Digital Naiv oder Digital Native. Was ist der "richtige" Weg im und im Umgang mit dem Web 2.0 - und Puzzlesteine zu Essen, Fußball und mehr ...

Samstag, 31. Oktober 2009

Web 2.0 - Alles nur Hype von Cyberjunkies?

Peter Marwan hat auf ZDNet gerade ein Artikel unter dem Titel Web 2.0 für Firmen: Nichts Genaues weiß man nicht  publiziert. Er bezieht sich auf eine aktuelle Umfrage der Agentur PR-Com zu Web 2.0 unter DAX-Unternehmen. Nach dieser Umfrage sind die DAX Unternehmen weit vom strategischen Ansatz von Web 2.0 entfernt:
Die Mehrzahl weiß noch nicht so recht, wie sie die neuen Kommunikationsmöglichkeiten nutzen soll.
Die Umfrage scheint mir sehr stark unter dem Aspekt Nutzung von Web 2.0 für Marketing und PR zu stehen. Das Posting passt zu einigen persönlichen Erlebnissen dieser Woche: Auf dem IBM Breakfast Briefing am Mittwoch in München haben wir das Thema Social Software, Web 2.0 und Enterprise 2.0 auch sehr angeregt (nicht nur unter dem Aspekt Marketing und PR) diskutiert. Dabei kam die Anregung eines Besuchers, dass wir doch auf YouTube Videos zu Lotus Connections, der Social Software-Plattform der IBM, stellen sollten, die die Nutzung erläutern sollten. Die gibt es in englischer Sprache und auch wir als Lotus Deutschland nutzen YouTube unterdessen sehr intensiv. Social Media wird - so schliesse ich aus dieser Diskussion, meinen Erfahrungen und Statistiken der vergangenen Monate - durchaus im Geschäftsumfeld genutzt, um sich zu informieren. Es ist nicht mehr nur die Website des Unternehmens, die Kunden und Interessenten aufsuchen, um sich zu informieren.Das zeigen auch neueste Statistiken aus den USA.
Gegen Mittag gab es dann eine interne Telefonkonferenz, wie wir als IBM denn Social Media in PR und Kommunikation nutzen können. Hier kam der Ansatz, dass man darüber als neuen Kanal Pressemitteilungen und Informationen verteilen könne und solle. Sicherlich ein valides Einsatzgebiet und dies bestätigt auch die Ergebnisse der Umfrage, denn zu oft ist es
Fortsetzung der bisherigen Unternehmenskommunikation mit anderen Mitteln: Informationen über das Unternehmen und seine Angebote stehen mit großem Abstand im Vordergrund
Selbst hierzu gibt es Skeptiker. Bei einem Treffen mit Business Partnern gab es sehr kontroverse Diskussion, wie wichtig nun die Social Media-Aktivitäten von Lotus in Deutschland sind. Einer der Teilnehmer spitzte es zu: "Mich interessiert die Anzahl der Follower auf Twitter nicht. Meine Kunden informieren sich anders." Also alles nur Spielerei eines geschlossenen Kreises von Cyberjunkies und -freaks, die sich im Netz tummeln? Peter Marwan zieht aus der Studie von PR-Com eine solche Schlussfolgerung:
Das ganze Thema Social Media und Web 2.0 wird derzeit noch überbewertet und lediglich durch eine vergleichsweise kleine Gruppe sich gegenseitig selbst lobender, zitierender und referenzierender Menschen vorangetrieben. Da gehören Agenturen und Medienschaffende sicher ebenso dazu, wie Berufs-Surfer und Marketingspezialisten.
Ich bin da etwas anderer Meinung: Ja, im Web 2.0 sind vielleicht vor allem die innovativen Berufs-Surfer unterwegs. Netzwerke wie Xing zeigen aber, dass dort durchaus bereits ernstes Business gemacht wird. Die Zugriffszahlen unserer eigene EULUC-Plattform, wo wir Kunden zeitnah über interessante Produktneuheiten, aber auch Markttrends und -themen informieren, zeigt mir, dass Web 2.0 zumindest als Informationskanal angenommen wird. Und - wieder aus der eigenen Praxis gesprochen - man kann auch schon heute valide Geschäftskontakte und Leads über das Web 2.0 generieren. Ja, ich würde mir noch mehr Interaktion und Kommunikation wünschen, aber hier befinden wir uns - so glaube ich - in der Lern- und Startphase des Mitmach-Web, bei Unternehmen und bei den Nutzern.
Ich würde das auch in einen größeren Zusammenhang stellen wollen, der über die Nutzung von Web 2.0 für PR und Marketing hinausgeht. Hier einige Thesen:
  1. Das Web 2.0 ist heute bereits eine Informationsplattform, die im Business-To-Consumer (B2C)-, aber auch Business-to-Business (B2B)-Umfeld große Bedeutung hat. Informationen und Bewertungen, die man im Web 2.0 findet, sind oder werden wichtiger als die Informationen auf der Web Site des Unternehmens und Anbieters. Genau wie Bewertungen von Hotels und Reisezielen für die private Urlaubsplanung werden solche Informationen auch im Geschäftsumfeld genutzt (werden). Web 2.0 sollte heute unverzichtbarer Teil des Marketing-Mix sein.
  2. Jedes Unternehmen, das in der "Öffentlichkeit" tätig ist, braucht heute eine Web 2.0 PR- und Kommunikationsstrategie. Und wenn es nur dafür ist, in Krisensituationen angemessen reagieren zu können. Dazu passt ja auch der Artikel zum Pressesprecher 2.0 in der FAZ.
  3. Web 2.0 ist mehr als PR und Marketing, Und es ist mehr als neue Art der Kommunikation im Netz, Arbeitsweisen und Technologien des Web 2.0 halten auch in Unternehmen Einzug und sind unausweichlich. Jeff Mann von Gartner hat ja gerade sehr optimistisch prognostiziert, dass 2013 80 Prozent der Enterprise Collaboration Plattformen auf Web 2.0-Technologien beruhen werden. Man wird Blogs, Wikis, Instant Messaging, soziale Netze, Lesezeichen usw. auch professionell in Unternehmen - im Enterprise 2.0 - einsetzen. Hier gibt es eine produktive Wechselwirkung zwischen privater und beruflicher Nutzung von Web 2.0-Arbeitsweisen- und Technologien. Social everywhere nennt es mein geschätzter Kollege Peter Schütt. Web 2.0 Technologien stehen in der Tradition und sind eine Weiterentwicklung von Collaboration, Groupware, eLearning, Knowledge Management und vielen anderen Trends der vergangenen Jahrzehnte.
Ja, wir befinden uns in der Anfangsphase. Ja, ein Inner Circle pusht sich derzeit oft gegenseitig hoch. Aber die geschäftliche Nutzung von Web 2.0 in PR und Kommunikation, darüber hinaus und innerhalb von Unternehmen ist genauso wenig aufzuhalten wie es die Nutzung von E-Mail vor Jahren war. Und ich prognostiziere eine ähnich rasante Entwicklung.

P.S. Auf der ZDNet-Seite gibt es auch einen Abstimmung Zum Status Quo von Web 2.0 in Ihrer Firma. Wenn Sie mitmmachen wollen.
 

FAZ - Heute kaum der Rede wert - Pressesprecher 2.0: Das Prinzip verstanden?

FAZ ist heute (für mich) keines ausführlicheren Blog-Postings wert - interessant nur der Bericht über die Ausbildung zum Pressesprecher 2.0 in Beruf und Chance (auch weil ein IBM Kollege gerade was zur Pressestelle 2.0 macht, aber sind wir alle ein bisschen ZwoNull?). Es geht darum, Pressesprecher auszubilden, die wissen, was man wo am besten kommuniziert. Und natürlich die Angst vor der Twitterostrophe à la Wolfskin etc.:
Andererseits könne eine negative Nachricht, die man mit Mühe und Not aus der Presse herausgehalten habe, heute eben immer noch per Twitter explodieren. Dann bleibt auch dem modernen Kommunikationsmanager nur die Hoffnung, dass wenigstens der eigene Chef nicht mittwittert.

Welch ein Abschluss für einen Bericht über den Pressesprecher 2.0. Doch nicht verstanden?

Freitag, 30. Oktober 2009

Social media's benefits are worth loss of privacy ?? (Fragezeichen ist von mir)

Social media's benefits are worth loss of privacy
Social-media interaction may come at the expense of our privacy, but not sharing means "you simply don't exist" online, according to Pete Cashmore, CEO of Mashable. Cashmore profiles emerging social tools that will help capture every moment in our lives online. "We're living at a time when attention is the new currency," he explains. "Those who insert themselves into as many channels as possible look set to capture the most value. They'll be the richest, the most successful, the most connected, capable and influential among us." CNN

Den Titel dieses Anreissers zum Artikel von Peter Cashmore finde ich extrem prickelnd und diskussionswürdig. Er bringt das Thema Privacy und Datenschutz versus Nutzen von Social Media sehr zugespitzt auf den Punkt.

