Digital Naiv oder Digital Native. Was ist der "richtige" Weg im und im Umgang mit dem Web 2.0 - und Puzzlesteine zu Essen, Fußball und mehr ...

Sonntag, 29. November 2009

Exciting Commerce: Unwort des Jahres: Social Media - Wirklich?

Nichts widerspräche dem Netzwerkgedanken mehr, wie wir spätestens seit dem Cluetrain-Manifest wissen sollten. Netzwerke sind keine Fortführung, sondern eine Alternative zu traditionellen Medienstrukturen.
...
Entsprechend sollten auch jetzt beim Begriff "Social Media" wieder alle Alarmglocken schrillen, zumal gerade wieder Horden an als "Social Media" Experten getarnte Schaumschläger unterwegs sind.
Das Posting passt zur Diskussion, die wir auf und nach der DNUG mit Jörg Allmann, Henry Walther, Lars Basche und Thorsten Zoerner geführt haben. Wie weit kann und darf "das Web 2.0" die Fortführung bzw. ein neuer Kanal für Marketing sein?

Ich glaube, es wird sich nicht vermeiden lassen. Angesichts immer stärkerer Data Privacy-Regularien werden sich die Marketing-Abteilungen früher oder später mit voller Wucht auf die sozialen Netze stürzen. Man braucht ein explizites OptIn, um E-Mail Newsletter schicken zu dürfen. Man braucht ein explizites OptIn, um unterdessen angerufen werden zu können.

Also werden sich die Marketiers neue Wege suchen, um potentielle Kunden zu erreichen. Und viele werden das Prinzip des Cluetrain Manifesto pervertieren oder tun es bereits jetzt. Sie werden Einwegkommunikation und Berieselung statt Wille zum Diskurs und zur Diskussion betreiben. Trotzdem würde ich Social Media nicht zu einem Unwort erklären. Ich denke, eine sinnvolle kritische Auseinandersetzung ist gefragt.

Ben Schwan auf WirtschaftsWoche: Netzsperren sind mittelalterliche Methoden

Die Strafmaßnahme Netzsperre wirkt geradezu mittelalterlich: Da die Bedrohung mit zivil- und strafrechtlichen Folgen offenbar nicht dazu führt, dass die Kopiererei aufhört (was sicherlich auch mit dem mangelnden Angebot legaler Inhalte zu tun hat, aber das nur am Rande), wird das Kopiergerät eben eingezogen. Dass selbiges die Lebenslinie vieler Menschen ist, wird dabei in Kauf genommen. Wer, so fragt man sich, kommt außerhalb einer Lobby, die sich in ihrem ureigensten Geschäftsmodell bedroht sieht, zu einer derart verqueren Rechtsgüterabwägung?
Der Spuk dürfte jedoch schnell vorbei sein, wenn erst einmal ein paar Tausend Nutzer tatsächlich der Zugang entzogen wurde. Dann wirkt, darauf darf man jetzt schon wetten, eine andere Lobby: Die der entnervten Bürger, die irgendwann genug haben von der Aushöhlung ihrer Rechte.
via wiwo.de
Dem Artikel ist nichts hinzuzufügen. Sehr lesenswert.

Freitag, 27. November 2009

B2B Lead-Generierung: 5 goldene Regeln, wichtige Erfolgsfaktoren und 7 Tipps zur Steigerung des ROI » B2B Online-Marketing Blog



Quelle: creative360
Sehr gute Präsentation zum Thema B2B Lead-Generierung und Online Marketing!

Social Media in Unternehmen nutzen » t3n News

So lange den Möglichkeiten von sozialen Medien mit der üblichen Abwehrhaltung begegnet wird, sind auch die besten Tools nur halb so viel Wert. Hier ist in naher Zukunft ein starkes Umdenken gefragt. Die Urangst von Kontrollverlust bei sozialen Medien, muss auch in Unternehmen abgebaut werden. Es wird nicht genug sein, die technischen Mittel zur Verfügung zu stellen. Der Einsatz muss gefördert werden und es muss eine Bereitschaft geschaffen werden, diese Dienste auch zu nutzen - notfalls auch mit Hilfe von außen.
via t3n.de
Ein Zitat aus dem t3n Beitrag von Franz Patzig, dem ich nur voll zustimmen kann.

The Future of Sales is Social (the rise of social CRM) - Trends in the Living Networks

SocialMediaforSales.jpg
I absolutely believe that the future of sales is social, and that social media in their various forms will quickly become central to the way salespeople and sales teams work.
A very good summary where social is already playing and will even play a more important role in the future. Having in mind all the data privacy regulations (can't e-mail, can't call without permission), the contact through social media will become more and more important. Sellers will find more and more of their prospects through social media. I strongly believe in that.

Mittwoch, 25. November 2009

B2B Marketers to Increase Social Media Spend - eMarketer

via emarketer.com
Social Media Marketing gains more and more importance (not only in the US). It still ranks in spending behind Website, E-Mail and Search but it is now pretty close.
Why are you doing it? #1 is Thought leadership followed by Lead Generation and Customer ffedback. Interesting stats.


Montag, 23. November 2009

New Study: The New Symbiosis of Professional Networks: Social Media’s Impact on Business and Decision Making

Extremely interesting study and summary on the impact Social Networks gained. Some interesting statements and quotes:
The convergence of the Internet, Web 2.0 and mobile technologies has created a disruptive shift in business.  The era of Business-to-Person (B2P) communications driven by all things social (social media, social networks, and social influence) has emerged as a new model for engagement and Social Media Peer Groups (SMPG) have evolved to take important and influential shape in a new business and economic environment.

