Digital Naiv oder Digital Native. Was ist der "richtige" Weg im und im Umgang mit dem Web 2.0 - und Puzzlesteine zu Essen, Fußball und mehr ...

Mittwoch, 31. März 2010

10 Gründe, warum Personaler zum Lotus JamCamp #LJC kommen sollten

Das sind 10 Gründe, warum Sie als Personaler zum Lotus JamCamp am 23. und 24. April nach Ehningen kommen sollten. Und es gibt sicher noch mehr.

  • Das „Personalmagazin“ wählte ihn 2009 zum dritten Male in Folge in die Liste der „40 führenden Köpfe im Personalwesen“. Heute interessiert sich Prof. Dr. Peter Kruse in erster Linie für die Analyse von Veränderungen in Markt und Gesellschaft sowie deren Umsetzung in nachhaltig erfolgreiches unternehmerisches Handeln. Und er eröffnet das JamCamp.

  • Mitarbeiter bewegen sich heute ganz selbstverständlich auf Facebook, Xing oder Twitter. Wie schult man seine Mitarbeiter bezüglich der Chancen und Risiken von Social Media. Brauchen alle Unternehmen ab sofort spezielle Guidelines für Social Media?

  • Martin Meyer-Gossner von 'The Strategy Web' spricht über Karriere 3.0 – den Spagat zwischen Produktivität und Personal Branding!

  • Das JamCamp ist eine Plattform, um sich mit anderen Personalern auszutauschen.

  • Daniel Reichelt hat Enterprise 2.0 in der Organisationsentwicklung: "Wie gehe ich mit Digital Natives um?“ als Thema vorgeschlagen.

  • Das JamCamp bietet die Chance, direkt mit den sogenannten Digital Natives zu diskutieren. Welche Erwartungen haben diese von ihrem künftigen Arbeitgeber in punkto Web 2.0?

  • IBM gibt Einblicke, wie man selbst die Arbeitswelt organisiert hat: Von der Möglichkeit im Home Office zu arbeiten bis zu organisatorischen und kulturellen Aspekten.

  • Dr. Carsten Ulbricht behandelt das Thema Enterprise 2.0 und Recht. Was ist in Unternehmen unter rechtlichen Aspekten zu beachten, wenn man den Weg zum Enterprise 2.0 beschreitet.

  • Der Anhalter reist am Freitag abend humoristisch durch das Enterprise 2.0 – und macht auch in ReFiCoBeRechtsabteilung, Finanzen, Controlling und Betriebsrat halt.

  • 2/3 aller Berufstätigen sind einer aktuellen Studie der BITKOM zufolge auch in der Freizeit per Handy oder Internet erreichbar. Die Verschmelzung der Grenzen von Privat- und Berufsleben wird auch ein wichtiges Thema des Camps sein.
Das sind schon sehr gute Gründe, um am 23. und 24. April in der IBM Lokation in Ehningen beim JamCamp dabei zu sein. Und ständig kommen Neue hinzu. Und hoffentlich auch Sie. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Gleich kostenlos anmelden unter www.ibm.com/software/de/jamcamp.

Dienstag, 30. März 2010

Arbeit fressen Privatleben auf - der schauerliche Arbeitsplatz der Zukunft

Der Arbeitsplatz frisst sich inzwischen bei den meisten Berufstätigen in Deutschland über Handy und PC immer weiter in das Privatleben. Zwei Drittel der Berufstätigen sind inzwischen außerhalb ihrer regulären Arbeitszeiten für Kunden, Kollegen oder Vorgesetzte per Internet oder Handy erreichbar.

So weit das Zitat aus dem Spiegel, der in seinem Artikel Bezug auf eine Studie der Bitkom nimmt. Erreichbarkeit kann sicher ein Fluch werden. Die Verbreitung des Mobiltelefons hat zu der Erwartungshaltung geführt, daß man immer erreichbar ist beziehungsweise sich zeitnah und sofort zurückzumelden hat. Und wer hat schon einmal den Anruf bekommen, wenn man eine E-Mail nicht innerhalb von 15 Minuten beantwortet hat: Hast Du meine E-Mail schon gelesen? Wer wurde nicht schon angechattet, obwohl die Präsenzanzeige auf In Besprechung oder Abwesend steht.

E-Mail, Instant Messaging, Twitter und Mobiltelefon erleichtern auf der einen Seite die Kommunikation ungemein. Ich möchte die Werkzeuge nicht missen. Auf der anderen Seite erzeugen sie die oben beschriebene Erwartung und auch Druck, den man sich selber macht. Man schaut latent aufs Telefon, ob eine SMS gekommen ist. Abends um 10 Uhr wird nochmals der Rechner angeschaltet. Es könnte ja eine wichtige E-Mail da sein. 

Inzwischen entpuppt sich die totale Erreichbarkeit für immer mehr Menschen als Bürde, weil die Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben nicht mehr gelingt.
via spiegel.de

Auf der Next Corporate Communications Konferenz in St. Gallen vergangene Woche habe ich geschildert, daß ich viele meiner Blogbeiträge am Wochenende außerhalb der regulären Arbeitszeiten schreibe, weil meist unterhalb der Woche der Terminkalender zu voll ist, um sich einmal in Ruhe die Zeit für ein vernünftiges, inhaltlich qualitatives Posting zu nehmen. Auch da frisst sich der Job ins Privatleben. Nun ist das Bloggen bei mir persönlich sicher eine Mischung aus beruflichem Engagement und persönlichem Schreibtrieb. Nicht umsonst habe ich mal als Journalist gestartet. Aber welche Artikel sind "nur" privat, welche beruflich? Die Grenzen verschwimmen. Ich habe im Job mit Social Media zu tun und ich interessiere mich privat dafür. Mein Job ist es die Collaboration-Tools der IBM in Deutschland zu vermarkten. Collaboration und den modernen Arbeitsplatz fand ich immer auch privat sehr interessant.

Ich muß auch an die Diskussion denken, ob man einen privaten und einen getrennten berufliche Twitter-Account haben sollte, um beides zu trennen. So habe ich angefangen. Unterdessen haben sich auch dort Privates und Geschäftliches vermischt. Stefan63atIBM ist trotz des Namens schon lange nicht mehr nur ein beruflicher Zwitscherer. Auch möchte ich hier auf mein Posting Social Media ist JEDER im Unternehmen verweisen. Ob gewollt oder ungewollt ist jeder auch Botschafter des eigenen Unternehmens im Web - außer man verweigert sich Social Media total oder schafft es, wirklich gar nichts Berufliches dort von sich zu geben.