Die Zusammenfassung stammt aus dem Smart Brief on Social Media vom 29. Oktober.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Gartner: Bis 2013 werden 80 Prozent der Enterprise Collaboration Plattformen auf Web 2.0-Technologien beruhen

Gartner expects that managing users’ transition from a file-orientation to Web 2.0 approach will be a major challenge for organisations.
“There are fundamental differences between working styles that are file-oriented and document-based and those that are Web 2.0 and browser-based,” Jeff Mann, research vice president at Gartner.
Sicherlich ein wichtiges Thema: "Konventionelle" datei- und dokumentenorientierte Arbeit mit Office-Suites am PC versus Arbeit im Web 2.0-Stil mit Wikis, Blogs und synchronem Arbeiten an Informationen. Sicher wird sich die Arbeitsweise wandeln, aber Gartners Prognose scheint mir im genannten Zeitrahmen bis 2013 sehr gewagt.
Und hinter allem schwebt für einige Collaboration-Szenarien durchaus auch die Frage nach Governance, Compliance & Risk Management. Dateien und Dokumente kann ich mittels Archivierung, besser Records Management im Lebenszyklus verwalten. Und auch für E-Mails geht das. Gleichzeitiges Arbeiten an Informationen im Web 2.0-Stil scheint mir neue Herausforderungen an Records Management zu stellen, über die noch intensiver nachgedacht werden muss.

Things go better with persistent branding

pepsi vs coke
..., it shows in a glimpse how persistent branding gives a more stable image to the company.
Soviel zum Thema Konsistenz im Branding.

Montag, 26. Oktober 2009

Social Media & die Rechtsabteilung: Bitte nicht nur Verbote aussprechen!

Über das Thema Rechtsabteilung und Social Media, wie benutze ich Social Media, was ist (durch Unternehmensrichtlinien) verboten, wird angesichts der rasanten Verbreitung von Facebook, Xing, Twitter und YouTube immer öfters geschrieben.  Die Experton Group behandelt das Thema in der Oktober-Ausgabe des monatlichen Newsletters und hat ein White Paper zu e-Policy geschrieben (das auch die Sozial Media Guidelines der IBM behandelt). Im Newsletter schreibt die Experton Group:

"Deshalb muss es klare Definitionen für das Geschäftsgebaren geben, die den Mitarbeitern entsprechend kommuniziert werden müssen, so dass sie wissen, was erlaubt ist und was nicht und auch welche Strafen bei einer Nichteinhaltung der Regeln auf sie zukommen."
Aber bitte nicht wieder nur mit dem dicken Knüppel drohen. Oft habe ich den Eindruck, dass sich mehr Gedanken darum gemacht wird, was verboten werden sollte, statt darüber nachzudenken, wie man Social Media (und generell elektronische Kommunikationsformen) "regelkonform" zum Unternehmensnutzen einsetzt und Risiken sinnvoll mit vertretbarem Aufwand minimiert. Social Media Guidelines sind notwendig, die jedem Mitarbeiter erklären, wie er sich auf Xing, Facebook, Twitter und so weiter verhalten sollte. Übrigens ebenso nowendig wie ein E-Mail Kodex. Und Unternehmen sollten wissen, wie sie in "Krisensituationen" reagieren. Der Eskalationsprozess der US Air Force gibt hier durchaus Anregungen.

Und der Umgang mit Social Media sollte in den grösseren Zusammenhang gestellt werden. Das grössere Bild heisst Governance, besser Governance, Risk Management und Compliance (GRC). Und es gilt für alle Formen der elektronischen Kommunikation, von Social Media bis zu E-Mails, und sollte ganzheitlich behandelt werden. Ein Verhaltenskodex für alle diese Kommunikationsformen muss definiert werden.

Tumbe Verbote werden (spätestens) im Bereich Social Media nicht weit führen. Man mag noch glauben, die Nutzung von Sozial Media innerhalb des Unternehmensnetzwerk verbieten und verhindern zu können, aber wie Experton schreibt:

"Doch es ist praktisch unmöglich und wäre naiv anzunehmen, dass die Nutzung privater Endgeräte überwacht und verhindert werden kann."
Ein von Vernunft getriebener und vor allem konstruktiver Umgang mit Social Media ist gefragt, unterstützt von vernünftigem Risikomanagement, das das Verhalten in Krisensituationen steuert.


Hier einige noch einige nützliche Links zum Thema:
P.S. Das Posting stellt natürlich nur meine persönliche Meinung dar (bevor sich die Rechtsabteilung aufregen sollte).

Twittwoch-Blogreihe Twitternde Unternehmen in Deutschland: Lotus

Am 26.10.2009 auf http://www.twittwoch.de hier erschienen

Twitternde Unternehmen (35): @Lotus_DE (von IBM)

IBM-Logo Twitternde Unternehmen (35): @Lotus_DE (von IBM)
Willkommen zum 35. Beitrag der Twittwoch-Blog-Reihe Twitternde Unternehmen in Deutschland.
Diesmal spricht der Webevangelist Thomas Pfeiffer (@codeispoetry) mit Stefan Pfeiffer (Stefan63atIBM), Market Manager Lotus bei IBM Deutschland (übrigens nicht verwandt und nicht verschwägert :-)
lotus_de Twitternde Unternehmen (35): @Lotus_DE (von IBM)


(1) Bio: Kommt direkt aus dem jeweiligen Twitter-Profil.
What is going on around IBM, Lotus software and Enterprise 2.0 in Germany? Authors: @anikageisel, @Stefan63atIBM and @larsbas

(2) Welche Bedeutung hat Twitter innerhalb Ihrer Kommunikationsstrategie?

Twitter ist für uns seit rund 10 Monaten ein neues, wichtiger werdendes Kommunikationsmedium im Rahmen unseres Marketing- und PR-Mix. Es ist für uns ein neuer Nachrichtenkanal, über den wir Interessenten, Kunden, Partner, Zwitscherer und Opinion Leader informieren können. Und es ist für uns auch ein Feedback-Kanal. Wir versuchen, Fragen, die wir per Twitter gestellt bekommen, zeitnah zu beantworten. Und wir achten auch drauf, welche Themen “gehen”, d. h. retweeted werden.
(3) Können Sie abschätzen, wie viel Zeit Sie zum Twittern täglich  /  wöchentlich aufwenden?
Hinter dem Lotus_DE Twitter-Konto steht ja ein Team (was wir ja auch im Profil deutlich machen). Veranstaltungshinweise werden methodisch durch unsere beiden Studenten Alexander Gesell und Christian Soengen per CoTweet gezwitschert. Da können wir die Tweets gezielt auf Termin legen. Die anderen Tweets wie Links zu interessanten Blog Postings, ReTweets Lotus-relevanter Beiträge oder Hinweise auf relevante Presseartikel werden meist von Lars Basche, Anika Geisel und mir vorgenommen. Ich nehme mal an, dass wir pro Tag summiert rund 1 Stunde investieren
(4) Gibt es interne quantifizierbare Vorgaben, was mit dem Twittern erreicht werden soll, z. B. eine bestimmte Follower-Anzahl?
Ganz ehrlich. Wir haben Ende des vergangenen Jahres einfach mal einen Versuchsballon mit einem Twitter-Account gestartet, der die Lotus-Präsenz auf der CeBIT promoten sollte. Das lief dann enorm gut an, so dass wir den Account in Lotus_DE überführt haben. Seitdem haben wir ständig steigende Follower-Zahlen und liegen jetzt Mitte Oktober knapp unter den 1.000 Followern. Das ist für uns schon ein Riesenerfolg und wenn wir die Steigerungsraten beibehalten, sind wir sehr zufrieden. Daneben bewerten wir qualifizierte Anfragen, also über Twitter gewonnene Leads.
(5) In welchem Verhältnis stehen die Medien Webblog – falls Sie eines unterhalten – und das Echtzeit-Medium Twitter zueinander?
Twitter nutzen wir als Nachrichtenticker und sehr oft verlinken wir auf Beiträge und Informationen, die in unseren beiden Blogs auf EULUC stehen.
Die beiden Medien ergänzen sich aus meiner Sicht ideal.
(6) Wie stellen Sie den inneren Erbsenzähler zufrieden, sprich: gibt es ein Controlling für das Medium Twitter?
Die Erbsen zähle ich selber, wobei für mich das Gesamtbild wichtig ist.
Twitter ist für mich ein Kanal im Rahmen unseres Social Media Mixes. Hier haben wir diverse Kanäle und Tools miteinander vernetzt: die Lotus-Blogs auf EULUC, der Online Community der deutschen und europäischen Lotus Anwender, unsere Fan Page auf Facebook, unseren YouTube-Kanal, unsere Lesezeichen auf delicious, die quasi unser Lotus Social Media Clipping darstellen, und so weiter. Die erfolgreiche Verknüpfung und Kombination dieser Kanäle ist für uns Messkriterium. Und hier werten wir natürlich Parameter wie Follower, Hit-Zahlen, Fans, Downloads und vor allem gewonnene Leads systematisch aus.
(7) Danke für das Interview.
Bisher in dieser Reihe erschienen: Twitternde Unternehmen in Deutschland.
Thomas Pfeiffer
Über den Autor
Thomas Pfeiffer
Thomas Pfeiffer ist Moderator der Xing Microblogginggruppe xmbg.de und der Kopf hinter twitterthemen.de. Er hat sich mit den Webevangelisten auf evidenzbasierte Social Media Beratung spezialisiert und berät große und mittlere Unternehmen bei ihren gesamten Aktivitäten im Web 2.0. Außerdem ist er Ansprechpartner, wenn Firmen die neue Medien wie Blogs, Wikis oder Microblogging zur unternehmensinternen Kommunikation einsetzen wollen.

