Digital Naiv oder Digital Native. Was ist der "richtige" Weg im und im Umgang mit dem Web 2.0 - und Puzzlesteine zu Essen, Fußball und mehr ...

Montag, 21. Juni 2010

Bundesnaiver zur WM: Vor dem Ghana-Spiel

Nun kann ich doch nicht widerstehen und muß den Bundes-Berti machen. Ach ne, der heißt ja Bundes-Yogi, äh, Jogi. Mittwoch ist Stichtag, Da geht es um die Wurst und nur ein Sieg gegen Ghana zählt. An der Stelle will ich einfach ein Lob für die Mannschaft los werden. Nach dem Aussie-Spiel und der Vorbereitung hatte ich ja schon auf die Euphoriebremse getreten und gerade vor dem Spiel gegen Serbien gewarnt. Serbien ist ein anderes Kaliber als Australien. Dort konnte man nicht das geniale Kombinationsspiel wie gegen Australien wiederholen. Einerseits fehlte die Präzision. In der ersten Halbzeit gab es einige Fehlpässe in die Spitze, auch von Schweinsteiger, der zaubern wollte und dabei hier und da Fehlpässe produzierte. Und natürlich standen die Serben auch wesentlich besser in der Defensive. Zudem hatten die Kreativen Oezil und Müller nicht den starken Tag wie gegen den eher schwächeren Gegner Australien.

Trotzdem spielte die Mannschaft vor und nach dem Platzverweis nicht schlecht und ein Unentschieden wäre durchaus - trotz späterer serbischer Großchancen - verdient gewesen. Natürlich hätten die Foul Klose nicht passieren dürfen. Aber er war motiviert, zu heiß. Shit happens. Dann Khediras Pfostenschuss. Danach Poldis verschossener Elfmeter. Das darf in einem solchen Spiel nicht passieren. Aber nochmals: Die Mannschaft als junges Team durchaus gut gespielt. Die Niederlage war unglücklich - wie auch die Gelb-Orgie des Schiedsrichters, der aber nicht für die Niederlage verantwortlich ist. Das hat sich die junge Mannschaft selbst eingebrockt. Und das kann passieren bei einer solch jungen Mannschaft.

Meine schärfste Kritik übe ich nicht an der Mannschaft sondern an Bundes-Jogi Löw. Er hat meiner Ansicht nach nicht früh genug auf der linken Seite reagiert und es leider laufen lassen. Es war schnell abzusehen, daß Badstuber (kein Vorwurf an den jungen Mann) gegen Krasic überfordert war. Hier hätte Löw schneller etwas tun müssen und er hatte ja auch die Optionen. Lahm nach links nehmen um einen schnellen Mann gegen Krasic zu stellen. Aougu oder Janssen reinnehmen. Diese Kritik muß sich Löw, der sicher die vergangenen Monate sehr gute Arbeit geleistet hat, gefallen lassen.

Nun bleibt die Hoffnung gegen Ghana und das wird ein ganz schweres Spiel. Gegen flinke panther-artige Spieler habe ich bei unserer Defensive Bedenken. Auf der anderen Seite ist das System und der Kombinationsfußball der jungen Mannschaft sehr gut. Hoffentlich reicht das. Ich werde hier im Urlaub mein 54'er Retrotrikot anziehen, fest die Daumen drücken und anfeuern. Mein Tipp: 2:1 für Deutschland.

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Freitag, 18. Juni 2010

Urlaubsgezwitscher morgens halb elf in Deutschland - Blogrückblick

Die Tage habe ich mal meinen Blog hier auf Posterous überarbeitet, Tags reduziert und vereinheitlicht. Dabei bin ich auf viele Blogbeiträge gestossen, die im Laufe der vergangenen 1,5 Jahre entstanden sind. Mit Bloggen begonnen habe ich im IBM BlueBlog und auf Blogspot. Im August 2009 wurde dann Posterous meine bevorzugte Blogging-Plattform. Von dort aus repliziere ich unterdessen meine Beiträge auf WordPress und eben auch noch in Blogspot.

Und da ich morgen in Urlaub fliegen werde, habe ich mal die, die mir aufgefallen sind, auf Termin gelegt: Jeden Morgen um halb elf geht ein Link raus per Urlaubszwitscherer raus. Zum Glossenbuch, wie es Jörg Allmann publiziert hat, reicht es nicht. Deshalb dieser Weg, einen kleinen Rückblick zu wagen.

 

 

 

 

 

 

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Donnerstag, 17. Juni 2010

Collaboration als Schlüsseltechnologie - Network Computing | Und Collaboration ist mehr als E-Mail!

Die wichtigsten Tools zur Zusammenarbeit

Wichtige Voraussetzungen für Collaboration. (Grafik: Kelton / Avanade)

Bei der Frage nach den wichtigsten Tools für verbesserte Collaboration rangieren bereits verbreitete Online-Kommunikationstechnologien deutlich auf den vordersten Plätzen.

  • Für 92 Prozent der Befragten weltweit und 82 Prozent in Deutschland ist die Kommunikation per E-Mail ein wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit.
  • Für 62 Prozent weltweit sind Unternehmensportale und Intranets von besonderer Bedeutung. 56 Prozent der deutschen Teilnehmer sehen das ebenso.
  • Ein weiterer wichtiger Punkt für 74 Prozent der Manager weltweit und für 66 Prozent aus Deutschland: Online Arbeitsräume, die den einfachen Zugriff auf Daten und Dokumenten und die gemeinsame Arbeit daran unterstützen.

Interessante Studie mit, soll ich schreiben, erschreckenden Ergebnissen. Collaboration ist demzufolge immer noch im Bewußtsein der meisten Befragten E-Mail. Dazu hat sich ja auch Chris Crummey gerade - sicher in zugespitzter Form - in der Computerwoche geäußert. Immerhin scheint das Thema Portale und Online Arbeitsräume angekommen. Was mir komplett fehlt ist Social Software.

Aber ich will nicht negativ sein. Lotus Notes - das ich ja als Marketing Manager vermarkten darf - ist sicher mehr als E-Mail. Man denke nur an das Gartner-Zitat "Die Zukunft von E-Mail ist ... Lotus Notes". Lotus Notes ist leider derzeit das meist unterschätzte und oft geschmähte Werkzeug. Das liegt meist daran, daß viele Anwender noch immer nur alte Versionen kennen und nicht wissen, was Notes 8.5 alles möglich ist, inklusive integrierter und integrierbarer Web 2.0-Funktionen. Trotzdem denke ich, daß wir auch noch weiter am Bewusstsein für "Web 2.0-artige" Funktionen arbeiten müssen: Lesezeichen, die gemeinsam genutzt werden, Wikis, Blogs, Microblogging, soziale Netze, File Sharing, Online Konferenzen, Instant Messaging ...

Und nochmals. Nehmen wir auch das Positive aus der Studie: 53 % der Befragten Manager aus Deutschland sehen Collaboration als "Schlüsselfaktor zur Absicherung des den langfristigen Erfolgs ihres Unternehmens". Bedenken sind, daß sich niemand mehr zuständig, daß Collaboration ineffizient sein und mehr Zeit verbraten könnte und daß Hierarchien und Technikfeindlichkeit den erfolg behindern könnten. Immerhin wollen 66 % mehr mit Kommunikation und Collaboration tun.


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Was läuft auf den Smart Phones? - eMarketer präsentiert Zahlen aus den USA

Fastest-Growing US Mobile Application Categories, April 2009 & April 2010 (thousands of unique users and % change)

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Top 5 Mobile Apps in the US, by Operating System, 2010 (% of respondents)

Zwei interessante Statistiken: Welche Anwendungen laufen auf Smart Phones und wie sind die Steigerungsraten? Und welche Apps laufen auf welchen Devices. Interessant ...

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Alternativen zu Facebook? Sitzt Facebook auf einem wackeligen Thron (via PC Welt)

Während alle Fakten für Facebooks Beliebtheit sprechen, so besagen Umfragen, dass mehr als die Hälfte der Facebook-Nutzer einen Austritt aus dem Netzwerk in Erwägung zieht.

Die PC Welt hat eine Bestandsaufnahme der jetzigen Marktsituation für sozialer Netzwerke und eine gute Übersicht alternativer sozialer Netze erstellt. Lesenswert. Die entscheidende Frage ist, ob der Facebook-Zug angesichts der riesigen Benutzerzahl schon abgefahren ist. Die PC Welt spricht vom wackeligen Thron und sieht Pip.io in der besten Ausgangssituation.

Ob es Ihnen gefällt, oder nicht, wenn Sie den fragwürdigen Umgang bezüglich der Privatsphäre bei Facebook in Kauf nehmen, so ist Facebook immer noch das beste soziale Netzwerk um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben. Wenn Facebook seine Versprechen einhält und das Thema Privatsphäre ernst nimmt und diese verbessert, so wird es das beste soziale Netzwerk bleiben. Wenn es das Versprechen nicht einhält, so wird jemand anderes ein besseres soziales Netzwerk einführen, aber dieses gibt es bisher noch nicht.

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Forrester kommentiert: Coremetrics Adds Sizzle To IBM's "Exceptional Web Experience" Steak

Ein interessanter Artikel des Forrester-Analysten Tim Walters zur geplanten Coremetrics-Übernahme:

I suggested that "Humans have lost the war against information overload. Only analytics can save us now.

