Digital Naiv oder Digital Native. Was ist der "richtige" Weg im und im Umgang mit dem Web 2.0 - und Puzzlesteine zu Essen, Fußball und mehr ...

Montag, 31. August 2009

Social Media Marketing: "Participation is hard."

David Armano writes about "Social Media's Top 10 Dirty Little Secrets"

I do like this one in particular. A lot of truth in it.

"Most social media is bad marketing/PR
Few organizations really want to engage with their customers. It's just easier to slap together a blog, Facebook fan page or hire someone to tweet about your products and coordinate events that hopefully generate buzz. Participation is hard."


And BTW: Yes, I want to generate buzz.

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"Per Anhalter durch das Enterprise 2.0" - Die IBM Keynote am 17. September auf der DMS 2009

Am 17. September 2009 um 12:00 Uhr werden wir - Doerthe Moeller, Thorsten Zoerner und Stefan Pfeiffer plus Überraschungsgast - die IBM Keynote auf der Fachmesse DMS 2009 in Köln halten. Das Buch schreibt Helmut Barz und die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Hier einige tief-blödsinnige Gedanken und Zitate (um Lust zu machen):


"Ein Dokument, das nicht eingesehen werden kann, ist 100 % manipulationssicher!" (31. Aug. 2009)


"Früher gab es die Jungen Wilden, heute gibt es die Digitalen Naiven." (1. Sep. 2009)


"Leben? Erzähl mir nichts vom Leben. Hasse es. Inkonsistent, verinselt und non-compliant," sagt Wolfgang (2. Sep. 2009)


Fortsetzung folgt (hoffentlich)

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Samstag, 29. August 2009

Neues IBM Patent verbindet TV Remote Control und Social Media

Immer wieder verblüffend, was so aus den Laborküchen der IBM rauskommt. Jetzt hat man wohl die Verbindung zwischen der Fernbedienung des Fernsehers und Blogs bzw. Microblogging patentiert. Also weiss dann jeder ab sofort, was ich mir anschaue ... Nein, ernsthaft. Denken wir an Widgets, die bald auf dem Fernseher laufen und die Verschmelzung von Computer und TV, dann kann das durchaus Sinn machen. Wer hat noch Ideen für einen sinnvoll Einsatz im Social Media-Umfeld?

Hier die Grafik:




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FAZ am 29.8: Übersichtlich - Über Torhüter und Netbooks

Die übliche Samstags-Lektüre in der FAZ. Diesmal meine Lieblingsartikel eher weit weg von Web 2.0, Internet, Software und so weiter.

 Im Rhein-Main-Sport Bericht über den ehrenamtlichen Betreuer der HSG Wetzlar, ehemals Dutenhofen. Aus der Gegend stamme ich. Zitat zur alten Halle in Dutenhofen: Sie wurde oft die längste Theke Mittelhessens und diente auch der Nachwuchsförderung.

 Im Fußball beherrschen die Torhüter (war auch einmal einer, eher sehr mittelmäßig). Bericht über die Verletzungen von Müller und Wetko gegen Gladbach (Ein geniales Tor von Reus und Bobadilla hat mich bei seinem Tor an dem "Bomber" erinnert) und über das Duell um das Tor in der Nationalmannschaft. Nein, ich mag Wiese noch immer nicht.

 Kommentar zu Netbooks: Platzhirsche, die bisher keine Netbooks wegen geringer Marge anbieten, müssen demzufolge handeln.

 Sonst viel Luftfahrt, EADS/Airbus und Boeing. Eher was für den geschätzten Kollegen Zoerner.

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Donnerstag, 27. August 2009

Mein Bundesliga-Tipp: Mainz bleibt Gladbach, Reeperbahnbummel und so weiter

Morgen geht los. Nach den Sonntagsspielen darf Gladbach morgen zuhause gegen Mainz ran. Wir etwas geknickt durch die Bremer Schlappe, Mainz obenauf durch den Sieg gegen Bayern? Trotzdem: Wir gewinnen 3:1. Wat mut, det mut. Werde mir das Spiel entweder live oder mit Kumpels vor der Glotze ansehen.

Stuttgart gegen Nürnberg. Eigentlich eine klare Sache, außer Raphael Schäfer will es den Stuttgartern wirklich zeigen - und schafft das auch noch. Ein klares 2:0 für mich.



Schalke gegen Freiburg. Sollte eigentlich auch kein Thema sein. Ich tippe 3:1 für Schalke.


Leverkusen empfängt Bochum. Sagen wir 2:1 für die Don Jupp-Jungs.


Hannover gegen Hoffenheim. Eventuell überschätze ich die Hoffenheimer noch aufgrund der Leistung der vergangenen Saison. Und ist Hannover wirkloich im Aufwind? Erst wenn Loddar kommt, also ein 1:1.


Die Eintracht zuhause gegen Dortmund. Auch ein Unentschieden, ein 1:1.


Und dann Bayern gegen Wolfsburg. Ein Knaller angesichts der Situation bei den Bayern. Wolfsburg gerade erst durch den HSV abgewatscht. Ich glaube, ich habe es vergangene Woche schon geschrieben. Irgendwann muß der Knoten platzen: Also ein 3:2 für die Bazzis.


Hertha muss gegen Bremen ran. Die Frage: Wieviel Substanz ist bei den Berlinern nach den prominenten Abgängen drin? Und wie ist Bremen drauf. Gut, dann eben wieder ein 1:1.


Und schließlich der HSV gegen Köln. Poldi versackt tags zuvor auf der Reeperbahn, BILD berichtet und Bruno gewinnt mit seinen Hamburgern 3:1.

Zaplive Media: Live-Streaming des Vortrags vom GFM Consumer Content

Unser Vortrag von der GFM Consumer Content Veranstaltung vom 18. August in Köln sind aufgezeichnet worden. Um was ging es noch gleich? Ach ja, "„Zwitschern, bloggen, YouTuben – Poken: Mit Web 2.0 Marketing in die Presse und zum Kunden?“. Hier die Links:

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Interessante Studie zu Web 2.0-Kenntnissen von deutschen Unternehmen

iLoveWeb2.0.de berichtet über einen neue Studie der Cologne Business School zu "Web 2.0 in Unternehmen". Ich zitiere einige der Erkenntnisse:

"- 20% der Führungskräfte kennen den Begriff Web 2.0 nicht
- XING ist mit 34% als Business Netzwerk etabiliert
- Blogs sind aktuell für Unternehmen noch kein wichtiger Kommunikationskanal
- 12% der Befragten können mit dem Begriff Blog nichts anfangen"


Ich bin eher positiv überrascht, dass doch die Begrifflichkeiten verbreitet zu sein scheinen. Die Studie kann kostenlos heruntergeladen werden.

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Montag, 24. August 2009

Web 2.0 im Unternehmen: Mehr als nur den Ausschaltknopf kennen

Ben Schwan hat in der Wirtschaftswoche einen sehr lesenswerten Artikel zum Thema Kommunikationsverhalten unter dem Titel "Einfach mal abschalten" veröffentlicht. Er geht auf die Informationsflut ein, die heute auf den normalen Benutzer einprasseln kann. Ich spreche hier bewusst von "kann", denn ich glaube die Art, wie Informationen konsumiert werden, ist einerseits oft noch eine Generationsfrage, andererseits eine Frage, wer welche Medien benutzt, Typische Szenen zuhause: Meine Frau und ich sitzen auf dem Sofa oder Balkon. Sie hat eine Zeitschrift, Kopien oder ein Buch in der Hand, ich den Macbook auf dem Schoss. Typischer Satz: "Du hängst ja schon wieder (oder immer noch) vor der Kiste". Sie holt sich Ihre Informationen größtenteils in gedruckter Form. Ich beziehe meine Informationen unterdessen weitgehend über das Netz, in hohem Maße per RSS Feeds.

