müssen dazu nicht in den SAP GUI gehen, sondern können schnell und unkompliziert in Notes Informationen einsehen und entscheiden.

Warum ist das so interessant? Viele Anwender- besonders Entscheider – sind keine SAP Power User. Sie brauchen aber entweder Informationen aus SAP für ihre Arbeit oder aber sie müssen Prozesse bearbeiten, meist genehmigen, die in SAP abgebildet sind. Sie sind in der Regel gelegentliche SAP Anwender. Mit Alloy können sie nun in ihrer gewohnten Notes-Oberfläche bleiben und die für sie relevanten Informationen sehen oder Prozesse genehmigen.

Wir werden das sogar noch weiter treiben. Sie können dies in nicht allzu großer Ferne mit Mobile Alloy auf ihrem Smart Phone tun. Der Manager sitzt also am Flughafen, sieht einen Prozess in Mobile Alloy und kann ihn genehmigen oder verweigern. Das bedeutet für den Entscheider komfortables Arbeiten in gewohnter Benutzeroberfläche. Das bedeutet für die involvierten Mitarbeiter und Kollegen in der Regel schnellere Entscheidungen. Und das kann für das Unternehmen schnellere Durchlaufzeiten und damit effizientere Prozesse bedeuten.

Vor allem ist Alloy anpassbar und nicht auf die mitgelieferten Beispielprozesse beschränkt. Nein, es geht nicht nur um Genehmigung von Spesen und Reiseanträgen. Jeder SAP Prozess kann über Alloy in Lotus Notes dar- und zur Bearbeitung bereitgestellt. Hier liegt ein Riesenpotential zur Optimierung. Und nebenbei gesagt: Dies ist ein Riesendifferenzierungsmerkmal gegenüber den werten Kollegen aus Redmond. Und dies ein weiterer Grund für den Einsatz von Lotus Notes in der neuesten Version. Alloy ist – wie es das Kampagnenmotto sagt – direkt in Notes mitten drin. Und dadurch ist in Notes mehr drin als ...

Bild

Mein Job macht Spass, wenn die Kampagnen nicht nur kreativ und erfolgreich sind. Er macht besonders Spass, wenn die Produkte, die vermarktet werden, Sinn machen und gut sind.

Donnerstag, 11. Juni 2009

Habe soeben per Twitter von@LotusEducation gelesen:

"
NEW - IBM Lotus Symphony 1.3 is available to download TODAY ! http://ow.ly/dt6b http://ow.ly/dt9C".

Habe - da ich unterdessen Mac-Anwender bin - sofort zurückgezwitschert, ob die Version 1.3 auch für den Mac verfügbar sei. Schere im eigenen Kopf.
Natürlich sind die Linux-. Mac- und Windows-Versionen da.

Die Welt ist nicht mehr nur Windows. Die Welt ist nicht mehr nur MS Office. Es gibt heute Alternativen.Tja, ich bin am Computer mit Windows "gross geworden" - und war auch ein Fan davon. War beim Launch von Windows 3.0 in Deutschland als Partner dabei. Spannend war es, aber die Zeiten haben sich geändert. Monopole taugen nix. Time for change.

Montag, 8. Juni 2009

Smarter Planet / Smarter Work YouTube-Videos

Wenn sie etwas können, die amerikanischen Marketing-Kolleginnen und -Kollegen, dann besonders gut Videos:

Sonntag, 7. Juni 2009

Vom Enterprise 2.0 zum „engagierten“ Unternehmen – Was bietet IBM LotusLive in der Cloud

Cloud Computing
sei in Deutschland noch nicht angekommen, so wird eine kürzlich durchgeführte Umfrage von IDC in der Computerwoche zitiert. Ein Grund dafür sei die Verwirrung der Anwenderunternehmen, was denn eigentlich in der Cloud geboten werde. „Cloud-Anbieter müssen informieren“, so lautet die Zwischenüberschrift in der gedruckten Ausgabe der Computerwoche. Sicherlich eine absolut korrekte Aussage, die gerade auch für IBM und viele IBM'er gilt, die das Thema viel zu kompliziert in den Markt tragen, statt die bereits jetzt oder in Kürze vorhandenen Software Services von LotusLive zu vermarkten.