Eine starke Aussage, die manchem Skeptiker und Kritiker des Predictive Webs und von Social Analystics (siehe Schirrmacher und ausgewogener Jürgen Kuri) unangenehm aufstossen dürfte. Ich denke, man soll Analytics als nützliches Hilfsmittel sehen, nicht als Ersatz für menschliche Entscheidungen und nicht als Teufelszeug. Ich hab das Thema ja einmal das Thema Social Analytics und Instant Personalization unter privater und beruflicher Nutzungsperspektive behandelt.
But what does it mean for Information and Knowledge Management professionals? I think it's another indication that IBM isn't just blowing on their marketing vuvuzelas when they talk about helping clients create and manage "exceptional web experiences."

Der Begriff "Exceptional Web Experience" übersetzt sich vergleichsweie schwierig ins Deutsche: die außerordentlich positive Erfahrung der Anwender im Web. Das wird auch ein zentrales Thema für die von IBM Lotus am 16. September in Frankfurt geplante Portal-Veranstaltung.

Tim Walters bewertet auch die gegenwärtige IBM Strategie zu Web Content Management (WCM) und Portal und wagt einen Ausblick (den IBM nicht kommentiert):
IBM's Lotus Web Content Management product is solid and proven, but it didn't stand out in our last WCM Wave, which focused on consumer-facing "persuasive content" initiatives. IBM's stratgey has been to emphasize how WebSphere Portal leverages and extends the WCM solution to enable next-generation user experiences.

...

I predict that IBM will integrate these listening/responding (aka "measurement") capabilities into WebSphere Portal and perhaps seperately Lotus Web Content Management.

Hier findet sich eine weitere Analyse des Forrester-Analysten Joseph Stanhope zur geplanten Übernahme.

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Das Enterprise 2.0: Die Mauern werden fallen

Am heutigen 8. Juni geht in Berlin die DNUG Frühjahrskonferenz, das Treffen der deutschen Lotus-Anwender, los. Im Vorfeld hatte ich einige Gespräche mit Kevin Cavanaugh und Ed Brill, die heute die Keynote halten. Kevin brachte den Satz „Breaking down the walls of the Enterprise“ in die Diskussion und seine Präsentation wird unter diesem Motto stehen. Und ich glaube, daß dieser Satz aus vielerlei Gründen die jetzige Situation beschreibt. Ganz banal passt er natürlich zum Veranstaltungsort Berlin. 

Deshalb habe ich ihn in „Die Mauern werden fallen“ umformuliert. Ich schreibe auch bewusst werden statt müssen, denn ich bin der festen Überzeugung, daß diese Entwicklung nicht mehr aufzuhalten ist. Es gibt einige Megatrends, die dazu beitragen, daß die Unternehmensmauern fallen. Einige sind technologischer Art, einige kultureller. In der Kombination von Kultur und Technologie entsteht aus meiner Sicht die besondere Sprengkraft.

Trend 1: Cloud Computing wird die bisherige IT umkrempeln. Immer mehr Lösungen wandern in die Cloud. Vielleicht derzeit noch relevanter: Immer mehr Daten wandern in die Cloud. Das erleben wir ganz massiv schon im privaten Umfeld. Canonical bietet Ubuntu-Anwendern Speicherplatz in der Cloud. Stratos macht ein entsprechendes Angebot. Wer einen Asus Eee PC Tablet kauft, bekommt Speicher in der Asus-Wolke. Zwar herrscht noch eine gewisse Skepsis, seine Daten nur der Wolke anzuvertrauen, aber die Tendenz ist eindeutig. Und Lösungen wie Dropbox bieten ja durchaus eine elegante Mischung von lokaler und wolkiger Speicherung. 

Machen sich viele Anwender noch Gedanken, ihre Dateien in der Wolke zu speichern, so haben  doch heute fast jeder (mindestens) ein privates Webmail-Konto. Und auch dort werden in der Regel Daten gespeichert. E-Mails und E-Mail-Anhänge. Dienste wie Flickr sind für Fotos akzeptiert. Und es gibt eine Unzahl von Lösungen, die privat aus der Cloud genutzt werden. Solche Services sind unterdessen oft eine Selbstverständlichkeit, über die gar nicht mehr nachgedacht wird.

Die Privatanwender sind gewohnt, die Cloud zu nutzen. Und dieser Trend wird sich auch in die professionelle IT übertragen. In den vergangenen Jahren gab es keinen wirklichen wirtschaftlichen Grund, ein E-Mail-System zu wechseln. Entsprechende Migrationen von System A auf System B waren immer entweder politisch motiviert oder kamen durch Firmenzusammenschlüsse und sich daran anschließende Standardisierungsbemühungen zustande. Jetzt, wo Webmail-Lösungen gehostet in der Cloud verfügbar sind, gibt es zumindest mal den Anlaß über die Kosten einer Inhouse-Lösung im Vergleich zu einer Cloud-basierten Lösung nachzudenken. Natürlich gehen solche Überlegungen auch an das Selbstverständnis der IT Abteilung und lösen dort Existenzängste aus. Verlassen Server und damit auch Arbeitsplätze das Unternehmen? Und solche Bedenken sind auch menschlich natürlich nur zu verständlich.

Unternehmensübergreifende Zusammenarbeit – neudeutsch Kollaboration – ist ein weiteres Thema, das durch die Cloud (auch durch IBM) ideal adressiert werden kann. Ich kann mit meinen Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern Dokumente, Daten, Termine, Projekte gemeinsam in der Cloud bearbeiten, in einer sicheren Umgebung, jenseits der für solche Aufgaben ungeeigneten E-Mail-Inbox. Die Liste möglicher interessanter Lösungen lässt sich beliebig fortsetzen. Dies sind Themen, die in meinem persönlichen Arbeitsumfeld gerade aktuell sind und wozu wir ja auch mit Pierre Audoin Consulting aktuell eine White Paper erstellt haben.

Trend 2: Das Thema Zusammenarbeit in der Cloud führt mich zum zweiten Megatrend: Soziale Netzwerke knabbern an den Mauern des herkömmlichen Unternehmens. Wir haben in den vergangenen Jahren in Deutschland beobachten können, wie sich XING zu einem Geschäftsnetzwerk entwickelt hat, auf dem Kontakte gehegt und gepflegt werden. Neben der Funktion von XING als Marktplatz für neue Jobs werden dort auch Geschäftskontakte und neue „Opportunities“ identifiziert. Das geschieht in den Diskussionsforen und -gruppen, wo man desöfteren identifizieren kann, wer gerade welches Projekt startet und wen man deshalb einmal anrufen könnte. LinkedIn spielt international diese Rolle, konnte sich aber bis dato noch nicht in Deutschland durchsetzen. Facebook ist dann doch eher noch das private soziale Netzwerk.

Ich glaube, daß sich solche sozialen Netzwerke frei nach dem Cluetrain Manifest immer mehr auch zu geschäftlichen Marktplätzen entwickeln werden, auf denen diskutiert, gefeilscht und gehandelt werden wird. Im Rahmen der sozialen Netze werden auch vermehrt professionelle Services zur Verfügung stehen, die in der Regel nicht vom Betreiber des Netzwerkes stammen, sondern von – der Kreis schließt sich – Anbietern aus der Cloud zur Verfügung gestellt werden. Dies reicht dann von der Lösung für Online Meetings über Instant Messaging und File Sharing bis hin zu professionellen Projektmanagement-Angeboten. Das Interessante daran ist, daß quasi private oder semiprofessionelle Netze und professionelle Cloud Offerings zu Lösungen kombiniert werden. Dabei handelt es sich dann um eine Lösungsarchitektur, die Services verschiedener Anbieter kombiniert, eventuell auch mit konventionellen On Premise-Lösungen aus der Unternehmens-IT.

Aber dies führt vom Thema Soziale Netzwerke und deren Sprengkraft weg. Ich denke, man kann und muß den Blick auch über die sozialen Netzwerke hinaus generell in das Web 2.0 richten. Das, was man gemeinhin eben Web 2.0 nennt, hat den Umgang vieler Menschen mit IT Services wie Chatten, E-Mail, aber auch in der Vernetzung und Kommunikation mit anderen dramatisch verändert. Und diese Erfahrung aus dem privaten Umfeld wird Einfluß auf Unternehmen, deren Kultur und Organisation haben. Nicht nur, aber gerade die jungen Digital Natives tragen eine neue Kultur der Kommunikation in die Unternehmen hinein und rütteln an den Mauern der herkömmlichen Unternehmensorganisation.

Trend 3: Eng verbunden mit dem Web 2.0 sind auch Trends zur Neu- und Umorganisation des Arbeitslebens. Mir wurde während des Lotus JamCamps eigentlich erst richtig klar, wie fortschrittlich ich in der IBM arbeiten darf. So ich keine Termine und Verpflichtungen habe, sitze ich zuhause in meinem Home Office und erledige von dort aus meine Arbeit. Dafür ich hab alle technischen Möglichkeiten, um effizient mit Kollegen, Kunden, Partnern oder Presse zu kommunizieren und mit ihnen zusammenzuarbeiten, Informationen zu teilen und gemeinsam zu bearbeiten. Übrigens hier auch wieder durchaus unternehmensübergreifend. Das Projekt Lotus JamCamp haben wir – IBM'er, externe Dienstleister und Kooperationspartner - über die Cloud abgewickelt.