RSS-Feed ist ein weiteres gutes Stichwort. Vor einigen Monaten war ich mit dem Kollegen Thorsten Zoerner auf einem Termin. Dabei ging es um Online Communities und der Funktionen. Wir haben dort Lotus Connections vorgestellt und ich habe erzählt, dass man Blogeinträge und anderen Infos per RSS Feed abonnieren, sich im E-Mail Programm oder im News Reader anzeigen lassen kann. Es kam von einem anwesenden Manager die Frage: "Was sind denn RSS Feeds?"

Was will ich damit sagen: Wir sollten bei weitem nicht überschätzen, wie weit Web 2.0 Tools und Kanäle verbreitet sind. Viele Baby Boomer (und nicht nur die) sind noch lange nicht im Web 2.0 und man kann sich durchaus die Frage stellen, ob sie jemals dort ankommen werden. Überträgt man diese Beobachtung auf die Einführung von Web 2.0 Tools im Unternehmen, auf Enterprise 2.0 Projekte, so wird deutlich,wie sorgfältig Anwender aller Generationen an Web 2.0 Funktionen herangeführt werden müssen. Viele leben heute immer noch maximal "in der Inbox", im E-Mail-Postgang und sind weit von "Thinking outside the Inbox" entfernt.


Und natürlich hat Ben Schwan mit vielen seiner Aussagen absolut Recht; Es besteht die Gefahr zum Informationsjunkie zu werden. 300 - 400 RSS Einträge pro Tag sind einfach nicht zu konsumieren, selbst bei bestem Quer- und Schnelllesen. Der Ausschalter an Computer, Smart Phone hat wie schon zu Zeiten des Fernsehens seine Berechtigung. Ja, und auch der Versuch, unterschiedliche Informationskanäle gleichzeitig zu konsumieren, ist extrem fragwürdig. Bei einer solchen Informationsüberreizung ist nur eine partielle Wahrnehmung von Informationen möglich.

Hier stelle ich aber fest, dass man sich das antrainiert. Genau wie ich mir vor Jahren das Schnell- und Querlesen angewöhnt habe (böse Zungen sprechen von oberflächlich lesen), so beobachte ich jetzt eine selektive Wahrnehmung, wenn ich meine Tweets oder RSS Feeds durchgehe: Der Blick für den Informationsnugget, das mich interessiert. Und nein, ich will gar nicht wissen, was mir vielleicht durch die Lappen geht.


Doch hier erneut Stop: Wieder sollten wir nicht vom Informationsjunkie ausgehen und an die "normalen" Anwender - welcher Generation auch immer - denken. In der privaten Nutzung wird er meist mit den neuen Werkzeugen alleine gelassen und macht via "learning bei doing" seine Fehler. Man denke nur an die Erfahrungen mit E-Mail Spam und Viren, die viele Anwender privat leidvoll gemacht haben und wohl noch machen. Doch auch im Beruf, wird der Umgang mit E-mail selten trainiert. Welches Unternehmen weist seine Anwender in die Benutzung von E-Mail ein, damit E-Mail korrekt und effizient genutzt wird? Auch E-Mail kann einen ROI haben ...

Noch dringlicher ist es, die Einführung neuer Web 2.0 Tools im Unternehmen organisatorisch zu begleiten. Ich korrigiere mich, nicht zu begleiten sondern zu führen. Bei Web 2.0 im Unternehmen soll(te) ein ROI angestrebt werden. Die Einsatzgebiete gehören identifiziert, die Anwender in der Einführung begleitet und trainiert. Bei einem Enterprise 2.0 Projekt geht es nur sekundär um Technik, primär um möglichst nachvollziehbaren Nutzen und Arbeitserleichterung für die Anwender.

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Sonntag, 23. August 2009

McAfee: The analogies of Electrification and Cloud Computing / Die Analogien von Elektrifizierung und Cloud Computing

An extremely interesting blog posting of Andrew McAfee on Cloud Computing. A few quotes, which did impress me:

"... the analogies between electrification and cloud computing are very tight ones, and are highly relevant for anyone trying to understand how the corporate cloud is going to play out."


"
So based in part on what I’ve learned about electrification, here’s are my predictions about the move by businesses to cloud computing: It’s going to be a long transition, but an inexorable one."

"And business owners who ignore this transition or choose not to participate in it will eventually find themselves constrained and left behind to the same extent as factory owners who sat out electrification."


I do completely agree, that Cloud Computing is going to change the IT world in a radical way. We are in the very early stages of getting a clue of the change. Still pur brain sticks with on-premise solutions, not considering Cloud-based solutions. Cloud computing is a challenge, but is an opportunity, too. LotusLive is a great example of the benefits, companies can gain very fast from Cloud solutions - not only the big ones, but in particular SMB.


_________________


Ein hochst interessantes Blog Posting von Andrew McAfee zu Cloud Computing. Hier sind einige Zitate, die mich beeindruckt haben:


"... die Analogien zwischen Elektrifizierung und Cloud Computing sind sehr enge, und sie sind sehr relevant für jeden, der verstehen will, welche Rolle die Unternehmens Cloud spielen wird."

"
Basierend auf dem, was ich über Elektrifizierung gelernt habe, hier meine Voraussagen, wie sich Unternehmen hin zu Cloud Computing bewegen werden: Es wird ein langer Weg, aber ein unaufhaltsamer."

"
Und Geschäftsinhaber, die diese Bewegung ignorieren oder es vorziehen, nicht daran teilzuhaben, werden sich auf kurz oder lang genauso abgehängt und zurückgelassen fühlen, wie es Fabrikbesitzer waren, die die Elektrifizierung aussitzen wollten."


Ich kann nur komplett zustimmen, dass Cloud Computing die Welt der IT radikal ändern wird. Wir beginnen gerade erst, diese Veränderungen zu verstehen. Noch immer denken wir meist an die traditionellen Inhouse-Lösungen, statt Cloud-Lösungen in Betracht zu ziehen, Cloud Computing hat Herausforderungen, ist aber auch eine Chance. LotusLive ist ein hervorragendes Beispiel für die Vorteile, die Unternehmen schnell aus Cloud-basierten Lösungen ziehen können - und nicht nur Grossunternehmen, gerade auch der Mittelstand.

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Home Office + Open Office >>> Open Air Office

After we are allowed to work in the Home Office at IBM,
After we are supporting Open Office,
I am now thinking about the next generation: Open Air Office

(Of course beer is only allowed after 18:00, dear HR departments & headhunters investigating the web for my profile).

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Samstag, 22. August 2009

Auch deutscher Wein hat es in sich - Tipp: Weingut Ernst Weinbrodt


Ich war in den vergangenen Jahren nicht so wirklich ein Fan deutscher Weine. Man möge mich beschimpfen dafür, aber die Weine aus Rheinhessen, die ein Winzer vorbeibrachte, und die Preise mancher Bergsträßer Weine plus zuviel Säure haben mich trotz Biolek abgeschreckt. Nur hier und da gab es mal einen deutschen Tropfen. Gut, meine Meinung hat sich sukzessive geändert.