Was bietet nun LotusLive? Mit LotusLive stellt IBM nun verschiedene Services zur Miete in der Cloud zur Verfügung. Im Bereich E-Mail – laut Umfragen oft als Nummer 1 für Software as a Service (SaaS) genannt - wird unter dem Namen LotusLive Notes angeboten, bei der die Domino-Serverinfrastruktur von IBM betrieben werden. Dieses beziehungsweise ein ähnliches Angebot gab es bereits von IBM Global Technology Services (GTS).

Komplett neu ist Webmail von IBM. Hinter LotusLive iNotes verbirgt sich ein rein webmail-basiertes Angebot, das IBM von Outblaze zugekauft hat. LotusLive iNotes hat dabei nichts mit Lotus Notes und Lotus iNotes zu tun. Leider sind hier die Produktnamen etwas verwirrend. Lotus Notes ist der normale, lokal auf dem Rechner installierte Client, der unter Linux, Mac oder Windows gegen Domino arbeitet, Lotus iNotes ist der Web Client von Lotus Notes, mit dem man aus dem Browser gegen Domino gearbeitet. Und um auch dies nochmas explizit zu sagen, da es doch an einer Stelle absolut falsch kolportiert wurde: Lotus Notes wird es als E-Mail-System weiter mit einer klaren Roadmap geben.

LotusLive iNotes ist ein alternatives Angebot, mit dem IBM vor allem drei Zielgruppen adressiert: Insbesondere mittelständische Unternehmen können ihr E-Mail-System von IBM zu sehr günstigen Konditionen betreiben lassen und so ihre E-Mail- und Kalenderfunktionen abdecken. Gartner sieht hier eine grosse Chance für IBM, auch weil man auf eine grosse installierte Basis von 40 Millionen Anwender zurückgreift. Der Client von LotusLive iNotes ist rein web-basiert, das Look-and-Feel an die Corporate Identity des Kunden anpassbar.
LotusLive iNotes ist auch eine Option für grössere Unternehmen, die Lotus Notes oder auch Wettbewerbsprodukte einsetzen, jedoch auch gelegentliche Anwender haben, die hier und da E-Mail brauchen: den Raumpfleger, der einmal am Tag E-Mail liest (ich traue mich nicht Putzmann oder Putzfrau zu schreiben) oder die räumlich entfernt sitzenden Mitarbeiter, die aber in die E-Mail-Kommunikation eingebunden werden sollen. Das könnten beispielsweise die Versicherungsagenten und Agenturen sein.

Als dritte Option können auch Provider an LotusLive iNotes denken, wenn sie selbst-gebrandetes E-Mail anbieten wollen. Eine Hotel-Kette kann also beispielsweise ihren Kunden E-Mail im eigenen Look-and-Feel anbieten, ein soziales Netzwerk könnte die Option nutzen und E-Mail integrieren.

Zusammengefasst: LotusLive iNotes ist technologisch ein Angebot à la Web.de oder Googlemail, jedoch adressiert an Unternehmen (und nicht an Privatpersonen), betrieben in der sicheren IBM-Wolke. Hierbei profitieren IBM-Kunden natürlich von jahrelanger Erfahrung im Betrieb sensibler, hochverfügbarer Lösungen.

Neben den E-Mail-Angeboten gibt es LotusLive Meetings, das bisher als Lotus Sametime Unyte Meeting bekannt war. Hierbei handelt es sich um einen voll funktionalen Online Meeting Service. Online Meetings sind sicher gerade in der jetzigen Zeit, in der Reisekosten gespart werden müssen, eine valide Option. LotusLive Meetings ermöglicht den Kunden ad hoc Online Meetings im Web Browser einzuberufen. Der Web Conferencing Service kann übrigens für 30 Tage kostenlos getestet werden.

Schließlich offeriert IBM in der Cloud noch LotusLive Engage. Auf der englischen Web Site schreiben die Kollegen, LotusLive sei nicht nur ein neuer Meeting Service – sondern ein smarterer. Ich halte diese Definition für zu kurz gegriffen, auch wenn alle notwendigen Werkzeuge im Service enthalten sind, die vor, während oder nach einem Meeting benötigt werden: Online Meeting Services mit Protokollfunktionen, File Sharing (also Teilen von Dateien und auch Lesezeichen). Aktivitätenverwaltung mit Fristen und Zuordnung an Personen und Gruppen, Vernetzen von Anwendern über Profile, Bilden von Arbeitsgruppen, differenzierte Zugriffs- und Rechtevergabe, Instant Messaging und einiges mehr.