...
Through the use of social media, customers and prospects now have an almost instantaneous platform for discussion of their ideas, experiences and knowledge.  Increasingly, the use of social media is playing an important role in the professional lives of decision-makers as they utilize the tools and mediums before them to engage their decision-making processes.

...
We are finally a part of the long-promised global virtual and collaborative work environment.

...
It has long been known as truth that peer endorsement is the single greatest decision-making accelerant.  Through social media, peer influence cycles are happening at a velocity never before seen,

A dramatic analysis and outlook, how Social Media and in particular Social Networks do influence the business.

Sonntag, 22. November 2009

Social Media Today | Why Do So Many Companies Hide Their Social Media Involvement?

My guess is that their reasons include
o fear that they'll lose control of their brand if too many people know they can have a say;
o lack of cooperation between marketing and IT;
o and perhaps pressure from lawyers who are nervous about new-fangled new media.
I guess, the guesses are not to bad :-)

Comeback of the Knowledge Worker? | My comment on Collaboration 2.0 | ZDNet.com

Peter Drucker, the brilliant management guru who defined the term ‘knowledge worker’, was clear these employees or partners couldn’t be controlled but must instead be motivated and given integrative collaboration environments to excel. Common goals, values and sense of purpose empower them to succeed on their own terms.
As an advocate of decentralization and against ‘command and control’ management, Drucker was clear knowledge workers would collaborate effectively as a community if driving to specified business objectives. While the new 2.0 technologies realize this and facilitate execution, strategic planning in many cases lags behind broadband application development and are not aligned with Drucker’s clarity of thought.
Very interesting take after the Enterprise 2.0 Summit in Frankfurt. Interesting enough we were discussing it in a Lotus Marketing workshop a few days earlier. Lotus was with Lotus Notes the company with the tool most efficiently supporting Knowledge Workers. In the last years this focus and the awareness of Lotus as the (meanwhile IBM brand) delivering the environment for Knowledge Workers seems to got lost a bit. We do need to re-iterate this fact. Meanwhile we do have Lotus Notes "as the E-Mail client of the future" and much more to offer, e.g. with Lotus Connections as the integrated Social platform for the Enterprise 2.0.
Lotus knows we should stress and emphasize this message again - clear and loud.
(Personal opinion. No official IBM statement :-)

Kein Spass mehr im Web 2.0 - Führen wir als Marketiers die Mechanismen des Web 2.0 ad absurdum? (Eventuell strukturierte Gedanken)

In der vergangenen Woche hatten wir einen (hoffentlich besonders für die Teilnehmer) interessanten Workshop unter dem Titel Zwitschern, bloggen, "YouTuben", Poken - Mit Web 2.0 Marketing in die Presse und zum Kunden zum Thema Social Media auf der DNUG Herbstkonferenz in Fulda. In zwei Teilen haben wir (Lars Basche & ich) einerseits vorgestellt, welche Bedeutung Social Media für PR und Marketing unterdessen hat und wie wir als Lotus-Brand der IBM unterdessen Social Media aktiv nutzen. Der zweite Teil war dann ein Workshop, moderiert durch Thorsten Zoerner und Martin Koser, bei dem wir mit den Teilnehmern diskutieren und ihnen eine kleine Starthilfe geben wollten (so sie denn nötig ist). 
Im ersten Teil haben wir schon sehr stolz vorgestellt, wie wir unterdessen als Marketing-Team die verschiedenen Kanäle effizient nutzen und miteinander vernetzt haben. Per CoTweet werden beispielsweise Tweets auf Termin gelegt, die eine Webcast promoten. Oder aber die Lotus.de-Fan Page auf Facebook wird über Yahoo-Pipes automatisch aus den anderen Informationsquellen gespeist. Stolz habe ich die Hit- und Follower-Zahlen präsentiert. In der Pause kam es dann zu einer angeregten Diskussion, angestoßen von Jörg Allmann. Er bemerkte - wie es Lars Basche bereits ausgiebig in seinem Posting beschrieben hat -, dass wir durch die hochautomatisierte Methode, wie wir Social Media nutzen, das Web 2.0 kommerzialisieren und instrumentalisieren und so den anarchischen Spasscharakter des Web 2.0 unterlaufen.
Denkpause (also ich brauchte eine längere, Lars war schneller mit seinem Posting).
Ja, in der Lotus-Brand instrumentalisieren wir Social Media und nutzen bewusst Web 2.0-Mechanismen. Unsere Marketingmaschinerei bläst in definierten Intervallen Promotions und Veranstaltungshinweise hinaus. Oh Gott, hört sich das professionell an. So maschinell industrialisiert ist es dann doch nicht.
Und es kommt noch schlimmer: Die ReTweets Lotus-relevanten Zwitscherer, das Zwitschern interessanter Links und Artikel, das Beantworten von Fragen, das Stellung nehmen zu Anwürfen, meine nicht Lotus Software-relevanten Lotus-Tweets (meist Wortschöpfungen rund um das neue F1 Team Lotus-Team, was auch auf uns passt), das Verfassen von Postings, das Kommentieren von Artikeln - all diese Dinge geschehen eher unorganisiert, sind kreativ, oft spontan und hochgradig spannend und machen Spass. Sie entsprechen in vollem Umfang dem Marktplatzprinzip des Web 2.0 frei nach dem Cluetrain Manifesto. Übrigens: Auch Werbung und Marktschreierei - also die Marketingmaschinerie - gehörten schon immer auf einen Marktplatz.
Wir machen also als einerseits methodische Lotus-Promotion und diskutieren andererseits mit im Web 2,0, und das offiziell unter der Lotus-Flagge. Daneben gibt es aus meiner Sicht eine dritte wichtige Säule des Engagements im Web 2.0. Das sind die Kollegen und auch Business Partner von Lotus, die sich im Web 2.0 aktiv bewegen. Auch sie schreiben und kommentieren - neben vielen anderen Themen - auch über Lotus-Lösungen und Produkte. Und ihre Aktivitäten im Web 2.0 werden überhaupt nicht gesteuert.
Fass ich das einmal zusammen, so gibt es wohl 3 Säulen, wie die Lotus-Brand (und generell Unternehmen im B2B-Umfeld) im Web 2.0 aktiv sind und sein können:
  1. Methodische Promotion und Bewerbung von Angeboten (z.B. über terminierte Tweets, Veranstaltungshinweise auf Xing etc,)
  2. Teilnahme als Unternehmen oder Brand an der Diskussion und Interaktion im Web 2.0 (z.B. durch Posten interessanter Links, Kommentieren etc.)
  3. Teilnahme von Mitarbeitern und Partner in der Web 2.0 Welt
Säule 1 ist reines Marketing. Die Säulen 2 und 3 dagegen repräsentieren das Web 2.0 und sind durch Diskurs und mehr als Einweg-Kommunikation gekennzeichnet. Die Säule 1 ist Handwerk, die Säule 2 Standard. Die Säule 3 ist die Kür, denn dann hat man  geschafft, dass eine Community hoffentlich nicht nur über einen, sondern mit einem spricht. Und die Mitglieder der Community sind dann auch die Punktrichter mit den Täfelchen, die über eine Marke oder ein Unternehmen abstimmen.

