Digital Naiv oder Digital Native. Was ist der "richtige" Weg im und im Umgang mit dem Web 2.0 - und Puzzlesteine zu Essen, Fußball und mehr ...

Sonntag, 25. April 2010

Mein Lotus JamCamp-Tagebuch #LJC: Das persönliche Resumé

So, ich kann es doch nicht lassen und bin online, nach 10 Stunden Schlaf, leicht abgeklungener Erkältung nun live auf Balkonien mit Blick auf den Grill, der später angeworfen werden wird. Gerade habe ich das Abschlußvideo unserer Bustour von TV Noir & bythefire.tv gesehen. Denke, wir werden das morgen auf YouTube und in der JamCamp Community auf ibm.com live stellen. Ich gebe zu, da kam schon etwas Wehmut auf, daß die Tour vorbei ist. Aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel und das Runde muß in das Eckige und das Spiel dauert 90 Minuten und, und, und ... (Kaiserslautern ist aufgestiegen, was Jörg Allmann besonders freut).

Doch im Ernst: Wir haben 10 intensive Tage hinter uns, die sehr dicht waren. Auf der re:publica haben wir am 14. April das Lotus JamCamp gestartet, mit einer zu mäßig besuchten Aufführung des "Anhalters durch das Enterprise 2.0". Danach gab es interessante, intime Workshops zu ganz verschiedenen Themen rund um "Smarter Work" und Arbeitswelt der Zukunft. Der Vulkan kam uns dazwischen und verursachte eine überstürzte Abreise aus Berlin am 16. April. 

Und am 19. April ging dann die Bustour los. Ich bin erst in Hannover dazugekommen und dann mit dem Team durch Deutschland getourt. Und diese Tour war ganz speziell und einzigartig. Wir haben verschiedenste Stationen besucht - von der Redaktion von t3n über den Webmontag zur Bertelsmann Stiftung nach Bonn zur Telekom und zur Eröffnung des Institutes for Business Collaboration nach Koblenz. Von dort aus sind wir nach Karlsruhe zur KIT und Karlshochschule und dann nach Walldorf zur DISA (Deutschen IBM SAP Akamdemie). Tags drauf haben wir die Uni Mannheim, die Popakademie und dann die XING Lounge zum Thema Governance Risk Management und Compliance besucht. Ein ganz buntes und vielschichtiges Programm, das ich bewusst nochmals aufgezählt habe, denn der ein oder andere Busttourolant konnte sich schon nicht mehr erinnern. Rund 400 Personen sollten wir während der Bustour an allen Stationen getroffen haben.

Und am 23. April ging dann das eigentliche Camp in Ehningen mit über 100 Teilnehmern los. Begrüssung und beeindruckende Keynote von Frank Schomburg, der in Vertretung von Peter Kruse den Kulturraum Internet vorstellte. Ein herausragender Start in das Camp. Und auch danach ging es Schlag auf Schlag. Dr. Carsten Ulbricht zu E2.0 und Recht, Jörg Kantel, Harald Kiehle, Andreas Pleschek, andere Vorträge und Diskussionen in den anderen Räumen des Camps. Danach nochmals der "Anhalter durch das Enterprise 2.0" in der vollen Fassung und ein Get Together. Und am Samstag ging es weiter mit rund 50 Teilnehmern, engagiert, motiviert, kontrovers und qualitativ hochwertig. Abschluß dann durch Nicole Simon, die durchaus provokante Thesen vom Aufeinanderprallen von Digital Natives und Enterprise 2.0 vertrat und mit den Anwesenden diskutierte. Ende des Camps nachmittags.

Während der 10 Tage zwischen dem 14. und 24. April lief der Online Jam unter jamcamp.ideajam.net. Bis dato sind 90 Ideen aufgelaufen, die bewertet, kommentiert und diskutiert wurden. Diese werden wir uns in den kommende Wochen zusammen mit den ganzen Blog- und Onlineberichten anschauen, um ein inhaltliches Resumé des Lotus JamCamps zu ziehen und an Punkten und Inhalten weiter zu arbeiten.

Mein ganz persönliches Resumé: Ich habe in meiner Laufbahn schon sehr viele Seminare und Konferenzen organisiert. Dies war die inhaltlich dichteste Veranstaltung, die ich bisher erlebt habe. Wir sind sachte auf der re:publica gestartet und haben dann aber so richtig Gas gegeben. Die Bustour war einzigartig. Das Klima, die Toleranz und die Diskussionen im Bus und an den Stationen war vielfältig und oft sehr tief gehend. Die Dokumentation der Tour durch TV Noir / bythefire.tv. hat der ganzen Tour nochmals einen besonderen Aspekt gegeben. 

Das Camp on Ehningen bot dermaßen viele inhaltliche Highlights, daß man leider nicht alle geniessen konnte. Vor allem aber war die Atmosphäre und die Beteiligung der Teilnehmer bemerkenswert. Ich habe so manche Businesskonferenz erlebt, wo nur noch zugehört wird. Auf dem Camp wurde mitgemacht, engagiert, mit Tiefgang und mit Herz. ich glaube, für manch einen von uns IBM'ern, der nur noch konventionelle und konsumierende Events gewohnt ist, war dies ein echter Augenöffner. 

Persönlich habe ich viele neue wertvolle Kontakte gewonnen und mich vernetzt. Und ich bin ganz sicher, daß viele davon jenseits des JamCamps weitergehen und gepflegt werden. No doubt about that.

Wird IBM wieder so etwas veranstalten? Wir wissen es noch nicht. Zumindest brauchen wir Euer Feedback und Input. Aber dazu mehr in einem separaten Post.

Und ich will auch persönlich DANKE sagen: Danke an das IBM Team rund um Bianca und Beate, die das maßgeblich organisiert haben und denen ich mit meinen wüsten Ideen und meinem Perfektionismus auf die Nerven gehen durfte. Danke an Martin Koser und auch an Ulrike Reinhard, die uns beraten und vernetzt haben. Danke an Regina, Tex und Flo von TV Noir für die Dokumentation. Danke an Julia, Clemens und Andreas von New Thinking und der re:publica. Danke an Peter, unseren Busfahrer. Danke an Helmut Barz, unseren Regisseur des Anhalters, Ralph Turnheim, den Hauptdarsteller, und an Gunther und das Team von CPP. Und danke natürlich an alle "Stationen" und die Menschen, die uns dort empfangen haben. Die Bus-Besatzung vergesse ich natürlich auch nicht. War ein Riesenspass. Chapeau.

Und schön, daß eine IBM uns das möglich gemacht hat.

Hier nochmals das Mission Statement für das Lotus JamCamp. Daran sollten wir das Event messen:

Auf dem JamCamp diskutieren Teilnehmer aus Wirtschaft und Verwaltung, Studenten und Lehrbeauftragte, Blogger und Digital Natives und IBM Mitarbeiter, wie Technologien und Konzepte wie Cloud Computing, Enterprise 2.0, Open Source den Arbeitsplatz von heute und morgen beeinflussen und wie die Auswirkungen auf Unternehmen, Gesellschaft und den Einzelnen sein werden.

Auf dem JamCamp wollen wir uns auf die Themen konzentrieren. Es gilt: keine Unternehmensfolien, keine Produktwerbung etc.

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

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