Empfehlen möchte ich heute das Weingut Ernst Weisbrodt in Niederkirchen bei Deidesheim. Freunde haben uns dieser Tage einmal zur Weinprobe mitgenommen und ich bin von den Weiss- und Rotweinen, auch vom Sekt und vom Preis-/Leistungsverhältnis absolut beeindruckt, ja begeistert.

Zu langer Tradition kommen neue Innovation. Sohnemann Philipp hat seine Ausbildung als Weinbauingenieur gerade beendet und lässt neue Ideen einfliessen, die von Vater Ernst konstruktiv aufgenommen werden. Renate Weisbrodt schmeisst den Laden und Tochter Maria war oder ist gerade Weinzprinzessin.

Meine Favoriten:
  • der Riesling "P" Spätlese
  • der Chardonnay aus dem Barrique
  • der Merlot - Deidesheimer Letten
  • der Cuvée "Das Duett"
  • und ein - zwei Geheimnisse, die ich für mich behalte.
Am besten einfach mal vorbeischauen. Online kann man sich das Weingut unter www.weingut-weissbrodt.de anschauen.

Mehr als eine gelbe Blase - Nach dem LotusKnows Idea Jam ist vor der LotusKnows-Kampagne


Nun ist er vorbei, der Lotus Knows Idea Jam. Vor Tagen haben wir weltweit dazu eingeladen, Ideen zur Lotus-Brand der IBM in vier Themensträngen zu diskutieren. Themen waren Technologie, Marketing, Praxis und globale Herausforderungen. Das Thema globale Herausforderungen ist sicher durch die Smarter Planet-Kampagne der IBM auf die Themenliste gekommen. Es wundert nicht, dass Technologie und Marketing die m stärksten frequentierten Themenstränge waren. Lotus ist Technologie und natürlich haben Kunden, Partner und IBM'er ihre Vorstellungen, was in die Produkte hinein und wie es mit welchem Produkt weitergehen soll.


Und Marketing war ja der eigentliche Anlaß des Idea Jam. Mit Lotus Knows wollen wir die Lotus-Lösungen der IBM wieder wesentlich stärker in das Bewusstsein der Endanwender, der „Opinion Leader“ und Multiplikatoren katapultieren. Und zu Marketing und wie man Marketing besser macht, hat ja auch jeder seine Meinung.


Ed Brill hat es in seiner Zwischenbilanz korrekt geschrieben: Viele der Ideen sind nicht neu. Es wäre auch erstaunlich, wenn sich plötzlich durch den Jam die gelbe Weisheit neu erfinden würde. Lotus-Software soll mehr an Universitäten präsent und Studenten zur Verfügung stehen – weltweit. Ein Thema, das wir hier als Lotus Deutschland auch so sehen und das durch ein Team rund um Michael Ehlers vorangetrieben wird und wo wir noch viel mehr tun müssen. In punkto Unipräsenz sind in den vergangenen Jahre einfach Fehler gemacht worden. Mehr Werbung, Anzeigen in Magazinen, Plakate an Flughäfen. Auch dieser Wunsch war zu erwarten. Es wird sich einfach zeigen, wieviele Mittel wir zur Verfügung haben werden. Und ich stelle die Frage, wieviel Werbung denn wie lange sein müsste, damit sie mehr als einen nur temporären Impact hätte.


Doch neben diesen offensichtlichen Ideen verstecken sich eine Menge guter Anregungen in den nahezu 1.000 Ideen und über 2.000 Kommentaren. Hier heisst es also Gold schürfen, um wertvollen Input nicht zu verlieren. Ich bin sicher, man kann den ein oder anderen Nugget finden, den wir für die Produktweiterentwicklung und im Rahmen der Marketing-Kampagne verwenden können.


Wie war die deutsche Beteiligung am Idea Jam? Die englischsprachigen Länder haben natürlich den Jam dominiert, aber Deutschland lag zu Mitte des Jams an # 3 hinter den USA und UK. (Die finalen Zahlen habe ich jetzt 1 Minute nach Ablauf des Jams noch nicht, werde sie aber publizieren). Dies ist aus meiner Sicht ein durchaus beachtliches und im internationalen Vergleich gutes Ergebnis. Hätte ich mir mehr deutsche Teilnehmer gewünscht? Ja, natürlich. Ich habe auch einige bekannte Stimmen im Jam vermisst. Urlaubszeit? Arbeitsbelastung? Frustration? Zu schlechte oder späte Kommunikation? Ja, wir haben die Information hier in Deutschland aus meiner Sicht zu spät bekommen, aber dann doch mit allen Mitteln den Jam kommuniziert. Die Blogosphere hat das Thema aufgegriffen. Und dass sogar auf Heise.de endlich einmal ein Lotus-Thema, wenn auch in der üblichen süffisanten Art und Weise aufgegriffen wurde, ist ja schon einmal beachtlich. Dazu passt dann ja auch, diejenigen, die am Jam mitgemacht haben, als „gelbe Blase“ zu bezeichnen. Ob das nun sein muss ...


War nun die Sprachbarriere vielleicht Grund dafür, dass nicht noch mehr Deutsche teilgenommen haben? Das kann durchaus sein. Und sicher können wir darüber nachdenken, ob ein solcher Idea Jam in Deutschland in deutscher Sprache oder international in mehreren Sprachen sinnvoll wäre. Für Meinungen und Ideen hierzu bin ich sehr dankbar. Aber erst einmal ist das Glas aus meiner Sicht mehr als halb voll: IBM hat den LotusKnows Idea Jam durchgeführt und doch einige Deutsche haben teilgenommen. Das ist eine aus meiner Sicht rundweg positive Sache (und auch andere Länder haben gute Ideen). In typisch deutscher Verhaltensweise wird das einmal wieder vergessen.


Ja, wir werden – so hoffe ich – nicht eins zu eins die „amerikanische“ Kampagne übernehmen. Diese Befürchtung wurde auch geäußert. Bisher wurde ich in meinen 1 Jahr und 2 Monaten als Marketing Manager für Lotus in Deutschland trotz weltweiter Guidance nie gezwungen, bestimmte Marketingaktionen durchzuführen. Es war in aller Regel eine deutsche Entscheidung im lokalen Lotus Management. Und – by the way – nur weil Ideen aus Amerika kommen, müssen sie nicht per se schlecht sein, man siehe Lotus Notes.


Ich erwarte, dass wir durch LotusKnows von weltweit eine Reihe von Assets bekommen, die wir aber durchaus sinnvoll auch in Deutschand benutzen und einsetzen können. Und ich erhoffe mir, dass wir durch LotusKnows auch einfach mehr Mittel zur Verfügung haben werden. Ob dann alle Maßnahmen, die wir uns entschließen durchzuführen, von allen als sinnvoll angesehen werden, mag dahingestellt sein. Da gibt es oft auch zu Recht verschiedene Meinungen und auch Emotionen und ich bin sicher, dass wir auch hier wieder Kritik an dem zu hören bekommen werden, was wir im Rahmen von LotusKnows tun. Aber wir werden es aus bestem Wissen und Gewissen basierend auf einer Diskussion im Lotus Management tun. LotusKnows ist eine für Lotus, die Lotus-Partner und -Kunden positive Sache. Wir werden versuchen, das für den deutschen Markt Beste daraus zu machen.


Frankfurter am Samstag; Von Baggern, milchbetriebenen Eurofressern und Urlaub für immer

Samstag morgen, Bäcker, Zeitung, Croissants, Frühstück, was finde ich in der FAZ interessant?


Mit einem süffisanten Grinsen lese ich einen kurzen Artikel zum Thema Rollrasen, Passt. Siehe das Baggerbild.