4C’s of Personal Branding « P Morgan Brown - Integrität und Charakter sind gefragt

The 4c’s to a successful personal brand

Character - Character and integrity are at the base of everything.
Viele richtige Bemerkungen, die in dem Posting dazu gemacht werden, wie man sich im Netz präsentiert und eine eigene persönliche Marke, ein eigenes Profil aufbaut. Ich denke Integrität ist neben den anderen genannten Eckpfeilern Enagement, Vernetzung mit anderen und Publikation relevanter Inhalte das wichtigste Kriterium. Die Leser veräppeln kommt auf Dauer ebenso schlecht wie reine Selbstbeweihräucherung und Selbstdarstellung.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Sonntags-FAZ: Ratzefummel, Weinköniginnen, der gedankliche Lotus-Sitz und die spinnen, die Römer

Grosser Bericht über Datenschutz im Internet: Das Internet weiß alles - und vergisst nichts. Und: Viele wünschen sich den großen Radiergummi, der Daten wieder aus dem Internet löscht. Bei aller notwendigen Aufklärungsarbeit, bewusst mit seinen Daten im Netz umzugehen, wird mir in letzter Zeit ein bisschen zu viel gewarnt und auf die Gefahren hingewiesen. Dabei sollten wir aber auch die Möglichkeiten, Chancen und Vorteile des Internets nicht vergessen.

Interessant das Konzept von BMW, Steigerungen von Manager- und Arbeiterlöhnen aneinander zu koppeln. Ich halte so was für durchaus sinnvoll. Und BMW ist es gelungen, durch die entsprechende Nachricht gerade viel für das eigene Image zu tun. Und das schreibe ich als Audi-Fahrer. Sonst großer Lobgesang auf die ganz frei-frei-freie Wirtschaft und das Funktionieren des Marktes, wider Subventionen und zu viele soziale Marktwirtschaft. Na ja.

Viel, viel FDP und Koalition in der FAZ: Von Brüderle, der keine Weinkönigin ungeküsst lassen soll, über den Verrat der FDP am Liberalismus bis zu Westerwelle im Kommentar: Westerwelle muss seinen Übermut kontrollieren, sonst wird Merkel ihm klarmachen, wer Köchin und wer Kellner ist. Ich habe da plötzlich so Bilder von Kochschürze und -mütze und Kellnerlivree vor Augen.

Als typischer männlicher Fleischfresser interessant: Was sind die wichtigsten Rinderrassen und welche geben die besten Steaks. Und noch was zum Thema Mann: Der typische Horror-Fan ist männlich. Artikel zu Horrorfilmen, Halloween lässt wohl grüssen.

Und es wird versucht, das Geheimnis des Zaubertranks von Troubadix zu enthüllen, Kochrezept inklusive. Dazu passend in Sport: Bericht über Super-Mario Basler, die Lokomotive von Eintracht Trier, Bild von Mario in Römerrüstung. Die spinnen, die ...

Bericht über Das Schicksal des Stillstands. In Staus gerät man wie in eine Gewitter. Macht Mut. Dienstag muss ich nach München. Ein Rat im Bericht: Den gedanklichen Lotus-Sitz hinterm Steuer einnehmen.

Den Artikel Die Geheimnisse des Wasserlassens kommentiere ich nicht.

Samstag, 24. Oktober 2009

Nahezu die Hälfte aller Blogger schreiben über Brands | Socialmediatoday

[Day+4:+Blogging+Revenues,+Brands+and+Blogs:+SOTB+2009+-+Page+2+Blogging+-+Technorati_1256277908737.png]
Nahezu die Hälfte aller Blogger schreiben über Brands, die sie mögen oder nicht mögen. So die Ergebnisse des Technorati Reports über den "State of the Blogosphere".

Mal wieder FAZ am Samstag: Abschied vom schwarzen Stromzähler, der Lohnsteuerkarte und einiges mehr

Foto von Gunter Sachs und Brigitte Bardot in St. Tropez - wer kennt die beiden heute noch?

Die neue CD von Westernhagen wird vorgestellt: "musikalisch zufriedenstellend".  Was will uns diese Bewertung sagen. Wohl auch nicht mehr zeitgemäß, der Marius?

Natürlich auch: Schutz der Maultasche durch die EU auf der einen Seite. Meine schwäbischen Kolleginnen und Kollegen wird es freuen. Und wehe sie werden geklaut, die Maultaschen, auf der anderen Seite. Firstlose Kündigungen wegen Bagatelldeliketen als Thema in Beruf und Chance.

Die letzten Lohnsteuerkarten werden verschickt. Im kommenden Jahr wird alles elektronisch.

Finanzmarkt: Borussia Dortmund halten. Die falsche Borussia, aber ok.

Zeit der Quartalszahlen: Kommentar und Bericht zu Microsoft, dem Quartalsergebnis und Windows 7: "Wer Veränderungen bestimmen will, muss such selbst verändern - und zwar permanent."  Passend dazu kommentiert Holger Schmidt: "Weder Microsoft, Nokia noch Sony besitzen die Innovationskraft und das strategische Geschick, um mit diesen dreien mitzuhalten." Na, wer ist gemeint? Der Kommentar geht zu "Amazon Superstar" und bezieht sich auch auf den offensichtlichen Erfolg des Kindle. Die drei, die (online im Internet und im Massenkonsumentenmarkt für IT Goodies??) führen, sind nach Ansicht des Netzökonomen Apple, Google und Amazon. Bin mir nicht so sicher, ob er Recht hat.

Abschied vom schönen, alten schwarzen Stromzähler. Der wird jetzt auch digital. Der Kommentar zur Entwicklung IT-isierung des Stromnetzes ist interessant. Oder sollte man IP-isierung schreiben? Auch das Stromnetz wird  also digital und "intelligent".  Offensichtlich wird von Herstellern dadurch ein neuer Boom erwartet. Mein Arbeitgeber IBM mischt ja auch mit und stattet gerade eine amerikanische Stadt mit einem intelligenten Stromnetz aus. Aber auch schon werden auch hier Fragen des Datenschutzes gestellt, da natürlich der individuelle Verbrauch transparent wird. Kennt der Verbraucher den Nutzen, fragt Carsten Knop. Der muss uns wohl erst noch vermittelt werden, damit wir unsere bestehenden Stromzähler umrüsten. Ist es Optimierung des Verbrauchs? Muss mich da mal schlauer machen.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Freunde "unterhalten" in Zeiten von Twitter und Facebook | Thoughtpick Blog

What happened to real friendship?

I have a feeling that once social media came through the door, real solid friendships jumped out the window, and sadly, never returned! This is very depressing to me, especially since I am one of those who actually claim to be a “good” friend and always insist on face-to-face communication and regular interactions.
Na ja, die Antwort ergibt sich eigentlich von selbst. Ich sehe Social Media als ergänzende Möglichkeit, mit Freunden in Kontakt zu bleiben und von ihnen zu hören. Sie können ja woanders leben, in Südafrika und anderswo. Und ich höre unterdessen mehr von meinen Freunden. Wo man früher mal zu faul war, das Telefon in die Hand zu nehmen, hört man jetzt per Facebook voneinander Und klar: Den gemeinsamen Kneipenabend wird das nicht ersetzen.

Ich glaube auch, dass ich mehr Freunde, zumindest mal gute Bekannte durch Social Media gewonnen habe, mit denen ich nun regelmässig in Kontakt bin und "quatsche". Von da aus eine Bereicherung meines sozialen Lebens.