Aber mindestens genau so wichtig wie die Technologie ist die Akzeptanz im Unternehmen, daß  zuhause arbeiten nicht faulenzen bedeutet. Ich habe ja schon an anderer Stelle darüber berichtet, wie manche Führungskraft Heimarbeit durchaus kritisch beäugt. Und Heimarbeit bedeutet sicher auch Eigenverantwortung und Selbstdisziplin. Den Rasen kann man tagsüber nur dann mähen, wenn keine parallelen Aufgaben, Termine oder Telefonkonferenzen anliegen. Viele Freunde und Bekannte haben schon mit einem gewissen Unterton bemerkt „Wie kannst Du nur zuhause arbeiten und die Disziplin dazu aufbringen. Ich könnte das nicht.“ Ja, als derjenige, der zuhause arbeitet, muß man sich schon auch darüber klar sein, daß man auch dann seine Ergebnisse liefern muß. Uwe Hauck hat einmal schön einen meiner Blogposts dazu auf Facebook kommentiert: "Auch wir müssen endlich weg vom Arbeiten um beschäftigt und körperlich präsent zu sein hin zum ergebnisorientierten Arbeiten." Trends und Konzepte wie Crowdsourcing und Coworking tragen weiterhin dazu bei, daß an den Mauern des konventionellen Unternehmens genagt wird. Zwar dürfte deren Einfluß noch nicht dramatisch sein, jedoch dienen sie durchaus als Katalysator neuer Ideen und Arbeitsformen. Und vergessen wir auch nicht die zunehmende Globalisierung der Arbeit. Shared Service Center in Indien, auf den Philippinen und in Osteuropa sind in vielen Unternehmen Realität.

Trend 4: Und last but not least sehe ich die Mobilisierung der Informationen durch Smart Phones und künftig Tablets als einen weiteren wichtigen Trend an. Auch dies hat wiederum die technologische und kulturelle Komponente. Vor einigen Jahren haben wir noch über die Blackberry-Junkies gelästert, die ihre Finger nicht vom Gerät lassen konnten und ständig am E-Mails checken waren. Schauen wir uns heute um, so sehen wir im privaten wie im beruflichen Umfeld immer mehr Personen, die am Smart Phone kleben. 4 von 10 iPhones werden von Anwendern aus Unternehmen gekauft. Das Bild von der DNUG Herbstkonferenz spricht für sich.

Jedoch geht es heute nicht mehr nur um E-Mails checken oder SMS schreiben. [Nebenbei bemerkt: Kann man eigentlich mit dem Smart Phone auch noch telefonieren? Oft habe ich den Eindruck, daß dieses Einsatzgebiet komplett in den Hintergrund getreten ist.] Aber zurück zur Nutzung des Smart Phones. Immer mehr Lösungen und Anwendungen laufen auf den Smart Phones. Ob es nun der Twitter- oder Facebook-Client im Web 2.0-Umfeld ist oder ob es um Unternehmensanwendungen geht. Unsere aktuellen Ankündigungen auf der DNUG zeigen nur zu deutlich, daß ein Tablet wie das iPad durchaus auch für „seriöse“ Arbeit benutzt werden kann – und benutzt werden wird. Tablets werden sich getrieben durch den Erfolg des iPads dramatisch ausbreiten. Die mobilen Geräte tragen ebenfalls dazu bei, herkömmliche Strukturen aufzubrechen und stellen die Unternehmens-IT vor neue Aufgaben. Drum herum kommen wird man nicht. Smart Phones (und bald Tablets) sind Realität. Man kann versuchen sie aus dem Unternehmen zu blocken. Dann werden sie halt privat genutzt. Dann liegt das Smart Phone oder das Tablet eben neben dem sorgfältig gesicherten und abgeschirmten Unternehmens-PC und die Anwender verbinden sich per privater UMTS-Karte ins weltweite Netz.

All diese 4 Trends – und es mag noch eine Vielzahl weiterer geben und über entsprechenden Input hier würde ich mich sehr freuen – sind neuartige Herausforderungen. Vor allem sind sie eng miteinander verwoben, beschleunigen, ja potenzieren sich oft gegenseitig. Darin liegt ihre spezielle Mauern erodierende Kraft.Sie stellen auch und gerade neue Herausforderungen an die Unternehmens-IT, die ihre Sicherheits- und Datenschutzkonzepte überdenken und überarbeiten müssen. Auch wenn mancher Service und Server vielleicht aus dem Rechenzentrum und Serverraum in die Cloud wandern wird, könnte gerade im Bereich Sicherheti und Architektur genug und vor allem auch anspruchsvolle Arbeit bleiben.

Aber natürlich ist es nicht nur eine Herausforderung an die IT. Management und Mitarbeiter müssen diesen Trends auch gerecht werden und mit ihnen konstruktiv umgehen können. Und das ist auch die Aufgabe der nächsten Zeit, denn alle diese Entwicklungen sind aus meiner Sicht unaufhaltbar auf dem Weg zum Enterprise 2.0. Auch in der DDR hat sich das Regime lange gegen den Fall der Mauer gewehrt. Aufhalten konnten sie ihn nicht. Die Mauerspechte picken und brechen schon jetzt laufend Stückchen aus den Unternehmensmauern heraus. Hört Ihr sie schon an Euer Unternehmen klopfen?

 

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Follow Me - Gab es auch schon vor Twitter

Da bin ich über einen meiner ersten Blogeinträge gestolpert: "Gezwitschere" – Kann man das ernst nehmen?. Ich habe das im Januar 2009 im IBM BlueBlog und auf XING gepostet. Gerade auf XING gab es danach eine intensive Diskussion. Geschlossen habe ich meinen Beitrag mit:

Und Amanda Lear – ja, ich weiss, nur die Älteren kennen sie noch – singt dazu mit rauchiger Stimme „FOLLOW ME“.                               

Und deshalb hier als Reminiszenz der Link zu einem YouTube-Video mit Amanda Lear, ein Zusammenschnitt diverser Aufnahmen von Amanda Lear.

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"Mich erinnern die Blogger an die politisierten Bürger von 1848/49" - Antrittsvorlesung Heribert Prantl - sueddeutsche.de

Wir erleben wieder eine Kommunikationsrevolution wie 1848/49. Mich erinnern die Blogger von heute an die politisierten Bürger von 1848/49 - Blogs sind mehr Demokratie. Soll da wirklich der professionelle Journalismus die Nase hochzíehen, so wie es vor 160 Jahren die etablierten fürstlichen Herrschaften und die monarchischen Potentaten getan haben? Aber: die neue Kommunikationsrevolution braucht professionelle Begleitung, sie braucht einen publizistisch-gelehrten Kern. Es gibt ein neues, ganz anderes Professoren-Parlament: Es heißt Internet. Dieses digitale Parlament braucht, wie das damals in der Frankfurter Paulskirche, Führung und Sachverstand.

Der von Heribert Prantl gezogene Vergleich gefällt mir. Bei diesem Zitat - und einigen Stellen vorher - mußte ich unwillkürlich Jürgen Habermas aus dem Bücherregal holen: Strukturwandel der Öffentlichkeit. Über das Entstehen der bürgerlichen Öffentlichkeit, die durch die damals entstehende moderne, freie Presse erst möglich wurde, wollte ich eigentlich mal dissertieren. Nun könnten wir vor einer ähnlichen Kulturrevolution stehen.

Moderne gedruckte Zeitungen, die ersten Massenmedien, informierten im 19. Jahrhundert erstmals in der Breite die Bürger. Sie initiierten Diskussionen, in der Wirtschaft, im Café, auf dem Hambacher Schloss oder in Leserbriefen und trieben das demokratische Bewußtsein in Deutschland voran. Nun könnte man philosophieren, ob diese modernen Medien dann auch nach und mit der deutschen Einigung den (überzogenen) Nationalismus mit allen für Deutschland so fatalen und tragischen Folgen transportiert haben. Es spricht vieles dafür.

Es ist ein Beispiel dafür, wie moderne Medien - und mit dem Internet, mit Blogs und sozialen Medien erleben wir eine neue Dimension in Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Reichweite - sowohl sehr positiv wirken können (z.B. als Bürgerplattform). Gleichzeitig mahnt der Vergleich auch zur Vorsicht, denn Medien können auch manipuliert werden.

Ob nun die Journalisten die Sittenwächter und Moderatoren sein können, die gerade auch vor Mißbrauch warnen, sei dahingestellt. Es wäre zu wünschen, daß sie im Zusammenspiel mit aufgeklärten Bürgern ein wachsames Auge bezüglich Manipulationsversuchen und demagogischen Tendenzen haben.

Danke an CARTA, worüber ich auf diese Rede von Heribert Prantl aufmerksam geworden bin.

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State of Enterprise 2.0: Das White Paper zur Bostoner Enterprise 2.0 Konferenz 2010 | ZDNet

Business employees today live in two worlds:

- Your personal easy world online where everything is findable through Google and marketing makes it simple to purchase, with a smart phone in their pocket to contact anyone anywhere at any time.

- Your work world where the restrictive document, postal and telephone based thinking has resulted in oceans of unfindable document based information, email and meeting overload combined with challenging travel and time zone communication issues.

To individuals flattered and empowered by marketers online who make information and purchases mere clicks away, the old 1.0 security bunker mentality of corporate computing seems stale and limited, and by comparison it largely still is.

Realizing more efficient and interconnected ways of working by using the the power of modern technologies is the goal of Enterprise 2.0. Understanding how businesses are organized today and how to solve their business problems is the intent.

Wieder einmal steht die Enterprise 2.0 Conference in Boston bevor. Morgen geht es los rund um die alte 1.0 Unternehmensrealität versus der Zukunftsvision 2.0. Die Gegenüberstellung oben aus einem Posting von Oliver Marks auf ZDNet finde ich sehr treffend. Marks hat mit Sameer Patel das White Paper zur Konferenz geschrieben, das hier heruntergeladen werden kann.

Ich freue mich auf spannende Nachrichten aus Boston, besonders von @frogpond und @elsua, die beide teilnehmen.

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Scheibes Kolumne: Der Wie-teuer-ist-ein-Meeting-Counter: Cheffe, das ist teuer | STERN.DE

Cheffe, das wird zu teuer!