Samstag, 21. November 2009

The Social Media (R)evolution: Your Time is Now

Ein sehr interessanter Beitrag von Brian Solis mit einen knackigen zitierungswürdigen Aussagen. Natürlich sehr plakativ und etwas marktschreierisch, aber mit Wahrheitsgehalt.
The Social Web is much more than a window into information and interaction, it is a completely transformative medium that is changing how we forge relationships, interact with one another, and distribute and discover information. In many ways, the online social revolution is reminiscent of the Industrial Revolution.

Und für die Statistiker und die, die die Reichweite von Social Media noch immer abstreiten:
Half of online adults now belong to social networks like Facebook and LinkedIn, a 46% growth rate year-over-year.

Und hier meine Lieblingsstellen:
The true power of social media is the portability of not just content, but relationships.
Und:
The social (r)evolution calls for distributed participation. But it requires strategic engagement that is directed and governed by listening and research.

Und die Forrester-Klassifizierung  finde ich einfach sehr nützlich:

Soziale Netze, Sicherheit und Verhaltensregeln für Unternehmen - Forbes.com

For companies seeking a secure a middle ground between outright Twitter-bans and free-for-all tweeting, the answer lies in taking a corporate e-mail approach to social networking in the workplace. Companies need to deploy an enterprise social networking solution-- social collaboration software developed specifically for business--that is managed by their IT departments. And we're seeing more and more activity surfacing that addresses this business need for secure social collaboration.
Forbes adressiert das Thema Soziale Netze und Sicherheit am Arbeitsplatz und für das Unternehmen. Ähnlich wie das Thema "Darf ich private E-mails am Arbeitsplatz schreiben und empfangen" kommt auch das Thema Soziale Netze und Social Software auf die Unternehmen zu.
Hier gilt es analog zu E-Mail ebenfalls Verhaltensweisen und Regeln zu definieren, die verschiedene Aspekte abdecken, von Sicherheitsaspekten bis zum Social Media-Knigge was nutze ich wann, was darf ich, was darf ich nicht kommunizieren. Social Media und Social Software Guidelines sind gefragt, die den konstruktiven und kreativen Umgang mit Social Software zum Unternehmensnutzen und auch zum eigenen Spass ermöglichen und dabei nicht Sicherheitsasapkete unberücksichtigt lassen. Es wird ein Thema sein, das uns nicht nur im kommenden Jahr beschäftigen wird.
Auf der DNUG in dieser Woche haben wir uns auch des Themas gewidmet. Sowohl Lars Basche als auch Thorsten Zoerner und Martin Koser waren bei dem sehr lebhaften und interessanten Workshop dabei, auf dem wir verschiedenste Aspekte diskutiert haben. Wir werden den Workshop auf jeden Fall wiederholen (auf der DNUG und zu anderen Anlässen), wahrscheinlich sogar ausbauen, um in Breite und Tiefe das Thema behandeln zu können.
Ich musste an der Stelle natürlich die Stelle zitieren, die den Einsatz einer Plattform für Social Software im Enterprise 2.0 empfiehlt. Mein Job (und Lotus Connections) lassen grüssen.

IBM Studie: Jeder Kontakt ist 948 $ wert

IBM scientists have not only determined that network size is positively correlated with performance, they also somehow know that every email in an address book is worth 948 dollars!
Immer wieder interessant, die Studie, die jetzt wieder auf der Web 2.0 Expo vorgestellt wurde. Die Präsentatiuon kann unter http://smallblue.research.ibm.com/projects/snvalue/ heruntergeladen werden. Bei der Gelegenheit einfach auch mal SmallBlue anschauen.

Soziale Netzwerke: Unmaskiert durchs Web - Technologie - IT + Telekommunikation - IT + Internet - Handelsblatt.com

Meint, die meisten Menschen machen sich im Netz nicht besser (oder schlechter) als sie wirklich sind. Oder noch knapper: Unsere Onlineprofile zeigen unsere wahre Persönlichkeit.
Und das trotz Nickname und Maskierung ...