Most effective way to communicate with Prospects ... - eMarketer

Most Effective Way to Communicate with Prospects and Leads According to US Marketing Managers, June-August 2009 (% of respondents)


Wie erreiche ich am effektivsten meine Interessenten, Kunden usw.? Die Umfrage bezieht sich auf Amerika, ist aber für uns doch sehr interessant. Im Marketing Mix steht die Unternehmenseite noch kurz vor Social Media. Danach kommen zielgerichtet generierte Inhalte vor persönlichen Treffen. E-Mail Marketing ist in den USA abgefallen.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

SmartBlog On Social Media » E-mail: It’s not going anywhere yet

Last week’s poll question: With growth in the use of “always-on” social networks such as Facebook and Twitter as vehicles for communication, do you find that you use e-mail more or less often than you used to?
  • About the same, 59%
  • Somewhat less often, 28%
  • More often, 11%
  • Rarely use e-mail, 2%
“It’s going to be a long time coming before e-mail is replaced. It’s too ingrained in our business psyche and, for better or worse, established as part of the workflow. While it lacks efficiencies that new tools like Google Wave are attempting to address, it’s stock-standard — everyone knows how to use it.
That being said, I’m finding that much of the anecdotal types of communication with co-workers and colleagues that used to route through e-mail now find themselves being sent via Twitter or Yammer. That leaves the more weighty stuff for my inbox.” –Paul Chaney
E-Mail wird nicht so bald verschwinden. Wer hat es auch ernsthaft geglaubt. Trotzdem eine interessante Bestätigung.

Dienstag, 20. Oktober 2009

"Willkommen zur nie endenden Telefonkonferenz" - Rough Type: Nicholas Carr's Blog

The transaction costs of interpersonal communication have fallen below zero: It costs more to leave the stream than to stay in it. The approaching Wave promises us the best of both worlds: the realtime immediacy of the phone call with the easy broadcasting capacity of email. Which is also, as we'll no doubt come to discover, the worst of both worlds. Welcome to the conference call that never ends. Welcome to Wave hell.

Ein sehr interessantes Posting zum Thema synchrone und asynchrone Kommunikation und die Hysterie, die gerade um Wave gemacht wird. Es wird der Anschein verbreitet, als ob Echtzeitkommunikation per Instant Messaging oder eben anderen Tools die asynchrone Kommunikation verdrängt.

Ich glaube, die Wahrheit liegt darin, die verschiedenen Werkzeuge ganz bewusst einzusetzen:
  • Instant Messaging, um schnell in Echtzeit etwas nachfragen und austauschen zu können.
  • Online Webkonferenzen, um Echzeit auch adhoc zusammenkommen und diskutieren zu können.
  • Telefon gesteuert durch Unified Communication-Fähigkeiten, mit der ich meine Errreichbarkeit (und auch Nicht-Erreichbarkeit) gezielt steuern kann.
  • Blogs, Wikis, Communities, Teamräume, Dokumentenbibliitheken (mehr als File Shares), um Informationen und Wissen asynchron wieder verwertbar zu machen.
  • E-Mail als komfortable Art Post zuzustellen, die ich in Ruhe lesen, verarbeiten und (hoffentlich) nicht sofort beantworten muss.
Es wird sicher nicht einfacher, weil das Bewusstsein für all diese Möglichkeiten und der Verhaltenskodex, wie ich sie benutze, herausgebildet und gelernt werden muss. Denn sonst enden wir wirklich in der ewigen Telefonkonferenz, in E-Mail-Hölle, Endloschat, gleichzeitig klingelnden Telefonen und der gar nicht so perfekten Welle.

So, ich muss jetzt aufhören Mein Arbeitstag beginnt. Heute nur 5 Telefonkonferenzen.

P.S. Danke an die Computerwoche, die mich auf dieses Posting von Nicholas Carr aufmerksam gemacht hat.

Montag, 19. Oktober 2009

Es gibt noch nicht so was wie einen Social Media Experten | Brian Solis - PR 2.0

Additionally, branding one’s self with social media is much different than helping a brand connect with people online.
Sehr überlegenswerter Satz: Selbstvermarktung im Web 2.0 ist etwas anderes als eine Marke, ein Unternehmen oder Produkte zu vermarkten. Aber so ganz stimme ich Brian Solis nicht zu: Es gibt durchaus (auch in Deutschland) Experten, die sich damit auseinandergesetzt haben und auskennen. Neulich bei einem Gespräch mit Richard Joerges und Martin Meyer Gossner haben wir so auf 20 - 30 in Deutschland getippt. Und der letzte Absatz von Brian Solis bringt es dann auch auf den Punkt, was einen Experten (oder wie wir die Person immer nennen) ausmacht.

Nein, ich bin nicht Social Media-abhängig > Top 10 Tips to Get Rid of Your Social Media Addiction! | Thoughtpick Blog

Denial!

Nein, ich bin nicht abhängig von Social Media, Twitter, YouTube, Facebook ...! Ich kann auch mein Smart Phone weglegen und muss nicht immer online sein. Aber auf dem Lokus darf ich doch ...

Im Ernst: Vielleicht sollte man manchen Tipp wirklich in Betracht ziehen. Denke über den kommenden Freitag mal als Social Media-freien Freitag statt Follow Friday nach.

Zum Artikel: http://blog.thoughtpick.com/2009/10/top-10-tips-to-get-rid-of-your-social-media-addiction.html

Von Digitalen Nomaden - (One of) 6 Steps Towards A New Economy | Six Pixels of Separation - Marketing and Communications Blog - By Mitch Joel at Twist Image

Digital Nomads. This could well be the biggest and hardest shift that we're going to see. The entire workforce is going to change completely. As more and more people are connected always and anywhere (the Internet will be as pervasive as electricity), it's going to change our perception of what a work week looks like, how teams are formed and collaborate, and the physical structure by which architects will build corporate offices. The new economy is going to obliterate the cubicle culture (somewhere, Dilbert is smiling). We're also not going to see people sitting at desks, working at terminals and looking like a factory assembly line.
Die Aussagen über die neuen digitalen Nomaden sind aus meiner Sicht für viele Unternehmen zukunftsweisend. Die Art der Zusammenarbeit und Kommunikation wird sich ändern. Die "Web 2.0-Generation" lebt dies teilweise schon. Auch wir bei IBM, die - wie ich - ja entweder im Home Office sitzen oder meistens unterwegs sind. Die IBM Büros sehen mich dazu vergleichsweise wenig.
Und auch ein Blick auf die anderen Trends ist sehr lohnend. Danke für den Hinweis auf dieses Posting durch Stewart Mader.


Sonntag, 18. Oktober 2009

Dann eben die FAZ am Sonntag: Super-Nanny, Tante Emma, Männer über 40 und Spezialunterwäsche

Gestern hat sie für mich nichts wesentliches hergegeben, die FAZ. Da ich heute wider Erwarten zum Bahnhof musste, habe ich mir dann die Sonntagszeitung mitgebracht, deren Formulierungen mich doch hier und da zum Schmunzeln oder zum Nachdenken brachten. Michael Spehr beschreibt in seinem TechTalk an einem Beispiel das Problem  E-Mail-Chaos. In zwei Absätzen geht es darum, dass die E-Mail-Flut oft das verhindert, was sie eigentlich E-Mail ermöglichen sollte: "mehr Kommunikation, mehr Transparenz, einfachere Abläufe". Ein bisserl kurz gesprungen, der Artikel, aber was kann man auch auf 50-60 Zeilen behandeln.

Die Besprechung des neuen VW Golf GTD und seine Bewertung für Vielfahrer: "Er wird schnell feststellen, das man mehr Auto nicht braucht." Und so eine Aussage im Land der Mercedes'se, BMW's und Audi's. (Ach ja: ich fahre auch keinen Golf - mehr.)

Schön die Bezeichnung des Plattensees als "deutsch-deutsche Badewanne" im Reise-Teil. Zu deutsch-deutsch passen auch die beiden Berichte über den neuen Helmut Kohl-Film. Für mich hier extrem verblüffend, wie ähnlich Claus-Theo Gärtner wirklich Heiner Geißler aussieht.

Ich überlege noch, ob ich Überschrift des Ursula von der Leyen-Porträts "Die Super-Nanny" treffend und gut finde. "Der Auftrag der Kanzlerin ist klar. Ursula von Leyen soll die Union für den Zeitgeist öffnen." Na, dann viel Erfolg. Das Porträt befindet such übrigens im Wirtschafts-Teil. Super und nur zu oft treffend der folgende Satz angesichts der teilweise absurd-obskuren Diskussion um die Sarrazin-Bemerkungen: "Der Gemüsetürke füllt die Lücke, die Tante Emma hinterließ." Übrigens die Titelstory des Wirtschafts-Teils.

Dort auch zu finden ein Bericht über Historienromane, ein Trend der durch "Der Name der Rose" zumindest mal beschleunigt wurde. Bettina Weiguny stellt den Autor Peter Prange und die Strickmuster von Historienromanen vor. Die Buchmesse lässt grüssen In diesem Zusammenhang interessant: ein Vergleich der aktuellen acht Lesegeräte von Amazon Kindle bis Txtr Reader.