Dem Meeting-Chaos kann man auch ganz entkommen! Man muss seinem Chef nur klar vermitteln, was für eine ungeheure Geldverschwendung so ein Treffen doch ist. Dabei hilft der Meeting Counter. Das ist ein Tool, das es kostenlos als Windows-Version und als Java-Variante (auch für Linux und Mac) gibt und das für 79 Cent auch als iPhone-App zur Verfügung steht.

Das Programm nimmt zunächst die offiziellen oder geschätzten Stundensätze aller Teilnehmer eines Meetings entgegen. Sobald das Meeting und damit auch die Stoppuhr im Meeting Counter gestartet wird, zählt das Programm auf dem Notebook oder dem iPhone nicht nur die nimmer enden wollende Zeit des Meetings hoch, sondern rechnet zugleich auch noch auf den Cent genau aus, wie teuer das Zusammentreffen der eigenen Spitzenkräfte bereits war. Dabei lässt sich sogar ein Maximum setzen. Das bedeutet: Die Software schlägt Alarm, sobald der erste Tausender verbrannt ist.

Der erste Tausender? Tausende.

Angesichts meiner Telefonkonferenzen in jeder Woche kann ich diesen Artikel nur gut finden. Vielleicht brauchen wir noch einen Ich-pinsele-Slides-Counter und einen Ich-stelle-dieselben-Zahlen-5mal-verschieden-dar-Counter. Aber die verbratene Zeit interessiert wohl kaum jemand.

P.S. Ich installiere mir mal den Meeting Counter.

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Vom "Oberflächling", Relevanz und Schnelllesen - Hoffnung auf den informierten Netznutzer

Die vergangenen Tage bin ich über diverse Postings und Artikel gestossen, die das Thema Hyperlinks adressieren. Prof. Dr. Gerald Lembke schreibt auf Perspektive Mittelstand über die Hypertext-Organisation und die Vorteile, die durch eine Hypertext-artige Vernetzung auf dem Weg zum Enterprise 2.0 erreicht werden. Die Computerwoche veröffentlichte einen Artikel, der sich damit befasst, daß das Internet und die zunehmende Informationflut oberflächliche Leser produziere. Sie zitiert dabei auhc Nicholas Carr, der einen Grund dafür in Hyperlinks sieht. Carr skizziert in seinem eigenen Blog, wie man sich manchmal durch das Klicken auf Hyperlinks verliert. Man wandert von einer Seite zur nächsten Seite und verliert den Kontext beziehungsweise den ursprünglichen Text. Er spricht von "Delinkification" und rät dazu, alle Hyperlinks als Fussnoten ans Ende eines Postings zu setzen, um so den Lesefluss nicht zu stören. Wer dann Interesse an weiteren Quellen hat, kann von den Endnoten aus zu den entsprechenden Seiten springen. Carr verweist auf diverse wissenschaftliche Experimente und rät dazu, es einmal selbst auszuprobieren. Die Qualität bzw. die Aufnahme der Informationen sei wesentlich tiefer und intensiver,

Als jemand, der vor vielen Jahren mit ersten Windows-basierten Hypertext-Systemen experimentiert hat, bin ich etwas skeptisch. Ja, einerseits verleiten Hyperlinks dazu, von einer Seite wegzuspringen und den Faden zu verlieren. Auf der anderen Seite ist die direkte Verlinkung komfortabler und manchmal kann dieses Wegspringen auch nützlich sein, da man eventuell zu einer Seite gelangt, die für das eigene Interesse gerade relevanter ist. Ich weiß auch, wie frustrierend es ist, wenn der Link dann nicht die Ergebnisse liefert. Die Computerwoche beispielsweise referenziert auf Carr und einen Artikel auf Wired. Der Link geht aber eben nicht zu diesem Artikel, sondern landet auf der Home Page von Wired. Das Carr-Posting mußte ich dann in seinem Blog recherchieren. Genau so sollte nicht verlinkt werden.

Aber zurück zum Thema Hyperlinks und neue Taktiken zum Informationskonsum. Ich glaube, daß Hyperlinks im Text nützlich sind und dort auch beibehalten werden sollten. Es mag dabei durchaus auch Sinn machen, eine Liste der wichgsten Links oder empfohlenen weiterführenden Lektüre ans Ende eines Postings zu setzen. Generell - und darauf bezieht sich der Artikel in der Computerwoche - geht es darum angesichts der Informationsflut in der Lage zu sein, schnell Informationen auf ihre Relevanz zu prüfen. Thorsten Zoerner hat das Thema gerade bei einem Social Media-Workshop, den wir auf der DNUG Frühjahrskonferenz gehalten haben, adressiert. Die Computerwoche zitiert Günter Exel (und verlinkt wieder nicht zum Originaltext auf pressetext):

Mediennutzer müssen lernen, den News-Fluss zu scannen und einzelne Informationen in kürzester Zeit auf ihre Relevanz zu filtern. Das Know-how zum Filtern - maßgeschneiderte News auf Portalen, Twitter-Listen, etc. - wird zum Schlüssel gegen die Überforderung.

Ich persönlich praktiziere seit Jahren (schon vor Zeiten des Internets) unbewußt das Schnelllesen, hangele mich aufgrund von Stichworten schnell durch Texte und konsumiere so Informationen sehr schnell. Analog verfahre ich heute auch in meinem RSS Reader, beim Lesen von Webseiten oder E-Mails. Nur so ist die Informationsflut überhaupt zu bewältigen. Ergänzt werden muß das sicher durch eine sorgfältige Selektion und vor allem auch laufende Pflege der Informationskanäle. In meinem Fall sind das - wie schon einmal gepostet - jenseits meiner E-Mail Inbox mein RSS Reader, Relevants und Google Alerts. Lars Basche hat auf dem bereits genannten Social Media Workshop dargelegt, daß er seine Informationen nur noch über Twitter bezieht, Newsletter und ähnliches abbestellt hat. Sicher muß jeder seine persönliche Präferenz finden, wie man sich informiert. Generell braucht man aber sicher die Fähigkeit, Informationen schnell zu scannen und auf die genannte Relevanz zu filtern. Und auch dies ist aus meiner Sicht (wie generell der Umgang mit Social Media) eine Ausbildungsfrage, eine Frage von Schulen und Universitäten. Ich hoffe zumindest einmal, daß das Web nicht den "Oberflächling" generieren wird, der kein fundiertes Tiefenwissen mehr besitzt, vielleicht stattdessen einen besser informierten, mündigen Bürger, der die Transparenzmaschine Internet nutzt und im Idealfall nicht nur Informationen konsumiert, sondern diese vielleicht sogar kommentiert und in Dialog tritt. Ok, ich bin mal etwas optimistisch blauäugig.

Die relevanten Links:

Pressetext-Interview mit Günter Exel

Nicholas Carr: Experiments in delinkification

Computerwoche-Artikel: Das Internet produziert oberflächliche Leser

 

 

 

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Interview mit Markus Walter: „Weg von einer einseitigen Beschallung der Empfänger hin zum Dialog“

Vor einigen Tagen habe ich mich Markus Walter von Visuelle PR über das Thema Social Media unterhalten. Das Ergebnis hat er im Blog Pressearbeit.de von Visuelle PR hier veröffentlicht. Ich kopiere den Inhalt hier hinein, da doch viele Aspekte von Social Media behandelt werden.

"Spannende Antworten zu seinen Erfahrungen mit Social Media gibt uns heute Stefan Pfeiffer, Marketing Manager ECM & Lotus bei der IBM Deutschland.

Können Sie unseren Blogleser Ihren Bereich bei IBM vorstellen?

Ich verantworte das Marketing der Lotus-Softwareprodukte der IBM in Deutschland. Das sind Lösungen, die Zusammenarbeit und Kommunikation im Unternehmen, zwischen Unternehmen und zwischen Unternehmen und ihren Kunden vereinfachen. Bekannt geworden ist Lotus vor allem durch Lotus Notes. Doch unterdessen haben wir darüber hinaus ein breites Lösungsportfolio, das von E-Mail, Chatten, integriertem Telefonieren über Portale und Web Content Management bis zu Social Software reicht. Letztere ist in unserem Zusammenhang besonders interessant, da wir Werkzeuge, wie wir sie aus der privaten Nutzung des Web 2.0 kennen, für den Unternehmenseinsatz anbieten.

Wie nutzen Sie als PR-Manager die sozialen Netzwerke?

Soziale Netzwerke spielen in PR und Marketing für die Lotus-Produkte einen zentrale Rolle. Sie sind im Marketingmix für uns unterdessen ein unverzichtbarer Bestandteil. Wir kommunizieren per Facebook, Twitter, auf XING oder LinkedIn und in unseren eigenen Communities intensiv mit unseren Kunden, mit Interessenten, mit Presse und auch der Web 2.0 Szene. Dabei nutzen wir neben bestehenden Kanälen auch unsere eigene Social Software, zum Beispiel auf unserer Kundenplattform EULUC. Die Lösung heißt Lotus Connections und Connections beschreibt auch am besten, was wir damit tun: Uns verbinden und vernetzen, um in Dialog zu treten.

Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?

Unsere Erfahrungen sind hervorragend. Auf der einen Seite sehen wir, daß uns immer mehr Leute über die Social Media-Kanäle folgen oder Fans werden. Auf der anderen Seite bemerken wir auch einen starken Dialog. Und das ist für uns der entscheidende Unterschied zu vielen herkömmlichen Marketingmaßnahmen. Wir reden mit Kunden und Interessenten, weg von einer einseitigen Beschallung der Empfänger hin zum Dialog.

Sehen Sie spezielle Unterschiede, wenn man die B2C- und die B2B-Kommunikation vergleicht?