Sicher können all diese miteinander integrierten Services rund um Meetings eingesetzt werden. Sie bieten jedoch weitere Möglichkeiten, sich über Meetings hinaus in der Wolke zu „engagieren“. LotusLive Engage kann natürlich unternehmensintern eingesetzt werden und bringt dort unmittelbar Nutzen. Die noch größere Chance ist jedoch aus meiner Sicht, die Services zur Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, mit Kunden. Lieferanten und Partnern einzusetzen. LotusLive Engage ist die Plattform, um als Enterprise 2.0 Zusammenarbeit in seinem Geschäftsnetzwerk zu optimieren.

Das deutsche Unternehmen, das nach Asien verkaufen will, kann mit seinen Kunden Angebote und Zeichnungen austauschen sowie Online Meetings halten, um so den Vertriebsprozess zu unterstützen. Der Kraftwerksbauer kann all seine Zulieferer zusammenschalten und online eine Community für das Projekt bilden. Utopie sagen Sie? Nein, in der IBM Cloud ist das in einer sicheren Umgebung möglich.

Und vor allem kann ein voll lizensierter LotusLive Engage-Anwender beliebig viele Gäste zu LotusLive einladen. Diese Gäste können die wichtigsten Engage-Funktionen kostenlos nutzen: Dateien teilen und einsehen, an Meetings teilnehmen und vieles mehr. Dies bietet also Unternehmen die Chance, LotusLive Engage als wirkliche Plattform zur Vernetzung und Zusammenarbeit mit allen Geschäftspartnern nutzen – und das extrem günstig. Deshalb ist LotusLive Engage eine herausragende Plattform für das Enterprise 2.0, das sich über Web 2.0-Mechanismen für sein externes Netzwerk, seine Kunden und Lieferanten „engagiert“.

Und die Möglichkeiten gehen noch weiter: Prominente Anbieter wie Salesforce.com, Skype oder LinkedIn unterstützen LotusLive. Die Services der verschiedenen Anbieter können so kombiniert werden: Aus Salesforce.com kann ein Anwender direkt Meetings mit dem Vertriebsteam einberufen, Dateien mit Kunden teilen und vieles mehr. Solche Services können direkt in LinkedIn genutzt werden. LotusLive Engage stellt also Services zur Zusammenarbeit in diesen Produkten zur Verfügung und macht diese Enterprise2.0 ready.
Die verschiedenen Services von LotusLive sind günstig, leistungsfähig, sofort nutzbar und innovativ. Sie bieten gerade in diesen Zeiten hervorragende Möglichkeiten, Kosten zu sparen, die Kommunikation mit Kunden, Partnern, und Lieferanten zu optimieren, auf neue Beine zu stellen und – man verzeihe mir die schwarz-rot-goldene Brille – als deutsches Unternehmen wettbewerbsfähiger zu sein. Allerdings muss man dann die Chance auch ergreifen, gerade jetzt.

Dion Hinchcliffe beschreibt in einem kürzlich auf ZDNet erschienenen Posting die achte Wege, wie Cloud Computing das Geschäftsleben ändern wird. Einen Trend, den er sieht, ist, dass Cloud Computing die Aufmerksamkeit für Internet und insbesondere Web 2.0 erneut steigern wird. LotusLive Engage ist eine solche Plattform, die in sich als Collaboration-Service bereits riesige Chancen für die Zusammenarbeit bietet, deren Möglichkkeiten durch die Vernetzung mit anderen Services in einem Cloud-basierten Ökosystem jedoch noch überhaupt nicht abzusehen ist.

Montag, 1. Juni 2009

Virales Marketing oder Todesstern Stuttgart - I love it

Vom Leben als IBM'er, der einen Mac einsetzt – Spinnerei oder alltagstauglich?