Extrem spannend in Gesellschaft: "Immer mehr Frauen vertrauen der Formkraft von Spezialunterwäsche, die jede Figur in den Griff bekommen soll." Da passt dann In Beruf und Seele der Bericht über Über-40-Jährige, die dann den Sport entdecken. "Gerade ehrgeizige Männer stehen immer in einem Wettbewerb auf dem Affenfelsen. Und auf dem wollen sie oben stehen." - Christopher Braun, Psychologe. Musste ich wirklich im Urlaub gegen diesen Anfang-20-Jährigen Tennis spielen (und auch noch verlieren)? Ich fühle mich getroffen, aber immerhin hab ich auch schon vor 40 regelmässig Sport getrieben, wider Churchill: No sports.

Samstag, 17. Oktober 2009

Wozu Wikis? - Eine hervorragende Präsentation

Eine sehr gute Präsentation von Matthias Schwenk zu Wikis:

Lotus knows: "Der Konsument ist eine Katze" - Persönliche Gedanken zum Lotus-Marketing

In der Wirtschaftswoche ist ein Interview mit Ogilvy & Mather Deutschland-Chef Thomas Strerath erschienen. Ogilvy ist die weltweite Werbeagentur der IBM, mit der auch ich im Job zusammenarbeite. Strerath zieht im Gespräch Parallelen zwischen Hunden, Katzen und Konsumenten. Die "Hunde-Strategie" ist dabei die "alte" Vorgehensweise: Rein fachlich überzeugen, Botschaft immer wieder wiederholen, Marke wiedererkennen lassen und durch Rabattsysteme reizen.
Die "Katzenstrategie" zielt darauf, zur Information und Kommunikation einzuladen, Geschichten zu erzählen, spielerisch zu überraschen und Emotionen zu wecken. Auf die Frage, wie Kunden heute umworben werden wollen, antwortet Strerath:
Indem ich ihn nicht mehr bei irgendetwas unterbreche. Dafür schaffe ich eine Plattform; dort kann er sich mit der Marke auseinandersetzen. Katzen machen nur was sie wollen, also muss ich sie animieren, zu mir zu kommen.
Er empfiehlt also, über die ideale Katzenplattform(en) nachdenken, online in Communities auf Xing, Facebook oder auf eigenen Plattformen, traditionell auf Veranstaltungen oder durch andere Massnahmen. Spiel, Spass, Freude, Emotion, Geschichten sind demzufolge gefragt. Aber wie viel "Katzenmarketing" geht im Business-to-Business-Bereich? Wie viel geht für Lotus* im Rahmen der grossen IBM* - einer Lotus-Brand, die als eine der wenigen Angebote der IBM noch den Endanwender durch Lotus Notes und die neuen Social Software-Angebote sichtbar "berührt"? Lotus knows.
Strerath schreibt:
Vielmehr muss man ihm ein attraktives Angebot machen, sich tiefer mit der Marke zu beschäftigen, mit ihr zu spielen.
Ich halte "Katzenmarketing" gerade für die Lotus-Brand für einen wichtigen Teil des Marketingmix und wir haben ja auch erste, vielleicht noch zu zaghafte Schritte unternommen: Das Wahlkampfvideo hat durchaus kontroverse Bemerkungen auch von IBM'ern hervorgerufen. LotusLive rockt geht gerade auf die Strasse. Die Keynote "Per Anhalter durch das Enterprise 2.0" von der DMS, die YouTube-Videos und der Wiki leben weiter. Das Stück wird wohl nochmals aufgeführt, in der dann per Wiki weiterentwickelten Version. Die Social Media-Aktivitäten laufen auf Hochtour
Und ja, ich würde mir auch wieder eine Private Edition von Lotus Notes wünschen, die sich mit einem Mausklick gegen meinen IMAP/POP3-Account konfigurieren lässt. Ich würde (und werde, soweit es die Möglichkeiten zulassen) auch weiter Experimente wagen. Warum soll man nicht anhand eines Spieles auf Facebook und anderen Plattformen spielerisch erfahren, wie Lotus-Technologien bei der täglichen Arbeit helfen können? Eine Idee übrigens, die beim Lotus knows-Idea Jam vernichtend abgeurteilt wurde. Die neue Lotus knows-Kampagne bietet vielleicht Chancen, Dinge im Rahmen der Möglichkeiten auszuprobieren und zu wagen, ungewöhnliche und traditionelle, vom deutschen Idea Jam bis zum Lotus-Bus.
Die Diskussion ist bereits im Gange, beispielsweise kommende Woche auf dem Lotus Business Partner-Treffen oder aber auch am 16. November auf der DNUG Herbstkonferenz. Konstruktive Anregungen und kontroverse Diskussionen sind natürlich willkommen. Vielleicht gibt es ja noch andere (ja auch) Hunde- und Katzenbesitzer, die ein Faible für Lotus haben und die Behauptung "Lotus kann kein Marketing" nicht so akzeptieren.
P.S. Man hat sicher gemerkt, dass ich ehemaliger Katzenbesitzer und -liebhaber bin.
Dieses Posting stellt meine persönliche Meinung dar. Es ist keine offizielle Stellungnahme der IBM. Das Posting ist im Original im EULUC-Blog erschienen. EULUC ist die Online-Community der deutschen Lotus-Anwender.
*Zu IBM und Lotus: IBM ist einer der weltweit größten Anbieter für IT Technologie für den Unternehmenseinsatz. Traditionell aus der Hardware kommend bietet IBM unterdessen verstärkt auch Software und Services an, um sich weiter profitabel im Markt behaupten zu können. Lotus ist eine der sogenannten Software-Brands der IBM und ist vor allem durch das Groupware-Produkt Lotus Notes bekannt geworden. Die Lotus-Produkte ermöglichen E-Mail, Online Zusammenarbeit, Chatten oder Dokumentenverwaltung. Neue Angebote im Bereich Social Software übertragen Konzepte des Web 2.0 wie soziale Netze, Wikis, Blogs, Lesezeichen usw. in das Unternehmen. Neuerdings offeriert Lotus auch Angebote aus der Cloud, so dass Kunden E-Mail und Online Zusammenarbeit als Service ohne eigene Hardware beziehen können. Auch laufen eine Vielzahl von Online-Portalen auf Basis von Lotus-Technologie.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Freies Kommentieren auf EULUC-Plattform - Blog Monitoring mit Lotus Connections Aktivitäten

Zum Lesen war sie immer offen und auch ein zumindest zeitlich limitiertes Login ohne DNUG Mitgliedschaft ist möglich. Nun ist seit kurzem die EULUC Plattform auch für Kommentierungen nicht registrierter Anwender offen. Bisher musste man ein Login auf EULUC haben, um kommentieren zu können. Diese vermeintliche Einschränkung ist ja so bewusst im Konzept von Lotus Connections, der Plattform, auf der EULUC läuft, vorgesehen. Lotus Connections, das für den Einsatz im Enterprise 2.0 entwickelt und optimiert wurde, geht im Gegensatz zum öffentlichen Web 2.0 davon aus, dass sich Nutzer immer identifizieren.

Nun kann man über seinen Yahoo, OpenID, Twitter oder Disqus-Account und wohl auch komplett anonym kommentieren. Disqus macht es möglich und wir erhoffen uns natürlich ein noch regeren und nicht nur lesenden Informationsaustausch. Natürlich stellt sich in einem solchen Moment, wo man "der Welt" erlaubt zu kommentieren die Frage danach, wie man schnelle Antworten und Kommentare auf Fragen und Postings garantiert und wie man "Fäkalpostings" verhindert beziehungsweise wieder löscht.

Auch wir haben uns diese Frage gestellt und werden dank einer Idee von Cyberjunkie und IBM Kollege Thorsten Zoerner die folgende Lösung implementieren. Jeder Kommentar in einem der beiden von Lotus Deutschland "betriebenen" Blogs generiert einen Eintrag im Aktivitäten-Modul von Lotus Connections. Diese Einträge schaut sich ein aus mehreren Personen bestehendes Team an und gewichtet die Kommentare. Sollten Kommentare 24 Stunden lang nicht angesehen worden sein, so wird dies per E-Mail eskaliert, so dass (hoffentlich) keine Kommentare lange liegen bleiben.

Kommentare können dann direkt "geschlossen" werden, wenn keine weiteren Aktionen nötig sind. Sollte eine Antwort eines unserer Experten sinnvoll sein, so erhält dieser in Aktivitäten eine entsprechende Aufgabe - wenn gewünscht mit E-Mail Benachrichtigung - zugeordnet. Er kann dann gezielt beantworten und selbst kommentieren. Auf diese Weise wollen wir sicher, dass wir zeitnah reagieren und die richtigen Fachleute zur Beantwortung heranziehen. Und wir wollen auch sicherstellen, dass potentielle Schmutzpostings gezielt entfernt werden.