Wenn wir es unter dem Aspekt des Verkaufs von Produkten sehen, scheint es mir schon Unterschiede zu geben. Ich glaube, daß B2C -Kommunikation wesentlich direkter vertriebs- und verkaufsorientiert sein kann. Hier kann und will man ja direkt an den Endkunden verkaufen. Dell in den USA ist ja ein bekanntes Beispiel, wie ich Rechner über Twitter direkt erfolgreich verkaufen kann. Im B2B-Umfeld geht es dagegen in der Regel um erklärungsbedürftigere Produkte oder Dienstleistungen. Das bedeutet, daß man hier eher erklärend und verkaufsvorbereitend agieren muß. Aber Vertrieb und Verkauf sind ja nur ein mögliches Einsatzgebiet von Social Media. Da kommen viele anderen hinzu, von Kundendienst bis zu Marktforschung. Verblüffend waren für mich aktuelle Umfrageergebnisse, daß im B2B Umfeld Social Media teilweise stärker genutzt wird als in B2C. Eine entsprechende Übersicht finden Sie hier in meinem privaten Blog.

 Welche Themen kommunizieren Sie? Fällt es Ihnen leicht, Content zu generieren?

Die Themen unterscheiden sich nicht generell zur klassischen Pressearbeit. Ich denke aber, daß wir im Vergleich zu konventionellen Kampagnen (Anzeigen, Direkt Mailings, Telefonmarketing usw.) noch mehr sachlich informieren müssen. Gerade Social Media leben in unserem Umfeld von Authenzität, Schnelligkeit und Qualität der Information. Unsere „Empfänger“ abonnieren uns ja freiwillig. Also müssen wir ihnen Nutzen bieten. Das gilt auch für die Reaktion auf Anfragen, die per Social Media reinkommen. Da versuchen wir schnell und gezielt zu antworten, soweit das zeitlich klappt. Inhalte haben wir genug. Wir monitoren unsere wichtigsten Nachrichtenkanäle sowie die wichtigsten Themen rund um Collaboration, verwerten, verteilen und kommentieren diese. Und natürlich schreiben wir auch eigene Blogbeiträge und Inhalte. Klar gibt es auch mal ruhigere Zeiten, aber in der Regel mangelt es nicht an Content.

Wie hoch ist der zeitliche Aufwand für Sie, die Social-Media-Kanäle zu bedienen?

Ich selbst investiere wohl so 8 bis 10 Stunden wöchentlich in Social Media, aber das ist durch meine Rolle als Marketing Manager und durch meine private Lust am Schreiben und Diskutieren bestimmt. Daneben arbeiten wir im Team, um unsere Social Media Kanäle zu bedienen, zuzuhören und Impulse zu geben. Meine Vision ist es, daß Social Media-Aktivitäten integraler Bestandteil der Arbeit jedes in Betracht kommenden Mitarbeiters sind: Der technische Lotus Notes-Experte ist im entsprechenden Forum auf XING aktiv, der Portal-Produktmanager engagiert sich dort in der Portal-Gruppe, die Kenner von mobilen Geräten machen auf entsprechenden Plattormen mit und so weiter. Auf Social Media aktiv zu sein gehört in dieser Vision genauso zur täglichen Arbeit und Rollenbeschreibung wie das Telefon, E-Mail oder die Teilnahme an Veranstaltungen. Aber wie gesagt, das ist noch ein wenig Vision, aber der Zug wird in diese Richtung abfahren. Da bin ich sicher.

Wie sehen Sie die Relation von Zeitaufwand und Nutzen?

Zeitaufwand und Nutzen müssen sie natürlich je nach Aufgabe und Tätigkeitsgebiet differenzieren. Als Marketing Manager generiere ich Leads, erzeuge Awareness und bilde Meinung. Und ich bekomme direkten Feedback vom und habe direkte Interaktion mit dem Markt. Also für mich ein hervorragendes Zeit-/Nutzenverhältnis. Ich glaube, daß auch clevere Vertriebler hier großen Nutzen ziehen können, in dem sie Kunden betreuen und Neue gewinnen.

Welche Zielgruppe erreichen Sie über welche Kanäle?

Über die EULUC-Plattform erreichen wir viele unserer bestehenden Kunden und Partner. Die Kunden – das zeigen die Zugriffszahlen – wollen diese Plattform, um neueste Informationen zeitnah zu erhalten und mit uns zu kommunizieren. Mitte 2007 hatten wir dort 50.000 Hits. Heute liegen wir bei 1,25 Millionen weiter rasant steigend. Auf den anderen Kanälen ist es vielschichtiger. Über Twitter und Facebook kommen Kunden, Partner, Interessenten und Opinion Leader zu uns. Auf XING oder LinkedIn kommen wir über entsprechende Foren auch an neue fachlich interessierte Kontakte. Man muß das Ganze also differentiert sehen.

Wie messen Sie Erfolge?

Wir ziehen verschiedene Parameter heran: Zuallererst zählen und verfolgen wir alle Vertriebskontakte nach, die wir über Social Media gewinnen. Darüber weise ich nach, wieviele Leads wir im Zeitraum X über Social Media bekommen. Daneben beobachten wir auch, welche Themen interessant gefunden werden. Das sehen wir an Zugriffszahlen, an der Anzahl der Kommentare und auch an der Qualität der Diskussion. Natürlich verfolgen wir auch, wie sich die Zahl unserer Fans, unserer Follower und eben die Visits entwickeln. Also ist es ein Mix an Kriterien, der entscheidend für die Erfolgsmessung ist.

Betreiben Sie ein Social-Media-Monitoring? Wenn ja wie?

Ja, natürlich. Ganz banal tracken wir Retweets, Kommentare etc. und verteilen auch intern einen Social Media Report. Daneben haben wir in der IBM ja diverse Tools zum Social Media Monitoring, über die wir zum Beispiel auch Einfluß messen. Das Problem am Monitoring ist, dass es das „Überwachen“ bereits im Begriff hat. Es ist passiv und beobachtend, ähnlich dem Zuschauen eines Unfalls und sich später hinstellen und sagen, man hätte es kommen sehen. Was wir machen ist Social Media Analytics. Das heißt das strategische Messen von Aktion und Reaktion. Das Aufnehmen und vergleichen von Sachverhalten. Es geht und vor allem darum aus dem SocialWeb zu lernen, zu wissen was wir verbessern können und wie wir unsere Anwender in unsere internen Dialoge integrieren können. Veranstaltungen wie in wenigen Tagen die DNUG erzeugen eine Aufmerksamkeit und Reaktion. Es ist unsere Pflicht zu wissen, was gesprochen wird und entsprechend darauf reagieren zu können. Social Media Analyse ist dabei das Tool der Wahl.

Gibt es Benefits für Sie, die sich konkret durch Social Media ergeben?

Wie oben schon erwähnt: Wir messen Leads (neue Kontakte) und daraus resultierende Umsätze. Wir betreiben Social Media Monitoring und verfolgen, wie wir wahrgenommen werden. Und wir beobachten auch den qualitativen Aspekt von Dialog und Diskussion. Mehr Awareness, höhere Umsätze und besserer Kundendienst sind für mich die wesentlichen Benefits von SocialMedia.

Was ist neues geplant?

Wir haben ja gerade im April 2010 das Lotus JamCamp durchgeführt und so eine neue Eventform ausprobiert, wobei das Wort Event nicht ganz korrekt ist. Es war eine Kombination von Online Jam, Online Diskussion in einer Community, auf Twitter und Facebook, Workshops, einer Bustour quer durch Deutschland mit Halts an diversen Diskussionsstationen und einer Barcamp-ähnlichen Abschlußveranstaltung auf dem IBM Campus in Ehningen. Die Resonanz hierauf war extrem positiv und wir werden überlegen, wie wir das fortführen, verbessern und neu auflegen. Und daneben geht es nicht nur darum, immer Neues zu machen. Ich denke, Konstanz und Qualität sind auch entscheidend. Wenn die „Leser“ merken, daß konstant gute Informationen geliefert werden und Diskussionen zustande kommen, dann bleiben sie treu und werden mehr. Und ja, klar, wir denken auch über neue Kanäle, insbesondere mobile Geräte oder Videoformate nach.

Lohnt es sich aus Ihrer Sicht, Social-Media-Kanäle im B2B einzusetzen?

Welche Tipps würden Sie Einsteigern geben? Ja, ohne Einschränkungen lohnt es sich. Aber wichtig ist zu verstehen, daß Social Media Teil des Marketingmix ist, bestehende Maßnahmen ergänzt, verbessert und nicht ersetzt. Es kann eine neue Qualität in die Kundenkommunikation bringen, eben dialogorientiertes Marketing. Und es führt eh kein Weg an Social Media vorbei, denn das Web 2.0, Twitter, Facebook und YouTube sind heute schon Realität. Und auch im B2B-Umfeld werden die Kanäle genutzt, um Kaufentscheidungen zu treffen. Das haben entsprechende Studien unterdessen belegt.

An Einsteiger gerichtet: Bitte nicht nur plumpe Marketingnachrichten in Einwegkommunikation versenden. Zuhören, sich auf Diskussion einlassen, Kritik konstruktiv entgegennehmen, Qualität liefern, Profil und Kompetenz zeigen und vor allem konstant dabei bleiben. Klingt so einfach, erfordert aber einen Plan und konsequentes Engagement.

Lieber Herr Pfeiffer, vielen Dank für diese interessanten Einblicke in Ihre Arbeit!"