Nun habe ich also ernst gemacht. Seit mehr als 3 Wochen nutze ich nun einen etwa 2 Jahre alten Apple Macbook 13 Zoll 667 Mhz mit 3 GB Arbeitsspeicher und 500 GB Festplatte als Arbeitsgerät. Es ist mein eigenes Gerät, aber IBM erlaubt es, den privaten Computer für die Arbeit einzusetzen. Ich hatte es ja schon vor längerem angekündigt, aber es brauchte dann doch eine Weile, bis ich über meinen Schatten gesprungen bin. An einem Wochenende konnte ich in wirklich kurzer Zeit mein Gerät für den Einsatz im IBM Netzwerk konfigurieren.

Der Technik-Teil (soweit ich technisch bin)
Ich bin ein OTTO, ein Other Than Traditional Office-employee, also jemand, der nicht latent im Firmenbüro arbeitet. Ich bin viel unterwegs und arbeite oft – da ich sehr viel am Telefon bin und Kollegen durch meine Vieltelefoniererei störe – zuhause. Deshalb war mein erster Schritt: Den VPN Client für den Zugriff von zuhause installieren. Und das ging problemlos. Schwupps, war ich im IBM Netzwerk.

Danach der nächste wichtige Schritt: Ich habe Lotus Notes 8.5 aufgespielt, meine ID und Datenbanken rüberkopiert. Unterdessen bin ich auf einer 8.5.1 Beta, die mir noch einige Vorteile bietet, beispielsweise die Integration mit der Aktivitätenverwaltung von Lotus Connections. Schließlich habe ich Lotus Symphony standalone als Office-Paket konfiguriert.
Ach ja, und ich benutze weiter Firefox statt Safari, weil ich die vielen AddOns zu schätzen weiss und ich meine Bookmarks komfortabel synchronisieren kann. Und Twitter-Tools gibt es für den Mac auch en masse. Unterdessen arbeite ich mit dem Seesmic Desktop, da ich dort sehr komfortabel mehrere Twitter-Accounts bearbeiten kann. Thwirl und Tweetdeck laufen aber auch unter Mac OS.

Zum Chatten mit Googletalk, MSN, Yahoo und so weiter hab ich noch Adium aufgespielt. Adium könnte ich sogar für Chatten über Sametime nehmen, aber da bin ich dann doch beim nativ in Notes eingebauten Sametime geblieben. Und da ich ein exzessiver RSS User bin – ich habe ca. 30 – 40 Feeds abonniert - und das Fenster in der Notes Sidebar zu klein bei vielen Feeds ist, habe ich NetNewsWire installiert.

Die IBM Foren Mac@IBM und einige Kollegen waren eine wirkliche Hilfe bei der Einrichtung des Macbooks. Die Mac-Community in der IBM ist eine eingeschworene Gemeinschaft und ich bin bei weitem nicht der erste, der einen Mac benutzt. So what? Warum schreibe ich diesen Blogeintrag? Ich denke einmal, dass ich eher der „gemeine Anwender“ bin. Alle anderen Kollegen, die einen Mac benutzen, sind technisch versiert (was man von mir in der Tiefe nun nicht sagen kann).

Aber zurück zu den Praxiserfahrungen: Ich konnte erstaunlich schnell loslegen und den Mac produktiv benutzen. Und was sind nun die Erfahrungen: Bisher bin ich an zwei web-basierten Anwendungen gescheitert, die eigentlich im Browser problemlos laufen sollten. Beide sind Gott sei dank nicht strategisch, aber Fakt ist, sie laufen leider nicht. Es bliebe noch die Option, Parallels für den Mac einzusetzen, mit dem ich Windows-Anwendungen unter Mac OS laufen lassen kann. Diesen Schritt bin ich noch nicht gegangen, da noch keine wirklichen Schmerzen aufgetreten sind.

In den IBM Lokationen habe ich noch Probleme mit dem Wireless-Zugang. Per Kabel komme ich problemlos ins IBM Netz. Und über VPN komme ich wireless von überall ins IBM Netzwerk.

An der Usability einiger Lotus-Anwendungen unter Mac OS sollten wir noch arbeiten. Da ginge noch vieles besser, aber es sind nur Randgebiete. Generell laufen Notes, Symphony und Sametime problemlos und stabil. Mac-Betakomponenten für Lotus Quickr habe ich erhalten, aber noch nicht wirklich ausprobiert. Das bleibt noch in einer ruhigen Stunde zu tun.