Am meisten amüsiert mich das Wort zum Sport, ein Zitat aus dem Buch von Frank Busemann:


"Eine Porsche oder ein Kind? Beide sind laut, wenn sie aufdrehen. Beide bringen ein gutes Gefühl in die Magengegend und zaubern Glanz in die Augen. Beide sollten auf keinen Fall unbeaufsichtigt gelassen werden, da sie ansonsten schnell abhanden kommen. Ich entschied mich für den milchbetriebenen Eurofresser. Ein Kind ist und bleibt unbezahlbar."


Unterdessen fast jede Woche unter meinen Favoriten die Kolumne "Wie war Dein Tag, Schatz?" von Georg M. Oswald. Diesmal wird eine regelmässig stattfindende Marathonsitzung im Unternehmen persifliert, wo ein Kollege die anderen mit stundenlangen Powerpoint-Vorträgen malträtiert. Die Kollegen sind diesmal cleverer und lassen sich alle per SMS aus der Sitzung rufen. Irgendwie muss ich da an endlose Telefonkonferenzen denken. Reale Sitzungen sind ja angesichts Kosteneinsparungspotential oft out. Und ich muss an die Kollegen denken, die mir neulich erklärten, wie sich per Blackberry beim Forecast-Meeting die Informationen und Daten zu Kundensituationen kommen lassen. Sie fanden, dass dies ein tolles Beispiel sei, wie man unsere Software innovativ einsetzen kann. Bei aller Funktionalität, die mit den Lotus.Tools auf dem Blackberry verfügbar ist, weiß ich nicht, ob das ein so tolles Beispiel für das Enterprise 2.0 ist.

Nett auch noch der Artikel zu Urlaub unter dem Titel "Urlaub für immer". Demzufolge sind 3 Wochen Urlaub am Stück ein Muss. Und die Niederschrift des schönsten Ferienerlebnisses hilft dabei, die Erholung zu konservieren. Deshalb bin ich wohl mal Journalist geworden und blogge heute? Starte mal Selbstanalyse.


Kommentar zu Personalern, die im Netz stöbern im Wirtschaftsteil:

"Nicht jedes privates Foto, das den Bewerber beim Grillen in überdenkenswerter Weise zeigt, muss ihn für eine Banklehre disqualifizieren. Nutzern ist also zu verantwortungsvollem Umgang mit Persönlichem im Netz zu raten - und Arbeitgebern zu ein wenig Gelassenheit."


Satz 2 kann man nur unterstreichen, Satz 1 ist an meine Freunde gerichtet, die ich kommende Woche zum Grillen eingeladen habe.

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Freitag, 21. August 2009

Der 3. Spieltag: Von vielen Unentschieden zu vielen Toren

Na ja, so sehr erfolgreich waren meine Tipps nicht. Aber wie Frogpond sagt, drüber quatschen macht ja auch Spass:

Schalke in Hoffenheim - Hoffenheim stoppt den Höhenflug mit einem sensationellen 1:1. Timo Hildebrand heizt durch Superleistung die Nationalfliegenfänger-Frage nochmals an.

Dortmund - Stuttgart - Nach dem Real-Erlebnis der Woche reicht es auch hier nur zu einem Unentschieden, wieder ein 1:1. Fast tippe ich sogar auf Stuttgart. Mal schauen, ob ich noch umfalle und umtippe.

Köln gegen Frankfurt - Ein Sieg muss her für Kölle, sonst brennt die Luft. Frankfurt wird überschätzt derzeit, also 2:1 für Kölle. Alaaf.

Leverkusen in Freiburg - Die Freiburger werden ausgekontert und verlieren 0:1. Torschütze: Kießling :-)

Mainz gegen Bayern - Irgendwann muss der Knoten bei den Bayern platzen. Und nur deshalb gewinnen sie 1:3 in Mainz.

Nürnberg - Hannover - Welche Auswirkung hat der Trainerwechsel in Hannover? Ich ändere meinen Originaltipp von 1:1 auf 2:1 für den Club.

Bochum empfängt Hertha - Die Hertha kann ich noch nicht einschätzen nach den promineten Weggängen. Bochum ist wie immer grau, also ein 1:1.

Nun wird es schwierig: Wolfsburg gegen Hamburg. Nordduell. Labbadia gegen Veh (umgekehrt). Eigentlich müßten die Wölfe das wieder packen. Gut, ein 2:1.

Und dann mein Verein, die Borussia in Bremen. Bremen ist eigentlich ein Lieblingsgegner, deren Hintermannschaft löchrig, Wiese gegelt, Marin macht nix und wird von Arango in den Schatten gestellt. Und der Gladbach-Vorwärtsdrang wieder da. Also wieder ein sensationelles 3:3.

Mittwoch, 19. August 2009

Alte Wege in CRM genügen nicht mehr angesichts Social Computing

Dion Hinchcliffe hat auf ZD Net jetzt unter dem Titel Using social software to reinvent the customer relationship auch aktuell das Thema Social Software, Social Media und Customer Relationship aufgegriffen. Es passt zu einigen meiner Posts der letzten Wochen:

"This year’s rise of enterprise social computing is opening a new front line in many businesses where the old ways of engaging with customers is no longer sufficient or even competitive."

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Montag, 17. August 2009

YouTube Video zur Social Media Revolution

Ein super produziertes Video zum Thema Social Media, sicher ein bisserl viel Hype, aber einfach gut gemacht:


Samstag, 15. August 2009

Facebook vs. Google = Pepsi vs. Coke ??

Einen höchst interessanten Artikel der Washington Post habe ich dank Gunnar Bender gefunden. Anlass war der Kauf von FriendFeed durch Facebook. Hier ein Zitat zur größeren Perspektive.

"That leaves two mega-conglomerates that will compete to be the portal of everything we do on the Internet. Google has long tried to get into the social game, and Facebook surely wouldn't mind expanding into some of Google's territory. (Real-time search is the likely entry point.) It's as classic an American struggle as Pepsi vs. Coke."


Eine Perspektive, die über die (für mich) herkömmlichen Vergleiche Google vs. Microsoft hinausgeht und die "Portal of everything"-Sichtweise einnimmt. Eure Meinung dazu?

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Mein YouTube Video des Tages

Gestern bei CPP hat uns Gernot einige abgedrehte YouTube Videos empfohlen.

Hier das Originalmusikvideo:



Hier die Verballhornung von Microsoft. Inhaltlich bin ich damit natürlich nicht einverstanden, aber sehr nett gemacht:

Immer wieder Samstags ... FAZ - Von Powerpoint-Karaoke und E-Mails an alle

Samstag morgen ist wie immer Lesezeit, aus alter Anhänglichkeit die FAZ. Zwei Artikel, in Beruf und Chance finde ich diesmal zum Schmunzeln:

"Ein neuer Freizeitspass geht um: Powerpoint-Karaoke. Menschen halten Vorträge zu Ihnen bislang völlig unbekannten Präsentationen. Je abstruser das Thema, desto größer der Jubel."

Und eine Seite weiter: "Die E-Mail-Funktion 'Allen Antworten' hat schon viele Menschen in Bedrängnis gebracht." Im Artikel wird auf www.thinkbeforeyousend.com verwiesen, wo wohl die abstrusesten Geschichten zu versehentlich verschickten E-Mails gesammelt sind.

Fußballerisch interessant der Artikel zu Amanatidis als Charakterkopf der Frankfurter Eintracht.