Auch unter anderen Perspektiven vermischen sich Privat- und Berufsleben. Ich arbeite meistens im Home Office, habe dort alle technischen Voraussetzungen und es wird von meinem Arbeitgeber ermöglicht. Wie ist es nun, wenn ich während der "normalen" Arbeitszeit mir eine Stunde Auszeit nehme und den Rasen mähe? Positiv gesprochen - und ich meine es absolut positiv: Es ist doch super, wenn ich meine Arbeitszeit so flexibel gestalten kann, wie ich es möchte, in den Kernzeiten natürlich erreichbar bin, aber auch Sachen abends oder am Wochenende erledigen kann. Solange der Job gut oder sehr gut erledigt wird ...

All diese verschiedenen Aspekten des Zusammenspiels oder der Trennung von Privat- und Berufsleben machen für mich deutlich, daß wir neu oder verstärkt über die Regeln nachdenken müssen, wie man die persönliche und berufliche Arbeitswelt organisiert. Dazu gehören klare Vereinbarungen, die man mit dem Arbeitgeber bezüglich Erreichbarkeit oder Heimarbeit trifft, ebenso wie die eigenen persönlichen Regeln, die man für sich und mit seiner Familie vereinbart. Neue Kommunikationstechnologien, Home Office, Social Media und andere Aspekte, die ich hier nicht beleuchte, haben unsere Arbeitswelt bereits dramatisch geändert und werden sie noch weiter ändern. Ich habe nicht den Eindruck, daß diese Fragen bereits tiefgehend und in der Breite diskutiert wurden. Wir haben noch nicht das Bewußtsein, die Regeln und den Rahmen geschaffen. Ich hoffe, daß wir auch solche Aspekte auf dem Lotus JamCamp - im Online Jam und vor Ort am 23. und 24. April in Ehningen - diskutieren werden.

 

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Samstag, 27. März 2010

3 interessante Umfrageergebnisse zu E-Mail Marketing und Social Media | eMarketer.com

Einige interessante Umfragergebnisse zu den Themen E-Mail Marketing und Social Media.

Finding 1: E-Mail Marketing Strategien sind noch mit fortschrittlichen Funktionen wie fortgeschrittener Segmentierung oder Personalisierung ausbaubar.

E-Mail Marketing Best Practices Among E-Mail Marketers* Worldwide**, February 2010 (% of respondents)

Finding 2: E-Mail Marketing und Social Media werden künftig immer stärker komplementär eingesetzt werden. "Follow"-Buttons werden in E-Mail Newsletter eingebaut, E-Mail Abonnements auf Social Media Sites.

Social Media and E-Mail Marketing Integration Tools Used by SMB Marketers Worldwide, 2009 & 2010 (% of respondents in each group)

Finding 3: Es bestehen noch vielfältige Möglichkeiten, Social Media Aktivitäten in die gesamten Marketingaktivitäten und -kampagnen zu integrieren.

Social Media Marketing Tactics Companies in North America and Europe Have Integrated with Other Marketing Campaigns, Q4 2009 (% of respondents)

Finding 4: Und noch ein sehr wahres Zitat von Paul Verna zu Social Media Marketing und der noch immer weit verbreiteten Annahme, diese seien billig und einfach durchzuführen
But much of the real cost of social campaigns is in the people-hours spent fostering and maintaining social conversations.

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Es geht um Personenschutz, nicht nur um Datenschutz - F.A.Z.-Community

Aber ist es dann damit getan, auf diese und andere Bedrohungen oder die ganz normalen Intoleranzen mit der Oktroyierung von Datenschutzreglementierungen zu reagieren? Insbesondere, wenn man die Annahme zu Grunde legt ..., dass sich ein heutiges Verständnis von Datenschutz sowieso nicht halten lassen wird. Die Daten werden erodieren, sich verschalten und explodieren, sie werden sich auf Dauer jeder Beherrschbarkeit entziehen. ...

Wir müssen aufhören, nur Daten schützen zu wollen und hinkommen zu einer Politik, die Identitäten schützt. Das können wir den Menschen zwar nicht abnehmen, aber was wir tun können, ist ihnen Tools in die Hand zu geben, mit denen sie ihre Identitäten verkomplizieren und Managen können, um mit ihnen aktiv von einander geschiedene Identitätsphären aufbauen zu können. Denn es ist und bleibt wichtig, dass sie sich untereinander vernetzen können und dabei geschützt bleiben. Jedenfalls so lange das noch möglich ist.

Aus meiner Sicht sehr wichtige und richtige Aussagen zum Thema Datenschutz und vor allem Identitäts- und damit Schutz der persönlichen Intimsphäre: um den Personenschutz im Netz. Die aktuellen Forschungsergebnisse der Stiftung Warentest, wie persönliche Daten in einigen sozialen Netzen gerade nicht geschützt sind, bestätigen und verstärken die Notwendigkeit, gesetzlich mit entsprechenen Regularien vorzugehen und hier einen strikten Rahmen zu schaffen (so schwierig das in einer internationalen Internet-Welt möglich ist.

Daneben - und meiner Meinung nach noch wichtiger - ist laufende Aufklärung, Sensibilisierung und Ausbildung für das Thema - und das bitte nicht nur dadurch, die Negativbeispiele marktschreierisch nach vorne zu stellen. Risiken und Chancen der sozialen Netze und des Webs gehören sachlich und fachlich korrekt und ausgewogen beleuchtet.

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Freitag, 26. März 2010

Social Media ist JEDER im Unternehmen - Und Controlettis: Ihr habt schon längst verloren - Guidelines sind gefragt #LJC #nextcc

Gerade bin ich von der Next Corporate Communications-Konferenz (#nextcc) von der Hochschule St. Gallen zurückgekommen. Dort haben Alexander Grossmann und sein Team eine Studie zu Social Media erstellt und dafür viele Unternehmen, Wissenschaftler und auch Agenturen interviewt. Erste Ergebnisse wurden auf der Konferenz, wo ich die Social Media-Aktivitäten von IBM Lotus Deutschland vorgestellt habe, veröffentlicht. Natürlich ging es auch darum, wer Social Media denn nun treibt. Ist es die Marketing-Abteilung? Ist es Corporate Communications? Ist es das Web-Team? Sind es die Personaler? 

Ich habe dazu eine etwas andere Meinung: All diese Abteilungen sollten involviert sein, aber Social Media im und für das Unternehmen ist im Grunde jeder Mitarbeiter. Natürlich wird es Abteilungen und Leuchttürme geben, die besonders aktiv in Social Media sind. Natürlich kann und soll es durchaus den offiziellen Twitterkanal des Unternehmens geben. Die wahre Macht von Social Media entfaltet sich aber dann, wenn sich alle Mitarbeiter als Social Media-Botschafter fühlen und entsprechen auf den unterschiedlichen Plattformen agieren. Nehmen wir ruhig unser eigenes Beispiel bei IBM Lotus: Unsere Kanäle - die EULUC-Plattform, der Twitter-Kanal, die Facebook Fan-Page, YouTube und so weiter - werden im Moment von einer Handvoll Personen als Teil des Jobs "bespielt". Damit erreichen wir schon eine Menge. Was aber, wenn jeder Lotus-Mitarbeiter aktiv wäre? Der Experte für die Integration unserer Collaboration- und Social Software-Tools engagiert sich in der Mobility-Community auf XING. Der Lotus Notes-Experte diskutiert und hilft aktiv in Notes Anwenderforen. Der Enterprise 2.0-Experte ist auf entsprechenden Plattformen aktiv. Und für alle ist es ganz natürlicher Teil des Jobs - und der persönlichen, vielleicht auch monetären Zielvereinbarungen.