Sonntag, 15. November 2009

Von Nullen und Einsen: Freiwillig freizügig - Ben Schwan in der WirtschaftsWoche zu Datenschutz

Den Usern muss klar werden, welche Mengen persönlicher Daten sie wirklich hinterlassen und (wichtiger) was damit potenziell angestellt werden könnte. Eventuell läuft das auf eine Schocktherapie hinaus, von der wir in den letzten Monaten einen ersten Vorgeschmack erleben konnten.
via wiwo.de
Ein durchweg lesenswerter Kommentar von ben Schwan zum Thema Datenschutz. Ich erlebe in meinem Bekanntenkreis zwei Pole, zwischen denen sich das Verhalten im Internet bewegt: Die Einen lehnen es nahezu rigoros ab, Daten im Internet zu hinterlassen oder dort einzukaufen. Die Anderen sind eher digital naiv und nutzen das Web hemmungs- und oft gedankenlos ohne Rücksicht auf zurückgelassene Daten.
Ben Schwan hat recht. Aufklärung tut absolut not und es wird manchen Schock geben. Wollen wir nur hoffen, dass dieser Schock ein heilsamer ist und nicht zu einer gedankenlosen Ablehnung der Nutzung des Internets führt. Entdecke die Möglichkeiten, aber schalte dabei den Datenschutz- und Spamfilter ein.

Samstag, 14. November 2009

Why Customer Service Is The New Marketing

Customer Service is the New Marketing
It's not rocket science. Listen to your customers. Try to deliver value to them and give them the tools to share their positive experiences. When they have negative experiences, be the first to hear them, take responsibility, and "make it right". You'll be surprised at how many of them you can convert into advocates.
Der Autor spricht grosse Worte gelassen aus. Diskurs und Konversation mit Kunden und Interessenten über Social Media wird immer wichtiger - und braucht Zeit und das berühmte "Committment". Nur, welches Unternehmen gibt diese Zeit den Mitarbeitern, wenn sie nur im Web 2.0 "spielen"? Es braucht noch viel Aufklärungsarbeit beim Management.

Spiegel orakelt: Schadet Egoismus im Geschäftsleben wirklich? « Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie

Der Rest von uns digital Na()iven schuftet außerdem mit Narrentarnkappe als moderne Workoholics in der Postmoderne an den Bildschirmen, bis die Augen flackern.

Einfach ein hervorragendes Posting zum Thema Ethik und Egoismus im Geschäftsleben.

Posted via web from stefan63's posterous

FTD.de | Paid Content: Bezahlen hat Zukunft - Besser: Qualität muss sein und muss Zukunft haben

Anbieter vertrauenswürdiger Informationen. Dort liegt im Netz die Zukunft des Journalismus.
via ftd.de
Ein sehr lesenswerter Kommentar des ehemaligen Financial Times Cheredakteurs Christoph Keese. Ich denke, Qualität und Vertrauenswürdigkeit von Informationen sind unverzichtbar und das Bewertungskriterium wirklich guten Journalismus. Inwiefern sich Paid Content etablieren kann, wage ich im Moment nicht zu beurteilen. Ich befürchte, das wird nur im Bereich hochwertiger oder sehr spezieller Informationen möglich sein. Ansonsten wird wohl das Prinzip "Free" des Internets nicht aufzuhalten sein.
Keese bemängelt zu Recht, dass auch viel Subjektives, nicht Validiertes im Netz herumschwirrt. Ja, man muss Information gerade im Netz auf Glaubwürdigkeit prüfen. Zu einem gewissen Grad muss und musste man das aber auch schon in der "alten" Medienzeit beispielsweise in meinem Spezialgebiet IT tun. Da schwirrten und schwirren sehr viele Advertorials, Werbe- und Meinungsartikel herum, denen es an Qualität und Fachlichkeit gefehlt hat, die aber als neutral, sachlich, fachlich und "Journalismus" verkauft werden und wurden.
Dieser Trend geht sicher offensichtlich auch im Netz weiter. Gerade dieser Tage habe ich mich doch sehr über eine Bewertungsmatrix zu Social Software geärgert. Unter neutralem Label werden dort Produkte verglichen. Und überraschenderweise schneidet das Produkt, mit dem die Autoren des Vergleichs Projekte machen, am besten ab, obwohl die Software noch gar nicht in der entsprechenden Version auf dem Markt ist. Ein unbedarfter Leser der Seite wird nicht erkennen können, dass in der Bewertung eine gewisse Fragwürdigkeit liegt und eventuell Interessen dahinter stehen. Gut getarnt und ein Schelm, wer böses dabei denkt. Und ja, natürlich habe ich mich geärgert, weil "mein"/"unser" Produkt nicht besser abgeschnitten hat.
Ja und unbedingt, man sollte Meinung auch als Meinung kennzeichnen. Und man sollte offenlegen, woher man kommt und welche Interessen man potentiell hat. Hier haben sich übrigens aus meiner Sicht im Netz gute Korrekturmechansimen herausgebildet, die doch Meinung, Manipulation und Subjektives oft schnell idenitifizieren und outen.
Insgesamt stelle ich an meinem eigenen Informationskonsum klar fest, wieviel leichter, breiter und gleichzeitig qualitativ höher mein Zugang zu Informationen geworden ist. Der einfache Zugang auf Informationen im Internet und wirklich gute Autoren in der Blogosphere haben dazu maßgeblich beigetragen. Gerade viele nichtjournalistische Autoren, die bloggen, liefern neben "traditionellen" Medien und Journalisten qualitative wertvolle Inhalte - kostenlos.