 

 

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Das Enterprise 2.0: Die Mauern werden fallen

Am heutigen 8. Juni geht in Berlin die DNUG Frühjahrskonferenz, das Treffen der deutschen Lotus-Anwender, los. Im Vorfeld hatte ich einige Gespräche mit Kevin Cavanaugh und Ed Brill, die heute die Keynote halten. Kevin brachte den Satz „Breaking down the walls of the Enterprise“ in die Diskussion und seine Präsentation wird unter diesem Motto stehen. Und ich glaube, daß dieser Satz aus vielerlei Gründen die jetzige Situation beschreibt. Ganz banal passt er natürlich zum Veranstaltungsort Berlin. 

Deshalb habe ich ihn in „Die Mauern werden fallen“ umformuliert. Ich schreibe auch bewusst werden statt müssen, denn ich bin der festen Überzeugung, daß diese Entwicklung nicht mehr aufzuhalten ist. Es gibt einige Megatrends, die dazu beitragen, daß die Unternehmensmauern fallen. Einige sind technologischer Art, einige kultureller. In der Kombination von Kultur und Technologie entsteht aus meiner Sicht die besondere Sprengkraft.

Trend 1: Cloud Computing wird die bisherige IT umkrempeln. Immer mehr Lösungen wandern in die Cloud. Vielleicht derzeit noch relevanter: Immer mehr Daten wandern in die Cloud. Das erleben wir ganz massiv schon im privaten Umfeld. Canonical bietet Ubuntu-Anwendern Speicherplatz in der Cloud. Stratos macht ein entsprechendes Angebot. Wer einen Asus Eee PC Tablet kauft, bekommt Speicher in der Asus-Wolke. Zwar herrscht noch eine gewisse Skepsis, seine Daten nur der Wolke anzuvertrauen, aber die Tendenz ist eindeutig. Und Lösungen wie Dropbox bieten ja durchaus eine elegante Mischung von lokaler und wolkiger Speicherung. 

Machen sich viele Anwender noch Gedanken, ihre Dateien in der Wolke zu speichern, so haben  doch heute fast jeder (mindestens) ein privates Webmail-Konto. Und auch dort werden in der Regel Daten gespeichert. E-Mails und E-Mail-Anhänge. Dienste wie Flickr sind für Fotos akzeptiert. Und es gibt eine Unzahl von Lösungen, die privat aus der Cloud genutzt werden. Solche Services sind unterdessen oft eine Selbstverständlichkeit, über die gar nicht mehr nachgedacht wird.

Die Privatanwender sind gewohnt, die Cloud zu nutzen. Und dieser Trend wird sich auch in die professionelle IT übertragen. In den vergangenen Jahren gab es keinen wirklichen wirtschaftlichen Grund, ein E-Mail-System zu wechseln. Entsprechende Migrationen von System A auf System B waren immer entweder politisch motiviert oder kamen durch Firmenzusammenschlüsse und sich daran anschließende Standardisierungsbemühungen zustande. Jetzt, wo Webmail-Lösungen gehostet in der Cloud verfügbar sind, gibt es zumindest mal den Anlaß über die Kosten einer Inhouse-Lösung im Vergleich zu einer Cloud-basierten Lösung nachzudenken. Natürlich gehen solche Überlegungen auch an das Selbstverständnis der IT Abteilung und lösen dort Existenzängste aus. Verlassen Server und damit auch Arbeitsplätze das Unternehmen? Und solche Bedenken sind auch menschlich natürlich nur zu verständlich.

Unternehmensübergreifende Zusammenarbeit – neudeutsch Kollaboration – ist ein weiteres Thema, das durch die Cloud (auch durch IBM) ideal adressiert werden kann. Ich kann mit meinen Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern Dokumente, Daten, Termine, Projekte gemeinsam in der Cloud bearbeiten, in einer sicheren Umgebung, jenseits der für solche Aufgaben ungeeigneten E-Mail-Inbox. Die Liste möglicher interessanter Lösungen lässt sich beliebig fortsetzen. Dies sind Themen, die in meinem persönlichen Arbeitsumfeld gerade aktuell sind und wozu wir ja auch mit Pierre Audoin Consulting aktuell eine White Paper erstellt haben.

Trend 2: Das Thema Zusammenarbeit in der Cloud führt mich zum zweiten Megatrend: Soziale Netzwerke knabbern an den Mauern des herkömmlichen Unternehmens. Wir haben in den vergangenen Jahren in Deutschland beobachten können, wie sich XING zu einem Geschäftsnetzwerk entwickelt hat, auf dem Kontakte gehegt und gepflegt werden. Neben der Funktion von XING als Marktplatz für neue Jobs werden dort auch Geschäftskontakte und neue „Opportunities“ identifiziert. Das geschieht in den Diskussionsforen und -gruppen, wo man desöfteren identifizieren kann, wer gerade welches Projekt startet und wen man deshalb einmal anrufen könnte. LinkedIn spielt international diese Rolle, konnte sich aber bis dato noch nicht in Deutschland durchsetzen. Facebook ist dann doch eher noch das private soziale Netzwerk.

Ich glaube, daß sich solche sozialen Netzwerke frei nach dem Cluetrain Manifest immer mehr auch zu geschäftlichen Marktplätzen entwickeln werden, auf denen diskutiert, gefeilscht und gehandelt werden wird. Im Rahmen der sozialen Netze werden auch vermehrt professionelle Services zur Verfügung stehen, die in der Regel nicht vom Betreiber des Netzwerkes stammen, sondern von – der Kreis schließt sich – Anbietern aus der Cloud zur Verfügung gestellt werden. Dies reicht dann von der Lösung für Online Meetings über Instant Messaging und File Sharing bis hin zu professionellen Projektmanagement-Angeboten. Das Interessante daran ist, daß quasi private oder semiprofessionelle Netze und professionelle Cloud Offerings zu Lösungen kombiniert werden. Dabei handelt es sich dann um eine Lösungsarchitektur, die Services verschiedener Anbieter kombiniert, eventuell auch mit konventionellen On Premise-Lösungen aus der Unternehmens-IT.

Aber dies führt vom Thema Soziale Netzwerke und deren Sprengkraft weg. Ich denke, man kann und muß den Blick auch über die sozialen Netzwerke hinaus generell in das Web 2.0 richten. Das, was man gemeinhin eben Web 2.0 nennt, hat den Umgang vieler Menschen mit IT Services wie Chatten, E-Mail, aber auch in der Vernetzung und Kommunikation mit anderen dramatisch verändert. Und diese Erfahrung aus dem privaten Umfeld wird Einfluß auf Unternehmen, deren Kultur und Organisation haben. Nicht nur, aber gerade die jungen Digital Natives tragen eine neue Kultur der Kommunikation in die Unternehmen hinein und rütteln an den Mauern der herkömmlichen Unternehmensorganisation.

Trend 3: Eng verbunden mit dem Web 2.0 sind auch Trends zur Neu- und Umorganisation des Arbeitslebens. Mir wurde während des Lotus JamCamps eigentlich erst richtig klar, wie fortschrittlich ich in der IBM arbeiten darf. So ich keine Termine und Verpflichtungen habe, sitze ich zuhause in meinem Home Office und erledige von dort aus meine Arbeit. Dafür ich hab alle technischen Möglichkeiten, um effizient mit Kollegen, Kunden, Partnern oder Presse zu kommunizieren und mit ihnen zusammenzuarbeiten, Informationen zu teilen und gemeinsam zu bearbeiten. Übrigens hier auch wieder durchaus unternehmensübergreifend. Das Projekt Lotus JamCamp haben wir – IBM'er, externe Dienstleister und Kooperationspartner - über die Cloud abgewickelt.

Aber mindestens genau so wichtig wie die Technologie ist die Akzeptanz im Unternehmen, daß  zuhause arbeiten nicht faulenzen bedeutet. Ich habe ja schon an anderer Stelle darüber berichtet, wie manche Führungskraft Heimarbeit durchaus kritisch beäugt. Und Heimarbeit bedeutet sicher auch Eigenverantwortung und Selbstdisziplin. Den Rasen kann man tagsüber nur dann mähen, wenn keine parallelen Aufgaben, Termine oder Telefonkonferenzen anliegen. Viele Freunde und Bekannte haben schon mit einem gewissen Unterton bemerkt „Wie kannst Du nur zuhause arbeiten und die Disziplin dazu aufbringen. Ich könnte das nicht.“ Ja, als derjenige, der zuhause arbeitet, muß man sich schon auch darüber klar sein, daß man auch dann seine Ergebnisse liefern muß. Uwe Hauck hat einmal schön einen meiner Blogposts dazu auf Facebook kommentiert: "Auch wir müssen endlich weg vom Arbeiten um beschäftigt und körperlich präsent zu sein hin zum ergebnisorientierten Arbeiten." Trends und Konzepte wie Crowdsourcing und Coworking tragen weiterhin dazu bei, daß an den Mauern des konventionellen Unternehmens genagt wird. Zwar dürfte deren Einfluß noch nicht dramatisch sein, jedoch dienen sie durchaus als Katalysator neuer Ideen und Arbeitsformen. Und vergessen wir auch nicht die zunehmende Globalisierung der Arbeit. Shared Service Center in Indien, auf den Philippinen und in Osteuropa sind in vielen Unternehmen Realität.

Trend 4: Und last but not least sehe ich die Mobilisierung der Informationen durch Smart Phones und künftig Tablets als einen weiteren wichtigen Trend an. Auch dies hat wiederum die technologische und kulturelle Komponente. Vor einigen Jahren haben wir noch über die Blackberry-Junkies gelästert, die ihre Finger nicht vom Gerät lassen konnten und ständig am E-Mails checken waren. Schauen wir uns heute um, so sehen wir im privaten wie im beruflichen Umfeld immer mehr Personen, die am Smart Phone kleben. 4 von 10 iPhones werden von Anwendern aus Unternehmen gekauft. Das Bild von der DNUG Herbstkonferenz spricht für sich.