Wirtschaftlich nachdenklich der Kommentar zu Boeing und den Problemen um den Dreamliner: "Das Debakel lässt sich auf zwei Ursachen zurückführen: Boeing hat es mit der Auslagerung ('Outsourcing') übertrieben."

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Donnerstag, 13. August 2009

In jedem steckt ein kleiner Heribert - Der Bundesliga-Tipp fürs Wochenende

Gute Abend allerseits,

letzte Woche ging meine erste Tipprunde in der Liga total in die Hose. Von wegen Bundes-Jogi oder Heribert, der Experte (wer kennt den eigentlich noch?). Jetzt also Spieltag #2.

Bayern gegen Bremen ... In München traue ich Bremen ein Überraschung zu, gerade nach der Niederlage gegen Frankfurt. Aber - obwohl ich es nicht mag -, die Bayern gewinnen wohl, sagen wir 2:1.

Stuttgart gegen Freiburg - Eigentlich darf da nix schief gehen für Stuttgart. Unsicherheit: Baden-Würtemberg-Duell. Trotzdem Stuttgart gewinnt 3:0.

Dortmund gegen den HSV - Es muss auch Unentschieden geben. Das Spiel ist ein Kandidat: 1:1.

Leverkusen gegen Hoffenheim - Ich befürchte mal, dass Leverkusen Nerven zeigen wird - und Don Jupp dann schon sofort unter Beschuss steht. Ich hoffe es mal aus alter Verbundenheit zu Don Jupp nicht. Deshalb ein 1:1.

Hannover hat Mainz zu Gast - Auch ein mögliches Unentschieden-Spiel, aber ich glaube, Hannover reisst sich am Riemen. Deshalb 2:1.

Frankfurt empfängt Nürnberg - Ich war erstaunt über Frankfurt in Bremen. Skibbe war (und ist) weiterhin für mich einer der Wackelkandidaten unter den Trainern. Trotzdem. Ich glaube nicht,dass Nürnberg die Klasse hat. Deshalb ein 2:1 für Frankfurt. Und danach träumt ganz Frankfurt von der Champions League ...

Die Kölner müssen gegen Wolfsburg ran - Ich glaube nicht, dass es Wolfsburg in der Saison so bringt. Die werden derzeit überschätzt und werden einen "Stuttgart-Effekt" erleben. Also ein 2:2.

Schalke hat Bochum zu Gast - Nach dem Dusel von letzter Woche ist es Schluss mit Glück für Bochum. Schalke gewinnt 2:0. Und auch hier fangen die Fans an zu träumen.

Und last but not least: Meine Borussia - die richtige - gegen Hertha. Ich glaube, dass das Team stärker ist und Hertha nicht mehr das bringt, was sie letztes Jahr geleistet haben, trotz Favre. Also gewinnen wir 2:1.

Oh Mann, warum bleib ich nicht lieber anonym mit den Tipps.

Ganz witzig - Zwitscher-Statistiken ...

Es gibt ja unterdessen einige interessante Tools, die das individuelle Twitter-Verhalten analysieren. Habe mir heute über http://www.tweetstats.com mal einige Graphiken zum meinen Stefan63atIBM Account rausgelassen.

Über was twittere ich denn? Am meisten hat es dann doch mit dem Job zu tun. Meine Top Hashtags sind #ibm, #lotus, #rp09, #ecm, #blueblog. Interessant, dass die re:publica und auch mein ECM Job, den ich ja nur noch partiell ausübe, doch solange nachwirken. Vermute mal, dass bald LotusKnows als #Hashtag hinzukommt. An Borussia arbeite ich noch (natürlich an der richtigen #Borussia, also #Gladbach.


Und hier sieht man sehr schön, wann ich angefangen habe zu zwitschern und wie es sich entwickelt hat:



Die zeitliche Verteilung, um welche Uhrzeit ich zwitschere, lässt keine Rückschlüsse auf potentiell stattfindende Conference Calls zu. Eigentlich zwitschere ich jeden Tag, da ich oft nur am Wochenende Zeit habe, meine RSS Feeds zu lesen und interessante Sachen weiterzugeben:




Übrigens habe ich morgens mehr Energie zum Zwitschern, wie diese Grafik zeigt,

Und last but not least, Sessmic hat sich bei mir als bevorzugter Twitter-Client durchgesetzt (und Thwirl und TweetDeck verdrängt), vor allem, weil man komfortabel mehre Twitter-Accounts bedienen kann. Die Statistik täuscht etwas, da Sessmic einmal als Seesmic und einmal als Seesmic Desktop dargestellt wird. TwitThat ist komfortabel, wenn ich im Browser eine Seite zwitschern will:

Man soll die Zwitscher-

Und hier noch ein Vergleich zwischen meinem Stefan63atIBM-Account und dem Lotus_DE-Account, den ich mit pflege. Hier zeigt sich wohl dass ein "Follow me - Follow you"-Prinzip sich wohl auch in der Zahl der Follower bemerkbar macht - etwas was ich auf Stefan63atIBM nicht automatisiert tue. Die Statistik kommt über Twitter Counter.



Statistiken nicht zu ernst nehmen, aber ich finde es ganz interessant, das eigen Verhalten zu analysieren.

Dienstag, 11. August 2009

Aus dem Stefan63-JOB: Lotus Knows – Ihre Ideen sind gefragt beim Ideen Jam am 19. August ab 14 Uhr

Marketing ist nicht nur Anzeigen in Zeitschriften, Bannerwerbung auf Web Sites oder Plakatwände an Flugplätzen. Marketing ist heute auch in hohem Maße Kommunikation mit dem Kunden und Partner. Nach diesem Prinzip ist auch die neue Marketingkampagne von IBM aufgebaut, die jetztunter dem Namen „Lotus Knows“ startet.

Bild

Mit „Lotus Knows“ wollen wir das Angebot der Lotus Brand wieder stärker in das Bewusstsein der Endanwender rücken. Nein, dazu werden wir keine teuren TV Spots und Anzeigenserien in Spiegel,
Wirtschaftswoche, Capital, FAZ oder Handelsblatt schalten (obwohl, wer weiss?). Wir werden aber mit vielfältigen Marketingmaßnahmen mit Endanwendern kommunizieren, die Trends setzen, Entscheidungen im Bereich Collaboration, Gestaltung des & Tools am Arbeitsplatz beeinflussen und Vordenker in der Nutzung neuer Technologien sind.


Mit der Kampagne wollen wir deutlich machen, dass Lotus nicht gleich Messaging, E-Mail und Terminplanung ist. Wir wollen deutlich machen, dass Lotus nicht gleich Lotus Notes ist. Wir wollen vermitteln, dass Lotus Notes heute „E-Mail der Zukunft“ und wesentlich mehr ist,
wie es Gartner gerade geschrieben hat. Wir wollen mit Ihnen - unseren Kunden, Partnern, Journalisten und Bloggern - entwickeln, wie wir alle heute und morgen smarter arbeiten können. All dies soll sich dann in einer mehrere Jahren dauernden, globalen Marketingkampagne widerspiegeln, die durch Austausch und Kommunikation gekennzeichnet ist.


Im Gegensatz zur „klassischen“ Marketingkampagne, die einfach „rausgeblasen“ wird, werden wir die Inhalte und Themen mit Ihnen zusammen entwickeln. Sie können direkt Einfluss nehmen, welche „Messages“ wir wie in den Markt tragen. Es ist eine virale Kampagne. Wir nutzen Social Media und Web 2.0-Technologien und so haben Sie die Chance, von Beginn an Einfluß auf die Kampagne zu nehmen.