Donnerstag, 12. November 2009

Virtual Identity Studie: Internet ist der einflussreichste Kanal für die Vorbereitung von B2B Investitionsentscheidungen

Ausgewählte Ergebnisse im Überblick:
- B2B Entscheider verbringen zwei Stunden ihrer täglichen      Arbeitszeit im Web. 
- Als Informationsquelle für das eigene Fachgebiet und zur   Erstellung einer Marktübersicht ist das Web das wichtigste   Informationsmedium. 
- Vor allem Suchmaschinen und Anbietersites sind erfolgskritische   Informationsquellen für die Vorbereitung einer   Investitionsentscheidung. 
- Bereits 40% der B2B Entscheider nutzen regelmäßig Internet-Foren  für berufliche Zwecke. 28% dieser beteiligen sich aktiv an den   Dialogen. 
- 85% aller Befragten haben bereits einen späteren Lieferanten   über  das Internet gefunden. 
Wasser auf meine Mühlen. Vor einigen Wochen hatte ich noch einen heftige Diskussion mit einem Business Partner zu diesem Thema unter dem Tenor "Meine Kunden interessiert Twitter, Facebook und das ganze Geraffel nicht". Ein weiteres Indiz, daß diese Annahme doch verfehlt sein könnte, ja dürfte.

Brand positioning takes on a new meaning in a Hyper-Social world

The way you control a brand promise through multiple touch-points is not through elaborate process manuals that we have grown accustomed to in business. The way to do it is by embracing Hyper-Sociality and all the messiness that comes with it and allow all the people involved in the process to behave like humans. ... Still others, like IBM, are doing it by encouraging all their employees to set up communities with whomever they want, wherever they want, and about anything they want.
The key to success is to embrace all four tenets of Hyper-Sociality: think tribes, knowledge networks, customer-centricity, and be willing to accept some of the messiness that comes with Hyper-Sociality.
Very true statements. The challenge is that "traditional" marketeers and Legal do understand and accept, that the world of Marketing is dramatically changing to much more less controllable, interactive world. This needs more trust in your marketeers and employees. And to give them the time to be Brand Advocates.

Dienstag, 10. November 2009

Die sieben Todsünden im Social Media Marketing - internetworld.de

Wer in Zukunft als Unternehmen oder Werbetreibender nur mit klassischen Marketinginstrumenten und -strategien agiert, wird es immer schwerer haben, seine Zielgruppe zu finden, zu erreichen und damit seine Produkte letztlich zu verkaufen. Social Media Marketing führt ständig zu neuen Kommunikationsplattformen und Formen, schafft klassische Hierarchien ab und fördert die offene Kommunikation.
Ein sehr guter, kompakter Artikel von Daniel Gremm zum Thema Social Media Marketing, der viele Dinge auf den Punkt bringt!

Montag, 9. November 2009

Die Lotus Übung zum Wochenbeginn - Kopfstand im Lotus

Kopfstand im Lotus - Yoga Asana

Für alle Freunde der Lotus-Brand die ab sofort obligatorische Übung zum Wochenbeginn. Videoaufnahmen Eures Trainings sind herzlichen willkommen, denn

Lotus weiß, wie wichtig geistige und körperliche Fitness sind

Whooooooooommmmmmmmmmmm

Sonntag, 8. November 2009

FAZ vom Sonntag: Don Loddar rettet die Zwietracht

Also neben dem bereits geposteten Artikel zu Telefonierverhalten von Männlein und Weiblein hat mich eigentlich diesmal nur der Sporteil beeindruckt:
Seite 17 zu Lahm: "Er wird das Interview noch bedauern" Sehe die verkniffenen Gesichter von Rumpelstilzchen und Hoeness vor mir.  Warum denke ich gerade an Don Corleone und Marlon Brando?
Seite 18: "Lehmann rettet die Stuttgarter" - Leider wahr. So ein Mist.
Seite 19: Der absolute Höhepunkt - ein Interview mit Loddar, der kräftigst abledert und weint, dass man ihm in Deutschland keinen Job geben will (obwohl schon unterschriftsreife Verträge in Frankfurt und Nürnberg vorlagen. Schiessen gegen Daum. Keiner liebt ihn in Deutschland. Dafür alle (Mädels) außerhalb, denn er schafft klare Verhältnisse statt fremd zu gehen. Lästern gegen Klinsmann: "... gewisse Spieler, die später Nationaltrainer geworden sind und die sich damals durch den Hinterausgang wegeschlichen haben."  Loddar ist halt ein ganzer Kerl.
Seite 19 (und Lokalteil): "Skibbe greift Eintracht-Chef abermals an" - provoziert seinen Rauswurf.
Und Interview mit Schaaf: "Wenn die jungen Leute eine SMS schreiben, haben sie nur einen Buchstaben für ein ganzes Wort. Das will ich nicht. Ich muss meine Sätze ausscheiben. Buchstabe für Buchstabe." Cu Tom.
Mein Fazit: Loddar als Nachfolger des gechasten Skibbe in Frankfurt? Oder als Van Gaal-Follower bei Bayern. Da walte der Franz vor. Eigentlich die Logggigggg dieser Artikelabfolge.