Ich bin ein unterdessen eingefleischter Fan von iPod und iPhone (schon lange vor Benutzung des Mac als Arbeitscomputer). Hier stört mich natürlich, dass ich meine Kontakte und Termine noch nicht vernünftig synchronisieren kann, aber hier ist ja Abhilfe mit Notes 8.5.1 in Sicht. Explizit abraten muss ich von Pocketmac. Pocketmac verspricht die Synchronisierung zwischen Notes und iPhone, leistet dies aber nicht (wie in vielen Foren nachzulesen ist). Vor dem Anbieter kann man nur dringend warnen und ich zweifele auch daran, dass ich meine 30 Euro wiedersehen werde.

Am 13 Zoll Macbook stört mich ein wenig der Monitor, der zwar exzellent, aber etwas zu klein ist. Durch meinen Lenovo T60p war ich schnon etwas verwöhnt. Unterdessen steht ein 24 Zoll TFT Monitor auf meinem Schreibtisch, wenn ich zuhause arbeite.

Absolut begeistert bin ich von der Geschwindigkeit des Macs: Ich habe aus Spass paralllel den Mac und den Lenovo unter Windows XP hochgefahren. Ein Riesenunterschied. Der Mac ist blitzschnell da, der Windows XP-Rechner braucht ewig (obwohl dieser Rechner vor 1 Jahr neu aufgesetzt habe). Auch die Lotus-Software inklusive Lotus Notes läuft deutlich performanter.

Ich vertraue einer Apple TimeMachine, die laufend meinen Rechner sichert. Ein gutes Gefühl, dass quasi automatisch eine Datensicherung läuft.

Die Bedienung des Mac ist für mich – nach einer Eingewöhnungsphase – deutlich intuitiver und produktiver. Er unterstützt besser bei dem, was wir in der IBM Smarter Work nennen. Ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt. Noch habe ich sicherlich noch nicht alle Funktionen und Arbeitsvorteile entdeckt, aber schon jetzt möchte ich den Mac nicht mehr missen. Intensiv nutze ich beispielsweise die Spaces, mit denen ich mir virtuelle Arbeitsbereiche für das Web, für Twitter und RSS, für die Office und E-Mail und privaten Einsatz konfiguriert habe. Blitzschnell kann ich hin und herschalten.

Die Management-Summary
Der Mac ist (für mich) eine echte Alternative als Arbeitsplatzrechner. Er ist schneller und wesentlich komfortabler als ein Windows-PC. Als eher kreativ orientierter Arbeiter vermisse ich nur sehr wenige Anwendungen, die nicht laufen. Das mag – es wäre zu verifizieren – bei Anwendern anders ein, die SAP und ähnliche Standardanwendungen einsetzen. Ich würde mir mehr Unterstützung von der lokalen IT wünschen, für die nur Linux und Windows existieren (was im Grunde genommen zu verstehen ist, aber Wünsche darf man ja äussern). Toll wäre es, wenn der Mac offiziell in der IBM in Deutschland als Arbeitscomputer akzeptiert und beschaffbar wäre. Momentan ist es ja eine private Investition.

Und ich würde mir mehr Unterstützung und Kooperation von Apple wünschen. Hier ist mir noch nicht klar, wie ernst Apple wirklich den Mac als professionellen Business Computer nimmt. Gerade in der Konstellation Lotus-Software und Mac könnte man gemeinsam sehr interessante Angebote und Alternativen schnüren, aber die Kooperationswilligkeit ist leider sehr „eingeschränkt“.

Und zum psychologischen Faktor: Ja, es ist cool, den Mac als IBM'er einzusetzen. Auf der DNUG habe ich Aufsehen erregt, in den IBM Büros tue ich es noch und auch auf externen Veranstaltungen und bei Vorträgen staunen die Besucher immer wieder. Jemand von IBM, der einen Mac benutzt. Ich gebe zu, es mach Spass, auch wenn dieses sein als Avantgardist ziemlich teuer für den eigenen Geldbeutel ist.

P.S. Dies ist ein persönliches Posting und repräsentiert keine offizielle IBM Meinung,

P.P.S. Ich hoffe, dass einer meiner Kolleginnen und Kollegen, die Linux produktiv einsetzen, einmal ihre Erfahrungen posten.

Der Beitrag ist im Original im IBM Blue Blog erschienen.