Die Lösung wurde von Thorsten Zoerner bereits in einer ersten Version implementiert. Nun arbeiten wir am Fine Tuning und den Einstellungen. Eine Superidee, die Thorsten hier hatte und die auch die besonderen Stärken der Lotus Connections-Plattform mit den integrierten Modulen Communities, Blogs, Wikis, Profile, Lesezeichen, Dateien und Aktivitäten zeigt. Durch die integrierten Module, die eben nahtlos zusammenarbeiten, können solche Funktionalität wie oben beschrieben wesentlich einfacher als mit Einzellösungen realisiert werden. Und diese Lösung demonstriert endlich auch einmal eindrucksvoll die Stärken des Aktivitäten-Moduls von Lotus Connections, dass man ja auch typischerweise nicht in einer Social Software-Plattform erwartet. Hier zeigt sich aber, wie Aktivitäten-Management extrem sinnvoll genutzt werden kann. Und im Enterprise 2.0 gibt es sicherlich eine Vielzahl weiterer Anwendungsfälle, in denen Aktivitäten bei einer effizienten und kontrollierten Bearbeitung helfen kann.


Sonntag, 11. Oktober 2009

Smarter Work: Why Social Networks Matter

Sehr gute Präsentation über Social Networks and Social Software

Great presentation on social networks and social software.

IT IS ALL ABOUT PEOPLE BEING SCARED BY CHANGE!

Samstag, 10. Oktober 2009

Der "gemeine" User ist weiter auf E-Mail

Zwar beruht die Forrester Studie zu The State of the Workforce Technology Adoption 2009 auf Umfragen im amerikanischen Markt, aber ich halte die Statistiken für höchst interessant:


Demzufolge dominieren E-Mail und Browser als Werkzeuge, die am häufigsten genutzt werden. Der gemeine Anwender arbeitet noch immer primär mit E-Mail, Textverarbeitung und Tabellenkalkulation. Der Browser und das Intranet Portal haben an Bedeutung gewonnen und scheinen etabliert zu sein. "Neue" Technologien wie Instant Messaging. Web Conferencing, Soziale Netze oder auch File Sharing fallen deutlich ab, d.h. sind bei weitem noch nicht adaptiert.


ReadWriteWeb kommentiert zum Real Time Enterprise:

For example, a next generation email application may have its own incoming activity stream, allowing information to be pulled out of the black hole that we know as the inbox.


Da muss ich natürlich an das Activity-Modul von Lotus Connections denken, was sich ja auch in Lotus Notes einklinkt. Activities in Kombination mit Notes zeigt auch hier den Weg. Alex Williams von ReadWriteWeb sollte sich das mal anschauen ... Da scheint eine Bildungslücke zu existieren. Interessant auch - so ReadWriteEnterprise -, dass die meisten Anwender weiter Desktop Computer nutzen (keine Notebooks) und es daneben einen starken Trend zu Smart Phones gibt.


Interessant auch die folgende Statistik, die zeigt, dass Web 2.0 Mechanismen von den Anwendern gewünscht werden, auch wenn das Werkzeugset noch nicht am Arbeitsplatz etabliert ist:


Danke an Jörg Wiitkewitz und ReadWriteEnterprise für Ihre Publikationen, wodurch ich auf die Statistiken gestossen bin. Der Originalreport von Forrester kann wohl hier erworben werden. Die Überschrift des 1. Kapitel des Inhaltsverzeichnisses finde ich besonders schön. Ich bin ein Cowboy ...:

  • itemDevices Are To iWorkers As Horses Are To Cowboys

    itemWhen It Comes To App Addiction, Email Reigns

    itemInformation Work = Retrieve, Read, Write, Repeat

    itemFull Productivity Suites Are For Some iWorkers Only

    itemReal-Time Collaboration Tools Have Stalled Out

    itemLocation Flexibility = Mobility + Access

    itemIntranet Portals Need Search To Thrive

    itemGen Y Values Mobility Over Web 2.0 At Work

    itemGen X Leads In Social Computing At Work

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Zwitschern im Büro verboten? Augenmaß gefragt, Etikette nötig, Chancen vorhanden

Die FAZ hat es (sowohl online wie auch heute in der gedruckten Ausgabe) aufgegriffen, das Thema Nutzung von Web 2.0 Tools am Arbeitsplatz. Zitiert wird eine amerikanische Studie, demzufolge die Mehrheit der amerikanischen Unternehmen die Nutzung von Facebook und Twitter am Arbeitsplatz verbieten. Nun greife das Problem auch nach Deutschland über und - so ein zitierter Anwalt - das Nutzen sozialer Netzwerke am Arbeitsplatz bringe gleich einen Strauß rechtlicher Probleme mit sich.

Ich glaube, es ist mal wieder das richtige Augenmaß und die richtige Perspektive gefragt. Die rein private Nutzung von Twitter oder Facebook ist unter einem Blickwinkel genauso zu sehen wie private E-Mail, privates Surfen oder das Lesen der bildenden Zeitung während der Arbeitszeit. Wer sich während der Arbeit "entspannen" will, wird dies so oder so tun. Daneben gibt es die rechtlichen Aspekte, dass sich ein Mitarbeiter über das eigene Unternehmen, dessen Produkte und Angebote oder seine Vorgesetzten im sozialen Netzwerk äußert, dies von dritter Seite verwendet wird und im schlimmsten Fall virale Verbreitung erfährt. In dieser potentiellen viralen Verbreitung liegt das besondere solch sozialer Netze, insbesondere von Twitter.


Vergangene Woche hatten wir auf dem IBM Breakfast Briefing mit Dr. Ulrich Kampffmeyer und Fachanwalt Jens Bücking zum Thema Compliance, insbesondere E-Mail Archivierung, eine ähnliche Diskussion. Soll man private E-Mail erlauben oder verbieten? Ist den Anwendern klar, dass auch E-Mails verbindliche Handelsbriefe sind? Muss ich diese E-Mails, die im Gechäftszusammenhang stehen oder steuerrelevant sind, dann nicht auch aufbewahren, revisionssicher archivieren? Das Thema Web 2.0, Twitter und Facebook ist nur die nächste Stufe, die deutlich macht, dass man seine Mitarbeiter und Anwender im Umgang mit "neuen Medien" schulen muss. Es muss ein Bewusstsein geschaffen werden, was eine E-Mail bedeuten und was eine Twitter-Nachricht oder ein Facebook-Eintrag bewirken kann. Es muss vermittelt werden, was die rechtlichen Auswirkungen sein können und es sollte auf jeden Fall auch eine E-Mail- und Social Media-Etikette vermittelt werden. Wir reden hier von E-Mail- und "Social Media Guidelines", von Richtlinien und Informationen für die Anwender, wie sie mit den Werkzeugen bewusst umgehen sollten. Wir haben beispielsweise solche Richtlinien in der IBM. Und es genügt übrigens nicht, diese Richtlinien zu besitzen. Sie müssen auch gelehrt, gelernt und gelebt werden - und nicht als nicht gelesener Intranet-Eintrag verkommen, der lediglich der rechtlichen Absicherung dient. Und natürlich gehört auch die Abstimmung mit dem Betriebsrat in mitbestimmten Unternehmen dazu. Und jeder wird dann gemäß seiner Persönlichkeit damit umgehen, aber hoffentlich eben bewusst.


Der FAZ Artikel und der zugehörige Kommentar legen viele wichtige Aspekte offen, die rechtlichen, wie oben beschrieben, ebenso wie das Verschwimmen der Grenze von privater und beruflicher Identität. Ich habe letzteres auch zu trennen versucht und habe zwei Twitter-Konten, den bewusst als beruflich mit Firmenzugehörigkeit deklarierten @Stefan63atIBM und den privaten (den ich auch mal privat halte). Jedoch habe auch ich gemerkt, dass die Grenzen verschwimmen. Mancher Witz wird unterdessen mit Followern und Freunden auch über @Stefan63atIBM gemacht. Und solange ich mir meiner Aussagen bewusst bin und diese kontrolliere, empfinde ich das unterdessen als ok. Ähnlich ging es mir auch mit Facebook, das ich eigentlich rein privat nutzen wollte. Auch dort sind die Grenzen inzwischen verschwommen. Aber nochmals: Wichtig ist der bewusste Umgang mit meinen Aussagen. Und wichtig ist auch der bewusste Umgang mit der digitalen Reputation.


Ich glaube unterdessen, dass die Trennung zwischen beruflicher und privater Identität zunehmend schwer, vielleicht sogar unmöglich wird. Es steht noch ein Treffen und eine Diskussion mit einem Bekannten aus, der sich einerseits als Journalist neutral-sachlich äußert, als privater Blogger jedoch durchaus scharfe Spitzen abschießt. Und er argumentiert auch so: Das ist mein privater Blog. Da darf ich. Ich halte das aus oben genannten Gründen für schwierig. Ich glaube, die Identitäten sind nicht mehr so klar zu trennen. Augenmaß - und da stimmt die Überschrift des Kommentars der FAZ - und Bewußtsein sind gefragt.


