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Samstag, 12. September 2009

Einige Anmerkungen als Lotus-Marketingverantwortlicher zu: "IBM wirft MS Office raus"

Dieser Handelsblatt-Artikel vom 10. September mit dem prägnanten Titel IBM wirft MS Office raus hat in deutschen Medien schon einiges an Resonanz erhalten. Spiegel Online hat das Thema unter der Überschrift Schlag gegen Microsoft – IBM verbannt Office von 360.000 Firmenrechnern aufgegriffen. FAZ, Zeit, ZDNet und viele andere haben nachgezogen. Die Diskussion kann auch per Google News verfolgt werden. Selbstverständlich - wie kann es heute anders sein - wird auch per Twitter kräftig kommentiert und diskutiert.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch nochmals auf mein Blog-Posting vom Februar 2009 aufmerksam machen, in dem ich Lotus Symphony kommentiert habe. Die dort aufgeführten Punkte sind noch immer valide. Unterdessen wurde auch das Thema Migration von Dateien, Templates und Makros etc. an mich herangetragen. Das ist ganz sicher ein wichtiges Thema. Hierzu gibt es von IBM und Partnern eine Reihe Services und Tools. Wir werden versuchen, diese in allernächster Zeit ausführlich vorzustellen.


Natürlich kommentiert auch Microsoft, so steht es zumindest in der FAZ. Und das mit einem Vergleich zwischen verschiedenen Golf-Modellen. Man sei in der technischen Entwicklung 10 Jahre voraus. Ich zitere nach FAZ: "Das ist etwa so, als würde man von einem Golf VI auf Golf II wechseln und verkünden, man fahre jetzt ein neues Auto." Also, ich persönlich bevorzuge eh Jahreswagen. Sie sind günstiger in der Anschaffung, gleichwertig im Betrieb und meist technisch stabiler und ausgereifter als die neuesten Modelle, die doch häufig Kinderkrankheiten haben. Aber übertreiben wir die bildhaften Vergleiche mal nicht.


Natürlich ist auch die Frage berechtigt, welcher Anwender wirklich welche Highend-Funktionen eines Office-Paketes braucht. Dazu gibt es ja zur Genüge Untersuchungen, dass nur ein Bruchteil der Funktionalität von Otto Normalanwender genutzt wird. Und es stellt sich die Frage, wieviele Anwender und Unternehmen sich weiter in die Abhängigkeitsspirale zwingen lassen. Wenn Du dieses Feature haben willst, musst Du jenes Betriebssystem nutzen. Und alle Sharepoint Services gehen nur mit dieser SQL Server Version oder jenem Office. Ach ja, und für Telefonie brauchst Du unbedingt jene Versionen.

Mir scheint, dass Kosteneinsparungen und der Wunch nach mehr Offenheit und Unabhängigkeit durchaus valide Argumente sind, die verstärkt im Markt resonieren.


Stefan Pfeiffer

Posted via email from stefan63's posterous

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