BildDie erste Möglichkeit besteht Sie schon kommende Woche. Am 19. August starten wir um 14 Uhr Mitteleuropäischer Zeit einen 72
Stunden dauernden Ideen Jam
. Hier haben Sie die Chance, Ihre Gedanken, Ideen und Erfahrungen mit uns zu teilen, damit wir unsere Strategie und Kommunikation entsprechend ausrichten.


Der Jam, der in englischer Sprache stattfindet, behandelt vier Themenstränge:

  • „Lotus knows, dass smarter arbeiten erstklassige Technologien benötigt
    ...
    “ - “Lotus knows working smarter depends on greattechnology…” – Wir reden über coole Funktionen der Lotus-Technologie, ohne die Sie nicht leben können oder die
    nicht bekannt genug sind. Und falls Sie Ideen haben, was noch cool
    sein könnte ...
  • Lotus knows, dass Marketing Schlüssel dazu ist, dass Technologie auch
    eingeführt wird ...“
    - “Lotus knows marketing is key to technology adoption…” – Wir wollen Ihre Ideen, wie wir grössere Aufmerksamkeit für unsere Lotus-Angebote erreichen können und wir unsere Nachricht besser im markt bekannt machen, ein Thema,
    dass mich persönlich natürlich besonders interessiert.
  • Lotus knows, dass Technologie nur dann erfolgreich ist, wenn Kunden damit
    erfolgreich sind“
    - “Lotus knows technology is only great with client success…” – Sprechen Sie mit uns darüber, wie Sie Lotus-Technologien erfolgreich einsetzen, wie Sie die Produkte eingeführt haben, wie Sie Ihre Mitarbeiter trainiert haben und so weiter.
  • „Lotus knows, dass die Welt kleiner, enger und schmaler wird“ - “Lotus knows the world is getting smaller, flatter and smarter…” Wir leben verstärkt in einer globalen Ökonomie. Hier wollen wir Ideen sammeln, wie Anwender rund um die Welt von Lotus-Angeboten profitieren und profitieren können.

Sie können sich jetzt unter http://lotusknows.ideajam.net/register registrieren. Wir – das deutsche Lotus-Team – würde sich sehr freuen, wenn Sie an unserem Ideenjam teilenehmen. Und wer weiss, vielleicht finden wir gemeinsam die ein oder andere Idee, die wir
dann im Rahmen der Kampagne verwirklichen. Lotus knows ...


P.S. Und wenn Sie schon Ideen haben. Twittern Sie mit dem Hashtag #LotusKnows Ihre Statements. Auf Twitter finden Sie auch den Account www.twitter.com/LotusKnows, über den Sie sich informiert halten können.



Sonntag, 9. August 2009

Social Media Marketing & Messbarkeit – Gedanken & Lektüre der Woche

In den letzten Tagen sind mir einige aus meiner Sicht sehr interessante Postings und Dokumente zu Social Media Marketing und Web Marketing untergekommen:



Bild

Brandkraft hat diese Grafik auf ihre Web Site gestellt, die die Arbeit einer Social Media Agentur sehr gut visualisiert.


Hugo E. Martin referenziert in seinem Blog auf eine Studie von Wetpaint und Altimeter Group, nach der Unternehmen, die in Social Media am engagiertesten und aktivsten sind, 18 % mehr Umsatz generieren, nicht aktive Unternehmen Umsatz verlieren. In der Studie werden die Unternehmen in die abgebildeten Klassen unterschieden.


In diesem Zusammenhang ist auch der (schon etwas ältere) Blogeintrag von Dirk Shaw interessant: Moving beyond social media metrics to business outcomes. Was trägt Social Media Marketing wirklich zur Bottom Line bei? Eine Frage, die früher oder später immer vom Management denjenigen gestellt werden wird, die Social Media Marketing für wichtig erachten. Shaw beschreibt wie sich seine Rolle bei Vignette auch durch den Weg vom Web 1.0 zum Web 2.0 geändert hat. Er nennt vier wichtige Prioritäten, die er unterdessen setzt:

  • Neue Leads generieren
  • Aufmerksamkeit für die Marke in neuen Märkten aufbauen
  • Die Wahrnehmung der Marke steuern
  • Für Kunden Service und Support bieten

Und korrekterweise stellt er die Frage, wie man den Erfolg misst? Die Anzahl der Retweets? Die Kommentare zu Blogeinträgen? Wirklich generiertes Geschäft und wie weist man das nach? Klickraten?


In einem Interview antwortet Mike Damphousse von Green Leads auf die Frage, welche Metrix er benutzt, um den Erfolg von Social Media zu messen, mit dem zunehmenden Verkehr auf der Webseite und mehr Leads, beides über 6 Monate gemessen. Der zunehmende Besuch auf der Web Site hänge eindeutig mit Social Media-Aktivitäten zusammen. Ist das alles an Messbarkeit, was wir haben? Oder ist es eine Kombination verschiedener Parameter:

  • Zugriffe auf Blogeintrag
  • Kommentare in Blogeintrag
  • Retweets
  • Anzahl der Follower in Twitter
  • Downloads & Views auf YouTube
  • Fans für die Facebook Fan Page
  • Anzahl der Mitglieder in der Community
  • Teilnehmer am Webcast
  • Aktive Beteiligung an Diskussionen
  • ...

Ich vermute, dass wir auf längere Sicht mit diesen unterschiedlichen Parametern arbeiten werden müssen. Die Metrix für Social Media-Erfolg ist noch nicht definiert ist, kann noch gar nicht definiert sein. Das Thema Erfolgsmessung wird und sollte uns deshalb gerade im Bereich Social Media weiter intensiv beschäftigen.

Posted via web from stefan63's posterous

FAZ am Sonntag: Immer druff, uff die Webkultur

Kommentar in der FAZ von Stefan Kämmerling: "In der Flatrat-Kultur" - "Die miteinander verschmelzenden Sphären von Internet, Mobilfunk und Unterhaltung bestimmen zunehmend unser Bewusstsein." - Kultur-Flatrate - Alles sofort per Download. Soziale Netzwerke wirklich nur Anhängsel einer Dauerwerbesendung? Da bin ich nicht dabei. Bezahlung werde von Anhängern der Flatrate-Bewegung als letzte Schande gesehen.

"Neulich in meinem Café" - Pseudokritisch - Internet als Recherchemedium oder Mittel zur sozialen Kontrolle - "Wer von deinen 723 Facebook-Freunden geht für Dich einkaufen, wenn Du einmal krank bist?"


Mir scheint, Kritik an der Webkultur ist momentan in, nicht nur in der FAZ. Beide Artikel sind sehr einseitig und malen schwarz-weiss.


Und für den Fussballfan: "Hurrikan der Karibik" - Kommentar zu Juan Arango, dem neuen Borussen-Zauberer

Posted via email from stefan63's posterous

Samstag, 8. August 2009

Von Hege und Pflege, Kaffeetassen und dem Messen von Marketingerfolg

Sehr lesenswert ist das White Paper von Marekto mit dem Titel The Definitive Guide to Lead Nurturing. Das frei herunterladbare PDF beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Bearbeitung von Leads im Sales- und Marketingprozess, offeriert interessante Checklisten und Vorgehensweisen, wie man Kontakte durchgängig betreut und so einen Vertriebserfolg oder hohe Kundenbindung und -zufriedenheit erreicht.