Die FAZ behandelt die Risiken. Was mir fehlt, sind zwei wesentliche positive Perspektiven frei nach dem Motto entdecke die Möglichkeiten: die bewusste berufliche Nutzen von Facebook und Twitter und der unternehmensinterne Einsatz solcher Werkzeuge. Twitter, Facebook, Xing und andere Plattformen können bewusst zum Nutzen des Unternehmens eingesetzt werden. Man kann dort relevante Nachrichten - von der Veranstaltung bis zur Produktankündigung - publizieren und verteilen. Man kann dort in Kommunikation, in den Gedankenaustausch und Diskussion treten, und dadurch auf seine Expertise und die Angebote des Unternehmens aufmerksam zu machen. Man kann die sozialen Netze bewusst auf Informationen und Nachrichten prüfen, die für das Unternehmen interessant sind. Wir sind unterdessen im Lotus-Bereich der IBM so weit, dass wir interessante Tweets oder Forumsbeiträge als Lead, als Verkaufschance "bookmarken" und nachverfolgen.


Und all diese genannten Möglichkeiten sind nicht auf IT-Unternehmen wie IBM beschränkt. Auch der Handwerker kann sich in Foren umtun, sich dort als Fachmann präsentieren und "Leads generieren". Hier redet man dann hochtrabend von einer Social Media-Strategie. Diese Chancen sollten aber bei allen Risiken, die die FAZ behandelt hat, nicht vergessen werden. Und ich wage die Aussage, dass Unternehmen nicht um eine Social Media-Strategie herumkommen, die auch regelt, wie Mitarbeiter die Medien benutzen sollen und dürfen.


Und ein zweiter wichtiger Aspekt, der sicher weit über das Thema des FAZ Artikels hinausgehen würde, ist der unternehmensinterne Einsatz von sozialen Netzen, Blogging-, Microblogging-Werkzeugen oder Wikis, das was oft unter dem Stichwort Enterprise 2.0 diskutiert wird. Auch hier stehen wir im Aufbruch. Viele Anwender haben sich beruflich bewusst über Xing vernetzt. Eine ähnliche Vernetzung macht aber durchaus auch im Unternehmen Sinn. Alle IBM Mitarbeiter sind im Mitarbeiterverzeichnis aufgeführt. Und das klassische Mitarbeiterverzeichnis ist unterdessen mehr. Es ist ein soziales Netzwerk, in dem man vielfältige Informationen zu einem Mitarbeiter finden kann, nicht nur seine Telefonnummer, sondern auch seine Expertise, sein Fachwissen, seine Blog- und Wiki-Einträge. Die Mitarbeiter werden als Experten "getaggt", mit Schagworten versehen und sind dadurch leicht als solche wieder auffindbar. Die Web 2.0 Informationen sind - oft im Gegensatz zum kommerziellen Web 2.0 - eng miteinander vernetzt und klar zu einem Autor zuordnenbar.


Solche firmeninterne sozialen Netze werden immer mehr Verbreitung finden. Sie sind eine intelligente Erweiterung der klassischen Mitarbeiterverzeichnisse und ein eleganter Weg, Wissen und Informationen im Unternehmen wesentlich einfacher zugreifbar zu machen. Und auch die Perspektive ist nicht weit, dass man solche Funktionen sozialer Netzwerke und von Social Software auch nutzt, um mit Kunden, Lieferanten und Partnern in geschlossenen, sicheren Netzen Informationen auszutauschen, beispielsweise in der gemeinsamen Projektabwicklung. Für mich hat sich so ein differenziertes Netz von sozialen Netzen entwickelt: Facebook (meist) für das Private, Xing als Business Netzwerk, Connections als Netzwerk in der IBM, LotusLive als sicheres Netzwerk zum sicheren Austausch von Informationen und Dokumenten mit Partnern und Kunden, leider alle mit separatem Login. Aber auch hier gibt es ja mit Open Social-Gedanken, wie das Leben in vielfältigen sozialen Netzen einfacher werden soll.


Kleiner Nachtrag und Werbung in eigener Sache (obwohl?): Auf dem Enterprise 2.0 Summit in Frankfurt werde ich am 12. November eine Diskussion zu Best-Practices for Internal Communications 2.0 moderieren, die das Thema interne Nutzung im Schwerpunkt hat.


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Freitag, 9. Oktober 2009

associated press: Twittern, bloggen und Kollegen taggen - Bericht und Interview mit Peter Schuett zu Social Software u.a. bei IBM

Ein ausführlicher Bericht, wie IBM Social Software nutzt, ist nach einem Interview mit Peter Schuett und René Werth von der bekannten Nachrichtenagentur ap (associated press) u.a. hier veröffentlicht worden. Hier das Intro:

Vice President, Regional Director, Sales Leader, Marketing Assistant - die Titel für Positionen im Unternehmen sind ebenso klangvoll wie nichtssagend. Für eine bessere Erfassung der Kompetenzen im Unternehmen geht man bei IBM jetzt einen neuen Weg: Alle Kollegen werden mit «Tags» versehen, mit Stichwörtern, die sehr viel genauer Auskunft geben als der Titel auf der Visitenkarte.


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Dienstag, 6. Oktober 2009

Lesenswert; Social Search Engine Optimization

Im (englischsprachigen) Online Marketing Blog ein interessantes Posting und vor allem auch eine interessante Grafik zum Thema Social SEO & Channels of Distribution: Wie kann man seine Blogeinträge promoten.

Eine ähnliche Grafik verwenden Thorsten, Lars und ich bei unserer Social Media-Strategie Präsentation.

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Lesetipp: FAZ Netzökonom Holger Schmidt über „Google – Die Spinne im Netz"

Sehr interessant der Artikel von FAZ Netzökonom Holger Schmidt über „Google – Die Spinne im Netz“. Schmidt berichtet über die Macht und den Einfluss, den Google unterdessen im Internet ausübt. Ja, Google liefert viel coole Technologie, aber es erstaunt mich immer wieder, wie unbedarft manchmal gerade die Web 2.0-Szene Google hochjubelt, und um alles „google-“lige eine Welle macht. Da fehlt mir schon ein bisschen Reflektion.

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Montag, 5. Oktober 2009

LotusLive - engagiert und (fast) bedingungslos gastfreundlich

Ein Hinweis auf das Gäste-Prinzip von LotusLive Engage: Jeder lizenzierte Benutzer von LotusLive kann beliebig viele Gäste einladen. Diese Gäste haben dann viele wichtige Funktionen von LotusLive zur Verfügung. Sie können Dokumente sharen, an Aktivitäten und Online Meetings teilnehmen, können also viele Services kostenlos nutzen. Eingeschränkt sind sie im Speicherplatz, sie können Instant Messaging nicht nutzen und nicht selbst Online-Meetings aufsetzen. Irgendwie hoffen wir ja schn bei IBM, dass sich der ein oder andere doch lizenziert :-)

Jeder Gast hat übrigens dann die Möglichkeit, selbst wieder beliebig viele andere Gäste einladen. Dies ist eine einzigartige Möglichkeit zur viralen Verbreitung (und Nutzung) von LotusLive. Eine Option, die prominente Marktbegleiter nicht bieten. Eine Option in der sicheren IBM Wolke. Und nicht wolkig, sondern ganz real unter www.lotuslive.com. Ach ja, wer Gast werden will. Sprechen Sie mich oder einen anderen IBM Lotus-Mitarbeiter an.

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LotusLive iNotes Webmail testen? Nicht nur auf lotuslive.com, auch bei Nokia

Nachdem Kollege und Kumpel Banedon Zoernert angefragt hat: Eine Testversion von LotusLive iNotes kann man derzeit hier beantragen- und dazu noch etwas gewinnen. Alternativ kann eine 30 Tage Testversion auch über www.lotuslive.com beantragt werden.

Und eine komplett an die Unternehmensbedürfnisse von Nokia angepasste Version findet man unter www.nokia.com/email oder https://mail.ovi.com/. Hier kann man sich (wohl nicht nur als Nokia-Kunde) ein kostenloses E-Mail Konto einrichten.



Den Vergleich mit Gmail halte ich übrigens für teilweise falsch. LotusLive iNotes ist für den Einsatz in und für Unternehmen optimiert. Gmail in weiten Teilen ein E-Mail Service für den Privatanwender.


Die aktuelle Pressemitteilung zum Launch von LotusLive iNotes findet man unter dem Titel IBM Pressemitteilung 2009: IBM bietet Webmail für Unternehmen und IT-Support-Services aus der Cloud - Nokia, Panasonic und Dow Chemical nutzen die neuen Services bereits auch hier.

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Neues Buch von Maria Azua (IBM): The Social Factor: Innovate, Ignite, and Win through Mass Collaboration and Social Networking

Maria Azua, Vice President für Cloud Computing der IBM Enterprise Initiatives, hat ein Buch unter dem Titel "The Social Factor: Innovate, Ignite, and Win through Mass Collaboration and Social Networking" veröffentlicht. Hier ein Ausschnitt aus der Pressemitteilung:

"This book examines “The Social Age” in which we are all now living and working, which arose from the massive adoption of low-cost, Internet communication tools. Azua discusses the implications for companies that must now think and work differently by using these tools to encourage innovation and collaboration, both within employee communities and beyond company borders. The Social Factor draws on examples from IBM and other enterprises, as well as the Obama Presidential campaign, which illustrate the incredible power of social networking."

