Digital Naiv oder Digital Native. Was ist der "richtige" Weg im und im Umgang mit dem Web 2.0 - und Puzzlesteine zu Essen, Fußball und mehr ...

Samstag, 19. Dezember 2009

Finger weg - Social Media ist teuer

In den vergangenen Wochen hatte ich doch einige Erlebnisse, die mich dazu bewegen, von Social Media abzuraten. Denn:

SOCIAL MEDIA IST TEUER!

Ja, ich kann mal schnell 'nen Twitter-Account einrichten und über Studenten Nachrichten rausblasen lassen. Und meinen Blog, da stelle ich halt mal die Produktbroschüren, White Papers und Pressemitteilungen ein. Sischer dat. Dat funzt. Follower und Fanzahlen schießen wie ein Raketchen nach oben. Und dabei sparen wir Geld. Kostet ja kaum was.

Hmmmm. Lasst es besser sein. Ich weiß, das Appell wird verhallen und wir werden gerade im kommenden Jahr erleben, wie Marketingabteilungen sich wie oben beschrieben auf Social Media, auf Twitter, YouTube, in Blogs, auf Facebook und in andere soziale Netze stürzen werden. Einige werden gewohnt platte Werbung und Einwegkommunikation betreiben. Ja, es wird auch einige witzige und gute Kampagnen geben, aber in der Mehrzahl werden wir berieselt werden.

Wirkliches Engagement in Social Media dagegen ist teuer. Und ich rede hier nicht von Kosten für Banner oder durch Agenturen erstellte YouTube-Clips und Kampagnen. Da fällt manches sicher nicht unter die Kategorie Social Media. Ich rede davon, daß ich als Unternehmen bzw. meine Experten und "Leuchttürme" in den Dialog mit meinen Interessenten, Kunden und Kritikern gehen müssen. Ich rede davon, daß ich qualitativ hochwertige oder auch witzige Inhalte erstellen muß, die meinen Kommunikationspartnern einen Mehrwert bieten. Ich rede davon, daß meine Experten, die eh kaum Zeit haben, Zeit bekommen, um zu bloggen, in Communities aktiv zu sein und schnell auf Anfragen und Ereignisse im Social Web reagieren. Ich rede von Dialog und nicht von Berieselung. Ich rede von Meinunung bilden und Meinungsführerschaft aufbauen. Ich rede von vernetzen und Netzwerk aufbauen. Social Media-Aktivitäten im Sinne von Dialog und Austausch brauchen vor allem Arbeitszeit. Und genau dort liegen die wahren Kosten. Es sind die Stunden, die die Experten und Opinion Leader in Social Media verbringen oder dafür Inhalte erstellen.
Also. Finger weg. Die Mädels und Jungs haben wichtigeres zu tun. Die können Geld verdienen, statt zu chatten oder zu bloggen. Von wegen ROI und so.

Posted via email from stefan63's posterous

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