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Freitag, 18. September 2009

DMS Expo 2009: Nicht wirklich zwischen Archiv und Enterprise 2.0

Thorsten Zoernert hat es in seinem Kommentar absolut korrekt bemerkt: In diesem Jahr habe ich noch keine Veranstaltung gesehen, die so wenig in den Social Media behandelt und diskutiert wurde wie die DMS Expo, die zwischen dem 15. und 17. September in Köln stattfand. Und das, obwohl sogar ein Enterprise 2.0 Tag durchgeführt wurde. Auch der DMS eigene Blog hat nicht wirklich abgehoben. Die platten Firmendarstellungen haben auch dort überwogen. Leider keine aktive Diskussion um heisse Themen der Branche oder - das wäre ja noch besser - Wünsche und Interessen der Kunden. Gibt es die nicht? Ich denke schon. Selbst- und Produktdarstellung war leider auch oft im Vordergrund des Enterprise 2.0 Tages. Trotz des heiligen Schwurs aller Beteiligten, keine Produktfeatures herunterzubeten und Werbung zu machen, konnten doch einige Teilnehmer nicht widerstehen.

Schade, eine verpasste Chance. Leider sogar mehrere verpasste Chancen: Die KoelnMesse und alle Beteiligten hätten Social Media wesentlich besser nutzen können, um die DMS Expo zu promoten und auch neue Zielgruppen zu erreichen. Und die Aussteller haben die Chance verpasst, die verstaubte Welt des Archivs mit der modernen Welt des Web 2.0 zusammenzubringen. Ja - und ich höre einen mir gut bekannten Berater schon kommentieren -, oft sind Unternehmen noch meilenweit vom Enterprise 2.0 und der Nutzung der entsprechenden Werkzeuge entfernt. Ja, manch einer hat noch nichts von Twitter, Chatten oder Bloggen gehört oder hält nichts davon. Aber genau hier ist Aufklärung nötig und hier hätte man Richtung geben können.


Diese Richtung gegeben hat Markus Bentele, CIO der Rheinmetall, in seinem Vortrag: Den Anwender interessieren keine Produkte und Produktnamen. Den Anwender (und übrigens auch das Unternehmen) interessieren Funktionen, die ihm helfen besser und komfortabler zu arbeiten. Und das ohne grosse Schulungen und Einarbeitungszeit. Und da sind wir ganz schnell bei Funktionalitäten, die neben komfortabler Bedienung eines DMS typische für Enterprise 2.0 sind: Instant Messaging, Onlinekonferenzen, soziale Netze und Profile, die direkt in die Arbeitsprozesse integriert sind und dort eine wichtige Rolle für Kommunikation und Zusammenarbeit spielen. Und natürlich sind wir da auch bei stabilen ECM- Systemen, die im Hintergrund alle Informationen, Dokumente, Daten und Prozesse zuverlässig und performant verwalten. Das ist dann Smart Work.


Hier hätte eine DMS Expo Richtung weisen können oder sogar müssen. Die Chance wurde verpasst. Provokant und nach dem BUCH ausgedrückt: Der obere Stempeloffizier mit 3 Stempeln war da, Sascha Lobo nicht. Und auf der Reise "per Anhalter durch das Enterprise 2.0" ist man in Köln noch nicht weit gekommen.


P.S, Und sonst war die DMS Expo wie in den vergangenen Jahren: Zufriedenstellend.

Posted via email from stefan63's posterous

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