Ein Traum? Zukunftsvision? Ich denke eher Zukunftsvision und Notwendigkeit. Natürlich ist nicht jeder von seinen Kommunikationsfähigkeiten und seiner Expertise prädestiniert dazu, in Social Media Fachgespräch zu führen, Artikel zu schreiben, Diskussionen zu moderieren. Aber es gibt durchaus genug Kollegen, die das können und denen es Spaß macht. Und ich bin fair: Einige Lotus-Kollegen wie Arnd Layer, Stefan Krueger, Peter Schuett, Mobile Mike Hoffmann und andere tun es ja auch schon. Worauf ich hinaus will ist, daß Engagement in Social Media bewußt als Teil des Jobs, der Job Description und als natürlicher Bestandteil der Unternehmenskultur und Unternehmenskommunikation angesehen wird.

Ja, es gibt die Ängste vor dem Kontrollverlust. Das haben ja auch die Befragungen im Rahmen der Studie ergeben. Doch, liebe Skeptiker, Ihr habt die Kontrolle doch schon längst verloren. Eure Mitarbeiter sind schon längst in sozialen Netzen unterwegs und sie lassen vielleicht auch hier und da Bemerkungen fallen, die etwas mit ihrem Unternehmen und ihrer Tätigkeit zu tun haben. Social Media long-term ist eine Transparenzmaschine (zitiere damit eine Arbeitsgruppe von der #nextcc). Liebe Controlettis, Ihr könnt jetzt nur den dicken Knüppel rausholen und rigoros per E-Mail verbieten. Oder aber Ihr könnt die Aktivitäten fördern und den Mitarbeitern Hilfestellungen geben, wie sie sich im Netz bewegen und auf was sie Rücksicht nehmen sollten. Diese Hilfestellungen nennt man neudeutsch Social Media Guidelines. Und ich ich übersetze es für mich nicht als Vorschriften, sondern als Richtschnur, Richtlinien, die helfen und coachen. 

Ich bin nun vor ca. 3 Jahren in die IBM gekommen und war damals sehr positiv überrascht, wie IBM mit dem Social Web und den Social Media umgeht. Aktivitäten werden bewußt gefördert und unterstützt.  Bereits im Jahr 2005 hat IBM die Social Media Guidelines veröffentlicht, die den Umgang der IBM Mitarbeiter mit und in Social Media regeln. Diese werden auch heute noch oft als Vorbild zitiert. Wer mehr zu unseren Guidelines erfahren will, sollte zum Lotus JamCamp (#LJC) am 23. und 24. April nach Ehningen kommen 8und online mitjammen). In Ehningen wird Petra Bäuerle, die mit ihrem Team für die deutsche Webseite zuständig ist, die Guidelines der IBM vorstellen und mit Ihnen das Thema diskutieren.

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Montag, 22. März 2010

Digitale Gesellschaft: Sechs Onlinetypen im Vergleich| FTD.de

Die Typologie zeigt, dass nur drei Nutzertypen - Trendnutzer, digitale Profis, digitale Avantgarde - mit dem Internet souverän und kompetent umgehen. Nur jeder Vierte (26 Prozent) zählt somit zu den "Digital Souveränen". Dabei zeigen sich deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede: Bei den Männern gibt es 38 Prozent "Digital Souveräne"; bei den Frauen nur 15 Prozent. Dies ist bei der geschlechtsspezifischen Online-Marketingaktivitäten entsprechend zu berücksichtigen.

Festgehalten werden kann, dass der Internetnutzer eine attraktive Zielgruppe für das Marketing ist und bei erfolgreicher Entwicklung der digitalen Gesellschaft noch weiter an Attraktivität gewinnt. ... Fast jeder dieser Onliner nutzt Suchmaschinen und ist dadurch mittels Suchmaschinenmarketing adressierbar. Um die breite Masse der Onliner im Marketing zu erreichen, sollten die Kampagnen auf Information im Internet ausgerichtet sein - der Kauf von Produkten und Dienstleistungen findet für die nicht "Digital Souveränen" noch immer mehrheitlich offline statt.

via ftd.de

Finde diese Studie und den Versuch der Klassifizierung in 6 Nutzertypen sehr interessant. Für mich als jemanden, der nicht direkt über das Netz verkauft, sondern im Business-to-Business-Marketing tätig ist, sind sicher einige Schlußfolgerungen zu platt und kurz gegriffen. Im B2B-Umfeld gilt sowieso, daß man primär informieren und Meinung bilden muß. Der Verkauf erfolgt eh danach - und (noch) nicht online, zumindest in der Regel nicht. Auch ist reines Suchmaschinen-Marketing im B2B sicherlich zu wenig. Hier spielen soziale Netzen, Foren, Dialog mit dem Interessenten und Kunden eine mindest ebenso wichtige, vielleicht sogar noch eine wichtigere Rolle.

Und im Gegensatz zu den Autoren des Artikels würde ich schreiben, jeder Vierte ist schon digital souverän. Und die Zahl nimmt laufend zu. Und auch im B2B-Umfeld werden Kaufentscheidungen maßgeblich durch das Netz mit beeinflußt.

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Von Werbeblockern und warum Online-Werbung wichtig fürs Web ist - SPIEGEL ONLINE

Notwendig ist ein Bewusstseinswandel. Wer Werbung als Belästigung wahrnimmt, sollte sich eines klarmachen: Der Deal, der auch dieses Angebot hier möglich macht, funktioniert nur, solange nicht zu viele Nutzer die Werbung verweigern. Werbeverweigerer haben die Freiheit kostenlosen Web-Medienkonsums nur, solange sich ihnen nicht zu viele Nutzer anschließen. Steigt der Prozentsatz der Verweigerer zu stark, wird ein Angebot entweder kostenpflichtig oder geht unter.

Gute Zusammenfassung zur Problematik Online-Werbung und der sich herumrankenden Fragen: Wird (im schlimmsten Fall) Paid Content akzepiert? Von uns in Deutschland - so der Artikel - am wenigsten.