Jedoch geht es heute nicht mehr nur um E-Mails checken oder SMS schreiben. [Nebenbei bemerkt: Kann man eigentlich mit dem Smart Phone auch noch telefonieren? Oft habe ich den Eindruck, daß dieses Einsatzgebiet komplett in den Hintergrund getreten ist.] Aber zurück zur Nutzung des Smart Phones. Immer mehr Lösungen und Anwendungen laufen auf den Smart Phones. Ob es nun der Twitter- oder Facebook-Client im Web 2.0-Umfeld ist oder ob es um Unternehmensanwendungen geht. Unsere aktuellen Ankündigungen auf der DNUG zeigen nur zu deutlich, daß ein Tablet wie das iPad durchaus auch für „seriöse“ Arbeit benutzt werden kann – und benutzt werden wird. Tablets werden sich getrieben durch den Erfolg des iPads dramatisch ausbreiten. Die mobilen Geräte tragen ebenfalls dazu bei, herkömmliche Strukturen aufzubrechen und stellen die Unternehmens-IT vor neue Aufgaben. Drum herum kommen wird man nicht. Smart Phones (und bald Tablets) sind Realität. Man kann versuchen sie aus dem Unternehmen zu blocken. Dann werden sie halt privat genutzt. Dann liegt das Smart Phone oder das Tablet eben neben dem sorgfältig gesicherten und abgeschirmten Unternehmens-PC und die Anwender verbinden sich per privater UMTS-Karte ins weltweite Netz.

All diese 4 Trends – und es mag noch eine Vielzahl weiterer geben und über entsprechenden Input hier würde ich mich sehr freuen – sind neuartige Herausforderungen. Vor allem sind sie eng miteinander verwoben, beschleunigen, ja potenzieren sich oft gegenseitig. Darin liegt ihre spezielle Mauern erodierende Kraft.Sie stellen auch und gerade neue Herausforderungen an die Unternehmens-IT, die ihre Sicherheits- und Datenschutzkonzepte überdenken und überarbeiten müssen. Auch wenn mancher Service und Server vielleicht aus dem Rechenzentrum und Serverraum in die Cloud wandern wird, könnte gerade im Bereich Sicherheti und Architektur genug und vor allem auch anspruchsvolle Arbeit bleiben.

Aber natürlich ist es nicht nur eine Herausforderung an die IT. Management und Mitarbeiter müssen diesen Trends auch gerecht werden und mit ihnen konstruktiv umgehen können. Und das ist auch die Aufgabe der nächsten Zeit, denn alle diese Entwicklungen sind aus meiner Sicht unaufhaltbar auf dem Weg zum Enterprise 2.0. Auch in der DDR hat sich das Regime lange gegen den Fall der Mauer gewehrt. Aufhalten konnten sie ihn nicht. Die Mauerspechte picken und brechen schon jetzt laufend Stückchen aus den Unternehmensmauern heraus. Hört Ihr sie schon an Euer Unternehmen klopfen?

 

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'54, '74, '90, 2006, 2010 - Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin - DNUG Frühjahrskonferenz & FileNet EMEA UserNet

Nun bin ich also wieder in Berlin, diesmal zur DNUG Frühjahrskonferenz 2010 zwischen dem 7. und 9. Juni. Und als ich heute nach Tegel hineinschwebte, kamen Erinnerungen auf. Heute vor ziemlich genau 4 Jahren fand die FileNet EMEA UserNet, das EMEA-weite Treffen der FileNet-Anwender, in Berlin kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Lande statt. Über 1.600 Personen kamen damals als Europa, dem Nahen Osten und Amerika im gerade eröffneten Maritim in Berlin zusammen. Es war meine größte internationale Konferenz, die ich organisiert habe. Im Jahr zuvor hatte ich die EMEA UserNet mit Fred Janssen in Prag aus der Taufe gehoben, Berlin und Prag wurden mit Hilfe lieber Kollegen und Freunde wie Jeroen Krah, Dana Weise, Mark Jones und vielen anderen organisiert hatte, Angesichts der bevorstehenden WM im eigenen Lande und genialen Wetters war die Stimmung vor und auf der Konferenz super und ich denke sehr gerne an das Event zurück. Wenn ich das Eröffnungsvideo mit Fußball- und FileNet-Szenen auf die Musik Vertigo von U2 höre, läuft es mir noch heute eiskalt den Rücken hinunter. Leider kann und darf ich das Video nicht hochladen.

Jetzt - ziemlich genau 4 Jahre später - bin ich wieder hier, in diesem Revier, war nie wirklich weg ... Diesmal findet die DNUG, die deutsche Lotus Anwenderkonferenz, im Seminaris-Hotel statt. Unterdessen durch die Übernahme von FileNet bei der IBM gelandet, verantworte ich jetzt das Marketing für die Lotus-Produkte der IBM in Deutschland. Morgen werde ich die Lotus weiß-Kampagne vorstellen, die Marketinginitiative, mit der IBM die Lotus-Produkte wieder stärker in das Bewußtsein der Endanwender und Meinungsführer bringen will. Am Mittwoch werde ich mit Manfred Koser, Thorsten Zoerner (auch ein Ex-FileNet'ler) und Lars Basche einen Workshop zum Thema Social Media halten. Und da fallen schon Unterschiede ins Auge. Vor 4 Jahren war (zumindest für mich) von Social Media nicht viel zu sehen. Klar, es gab schon XING und LinkedIn, aber daneben war der Markt (und auch ich) nicht so weit.

Es bleibt also spannend. Neue Themen kommen hinzu. Und wer weiß, ob ich in 4 Jahren wieder hier bin.

Der damalige FileNet CEO Lee Roberts eröffnet die Konferenz, die unter dem Motto Team to win stand.

Mark Jones,der Producer, hinter den Szenen, der das Programm auf Main Stage koordinierte.

Chas Kunkelmann - unser Steve B. Double bei FileNet - und EMEA Chef Stephan Van Herck.

Fred Janssen, EMEA-Marketingleiter, im berühmten Oranje-Anzug.

Jeroen Krah, Mitglied des Organisationsteams, immer mit Kamera unterwegs.

Ron Ercanbrack, ehemaliger FileNet-Präsident, und Chief Moral Officer Fred Dillon am Checkpoint Charlie

Vor der UserNet gab es ein Fußballspiel mit den Teilnehmern

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Die Imagefabrik oder 'Pimp your profile' - Telekom Presse

Enterprise 2.0 bedeutet weit mehr als News über Facebook hinaus zu schmettern, aber der Einbezug von Verbrauchern und potenziellen Kunden bei Produktentwicklung und Meinungserhebung kann und wird erheblichen Einfluss auf den Erfolg eines Produkts oder Unternehmens haben.

Sehr lesenswerter Beitrag! Beeindruckend und nachdenklich stimmend auch das folgende Zitat von der Plattform Kultiversum, das den Artikel abschließt:

ich muss hier unentwegt originell sein und das strengt mich ungeheuer an ICH KANN EINFACH NICHT UNUNTERBROCHEN WITZIG UND ORIGINELL SEIN dieser performance zwang, ich muss mich hier ständig selbst bewerben mit jedem satz, den ich in diesen von anderen imagekonstrukten wimmelnden raum spreche, muss ich hier auf mich als produkt verweisen UND DAS SCHAFF ICH EINFACH NICHT MEHR

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Favorite Music-Video: Slave To The Rythm - Grace Jones

Nachdem ich heute schon über Amanda Lears Follow Me gestolpert bin, war der Weg zu Grace Jones nicht fern. Abgefahrenes Video:

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Als StarWars Fan muß man das gut finden ...

Danke Ibo. dadurch habe ich es gefunden.

 

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Evernote - Web Clippings und wohl noch mehr

Evernote is a free suite of software and services designed for notetaking and archival. A "note" can be a piece of formattable text, a full webpage or webpage excerpt, a photograph, a voice memo, or a handwritten "ink" note.

Werde Evernote mal die kommenden Wochen testen. Suche ein Werkzeug, mit dem ich "Web Clipping" machen kann, also Ausschnitte aus Webseiten markieren und zur einfachen Wiederverwendung taggen kann. Frei ist das Tool übrigens nur in bestimmten Maße. Ab einer gewissen Speichermenge werden Gebühren fällig.

Habe Evernote auf meinem Mac, dem iPhone und im Firefox installiert. Schaun wir mal.

Hat schon jemand Erfahrungen mit Evernote? Erfahrungsberichte sind sehr willkommen.

P.S. Warte ja sehnsüchtig auf die eigenen Web Clipping Services von IBM Lotus, die über Project Concord geliefert werden sollen.

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Das Enterprise 2.0: Change Management, ständige Veränderung wird Standard | Unternehmer.de

Change Management wird Standard

In den Unternehmen verlieren die klassischen, hierarchischen Organisationskonzepte zunehmend ihre integrierende und steuernde Wirkung. Denn sie waren die Antwort auf eine arbeitsteilig organisierte Gesellschaft. Heute repräsentieren sie in ihrer Starrheit das Gegenkonzept zur gesellschaftlichen Realität und befördern bei vielen Mitarbeitern ein Gefühl von Sinnlosigkeit, das aus einer Diskrepanz zwischen individuellen Erwartungen und strukturellen Bedingungen entsteht.

Hieraus erwächst ein Veränderungsdruck auf die Unternehmen, bei dem es nicht mehr darum geht, Routinen neu zu organisieren, sondern Offenheit und Flexibilität zu initiieren. Veränderung wird sozusagen zum organisationalen Standard. Denn das wirtschaftliche Überleben in der Moderne hängt entscheidend vom Potential zur Erneuerung ab.