Events, Events, Events: Mac-, Blackberry-, SAP-, Enterprise 2.0- und DNUG-Konferenz

Das werden geschäftige 10 Tage für Lotus in Deutschland. Wir sind auf den folgenden Events vertreten:
  • MacOS X als Plattform für Enterprise Collaboration: IBM Vortrag auf der i-meeting '09 von Torsten Hoffmann http://www.mac-konferenz.de/ am 9. und 10. November 2009 in Köln
  • Um mobile Lotus-Lösungen auf dem Blackberry geht es bei unserer Präsenz auf dem Blackberry Innovation Forum am 10. und 11. November in Frankfurt.
  • Alloy, die Integration von SAP in Lotus Notes, wird auf dem SAP Automotive Symposium am 10. und 11. November in Berlin ein wichtiges Thema
  • Und beim Enterprise 2.0 Summit zwischen dem 10. und 12. November in Frankfurt ist IBM als Sponsor vertreten. Unser Kunden Markus Bentele wird am 11. November in Frankfurt aus der Enterprise 2.0-Praxis berichten. René Werth und ich nehmen an Podiumsdiskussionen teil
  • Und dann geht es zur DNUG Herbstkonferenz nach Fulda. Dort treffen sich zur DNUG-Konferenz die Lotus-Kunden zwischen dem 16. und 18. November. Am 16. November findet Arbeitskreise vor der eigentlichen Konferenz statt, am 17. und 18. startet die eigentliche Konferenz
Selbst werde ich wohl nur das Enterprise 2.0 Summit und die DNUG schaffen. Schade. Würde auch gerne zur Max-Konferenz fahren, aber das wird leider eng. Wer auf den Konferenzen vertreten ist, einfach vorbeischauen. Würde mich freuen.

FAZ: Bettina Weiguny zu Frauen & Männer & Telefonieren

(Männer) Sie brauchen für jedes Gespräch ein Thema, und auch das reicht kaum für fünf Minuten. Ein vernünftiges Gespräch unter Frauen dagegen dauert eine halbe Stunde. Schneller lassen sich Themen wie Sitzbeinhöcker, Pastinaken oder Freundschaft nicht abhandeln. Dinge. von denen Männer gar nicht wissen, dass es sie gibt.
Bettina Weiguny am 8.11 in der FAZ am Sonntag zu Telefonierverhalten unter dem Titel Ruf mich an.

Samstag, 7. November 2009

2010: Webstrategie in Zeiten der Engagement Economy - Abschied der Unternehmensseite im Web

Die “Engagement Economy”…
Das Web wird sich immer weiter von der klassischen Unternehmens-Homepage als Zugangspunkt für die Kunden entfernen. Galt die Unternehmensseite bisher als Visitenkarte für den über Google Suchenden, so gilt es sich für die moderne “Engagement Economy” neu aufzustellen. Sein Unternehmen, seine Produkte und seine Dienstleistungen gebündelt auf einer Homepage mit blinkenden bunten Bildern zu präsentieren, ist weniger wichtig für das Business als die neuen Zugangspunkte zu identifizieren, die sich durch das Social Web auftun.
Dem ist eigentlich nix hinzuzufügen. Die Spielregeln differieren zwischen Business-2-Consumer- und Business-2-Business-Segment. Das Prinzip bleibt gleich. Und noch zu viele Marketing- und Web-Abteilungen sind bei bunten, schönen Schaufenster-Web-Sites. Und sorry, ich habe es sehr zugespitzt im Titel formuliert. Firmenseiten werden nicht weggehen, aber deutlich an Bedeutung gegenüber Diskurs im Social Web verlieren.

Soziale Beziehungen sind eine Pflanze > MIT’s Social Garden: Tend to Your Relationships | Thoughtpick Blog

Throughout our social lives on the internet, we tend to maintain many more relationships than we do in real life. Keeping all those relationships healthy and staying in touch with everyone becomes more of a chore, and sometimes it’s just hard to remember when you did what!
Ein interessanter Ansatz: Analyse der sozialen Netzwerkbeziehungen als Pflanze. Wohl eine Mac OS Anwendung. Mal schauen, ob man da ran kommt.

Preparing for Enterprise 2.0 SUMMIT: Best-Practices for Internal Communications 2.0 / 11-11-09

11:00 - 11:55
Best-Practices for Internal Communications 2.0
Conversational strategies are seen as a more effective way for assimilating and motivating co-workers in times of crisis. Weblogs and microblogging infrastructures can prove useful for corporate and project communications throughout the enterprise. The panel discusses best practices towards improving corporate communications.

Speaker:
Peter Reiser, Chief Architect SunSpace, Sun Microsystems

Jan Westerbarkey, CEO, Westaflex GmbH
Moderator:
Stefan Pfeiffer, Market Manager ECM & Lotus, IBM Deutschland
Just preparing for next weeks Enterprise 2.0 Summit in Frankfurt. I am doing the moderation on Best-Practises for Internal Communication with Jan Westerbarkey and Peter Reiser on the podium.
Beyond my own "work" at the Summit I am looking forward to get some good exchange of ideas, how we move the conecpt of Enterprise 2.0 forward. If you are participating I want to recommend the afternoon 16:55 session on Nov. 11 with Markus Bentele from Rheinmetall. Markus is a great speaker and very convincing how to use Social Software even in a high sensible environment.
On Nov. 12 at 8:30 my friend and colleague René Werth is participating in the discussion on discussion Organizational Schemes for the Enterprise 2.0.
If you are at the conference dont hesitate to contact René or myself. Even our Cyberjunkie Thorsten Zoernert will be around.
P.S. I’ve you want to be part of the event too, use the promotion code “e20stz” for a 200€ rebate when registering.

