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Sonntag, 21. Juni 2009

Mehr Sex-Appeal bitte - für Linux

Am gestrigen Samstag ist in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Bereich Technik und Motor mit einem Bericht über Ubuntu als Betriebssystem aufgemacht worden. Fast einge ganze Seite Erfahrungen von Michael Spehr, interessant geschrieben für Einsteiger in das Thema. Hier einige Kernaussagen: „Überhaupt ist Ubuntu unglaublich schnell, selbst auf sehr alten Maschinen.“


Das kann man nun ja nicht von jedem Betriebssystem sagen. Die vollständige Zitierung von „typischen Windows-Marotten und -Nervereien“ spare ich mir an dieser Stelle. Das kennt ja nun jeder gut genug. Auch Problemchen mit Treibern werden von Spehr behandelt. Als Fazit zieht er: „Ein großartiges, modernes Betriebssystem ohne Zicken und Zumutungen. Das müsste der neue Standard werden, zumindest in Schulen.“

Ein sehr positives Fazit und nicht nur der Einsatz in Schulen sollte überdacht werden. Die Zeit einer Betriebssystem-Diktatur ist vielleicht wirklich und hoffentlich vorbei. Nun sehe ich selbst in der IBM viele Kollegen, die Linux – oft Ubuntu – einsetzen. Für mich hat das immer noch den Geruch, dass dies meist Techies sind, die selber gut schrauben können. Der „gemeine Büroanwender“ oder der „spielzeuggetriebene Oft-gar-nicht-mehr-so-jung-Jungmanager“ scheinen den Einsatz von Linux noch zu meiden, so meine Beobachtung.

Auch ich habe mich nicht für den Einsatz von Linux, sondern mir stattdessen einen Mac angeschafft. Mac ist einfach zu bedienen. Die Oberfläche schlechthin, modern, innovativ und intuitiv. Und es gibt das iPhone, den iPod, Time Capsule und viele andere nette Toys rund um den Mac. Opfer des Marketings. Und ja: ich weiss Mac und Apple sind schw...teuer ... Eine sehr geschätzte Kollegin, die sich gerade privat ein - typisch Frau – rotes Netbook angeschafft hat, hat sich wegen iTunes gegen den privaten Einsatz von Ubuntu entschieden.

Was will uns das sagen? Also ich persönlich bin auf die Marketingaussagen von Apple voll hereingefallen und habe deshalb unterdessen den Mac im Einsatz. Andere entscheiden sich aus Bequemlichkeit gegen Linux. Sie wollen sich nicht umgewöhnen. IT-Abteilungen scheuen meist den vermeindlichen Aufwand, ihre Anwender umzustellen, obwohl unterdessen sicherlich mehr und mehr Anwendungen auch unter Linux verfügbar sind. Vielleicht ändert sich das nun angesichts des Kostendrucks?

Zumindest ein wesentlicher Faktor, warum Linux noch nicht so erfolgreich ist, wie es sein sollte, ist aber der fehlende Sex-Appeal. Vor Jahren wurde stolz der Blackberry hergezeigt, dann das iPhone. Nun scheint das superflache Mac Airbook hip zu sein. Kein Manager will bisher mit Linux auf dem Golfplatz protzen. Mein Haus, mein Auto, meine Frau, meine Kinder, mein Linux – so weit ist es (noch) nicht gekommen. Und die Netbook-Welle, die eine Linux-Chance wäre, ist die vielleicht schon am Abklingen? Oder geht da noch was? Ich bin fest davon überzeugt, dass Linux Management-Unterstützung braucht. Und Management-Toys for big Boys helfen ungemein dabeoi

Un nun zum Informations- und Werbeblock:

Im Open Company Center der IBM in Stuttgart kann man sich hervorragend auch zu diesem Thema informieren. Hier werden alternative Clients und IT-Strategien gezeigt. Mehr finden Sie unter http://www.ibm.com/de/ibmforum/occ/. Gerne kann ich auch Kontakt zu Experten in unserem Haus herstellen.

Ganz neu ist ein von IBM gesponsortes White Paper zum Thema Linux auf dem Desktop und Kostenreduktion unter http://www.freeformdynamics.com/fullarticle_subscribe.asp?aid=678

P.S. Ich werde Linux sicherlich irgendwann einmal ausprobieren, im Selbsttest.

P.P.S. Der Lega Disclaimer. Das da oben ist meine persönliche Meinung und nicht ein IBM-Statement.

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