Wie bekommt man also weiter kostenlos qualitativ hochwertige Inhalte, die von unabhängigen Redaktionen und qualifizierten Journalisten erstellt werden? Man muß wohl - so der Artikel - Online-Werbung zumindest in gewissem Maße akzeptieren - oder auf private Blogs und Quellen Nachrichtenquellen ausweichen. Die Problematik der immer ausgedünnteren Redaktionen (und der entlassenen Journalisten) wird im Artikel nur indirekt beleuchtet.

Tja, und den Werbeblocker im in Deutschland (gottseidank) so beliebten Firefox sollte man demzufolge auch ausschalten. Da bin ich nicht ganz dabei, denn einige Seiten sind doch mittlerweile mit Popup-Werbung und Videos überfrachtet. Und einige Seiten liefern heute auch nicht mehr die Qualität - stattdessen Advertorials, von Anbietern bezahlte Inhalte.

Mein Resumé: Auch ich bin (als typisch Deutscher) kein Freund von Paid Content für allgemein relevante Informationen. IDas ist nur in speziellen Bereichen zu akzeptieren. Sonst gilt für mich der freie, unbeschrälkte Informationsfluß im Netz. Deshalb muß ich wohl Online Werbung in gewissem Maße tolerieren und akzeptieren, nehme mir aber die Freiheit, zu blocken und wegzuklicken, wenn es zu viel Werbung wird.

P.S. Sinnigerweise erschien bei mir beim Aufrufen des Artikels Werbung zum ach so sicheren Internet Explorer 8 ... Ich bleibe weiter bei Firefox.

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#LJC: Mitreisen und mitreden zum Arbeitsplatz der Zukunft - #rp10 und IBM gehen auf Tour (19. - 23. April 2010)

Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus? Was sind die Erwartungen der Digital Natives, wenn sie in die Berufswelt einsteigen? Und umgekehrt: Was erwarten Unternehmen von neuen Mitarbeitern? Was bedeutet mobiles Arbeiten und Home Office künftig? Was heißt Enterprise 2.0 aus Sicht der Unternehmen und aus Sicht der jungen Generation?

 

 

Dies sind nur einige der Fragen, die wir auf dem Lotus JamCamp #LJC zusammen diskutieren wollen. Digital Natives kommen mit Vertretern aus Unternehmen und öffentlicher Verwaltung zusammen, um miteinander über die Arbeitswelt von heute und morgen zu sprechen. Gestartet wird diese Aktion mit einem einwöchigen Online Jam; der Startschuss für dieses Online-Massenbrainstorm fällt auf der re:publica #rp10 am 14. April in Berlin.

 
Nach der re:publica geht es dann vom 19. bis zum 23. April mit dem JamCamp-Bus auf Deutschlandtour. Im Bus sind Blogger, Digital Natives, Studenten und IBM'er. UND es sind noch Plätze frei.

 
Wir besuchen am 19. April im Tourbus Wolfsburg, diskutieren mit am Webmontag in Hannover, besuchen am 20. April die Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh, um dort zu diskutieren, wie eine Institution wie die Bertelsmann-Stiftung das Web 2,0 nutzen kann, um den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu fördern. Danach geht es zur Telekom nach Bonn, wo Enterprise 2.0 im Mittelpunkt des Gesprächs steht. Nach Zwischenstopp in Köln fahren wir zur Uni Koblenz, um das dortige Competence Center für Collaboration zu besuchen und dessen Eröffnung zu feiern. Weiter geht es am 21. April nach Karlsruhe zu Diskussionsstopps am KIT, dem laut FAZ „deutschen MIT“, und zur Karlshochschule. Dieser Tourtag endet in Walldorf im ISICC, dem gemeinsamen Kompetenzzentrum von SAP und IBM.

 
Am 22. April fahren wir zur Universität Mannheim, bevor es nach Stuttgart geht. In der Schwabenmetropole besuchen wir das Mercedes-Benz Museum und nehmen anschließend an der 1. XING CM Lounge teil. Dort steht das Thema Compliance in einer Anhörung im Mittelpunkt. Und am 23. April geht es mit dem Bus dann zum eigentlichen Camp nach Ehningen auf den IBM Campus. Die genaue Tour des Busses geht in Kürze hier online.

 
An allen Orten wollen wir mit interessierten Personen, Unternehmen und Organisationen spannende Themen und Trends rund um den Arbeitsplatz der Zukunft diskutieren. Und das Interesse ist schon riesengroß.

 
Zur Logistik: Zuerst einmal ist der Bus ein cooler Tourbus. Wir werden also wie eine Rockband komfortabel durch Deutschland düsen. Die Übernachtungen während der Tour werden von IBM übernommen. An den Stationen (und im Bus) gibt es Verpflegung und sicherlich viel Spaß. Auch werden einige Sponsoren die Tour unterstützen. So stellt Kodak den Mitreisenden Videokameras, um direkt von der Tour zu filmen. Begleitet wird die ganze Tour von einem Team von TV Noir, die die Tour filmisch dokumentieren werden.

 
Interessiert, beim ersten rollenden JamCamp der Welt dabei zu sein? Dann schickt bitte hier eine kurze „Bewerbung“ an uns, warum Ihr mitmachen und was Ihr aktiv beitragen wollt. Ende März werden wir – IBM und re:publica – gemeinsam eine Auswahl treffen und die Teilnehmer informieren.

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Sonntag, 21. März 2010

Die Fenster zur Welt oder das Paradigma der 3 Bildschirme - Nicht nur für Social Media relevant

Many technologists, media industrialists, and marketers refer to the current landscape of content consumption as “The Three Screens,” representing mobile, PC, and also televisions. The three screens are the windows of the world, your world, as you are increasingly empowered to take control of the experiences in which you wish to immerse.

The three screens are powered by an underlying technology platform that fuses the social, mobile, and real-time Web into a Golden Triangle and connected by the devices that deliver an immersive and participatory experience, on-demand, regardless of location.

Ein Blick in die nicht allzu ferne Zukunft. Das Bewußtsein über die "drei Bildschirme" namens Mobilgerät, PC und Fernseher als Endgeräte für Social Media und Real-Time Web muß noch wachsen. Die "Bildschirme" und ihre Inhalte wachsen zusammen - und wir Marketiers müssen das im Blick haben und in unsere Strategien einbauen. Mobile Geräte sind gerade jetzt auf den Radar vieler Marketingabteilungen gekommen, die sich mit Social Media Marketing befassen. Der Fernseher oft noch nicht. Ich schaue auf mein Gerät mit T-Home, denke an Apple TV und die zunehmende Vernetzung in den eigenen 4 Wänden.

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Wann ist die beste Zeit, Blog-Einträge zu veröffentlichen?