Freitag, 6. November 2009

Nenshad Bardoliwalla's Blog on Strategy-Driven Execution: Von der Integration von Prozesswelt und der Welt der Social Software

However, what you notice in any enterprise business process like the one above is that there is a lot of white space.  The white space is where people are human integrators.  Where the various folks from marketing, contact center, sales, and operations fill in the gaps that their enterprise software does a poor job of addressing today.  It is in these process contexts that wikis, blogs, instant messaging, etc. can perform a brilliant and valuable service, and for certain processes, form the entire substrate upon which the enterprise process can be manifest.  Thus, ultimately, the real Enterprise 2.0, the weaving of both the structured and unstructured worlds together, really looks a lot more like this:

The real Enterprise 2.0:  A combination of structured and unstructured processes 
and technologies woven together to achieve desired business outcomes
Ein sehr kluger Artikel von Nenshad Bardoliwalla, ehemals CTO für Enterprise Performance Management (EPM) and Governance, Risk, and Compliance (GRC) bei SAP, zum Thema Enterprise 2.0 und der Positionierung von entsprechenden Funktionen besonders in den Bereichen, in denen standardisierbare Geschäftsprozesse die Aufgaben nicht optimal erfüllen können, oder besser, in denen Social Software-Komponenten diese ergänzen, vervollständigen und optimieren. Es geht auch um die Integration der klassischen Prozesswelt und der neuen Social Software-Welt, wenn man auf dem Weg zum Enterprise 2.0 ist.

Donnerstag, 5. November 2009

Best of breed versus Plattform - Social Messaging im Unternehmen. Panel auf der Enterprise 2.0 Conference. | Von Dirk Röhrborn

Hersteller von Plattformen, wie z.B. IBM argumentieren natürlich den Vorteil der eigenen Produkte, die eine solche Integration natürlich bereits anbieten. Die Toolanbieter heben auf der anderen Seite die bessere Nutzerakzeptanz von best-of-breed Tools hervor, die auf eine bestimmte Aufgabe fokussieren und die Freiheit der Anwender (und -firmen), das für Sie beste Tool auszuwählen.
Die alte Diskussion, die ich auch aus anderen Software-Zusammenhängen (ECM) kenne. Ich denke, eine integrierte Plattform mit allen relevanten Modulen hat im Unternehmen einfach Riesenvorteile, da Anwender an einer Stelle voll integriert alles finden. Ich persönlich merke das jeden Tag als Nutzer von externen Tools wie Twitter, Delicious, Posterous, Blogger, Facebook, Xing usw. auf der einen Seite und Lotus Connections mit Microblogging, Blogging, Wiki, File Sharing, Aktivitätenmanagement, Profilen, Lesezeichen intern auf der anderen Seite. In Connections logge ich mich einmal ein und finde alles. Bei den externen Tools muss - trotz aller Verdrahtung, die ich schon vorgenommen habe - mich doch immer wieder separat einloggen und mit anderer Oberfläche und Benutzerführung arbeiten.
Mein einziger Wermutstropfen ist, dass ich mehrere Lotus Connections-Instanzen "fahre":
- die IBM-interne
- extern EULUC (die Plattform der deutschen Lotus Anwendervereinigung)
- extern den BlueBlog auf ibm.com (das auch auf Connections läuft)
Daneben nutze ich noch LotusLive, aber das ist dann eher für die Arbeit und Koordination mit Non-IBM'ern in Projekten. A bisserl ein anderes Einsatzgebiet.

Dienstag, 3. November 2009

Six Social Media Trends for 2010 (HarvardBusiness.org) - Wie social bleibt Social Media?

1. Social media begins to look less social
...
2. Corporations look to scale
...

3. Social business becomes serious play

...
4. Your company will have a social media policy (and it might actually be enforced)
...
5. Mobile becomes a social media lifeline
...
6. Sharing no longer means e-mail
...
David Armano von der DachisGroup prognostiziert die oben aufgeführten 6 Social Media Trends für 2009. Viele der Beobachtungen teile ich. Ja, Social Media ist unterdessen deutlich kommerzieller. Besonders deutlich merke ich das auf Twitter, wo doch unterdessen analog zu E-Mail Spam ebenfalls Spam jeglicher Art verteilt wird. Der soziale Netzwerk und News-Charakter geht verloren, wenn man nicht seine Favoriten, Listen und Gruppen bildet.
Die Punkte 2 bis 4 gehören für mich zusammen. Es geht bei allen 3 Punkten um die Akzeptanz von Social Media als professionelles Marketing- und Kommunikationswerkzeug in Unternehmen. Es wird in Unternehmen zu einer Professionalisierung im Umgang mit und zu einer Kommerzialisierung von Social Media kommen. In Deutschland wird dies erfahrungsgemäß etwas langsamer voranschreiten.
Den Punkten 5 und 6 kann man nur uneingeschränkt. Für mich sind noch weitere Trends und Fragen für 2010 wichtig:
Social Media-Kanäle wachsen zusammen
Die Zeit der getrennten Social Media-Kanäle neigt sich dem Ende. 2010 wird das Jahr, wo Social Media-Kanäle in Oberflächen gebündelt präsentiert und integriert werden. Faecbook ist bereits ein gutes Beispiel, wo verschiedene Social Media-Kanäle in einer Oberfläche konsolidiert angezeigt werden. Diese Verschmelzung geht weiter und zeigt sich z.B auch auf Xing, wo es nun auch Anwendungen gibt, die in die Oberfläche integriert werden können. Hier wird es hochinteressant sein zu beobachten, wie weit diese Integrationen über das reine Anzeigen von Informationen hinausgehen und wie weit es auch zu funktionaler Integration kommen wird.
Wie social bleiben Social Media?
2010 wird aus meiner Sicht das Jahr werden, wo zumindest eine Tendenz zu sehen sein wird, wie social Social Media bleiben werden. Wird die Kommerzialisierung weiter voranschreiten? Ganz sicher, Wird dabei aber die kommunikative, soziale Dialogkomponente erhalten bleiben. Das ist aus meiner Sicht die wichtigste Frage, denn Dialog und Kommunikation sind das Differenzierungsmerkmal von Social Media gegenüber anderen Kanälen.