Mehr in Kürze in einer Buchbesprechung.


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Sonntag, 4. Oktober 2009

Aus dem Job: Das neue Webmail-Angebot von IBM für Unternehmen jenseits des "Gockels"

LotusLive iNotes, das neue cloud-basierte E-Mail-Angebot der IBM, geht jetzt in den Markt. Aus meiner Sicht ist folgender Punkt besonders wichtig: LotusLive iNotes muss nichts mit Lotus Notes zu tun haben. Es ist ein komplett unabhängiges Angebot und kann als eigenständiges Webmail-Angebot genutzt werden. Die Namensgebung könnte hier verwirren (und hat auch bereits den ein oder anderen Analysten verwirrt). LotusLive iNotes basiert auf der zugekauften Lösung von Outblaze und ist schon seit einiger Zeit (bishe rüber Outblaze) mit einer signifikanten Zahl von 40 Millionen Benutzern im Markt. Am morgigen Tag werden auch prominente Kunden bekanntgegeben, die das Angebot bereits nutzen.


Die Lösung kann also für sich genutzt oder aber mit bestehenden E-Mail-Umgebungen kombiniert werden. In solchen Szenarien geht IBM davon aus, dass dann "Power User" einen vollen Collaboration-Client wie Lotus Notes nutzen. Die Notes-Server können dabei im Unternehmen stehen oder gehostet werden. Anwender, die nur E-Mail und Kalender brauchen, sogenannte "Boundary Workers", arbeiten mit LotusLive iNotes, direkt aus der Wolke. Übrigens ist durchaus auch eine gemischte Microsoft Exchange und LotusLive iNotes-Umgebung denkbar.


LotusLive iNotes kann davon profitieren, dass die Webmail-Umgebung von IBM angeboten wird. Hier hat IBM sicher einen Vertrauensvorsprung gegenüber anderen Anbietern, besonders in den IT-Abteilungen, die doch manchem "Gockel" und mancher "Welle" nur privat - wenn überhaupt - trauen. Soviel zu LotusLive iNotes. Sicher noch wichtiger ist das Gesamtbild LotusLive - auf dem Weg zum Online Workplace. Aber darüber mehr in einem separaten Posting.


LotusLive iNotes wurde unterdessen bereits in diversen deutschen Publikationen behandelt:

heise.de - IBM startet eigenen Webmail-Dienst


Ach ja: Wie ja zu sehen ist, nutze auch ich den "Gockel" durchaus privat - neben meinen anderen pfeiffer63-Accounts.

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Samstag, 3. Oktober 2009

Lotus Knows about the Making of ... "Per Anhalter durch das Enterprise 2.0"

Nachdem mich einige Bekannte gefragt haben, hier einige Anmerkungen über das Entstehen der IBM Keynote auf der DMS 2009, die wir am 17. September aufgeführt haben. Es handelt sich um ein Theaterstück, das von dem berühmten Buch von Douglas Adams "Per Anhalter durch die Galaxis" inspiriert ist. Viele Motive und Ideen von Adams haben wir adaptiert. Marvin, der paranoide Android, kommt ebenso vor wie Arthur Dent und Ford Prefect. Ich denke, wer Buch und Stück liest beziehungsweise sich anschaut, wird merken, wer wer ist. Das Handtuch bei Adams ist die Kaffeetasse im Stück. Das Projekt Prozesstiefe erinnert doch stark an Deep Thought, den Supercomputer aus Adams Buch. Die Vogonen und ihre Dichtkunst kommen natürlich auch vor. Folienschlachten des heutigen Geschäftalltags bieten sich nur zu sehr als Vergleich an. Und Fans von Douglas Adam werden noch andere Analogien feststellen, auf jeden Fall den Reiseführer mit der Aufschrift DON'T PANIC, der in unserem Stück DAS BUCH mit der Aufschrift LOTUS KNOWS heisst.

Neben dem Buch von Adams hat natürlich der Ort der Uraufführung das Skript bestimmt. Wir haben es auf der DMS Expo, der Dokumentenmanagement-Messe aufgeführt. Also kommen natürlich Dr. Ulrich Kampffmeyer und Bernhard Zoeller, die beiden prägenden Auguren der deutsche Dokumentenmanagement-Szene vor. (An dieser Stelle ein Kompliment an Uli Kampffmeyer, Er erschien als einziger mit Handtuch zur Keynote.) Und wir referenzieren auf einen jüngst ausgetragenen (und noch nicht beendeten) Disput zum Thema Compliance und E-Mail Archivierung. Eine ganz persönliche Freude und ein Muss war auch die Referenz auf die Slam24, den Superscanner von Scalaris (ehemals Elsag Solutions). In all meinen Jahren, in denen ich den Stand der FileNet und dann der IBM auf der DMS organisierte, graute mir davor, dass wir einmal diesen riesigen Scanner auf dem Stand unterbringen müssten.


Doch neben manch (hoffentlich) humoristischen Reminiszensen kommt aber auch viel Fachliches vor: CMIS erinnert an den Babelfisch von Adams. Und leistet im Bereich Dokumentenmanagement ähnliches. Compliance-Anforderungen werden ebenso behandelt. Und wir schlagen (hoffentlich) die Brücke zum Enterprise 2.0, denn das war das Ziel der Keynote. Dem Publikum der DMS sollte deutlich werden, dass Mechanismen des Web 2.0 im Unternehmen Einzug halten werden. Und diese Technologien wie Blogs, Wikis, Microblogs, Instant Messaging werden auch die Welt des Dokumentenmanagements beeinflussen, vielleicht entscheidend verändern. Dass dies noch Zeit braucht und mancher Archivar dies noch nicht wahrhaben will, ist ein anderes Thema. Das Stück endet damit, dass Mercedes und Antonia die neuen Web 2.0 Technologien auf dem Supernotebook nutzen wollen, um ihr Unternehmen im Unternehmen, ihr Mitmach-Unternehmen à la Web 2.0 "gründen" wollen. Es schreit eigentlich nach einer Fortsetzung, in der Chancen und Risiken der Web 2.0 Technologien auf dem Weg zum Enterprise 2.0 behandelt werden. Schaun wir mal.


Und die Keynote lebt eventuell weiter. Wir haben sie auf Facebook als Wiki zur Verfügung gestellt. Nun können wir alle an dem Buch weiter schreiben. Und das ist auch geschehen. Wenn Sie das Buch jetzt lesen und mit der Aufführung vergleichen, werden sie einige neue Stellen und Modifikationen erkennen. Und wir bauen durchaus einen fachlichen Wiki auf, in dem wir Begriffe wie CMIS, dynamische Infrastruktur und ECM erklären. Natürlich gibt es auch die ein oder andere humoristische Erläuterung. Und vielleicht werden wir das Stück nochmals aufführen, wenn es den Anlass und den Wunsch gibt. Dann in einer neuen modifizierten Form. DAS BUCH lebt. Einfach mitmachen und vielleicht bekommen wir zusammen ein unterhaltsames Wiki hin, in dem wir über Ideen und Konzepte des Enterprise 2.0, über ECM und relevante IT-Themen informieren. DON'T PANIC - LOTUS KNOWS! 42.


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"Per Anhalter durch das Enterprise 2.0" - Die Videos sind fertig

Am 17. September haben wir sie aufgeführt, die Keynote "Per Anhalter durch das Enterprise 2.0", auf der DMS Expo in Köln. Hier nun der Mitschnitt. Unterdessen wird DAS BUCH schon weiterentwickelt. Einfach nachlesen und mitschreiben auf http://apps.facebook.com/dasbuch.

Die gesamte Playlist ist auch auf hier verlinkt, so dass man das Stück am Stück sehen kann.


Per Anhalter durch das Enterprise 2.0 - Akt 1 - Der Akt(enplan)






Per Anhalter durch das Enterprise 2.0 - Akt 2.1 - Das Verhängnis nimmt seinen Lauf







Per Anhalter durch das Enterprise 2.0 - Akt 2.2 - Das Verhängnis nimmt seinen Lauf







Per Anhalter durch das Enterprise 2.0 - Akt 3 - In der EyeTea -Abteilung







Per Anhalter durch das Enterprise 2.0 - Akt 4 - Bei den Manischen (Grande Finale)






10 Jahre IBM developerworks Community - nun mit Social Software-Funktionen

heise berichtet über das 10-jährige Jubiläum von developerworks und nimmt auch Bezug auf die auf Lotus Connections basierenden Social Software-Funktionen:


"Unter "My developerWorks" präsentiert IBM seit diesem Jahr Social-Networking- und Collaboration-Funktionen, mit denen sich Interessierte eine individuell zu zusammenzustellende Startseite erstellen können, über die Nutzer Überblick zu Technik-Updates sowie über ihre Aktivitäten und die ihrer Kontakte erhalten."

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