Ich bin die Tage über einen Artikel gestolpert, in dem geschrieben wurde, am Wochenende sei die beste Zeit, in Social Media aktiv zu sein und Beiträge zu publizieren. Jetzt finde ich den Artikel nicht mehr - was man nicht sofort als Lesezeichen speichert und tagged ... Auf jeden Fall erinnerte mich dieser Artikel an die latente Diskussion mit Cyber-Junkie Thorsten Zoerner, der mit Vorliebe über meine Wochenendpubliziererei lästert. Stimmt. Die meisten meiner Beiträge erscheinen am Wochenende. Fast alle längeren Beiträge, in denen ich mich auslasse, werden dann geschrieben und veröffentlicht. Unter der Woche ist aufgrund von Terminen und Reisetätigkeit oft gar nicht die Zeit, längere Elaborate zu verfassen und zu publizieren.

Zudem sind meine Aktivitäten in Social Media - von Facebook über Twitter bis zum eigenen Blog - immer noch in hohem Maße lustbestimmt. Ich re-tweete, zitiere oder schreibe dann was, wenn mir ein interessanter Inhalt über den Weg läuft, den ich persönlich als nennenswert erachte. Und in aller Regel werde ich dann auch umgehend aktiv, außer ich lege mir Inhalte, die ich länger behandeln möchte, fürs Wochenende auf Halde. Natürlich werden auch einige News auf Termin gelegt. Beiträge und Promotions zum Lotus JamCamp  #LJC publiziere ich bewußt und regelmäßig unter der Woche, um auf Jam, Bustour und Camp aufmerksam zu machen und die Bude während der Bustour und auf dem IBM Campus voll zu bekommen.

Aber wann ist denn nun die beste Zeit, Beiträge in Social Media zu veröffentlichen? Ich denke, es hängt sicher davon ab, über was ich schreibe, was (wenn überhaupt) ich promoten will und wer meine Zielgruppe ist. Am Wochenende sind sicher einige informationshungrige (ich vermeide das G-Wort) Freaks im Netz unterwegs, die genau wie ich in der Woche nicht dazu kommen, die für sie interessanten Inhalte zu verschlingen. Die allwöchentliche Frage meiner Frau, was ich denn da tue, beantworte ich unterdessen mit dem Standardsatz Nein, ich spiele nicht. Ich lese Zeitung (und schreibe eigene Artikel). Wenn ich diese Gruppe also erreichen will, könnten Samstag und Sonntag gute Zeiten sein, um zu publizieren. Ja, habt Ihr Informationsgeier denn nix besseres am Wochenende zu tun? Ha, ich habe wieder das böse G-Woert vermieden.

Aber seien wir auch realistisch. Viele sparen sich durchaus, am Wochenende Informationen aus dem Web 2.0 aufzusaugen. Wochenende ist schließlich Wochenende und berufliche und private Interessen decken sich ja nicht unbedingt. Und das ist auch ok so. Wann ist also die beste Zeit, den "Normalwebkonsumenten" zu erreichen? Da gibt es doch sicherlich schlaue Statistiken darüber, daß Otto-Ich-treffe-Kaufentscheidungen-bis-zu-500000Euro genau Dienstag morgens um 10:11 Uhr online ist. Und Geld ausgeben will. Wer kennt entsprechende Studien?

Ich werde wohl - zumindest in meinen privaten Blogs und Gruppen - bei meiner Publiziererei nach Lust und Laune bleiben. Und sehne mich nach dem sonntäglichen Ausruf (frei nach Thorsten Zoerner): Hilfe, mein RSS Reader ist leer. Was mach ich denn nun? Viele Grüße vom Sofa und noch ein schönes Wochenende.

P.S. Kumpel Thorsten weiß derzeit, was er dann macht. Garagentore und ähnliches aussuchen.

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Samstag, 20. März 2010

Einfach cool: #Heineken Italy. Case Study - Champions League Match vs Classical Concert (Real Madrid, AC Milan)

Sequoia’s Kvamme: Social Media Marketing ersetzt Werbung? Mundpropaganda gewinnt an Bedeutung – GigaOM

“If you can harness social media marketing, you don’t have to pay for advertising any more.”

Mark Kvamme von Sequola Capital hat diese Aussage getroffen. Sehr zugespitzt, aber ich denke, es ist etwas Wahres daran. Social Media Marketing kann aus meiner Sicht wesentlich effizienter und wesentlich messbarer sein.

Aber seien wir auch ehrlich: Social Media Marketing ist nicht gleich Social Media Marketing. "Klassisches" Social Media Marketing sollte Dialog bedeuten. Wir sehen jedoch unterdessen immer konventionelles Pushen von Werbeaussagen (siehe gerade die Aussagen und Diskussion, wer auf Twitter wie aktiv ist).

Social Media Marketing wird - wie es in dem Artikel auch dargelegt wird - die Art, wie Promotionen durchgeführt werden (Werbung, Direktmarketing, PR, Point of Sale und Mundpropaganda), verändern. Insbesondere wird gerade Mundpropaganda nun anders gemacht, eben vermehrt über Social Media Marketing.

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Kürzer, schneller, Twitter – Social Buzz oder Information Overkill? | webcific - 21 % aktive Twitternutzer

Interessanten Aufschluss über den tatsächlichen Stand der Aktivität liefert eine Twitter-Analyse von Barracuda Networks. Untersucht wurden 19 Millionen Nutzer-Accounts:

  • 26 Prozent der Twitter-Nutzer haben mehr als zehn Follower.
  • 51 Prozent haben weniger als fünf Follower.
  • 34 Prozent haben noch nie einen Tweet gesendet.
  • 73 Prozent der Twitterer haben weniger als zehn Mal gepostet.

Zusammengefasst: Es gibt 21 Prozent aktive Twitter-User. Das Aufkommen aller Tweets wird also von weniger als einem Viertel der Twitter-Nutzer erzeugt.

Interessante Statistik zum Thema Twitter.

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Web-Pionier Tim O'Reilly: "Offenheit ist eine Waffe" - manager-magazin.de

O'Reilly: In den vergangenen Jahren hat sich im Internet ein System verbreitet, das ich gerne als "einzelne Stücke, lose verbunden" bezeichne. Eine Kultur, in der sich einzelne webbasierte Dienste leicht miteinander kombinieren lassen. ... Das Gegenmodell wäre eine Online-Welt, in der ich nur vom einen Dienst einer Firma zum nächsten weitergereicht werde - in der es zu einem Lock in des Kunden kommt: Alles von Apple, alles von Google oder Microsoft.

Ein in großen Zügen sehr interessantes Interview mit Tim O'Reilly. Ich habe nur an einer Stelle ein großes Problem: Microsoft als weißer Ritter im Internet, der für Offenheit steht? Dem soll man trauen. Da habe ich angesichts des Geschäftsverhaltens von Redmond auf dem Desktop ein Problem. Wer das Betriebssystem, die Office-Suite und Geschäftsanwendungen derart eng miteinander verfilzt, um die Anwender und vor allem Unternehmen nahezu zwanghaft an sich zu ketten, dem traue ich in punkto Offenheit und hehre Absichten als weißer Ritter des Internets nicht über den Weg. Und denken wir da auch nur an die Diskussion und Auseinandersetzung rund um den Internet Explorer und alternative Browser.