Internet wird immer wichtiger als Informationsmedium - Allensbach-Umfrage - zusammengefasst vom Netzökonomen

In der Gesamtbevölkerung liegt das Internet damit hinter dem Fernsehen auf Rang zwei der Informationsmedien, haben die Meinungsforscher in der Allensbacher Computer- und Technikanalyse (Acta 2009) herausgefunden.

Die Entwicklung geht nach den Zahlen des Allensbach-Instituts rasant weiter. 50 % der Jugendlichen - so der Bericht - nutzen nur noch Internet und Fernsehen. Das geht zu Lasten der Printmedien.
Auch wenn ich kein Jugendlicher mehr bin, kann ich die Entwickung nachvollziehen. Die Zeitung lese ich nur am Samstag und/oder Sonntag. Ansonsten informieren mich über politisches und sportliches Geschehen Frühstücksfernsehen, Nachrichtensendungen und das Web.
Interessant wäre sicher noch, was im Internet genutzt wird, welche Bedeutung soziale Netzwerke gegenüber traditionellen "Webseiten" haben.

Sonntag, 1. November 2009

(Nicht nur) "Bank 2.0 sollte auf ethisch fundiertes Online-Reputation Management setzen"

Sehr lesenswert und (über)denkenswert, das Posting von Lothar Lochmaier:
Überhaupt: Wieder mal haben uns Deutsche Telekom, Deutsche Bahn, Lidl und andere Konzerne bis hin zur Postbank deutlich gemacht, wie gläsern unsere Welt bereits ist. Der Nutzer, Kunde oder Verbraucher soll davon natürlich nichts mitkriegen. ... Nur wenn soziale Nachhaltigkeit das Geschäft nicht stört, will man sich eine ethische Fassade leisten – und leider stört das Soziale das Business immer, rund um die Uhr.
Und weiter:
Demzufolge lässt sich ein nachhaltiges positives Image kaum über kurzfristige Kommunikationsprogramme herstellen. Was zählt, sind Resultate, die über einen längeren Zeitraum durch widerspruchsfreies und glaubwürdiges Handeln hervorgerufen und bestätigt sind.
Und als Resumé:
Die beste Gewähr dafür, dass die Wellen nach außen nicht allzu hoch schlagen, ist ein offener und fairer Umgang mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit. Größe zeigt sich auch oder gerade in kritischen Situationen.
Da kann ich vielen Punkten nur nicken. Und das ganze Posting lesen. Es lohnt sich.

Interessanter Ansatz von McKinsey: Knowledge Worker klassifizieren und richtige Collaboration-Werkzeuge zuordnen

McKinsey hat unter dem Titel Using technology to improve workforce collaboration ein sehr interessantes Posting zu Collaboration veröffentlicht. Hier einige Kernaussagen. Demzufolge gewinnen sogenannte Knowledge Worker immer weiter an Bedeutung.

The heart of what knowledge workers do on the job is collaborate, which in the broadest terms means they interact to solve problems, serve customers, engage with partners, and nurture new ideas. Technology and workflow processes support knowledge worker success and are increasingly sources of comparative differentiation.
McKinsey sieht deutliches Verbesserungspotential für Knowledge Worker, wenn diese gezielt die richtigen Technologien - insbesondere Web 2.0 Technologien - einsetzen. Derzeit werde noch viel Produktivität verschwendet:
And the sources of this waste—including poorly planned meetings, unproductive travel time, and the rising tide of redundant e-mail communications, just to name a few—are many and growing in knowledge-intense industries.
McKinsey hat eine interessante Methode entwickelt, wie Knowledge Worker klassifiziert und ihnen Technologien zur Erfüllung ihrer Arbeit zugewiesen wird:
1) classify workers by their workflow profile – the daily activities they do to perform their job
2) match new technologies to the workflows to extend collaboration efforts, improve effectiveness, and reduce inefficiencies

Herausgekommen sind 12 typische Formem kollaborativer Arbeit, die McKinsey hier in interessanter Weise visualisiert. Jedem "Typ" sind typische Workflows und Tätigkeiten zugeordnet. Und jedem Typ sind Collaboration-und Web 2.0-Werkzeuge zugeordnet, die möglichst optimal bei der Erfüllung der Aufgaben helfen. McKinsey verspricht hier endlich einen methodischen Ansatz zu präsentieren, mit dem auch die Arbeit von Knowledge Workern optimiert und bewertet werden könne:
Unfortunately, the productivity measures for collaboration workers are fuzzy at best. For production workers, productivity is readily measured in terms of units of output; for transaction workers, in operations per hour. But for knowledge workers, what might be thought of as collaboration productivity depends on the quality and quantity of interactions occurring.
Zumindest wird hier ein interessanter Ansatz präsentiert, der sicher in der Praxis verifiziert werden muss.

Herzlichen Dank für den Beitrag von Jochen Robes in seinem Weiterbildungsblog, durch den ich auf das McKinsey-Posting aufmerksam wurde.