Marketing ist mehr als Gewinnung von neuen Kontakten durch eine singuläre Marketingmaßnahme. Marketing ist die ständige Kommunikation, Interaktion, Betreuung und Informationen von Interessenten und Kunden, um entweder Neukunden zu gewinnen oder bestehende Kunden zu binden und mit ihnen Folgegeschäft zu machen.


Ich halte den im White Paper benutzten englischen Begriff für Lead Nurturing in dieser Beziehung für sehr treffend. Kontinuierliche Kundenhege und Interessentenpflege wäre wohl die treffende Übersetzer. Nur schade, dass die gängigen Marketingmetrixen meist nur die Generierung neuer Opportunities und Leads messen und honorieren. Und genauso fragwürdig: Eine Opportunity wird in der Regel immer nur singulär einer Marketingmassnahme zugeordnet. Gerade im B2B Umfeld handelt es sich aber immer um einen Salesprozess mit vielen, vielfältigen Interaktionen und Touchpoints durch Vertrieb und Marketing.


Stellt sich natürlich auch die Frage, was dann noch eine Analyse bringt, welche Marketingaktion denn den größten Erfolg gebracht hat? Welcher Marketingmaßnahme werden unter solchen Umständen dann Vertrieb und Marketing Ihre Opportunities zuordnen? Dem Messebesuch? Dem Anruf durch das Call Center? Dem Besuch vor Ort mit Übergabe der obligatorischen Kaffeetasse als Werbegeschenk? Dem Aufsuchen der Webseite? Dem Google-Ranking? Der Information, die der Interessent in Foren gelesen hat? Der Beratung durch einen Analysten? Dem White Paper? Dem Closing Event, also der Kundeneinladung zum netten Abendessen aufgelockert mit 1-2 Vorträgen nennt?


Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst beeinflusst hast. Die Marketingmetrixen und -messsysteme, die oft im Einsatz sind, gehen mehr oder weniger weit an der Realität vorbei – und vor allem am „Business“. Und noch schlimmer: Sie treiben Marketing in eine komplett falsche Richtung. Also, mehr Kaffeetassen braucht das Land. Dann flutscht es auch mit dem Verkaufen.


Samstag morgen - Zeitung lesen:

Heute interessant in der FAZ:
  • Die Parteien werfen Ihre Netze aus
    Bericht über die Internet-Communitys der Parteien von Stefan Tomik. Machen alle einen of Obama? Aber nur ein kleines Obama'chen.
  • Wie war Dein Tag Schatz von Georg M. Oswald
    Kolb, Personalchef, präsentiert die neue Hoffnunsträgerin, Expertin für Social Media Marketing ... Gotchhhhaaaaaa...
  • Im Reich der Paletten
    Ein Tag inkognito bei Aldi. Lesenswertes über einen Konzern, dessen soziales Engagement quasi nicht existiert.
  • Sommer 2.0
    Universität der Künste in Berlin lädt zwischen 16.8 und 25.9 ein; www.digitalersommer.de
  • Und: Harvard schwört der Gier ab
    Auch MBA-Absolventen geloben , der Gesellschaft Gutes tun zu wollen. Der Eid im Netz: http:/mbaoath.org/take-the-oath/. Schwören Börsenhaie, Gewinnmitnehmer, Spekulanten und Banker auch?

Dienstag, 4. August 2009

Out of Twitter

Tja, nun ist es passiert. Seit gestern ist mein Account Stefan63atIBM auf Twitter gesperrt. Montag nacht habe ich noch bis 23-24 Uhr gezitschert, alles fein und seit gestern morgen geht nix mehr. Altes Passwort funktioniert nicht mehr. Passwort Reset geht auch nicht. Kommt keine entsprechende E-Mail bei mir an. Scheint auch nicht der IBM Spamschutz zu sein, sondern momentan habe ich den Eindruck - bestätigt von Kollege @zoernert -, dass mein Account gecrakct wurde. Wie das geschehen konnte, ist mir rätselhaft, da ich gerade am Montag mein Passwort änderte und "eigentlich" nur auf vertraulichen Seiten wie Wefollow.com war.

Habe dann gestern eine Mail an support@twitter.com abgeschickt, aber da kam bis dato kein Reaktion. Ich vermute mal, dass die entweder Land unter sind oder aber der Support bei einem solch kostenfreien Service halt entsprechend ist. Interessant wird auch sein, welchen Einfluss dieser "Lock out" auf die Follower-Zahl haben wird.

Kommentare und Anregungen sind sehr willkommen.

P.S. Habe mit Twitter-Freak @zoernert schon alle Wege versucht, das Passwort zu resetten!

Samstag, 1. August 2009

Andrew McAfee zum Thema Compliance & Enterprise 2.0

Andrew McAfee hat der Computerwoche ein Interview gegeben und darin auch Stellung zum Thema Compliance und Sicherheitsbedenken geäussert, die viele Unternehmen (und besonders Juristen) sehen, wenn Mitarbeiter im Web 2.0 aktiv sind:

"Die Leute kennen doch ihren Job und wissen, dass sie rausfliegen, wenn sie über Firmeninterna reden. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, wenn Führungskräfte befürchten, dass Twitter, Blogs oder Wikis die Mitarbeiter verrückt spielen lassen."

Keine weitere Erläuterung notwendig.

Video kills the radio star – und Blogs verdrängen Printmedien

Die IT Magazine - zumindest die, in denen Unternehmenssoftware behandelt wird - werden immer dünner und weniger. Lang etablierte, redaktionell unabhängige Publikationen verschwinden vom Markt. Zum Thema Dokumentenmanagement gab es beispielsweise einmal die Spezialpublikationen info21, DoQ und BIT. Nur die BIT ist übrig geblieben. Lange journalistische Wegbegleiter müssen oder mußten sich ein neues Betätigungsfeld suchen oder schlugen den harten Weg des Freelancers ein, der seine Artikel im freien Markt für gedruckte und Online-Medien anbietet.


Für professionelle Unternehmens-IT sind heute in Deutschland nur noch eine Handvoll unabhängiger Magazine geblieben – und das ist schon großzügig gezählt. Daneben gibt es noch eine erkleckliche Zahl von Magazinen, die von gesponsorten Artikeln und Advertorials leben. Mein Worst Case: Einnahmen durch Personality Stories einwerben. Ein Geschäftsführer darf sich auf dem Titelblatt präsentieren und in der Fotoserie im Heft auf dem Poolbillardtisch räkeln – Fegefeuer der persönlichen Eitelkeiten. Sex sells? Hüstel.


Aber diese und ähnliche Maschen funktionieren durchaus noch, um Hefte zu finanzieren und am Leben zu erhalten. Lässt sich der Leser jedoch wirklich täuschen? Von Advertorials, die oft nicht als solche explizit gekennzeichnet sind? Fällt es dem Leser nicht auf, wenn in einem Heft nur Artikel stehen, die von Unternehmensvertretern geschrieben werden? Ich hoffe es mal, jedoch ist Papier geduldig. Und Papier ist wohl noch glaubwürdiger als eine Online-Veröffentlichung. Es steht halt schwarz auf weiss in der Zeitung. Und was in der Zeitung steht, BILDet.


Doch der Einfluß gedruckter Publikationen auf Kaufentscheidungen auch für den Sektor Unternehmenssoftware und professionelle IT nimmt wohl ab. Social Media gewinnt enorm an Bedeutung. In den USA wurde über SAP4SME LinkedIn group eine Umfrage durchgeführt, die interessante Ergebnisse hervorbrachte und diese Aussage untermauern. Bei der Frage, wem ein Käufer am meisten bei einer Kaufentscheidung vertraut, liegen Online Tech Sites mit 29 % wie ZDNet Kopf an Kopf mit unabhängigen Bloggern und Analysten (28 %) sogar vor Analystenfirmen (20 %). IT Magazine und Journale erhielten nur 6 % der Stimmen, Online Foren 15 %.