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Freitag, 19. März 2010

The State of Social Marketing Integration - eMarketer - Noch ein Stück zu gehen

According to research from marketing management firm Unica, the proportion of marketers integrating their social campaigns with other channels varies widely depending on the tactic. While a majority of voting features, product reviews, user-generated content and RSS feeds are integrated with other campaigns, that is not true of efforts on social networking sites, blogs or microblogs.

Social Media Marketing Tactics Companies in North America and Europe Have Integrated with Other Marketing Campaigns, Q4 2009 (% of respondents)

Die hohe Kunst des Marketings von heute: Social Media-Marketing mit alt hergekommenen Marketing integrieren und so den Effekt erhöhen. Es geht um die integrierte Kampagne - oder wie Kollegen Kristen Lauria von Lotus weiß ... um die 360 Grad-Kampagne.

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Experton Group: Die Digital Divide geht durch ganz Deutschland

Der Begriff „Digital Divide“ war usprünglich für die digital Ausgrenzung von Entwicklungsändern benutzt worden. Die Definition heute ist die Ausgrenzung aller Menschen, die entweder nicht die selben Chancen auf den Zugriff auf ICT haben oder sich nicht das notwendige Wissen aneignen können (oder wollen). Und hier geht jetzt die „Digital Divide“ plötzlich quer durch Deutschland. Auf der einen Seite die Unternehmen und Privatanwender und auf der anderen Seite der Staat. Die deutsche Regierung und Behörden liegen am Ende der führenden Industriestaaten und können sich in manchen Bereichen kaum noch mit Entwicklungsländern messen.

Die Regierung hat klar die Entwicklung und die Bedeutung der Informations- und Kommunikationtechnologie verschlafen. Milliarden an Investitionen gehen in die Straße, Kohleabbau und Landwirtschaft, aber nicht in ICT. Nur zweimal im Jahr wird dieser Dornröschenschlaf unterbrochen und ICT steht ganz oben auf der Agenda – bei der CeBIT Eröffnung und beim IT Gipfeltreffen.  Aber leider reicht das nicht. Der Bericht vom World Economic Forum „The Global Information Technology Report“ spricht eine sehr deutliche Sprache (siehe Abbildung). Während Deutschland bei allen regierungs- und behördenrelevanten Themen weit abgeschlagen landet, steht die Privatwirtschaft ganz vorne und kämpft um internationale Spitzenplätze und auch ein Großeil aller Privathaushalte hat das Internet längst in das tägliches Leben integriert.

Eine aus meiner persönlichen Sicht durchaus valide, korrekte, aber ebenso erschreckende Kommentierung der jetzigen Situation. Und das Verschlafen hat früehr begonnen, nicht erst in dieser Legislaturperiode.

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Donnerstag, 18. März 2010

Google, Twitter, Facebook: Die Netz-Hippies werden selbstgerecht - SPIEGEL ONLINE

Wenn Firmenchefs das eigene Unternehmen als Wohltäter der Menschheit preisen, weckt das eher Miss- als Vertrauen. Insbesondere, wenn es sich um Web-Konzerne handelt, deren Geschäftsmodell ganz maßgeblich darauf basiert, Aufmerksamkeit, private Daten und digitale Lebensäußerungen ihrer Nutzer zu Geld zu machen.

Wohl wahr. Nicht nur dieses Zitat ist lesenswert. Ich denke, die Konzerne müssen konkret an dem gemessen werden, was sie zum Beispiel ökologisch für die Gesellschaft und den Planeten leisten. Daran ist auch die Smarter Planet-Initiative der IBM aus meiner persönlichen Sicht zu messen.

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Dienstag, 16. März 2010

Social Media und Enterprise 2.0 - Ich muß jedes Unternehmen an anderer Stelle abholen « Das Kulturmanagement Blog

Das stimmt auch grundsätzlich, nur muss man eben die Unternehmen dort abholen, wo sie gerade stehen. Viele stehen noch nicht am Übergang vom Informations- zum Wissenszeitalter. ...

... Unterschiedliche Ziele, unterschiedliche Strukturen und unterschiedliche Formen der Kommunikation bedeuten, ich muss jedes Unternehmen, jeden Kulturbetrieb an einer anderen Stelle abholen. Es ist also nicht damit getan, Social Media zu erklären, sondern es geht darum, Konzepte zu entwickeln, die der jeweiligen Unternehmenskultur gerecht werden und aufzeigen, wie sich die Social Media-Tools nutzenbringend einsetzen lassen.

Sehr richtiger Kommentar. Und das, was hier zu Social Media geschrieben wird, gilt analog für den Weg zum Enterprise 2.0. Ich denke, so ist das Posting auch gemeint. Technologien sind "Enabler". Davor kommt Change Management und offene Kommunikation im Unternehmen.

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Montag, 15. März 2010

30 Millionen Deutsche in Communitys | silicon.de - aber vergleichsweise wenig Einsatz im Business

An erster Stelle steht demnach für die meisten der Wunsch, bestehende Kontakte zu Freunden und Bekannten zu pflegen. ... Jeder sechste Nutzer von Communitys hat wertvolle Ratschläge für das Privat- oder Berufsleben erhalten.

Bitkom

Interessante Zahl: 30 Millionen in sozialen Netzen. Überrascht hat mich, daß nur 7 % die Communities für berufliches Netzwerken nutzen. Und nur 4 % versuchen neue Kunden zu gewinnen (gleich viel wie die, die einen neuen Lebenspartner suchen). Da habe ich ein Fragezeichen in den Augen. Also haben soziale Netze und Social Media im beruflichen Umfeld in Deutschland doch noch ein Riesenpotenzial?

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Lotus JamCamp Bus macht am 22. April Stop bei der XING CM Lounge: Compliance - welche Dokumente und Inhalte ich aufbewahren sollte

Ich habe es ja schon dieser Tage in einem Posting

angekündigt: Wir werden am 22. April abends bei der 1. XING CM Lounge in Stuttgart halt machen, um dort "Die Anhörung" zu sehen (beziehungsweise als Beklagte oder Klägerin live on stage verknackt zu werden). Das XING Treffen behandelt das Thema Compliance und rechtliche Aufbewahrungspflichten deutscher Unternehmen. Derzeit dreht sich diese Diskussion meistens um das Archivieren von "normalen" Dokumenten, also gescannten Papieren, Rechnungen, Textdokumenten, Tabellen und E-Mails. Doch die Problemantik steht aus meiner Sicht auch im Web 2.0 und Enterprise 2.0 an. Auch "webbige" Inhalte können gesetzlich relevant sein - und müßten demzufolge archiviert und aufbewahrt werden. Wir erhoffen uns durch die Teilnahme an der XING Lounge Impulse für das eigentliche Camp am 23. und 24. April in Ehningen, wo ja auch Dr. Carsten Ulbricht zum Thema "Enterprise 2.0 und Recht" sprechen wird.

