Digital Naiv oder Digital Native. Was ist der "richtige" Weg im und im Umgang mit dem Web 2.0 - und Puzzlesteine zu Essen, Fußball und mehr ...

Samstag, 14. November 2009

FTD.de | Paid Content: Bezahlen hat Zukunft - Besser: Qualität muss sein und muss Zukunft haben

Anbieter vertrauenswürdiger Informationen. Dort liegt im Netz die Zukunft des Journalismus.
via ftd.de
Ein sehr lesenswerter Kommentar des ehemaligen Financial Times Cheredakteurs Christoph Keese. Ich denke, Qualität und Vertrauenswürdigkeit von Informationen sind unverzichtbar und das Bewertungskriterium wirklich guten Journalismus. Inwiefern sich Paid Content etablieren kann, wage ich im Moment nicht zu beurteilen. Ich befürchte, das wird nur im Bereich hochwertiger oder sehr spezieller Informationen möglich sein. Ansonsten wird wohl das Prinzip "Free" des Internets nicht aufzuhalten sein.
Keese bemängelt zu Recht, dass auch viel Subjektives, nicht Validiertes im Netz herumschwirrt. Ja, man muss Information gerade im Netz auf Glaubwürdigkeit prüfen. Zu einem gewissen Grad muss und musste man das aber auch schon in der "alten" Medienzeit beispielsweise in meinem Spezialgebiet IT tun. Da schwirrten und schwirren sehr viele Advertorials, Werbe- und Meinungsartikel herum, denen es an Qualität und Fachlichkeit gefehlt hat, die aber als neutral, sachlich, fachlich und "Journalismus" verkauft werden und wurden.
Dieser Trend geht sicher offensichtlich auch im Netz weiter. Gerade dieser Tage habe ich mich doch sehr über eine Bewertungsmatrix zu Social Software geärgert. Unter neutralem Label werden dort Produkte verglichen. Und überraschenderweise schneidet das Produkt, mit dem die Autoren des Vergleichs Projekte machen, am besten ab, obwohl die Software noch gar nicht in der entsprechenden Version auf dem Markt ist. Ein unbedarfter Leser der Seite wird nicht erkennen können, dass in der Bewertung eine gewisse Fragwürdigkeit liegt und eventuell Interessen dahinter stehen. Gut getarnt und ein Schelm, wer böses dabei denkt. Und ja, natürlich habe ich mich geärgert, weil "mein"/"unser" Produkt nicht besser abgeschnitten hat.
Ja und unbedingt, man sollte Meinung auch als Meinung kennzeichnen. Und man sollte offenlegen, woher man kommt und welche Interessen man potentiell hat. Hier haben sich übrigens aus meiner Sicht im Netz gute Korrekturmechansimen herausgebildet, die doch Meinung, Manipulation und Subjektives oft schnell idenitifizieren und outen.
Insgesamt stelle ich an meinem eigenen Informationskonsum klar fest, wieviel leichter, breiter und gleichzeitig qualitativ höher mein Zugang zu Informationen geworden ist. Der einfache Zugang auf Informationen im Internet und wirklich gute Autoren in der Blogosphere haben dazu maßgeblich beigetragen. Gerade viele nichtjournalistische Autoren, die bloggen, liefern neben "traditionellen" Medien und Journalisten qualitative wertvolle Inhalte - kostenlos.

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