Sicherlich ist dies keine repräsentative Umfrage, aber sie belegt doch den Trend, dass Blogosphere, Foren und Geschäftsnetze bei Kaufentscheidungen im Markt für Unternehmenssoftware mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Dies wird Einfluss auf klassische Public Relations haben. PR wird sich zu Social Media Relations hin entwickeln. Und für Social Media stellen sich mir eine Vielzahl von Fragen.


Sind Blogosphere und Online Tech Sites nach den gleichen oder ähnlichen Mechanismen wie gedruckte Medien manipulierbar und käuflich? Oder übt das Netz eine solche korrektive Gewalt aus, dass Manipulationsversuche schnell(er) auffliegen? Ist der Vodafone-Fall Beleg dafür, dass sich die Onlineszene nicht manipulieren lässt? Oder wird es nicht „geschicktere“ Versuche geben, die nicht so einfach aufzudecken sind?


Umgekehrt: Auch in der Blogosphere gibt es hier und da eine Tendenz zur Negativberichterstattung. Auch hier scheinen „Bad News“ und „Schlammwerfen“ - oft getrieben durch Selbstdarstellungsgelüste - interessanter zu sein als die ausgewogene Berichterstattung. Gibt es in solchen Fällen Webselbstheilungsmechanismen, die so etwas ausgleichen? Oder können sich „Bad News“ nicht vielleicht künftig sogar im Waldbrandverfahren verbreiten? Aufgrund der offenen Struktur, in der prinzipiell jeder frei publizieren kann, ist die Blogosphere und Webosphere natürlich wesentlich vielfältiger, subjektiver und emotionaler (was ja auch teilweise den Charme des Webs ausmacht).


Wie werden Qualitätsartikel und -inhalte im Netz finanziert? Sind die Leser bereit, für Inhalte auf Online Tech Site zu bezahlen? Meine Prognose: Der Zug ist bereits abgefahren. Bezahlinhalte werden – bis auf gewisse Premiuminhalte - kaum noch durchzusetzen sein. Das Web ist umsonst. Kopieren ist erlaubt, oft gewünscht. Analog zu den gedruckten Magazinen werden Werbemaßnahmen die Haupteinnahmequelle für professionell betriebene Online Tech Sites sein.


Welche Bedeutung haben eher private Blogs gegenüber den professionellen Online Tech Sites? Ein Dion Hinchcliffe schreibt inhaltlich hochinteressante Blogbeiträge, aber würde er diese Reichweite erreichen, wenn die Beiträge „nur“ auf seiner Web Site statt im Rahmen von ZDnet publiziert würden? Sicher kann sich auch ein unbekannter Blogger mit entsprechender Zähigkeit und Qualität im Bereich Unternehmens-IT und Unternehmenssoftware ein Renomee und seine „Follower“ erarbeiten. Festzuhalten bleibt: Sich derart frei und problemlos zu exponieren und seine Meinung kundzutun, ging zu Zeiten nur gedruckter Medien nicht. Der Platz für Leserbriefe war halt doch begrenzt. Heute hat jeder die Chance zu bloggen


Wie soll man Blogger behandeln? Im Großen und Ganzen wie Journalisten. Eigentlich wie jeden, der sich fundiert informieren will. Sachlich und fachlich informieren. Manipulationen fliegen auf, früher oder später. Sachliche Information, offene Diskussion und Kommunikation wurden meiner Erfahrung nach auch bei kritischen Punkten gerade in der Blogosphere immer honoriert.


Anbieter – auch die, die sich mit Unternehmensoftware und Unternehmens-IT befassen – werden sich mit Social Media kreativ und konstruktiv auseinandersetzen müssen. Dort spielt künftig mehr und mehr die Musik. Dort wird Meinung gemacht. Dort muss man mitdiskutieren. Dort werden künftig Kaufentscheidungen maßgeblich mit beeinflusst. Natürlich sind noch Fragen offen und es existieren auch Risiken. Aber der Weg führt an Social Media nicht mehr vorbei, in Öffentlichkeitsarbeit, in Marketing und Vertrieb.


P.S. Und last but not least: Ich hoffe, dass für meine Kollegen, deren Jobs in den Printmedien potentiell gefährdet sind, in der Online Szene der ein oder andere Arbeitsplatz entsteht, denn gerade auch dort ist „Qualität“ gefragt.


Die Raute im Herzen - Quo vadis Borussia

Heute geht es also los, die neue Saisan mit dem DFB Pokal. Und "meine" Borussia (die richtige Borussia) startet im DFB Pokal beim FSV Frankfurt. Eigentlich müsste ich hinfahren, aber Arbeit, Trägheit, Abneigung gegen Menschmassen und eine zeitige Einladung zum Abendessen heute halten mich davon ab.

Und wieder gehe ich als langjähriger Borussen-Fan mit sehr gemischten Gefühlen in die Saisan. Das Auf und Ab der letzten Jahre hat schon an den Nerven gezerrt und den Glauben in die Borussia und das Umfeld erschüttert. Man hat ja alles probiert, von Hochstätter über Panter bis Ziege und Eberl im Management. Vom vermeindlich hochklassigen Advocat über Newbie-Trainer wie Fach, Comeback von Don Jupp, kurzzeitiges Vertrauen in Luhukay bis zum Comeback von Meyer. Und es fehlen einige Namen der 10 Trainer in 10 Jahren ...

Nix hat geklappt, Millionen für angebliche Hochkaräter wie Insua, Elber oder Heinz ausgegeben, aber kein kontinuierlicher Erfolg erzielt. Vor allem auch das Umfeld schein verrückt zu spielen und gar manchen Trainer durchaus fies rausgemobbt zu haben. Was nun genau am Bökelberg oder nun im Borussen-Park an Intrigen und Gemobbe abgeht, ist natürlich aus der Ferne schwer zu beurteilen, aber es liegt wohl einiges im Argen. Geduld ist offenbar ein Fremdwort.

Und nun Michael Frontzeck mit einem Team, in das wieder viel Geld gesteckt wurde. Eine Mulitkulti-Truppe mit einigen vermeindlichen Hochkarätern, die eigentlich nichts mit dem Abstieg zu tun haben sollte. Haben sollte. Marin, Baumjohann, van den Bergh weg. Kaum deutsche Spieler für die Startelf. Finde ich sehr, sehr schade. Nix gegen Multikulti, aber meiner Ansicht nach sollten in einer Bundesliga und auch bei der Borussia mindestens die Hälfte der Spieler einen deutschen Pass haben. Positive Kommentare von unserem Jünter zu Frontzeck und zur Mannschaft. Vage Hoffnung, dass endlich ein vernünftiger und kontinuierlich ins Mittelfeld führender Weg eingeschlagen wird. Hoffnung trotz des Chaos der letzten 10 Jahre?

Schaun mer mal. Entschuldigung, dass ich den Überkaiser des ehemaligen Erzkonkurrenten zitiere, aber es kommt schon Wehmut auf, wenn man die doch so unterschiedliche Entwicklung sieht. Noch 1 Stunde 10 Minuten. Dann fängt das Pokalspiel an. Und hoffentlich nicht wieder eine neue Leidenszeit für einen Borussen-Fan, der in den frühen 70er Jahren Fohlenfan wurde, ist und wohl auch bleibt.