 Hier das Programm der XING Lounge:

 ab 18:00 Eintreffen der XING-Angemeldeten und der IBM/LotusKnows-JamCamp-Teilnehmer, Registrierung
18:30 Begrüßung durch die XING xPert Ambassadore
18:40 Grußwort des Sponsors IBM zur JamCamp-Tour
19:00 "Die Anhörung". Theater-Show mit nachgestellte Szenen aus deutschen Gerichten zum Thema E-Mail, GDPdU, Archivierung, etc. sowie Informationen zu aktuellen Rechtsthemen im Umfeld von Content Management und Dokumentenmanagement
20:00 Networking mit Drinks und Buffet
21:30 Verabschiedung durch die XING xPert Ambassadore
bis ca. 22:30 Ausklang

 Die Anmeldung zur 1. XING CM Lounge finden Sie hier.

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Samstag, 13. März 2010

Anlaß iPad: Plädoyer für die Vielfalt in der IT - und für die freie Auswahl für die Anwender (FAZ, 6.2.2010)

Angeregt durch den Frühjahrsputz-Artikel habe ich mich heute dann doch aufgerafft und räume meinen Schreibtisch auf. Und siehe da. Da liegt die FAZ vom 6. Februar 2010, der Wirtschafts-teil mit einem Kommentar von Carsten Knop mit dem Titel "Die digitale Evolution geht weiter". Darüber wollte ich eigentlich mal etwas geschrieben haben. Und nun ist der Zeitpunkt. Und wunderbarer Weise ist der Artikel jetzt auch online auf FAZ.NET. Knop nimmt in dem Artikel zur derzeitigen iPad-Hysterie Stellung, die ja gerade auch von der FAZ und Frank Schirrmacher mit angeheizt wird. Knop schreibt:

Dem iPad von Apple zum Trotz. Der Personal Computer ist nicht tod.

Und später fügt er hinzu: 

Deshalb ist auch das iPad, ..., eben nur ein weiteres technisches Gerät von vielen in einem Universum von Elektronik. Das iPad könnte eine interessante Plattform für neue, digitale Formen der Zeitung werden und damit eine echte Konkurrenz für den Fernseher oder andere Unterhaltungsangebote im Kampf um die Zeit auf dem Sofa. 

Und: 

Man muss sich gar keine Sorgen darüber machen, ob Apple auch künftig noch durch Wettbewerber in Schach gehalten wird. Denn dafür sorgt ein so wettbewerbsintensiver Markt wie dieser von ganz allein. So hat sich auch Microsoft längst damit abgefunden, dass es neben Windows auch noch andere Betriebssysteme im Computeralltag gibt, zum Beispiel das lizenzgebührenfreie Linux und natürlich auch OS X von Apple. Selbst das wird in der weit entfernten Zukunft so bleiben. Apples Betriebssystem wird niemals das von Microsoft ablösen – und umgekehrt gilt das ebenfalls. ... So ist die IT, sie ist so unübersichtlich und wechselhaft wie das Leben.

Ich denke, daß genau die Vielfalt bestehen bleiben muß und zu große Dominanz oder gar die monopolartige Position eines Herstellers schädlich ist. Und darauf sollte man ein sorgsames Auge werfen. Ansonsten danke für diesen Kommentar, der gegen die derzeitige Pad-Hysterie wirkt.

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Vom Frühjahrsputz am Arbeitsplatz - FAZ vom 13./14. März 2010 - Und von der Archivierung im #Web2.0 - #LJC

Selbst die FAZ ist heute im Schumi-Fieber. Eigentlich kein Teil der Zeitung, in dem das Thema nicht behandelt wird. Umso schöner fand ich es, in Beruf und Chance den Artikel Frühjahrsputz am Arbeitsplatz  entdeckt zu haben. Ich schaue mich auf meinem Schreibtisch und in meinem Home Office um. Dringend notwendig. Eine Woche CeBIT und vergangene Woche mehr oder weniger on the road haben dazu geführt, daß sich Spesenquittungen, Papiere, Taschen und vieles andere mehr kreuz und quer stapeln. Werde den Link zum Artikel von Ursula Kals hier noch posten, sobald dieser auf FAZ.NET online ist. Hier zwei Zitate, die mich zu diesem Posting angeregt haben (neben meinem eigenen derzeitigen Chaos):

"Kleidung, die ein Jahr nicht getragen worden ist, ist ein Fall für den Caritas-Container. Die Halbwertzeit von Bürokorrespondenz ist um ein Vielfaches geringer."

Und:

"Natürlich gibt es auch die wachsende Zahl jener Berufstätigen, die Ihr Büro nach dem Motto führen, außen hui und innen pfui: Sie haben zwar ... einen aufgeräumten Schreibtisch, wehe aber, sie fahren ihren Computer hoch."

Die Sache mit der Kleidung werde ich einmal mit meiner Frau besprechen müssen. Und die Sache mit der Halbwertzeit von Bürokorrespondenz (ob auf Papier oder elektronisch) wäre beim anstehenden Treffen der XING-Gruppen Information & Document Management sowie Content Management am 22. April abends in Stuttgart mit Dr. Jens Bücking und Dr. Ulrich Kampffmeyer zu diskutieren, von wegen E-Mail Archivierung und Archivierung von Bürokorrespondenz generell. Und was ist eigentich mit den Blogeinträgen, Tweets, SMS'en, Chats? Können und dürfen die einfach so geputzt werden? Brauche ich gar auch im Web 2.0 und Enterprise 2.0 eine Archivierungsstrategie? Und das nicht nur aus hygienischen Gründen, sondern weil es entsprechende gesetzliche Vorschriften fordern? Ein außer meiner Sicht durchaus sehr heißes Eisen und interessant für Unternehmen und auch für die sogenannten Digital Natives, die sich über diesen Aspekt des Web 2.0 nur selten Gedanken gemacht haben dürften. Oder? Das XING-Treffen am 22. April werden wir übrigens genau deswegen im Rahmen der Bustour des Lotus Jamcamps (#LJC) anfahren  und ich denke und hoffe, daß wir dort auch die gerade angerissenen Fragen diskutieren werden.

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Marketiers: Schon genervt von Social Media? - eMarketer

Marketing Buzzwords/Trends that US Marketing Executives Feel Are Most Important to Pay Attention to Currently, February 2010 (% of respondents)

But even though marketers are on board with the idea that social is key to their overall strategy, many are sick of hearing about it. In addition to being one of the most important buzzwords, social media was considered the most annoying, with nearly 30% of executives tired of it. Twitter, specifically, got on the nerves of nearly 15% of respondents, and social networking rounded out the top three trends marketers were most tired of hearing about.