Die Tage hatte ich schon einen Artikel von Prof. Dr. Gerald Lembke gezwitschert. Diesmal das etwas ausführlichere Zitat in meinem Blog. Veränderung wird Standard - genau damit wird man zu kämpfen haben, denn sowohl Organisationen wie auch Personen sind sehr oft veränderungsresistent und -renitent. Soll ich schreiben, gerade in Deutschland? Aber es führt kein Weg daran vorbei. Die Mauern des bisher gekannten, arbeitsteilig-hierarchisch organisierten Unternehmens erodieren. Und ja, Hierarchien und im Endeffekt Entscheidungsgewalt wird es weiter geben, dies aber in einer deutlich flexibleren Unternehmensstruktur und -kultur.

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Social-Media-Umfrage: IT-Manager ignorieren Web 2.0 - computerwoche.de

Eine von PR-COM initiierte Umfrage zeigt, dass sich mittelständische Unternehmen kaum mit Social Media beschäftigen. Insbesondere IT-Verantwortliche scheinen von den neuen Kommunikationsmöglichkeiten wenig zu halten. Web 2.0 im Mittelstand ist weiterhin nur ein Randthema.

Daß IT-Verantwortliche vorsichtig sind, ist nur zu logisch. Durch Social Media kommen neue Sicherheitsanforderungen auf sie zu. Aufhalten werden sie den Trend und die Nutzung nicht. Und die großen Unternehmen gehen natürlich in der Nutzung voran. Der Mittelstand auch in Deutschland wird irgendwann nachziehen. Auch hier eine typische Verhaltensweise.

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iPhone und Android-Nutzer greifen am meisten auf soziale Netzwerke zu - Chip.de

iPhone und Android-Nutzer greifen mit Abstand am meisten auf soziale Netzwerke zu. Nicht wirklich erstaunlich.

 

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Das Ende der E-Mail oder E-Mail ist etwas für alte Leute - Computerwoche.de

In der modernen Arbeitswelt wird die elektronische Post zunehmend von Web-2.0-Anwendungen verdrängt werden. Zum Beispiel sei es nicht sehr effizient, Mails mit riesigen Anhängen kreuz und quer durch das Unternehmen zu schicken. Viel zweckmäßiger sei es, den Kollegen und Geschäftspartnern Dokumente auf Cloud-Plattformen oder in sozialen Netzen zur Verfügung zu stellen.

So zitiert Markus Strehlitz in seinem Bericht von der DNUG 2010 in der Computerwoche Chris Crummey und titelt "IBM sieht das Ende der E-Mail" und "E-Mail ist etwas für alte Menschen". Nun denke ich sehr intensiv über beide Aussagen nach, über mein Alter und das Ende von E-Mail. Markus - oder der Titeltexter der Computerwoche - hat es sehr zugespitzt formuliert. Wir sehen aus meiner Warte nicht das Ende der E-Mail. Wir sehen sicher aber, daß E-Mail durch neue Technologien - von Social Software bis Cloud-basierter Collaboration - ergänzt und partiell ersetzt wird. Das ist sicher nicht nur richtig sondern auch notwendig.

Und zu Chris Aussage zum Alter: Ich als Mittelaltriger nutze E-Mail noch sehr stark. Ich erinnere mich aber auch an ein Gespräch auf der DNUG, wo eine Lotus-Kundin mir schilderte, daß ihre Tochter tagelang nicht ihren E-Mail Posteingang geschaut habe und so eine wichtige Nachricht liegen blieb. Kommentar der Tochter: Schick es mir doch stattdessen auf Facebook. Da schaue ich täglich zuerst rein. Ich denke also, Chris Aussage hat einen wahren Kern. Die jüngere Generation nutzt mehr andere Plattformen, soziale Netzwerke, Instant Messaging oder Twitter statt konventionelle E-Mail.

P.S. Ist eine Nachricht in Facebook nicht auch eine E-Mail, nur in einer anderen Inbox? Oder sendet man über Twitter nicht auch eine Nachricht? Die Herausforderung ist - wie ich es in meinem Posting zum Zerfledderphänomen dargelegt habe -, die Übersicht über diese Kanäle zu behalten. Das gilt auch für die berufliche Nutzung, wo es mehrere Nachrichetn- und Informationskanäle gibt und geben wird, die man unter Kontrolle behalten muß. Mit Hilfe von Funktionen, wie wir sie in Project Vulcan - siehe den Bericht in der Computerwoche - planen, soll dies im Unternehmenseinsatz möglich sein.

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Sonntag, 6. Juni 2010

Der soziale Mitarbeiter - besser: Der Social Media-verantwortliche Mitarbeiter - The Social Employee Manifesto

Traditional relationships, roles and leadership models are being challenged every day in our post industrial, social web enabled, information driven, people centric business world. Old approaches to managing employees, with their roots in the industrial society are not adequate for hyper-connected, socially aware employees. We need a new paradigm for getting things done and for empowering a new breed of employee that does not function well in a hierarchal, top down, highly controlled environment.

Eigentlich ist der Begriff Social nun wirklich überstrapaziert. Ich glaube aber, daß dieses Posting sehr sinnvoll die Rolle des Mitarbeiters in unseren heutigen vernetzten Web 2.0-Welt charakterisiert. Es passt zu meinem Posting "Social Media ist JEDER im Unternehmen - Und Controlettis: Ihr habt schon längst verloren". Mitarbeiter sind heute mehr denn je Botschafter ihres Unternehmens und müssen entsprechend ausgebildet werden. Jeder ist Unternehmenssprecher - natürlich nicht im klassischen Sinne, offizielle Unternehmensstatements oder Aussagen zu machen, aber als Repräsentant ihrer Firma oder Behörde. Wir sind in einem Zeitalter, indem sich manche klassische Stellen- und Rollenbeschreibung auflöst, zumindest ändert und die Mauern des bisher gekannten Unternehmens erodieren. Diese These(n) werde ich auch am Dienstag (8. Juni 2010) auf meiner Keynote und am darauf folgenden Tag beim Social Media-Workshop während der DNUG in Berlin vertreten.

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Die künftigen Autos: Smartphones auf Rädern? | FTD.de

Im Zeitalter des Internets kommt dem Auto eine ganz neue Bedeutung zu. Unsere Fahrzeuge werden immer mehr zu Smartphones auf vier Rädern. Das Problem: Wir sind damit total überfordert.
via ftd.de

Wir reden so viel von Mobilität, von unterwegs online sein, von Smart Phones und Tablet Computern. Da ist der Gedanke ja nicht weit, auch das Auto als das "Mobilitätsdevice" Internet-fähig zu machen. E-Mails und Termine direkt im Cockpit des Mittelklasse- oder Oberklassewagens? Oder bald gar Serie, wie es ja mit vielen technologischen Innovationen gegangen ist? Alles Spinnerei? Technologisch sind wir so weit, aber die Autohersteller halten sich noch bedeckt, entsprechende Funktionen freizuschalten. Na, dann nehmen wir Autofahrer halt ihr Smart Phone, SMS'en, telefonieren, mailen darüber - mit den Händen weg vom Steuer. Nicht mißverstehen. Ich plädiere nicht dafür, das Netz während der Fahrt im Cockpit freizuschalten. Wenn, dann bitte nur beim Stehen.

Ein sehr interessanter Artikel mit vielen lesenswerten Aussagen, beispielsweise: Telefonieren während des Autofahrens lenkt ab, als ob man 0,8 Promille hat. Und was ist, wenn man während der Fahrt SMS liest und schreibt? Einstellungen am Navigationssystem vornimmt?

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Samstag, 5. Juni 2010

Living the future » Crowdsourcing im Unternehmen, das Ende des Herrschaftswissens

Heutzutage ist man als Entwickler und “einfacher Mitarbeiter” oft mehr damit beschäftigt, verschiedenste Exceltabellen und Zahlengräber fürs Management zu produzieren, als wirklich zu arbeiten.

Kein Kommentar nötig, nur ein "Unterstreichen".

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Herrschaft der Algorithmen: Die Welt bleibt unberechenbar - FAZ.NET

Immer mehr und immer wichtigere Entscheidungen werden von rechnenden Maschinen getroffen. Längst greifen sie auch in unsere Alltagswelt ein. Aber wer von uns weiß schon, was ein Algorithmus ist und wie er funktioniert und vor allem, wo seine Grenzen liegen? Was wir brauchen ist ein Zeitalter der digitalen Aufklärung.

...

Es genügt nicht, die Techniker im Bedarfsfall als Berater aus ihren Programmierstuben zu holen. Eine digitale Aufklärung, die ihrem Anspruch auf die Durchdringung der digitalen Welt gerecht werden soll, fordert den Techniker und die Gesellschaft. Der Techniker hat die gesellschaftliche Aufgabe, die Fähigkeiten und Unzulänglichkeiten der algorithmischen Entscheidungsberatung transparent zu machen; die Gesellschaft hat die technische Aufgabe, die Algorithmen nicht nur mit Skepsis zu betrachten, sondern ihre Fähigkeiten und Unzulänglichkeiten zu verstehen - sie also von ihrem Anspruch des berechenbaren Zukunftswissens auf den eigentlichen Zweck der partiellen Hilfestellung zurechtzustutzen. Allein blanke Skepsis aber ist kein Filter, sondern eine Verschwörungstheorie.

Ein hochinteressanter Artikel von Jürgen Kuri - stellvertretender Chefredakteur der ct - in der FAZ vom gestrigen Tag. Sehr lesenswert, wie er die Verführungen und Versprechungen der Algorithmen und des Predictive Web unter die Lupe nimmt. Technologie und Algorithmen sollten Hilfsmittel sein, sehr nützliche, aber auch nicht mehr und nicht weniger.

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