Gerade erschienen ist der Marketing Trends Report von Anderson Analytics der wohl nur den US markt beleuchtet, aber doch einige nette Schmakerl bietet. Bemerkenswert fand ich, daß offensichtlich schon viele Marketiers vom Begriff Social Media und Social Media Marketing genervt sind. Dabei stehen wir meiner Wahrnehmung nach hoier ganz am Anfang und werden wohl noch alle negativen Exzesse und positiven Aspekte leidvoll erfahren.

Nicht erstaunt hat mich, daß Marketing ROI ganz oben auf der Agenda aller Marketiers steht. Meßbarkeit, Anzahl der Leads, Höhe der Pipeline. Erfolgsmessung pro Kampagne sind sicherlich - wie ich selbst ständig erfahre - en vogue. Dabei drängt sich mir der Eindruck auf, daß sich hier manchmal zu Tode analysiert und Zahlen so gedreht werden, wie es gerade gebraucht wird. Gerade das Thema welchen Vertriebserfolg ordne ich welcher Kampagne oder welchem Event zu öffnet zumindest im B2B-Umfeld der Interpretation Tor und Tür - aber das habe ich ja schon desöfteren bemerkt.

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Montag, 8. März 2010

5 Gartner-Thesen zu Social Software: Facebook verdrängt E-Mail - CIO.de - Diese Überschrift ist irreführend

Unternehmen werden künftig verstärkt Social-Software-Plattformen als Kommunikations- und Collaboration-Tools sowie als E-Mail-Ersatz nutzen. Social-Media-Projekte scheitern jedoch, wenn sie nur von der IT getrieben sind.

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Seit dem letzten Jahr nutzen immer mehr Mitarbeiter in Unternehmen Social-Software-Plattformen wie Twitter und Facebook. In den nächsten Jahren wird auch der Einsatz dieser Plattformen zu Geschäftszwecken deutlich steigen
via cio.de

Eine sehr aussagekräftige Prognose, die Gartner hier zum Thema Social Software abgibt. Ich glaube aber, daß die Überschrift Facebook verdrängt E-Mail nur einen Aspekt von Social Software beleuchet und in die Irre führt. Facebook ist sicher in der Außendarstellung und für Social Media Marketing eine sehr wichtige, valide Plattform und sollte genau dafür genutzt werden.

Für den unternehmensinternen Einsatz werden jedoch andere Mechanismen gebraucht. Dazu zählen der Einsatz von Social Software hinter dem Firewall für das Management vertraulicher Inhalte, für Produktinnovation und Diskussion unternehmenssensibler Aspekte. Kein Unternehmen wird die Entwicklung und Verbesserung neuer Produkte draußen im offenen Netz führen (Außer man will Input vom Kunden, den man dann aber wieder vertraulich diskutiert). Die Unternehmen werden solche Diskussionen auf jeden Fall im Unternehmen oder zwischen Unternehmen fördern. Der aktuelle Bericht in der Computerwoche über das Open Innovation Network von Daimler ist hier ein exzellentes Beispiel.

Für den Unternehmenseinsatz werden Social Software-Plattformen gebraucht, die ähnlich wie Facebook, Xing oder Delicious zu bedienen sind, die aber die wichtigsten Funktionen von Social Software wie Bookmarking, Vernetzen, Wikis, Blogs usw. in einer Social Software-Plattform für das Enterprise 2.0 intuitiv kombinieren. Und die Funktionen dieser Plattform müssen nahtlos in den täglichen Arbeitsplatz integriert sein, wie Markus Bentele, CIO von Rheinmetall, immer wieder betont. Das bedeutet dann auch die direkte Integration in das eingesetzte E-Mail System oder die Office-Anwendung.

Social Software muß einfach sein und die Funktionen zur Verfügung stellen, die der Privatanwender beispielsweise von Facebook kennt. Aber Social Software für den Unternehmenseinsatz wird sicher nicht Facebook sein. Hier hat CIO.de wohl einer knackigen Überschrift den Vorrang gegenüber der fachlichen Aussage und den realen Unternehmensanforderungen gegeben.

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Sonntag, 7. März 2010

Griff nach weltweiter IT-Macht: Warum Apple uns unheimlich werden sollte | FTD.de

Der Kultkonzern ist zur beherrschenden Größe im mobilen Internet aufgestiegen. Er bestimmt Regeln, kontrolliert Inhalte, schöpft die Gewinne ab. Der einst so sympathisch-geniale Underdog droht zur Gefahr zu werden - auch für sich selbst.
via ftd.de

Eine interessante Analyse der Marktposition von Apple und der neuen Konkurrenzsituation Apple versus Google im Markt der Smart Phones. Die Zeichen stehen auf Zeitenwende. Die unsägliche Dominanz von Microsoft wird mehr als angekratzt, nicht nur im Mobilfunk- und Internet-Segment.

Und bemerkenswert ist, daß Entwicklungen und krakenhafte Dominanzversuche insbesondere von Google unterdessen in Presse und Blogosphäre kritisch beäugt und kommentiert werden. Zum Thema iPad: Hier wird im Artikel erneut postuliert, daß der iPad den Markt revolutionieren und das Ende des konventionellen PC's einläuten wird. In dieser Beziehung bin ich mir nicht so sicher, aber die Entwicklung der kommenden Jahre ist sicher aufmerksam zu beobachten.

(Das Posting wird auf einem MacBook geschrieben.)

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Donnerstag, 4. März 2010

Mobile Social Networking Usage Soars [STATS]

Some highlights:

– 30% of smartphone users accessed social networks via mobile browsers — this was up from 22.5% in 2009.

- Total social networking access via mobile browsers on all mobile phones rose to 11.1% — this was up from 6.5% in 2009. Most of this growth was in the uptick in smartphone usage.

The next wave already all over us: access to social networks via smartphone. And we do see in private use, we will see in business usage.

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Montag, 1. März 2010

Bitkom-Studie: Bürger wollen mehr Beteiligung per Internet auf lokaler Ebene

Der IT-Branchenverband Bitkom hat vor Eröffnung der Computermesse CeBIT eine neue Studie vorgestellt. Darin sind eine Reihe interessanter Ergebnisse. Ich persönlich finde die Aussagen zur Bürgerbeteiligung besonders erwähnenswert. 80 % aller Befragten wollen mehr Beteiligung auf kommunaler Ebene. Local Government 2.0. Eine klar Aufforderung an die Kommunen zu handeln.

Und auch die anderen Befragungsresultate sind eines Blickes wert: 72 % aller Befragten haben bisher keine negativen Erlebnisse mit dem "Internet" gemacht.

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