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Freitag, 4. Juni 2010

Respekt vor Köhlers Entscheidung / Tendenz zum Cybermobbing

Ich muß doch einige Sätze zur Köhler-Diskussion los werden. Was mir bei vielen fehlt, ist der Respekt vor Horst Köhler. Man kann seine Entscheidung für falsch und es für nicht richtig halten, daß er die Brocken hingeschmissen hat. Ich denke aber, daß man vor der persönlichen Entscheidung einfach Respekt haben und diese so akzeptieren sollte. Es ist unerträglich, wenn dann gewisse typische Parteipolitiker von Fahnenflucht und ähnlichem sprechen und nahezu im gleichen Atemzug bemerken, es werde einmal Zeit, daß aus ihrer Partei jemand Bundespräsident werde. Köhler mag zu dünnfellig sein. Diese Art von Politikern ist zu dickfellig. Und wir haben auch erlebt, daß diese Politiker an ihren Sesseln und Ämtern kleben und nicht wegzubekommen sind.
Zur Diskussion, ob ein Blogbeitrag den Fall von Köhler in Gang gebracht hat und dem entsprechenden ZDF Bericht im Heute-Journal nur eine generelle Bemerkung. Ich glaube nicht, daß es dieser Blogbeitrag war, der ein legitimer Ausdruck der Meinung des Bloggers ist. Ich möchte aber den Blick auf eine neue Tendenz gerade auch auf Twitter richten. Mir scheint, daß hier immer öfter ein Cybermobbing und -banging in Gang kommt. Das war teilweise rund die Lena-Story zu beobachten und jetzt aktuell bezüglich von der Leyen. Auch in den Social Media ist wie in den konventionellen Medien eine Trend, daß "only bad news good news" sind. Und viel zu oft und schnell werden nach dem Schneeball-Prinzip solche News lawinenartig verbreitet. Siehe hierzu das interessante Posting von Julius Endert mit Bezug auf die Thesen von Peter Kruse zur Wechselwirkung klassischer Medien und des Netzes. Mir stellt sich natürlich die Frage, wann es hier zu Manipulatonsversuchen kommen wird oder gar schon gekommen ist. Oder sind dann die Selbstheilungskräfte des Netzes stark genug? Kann man eine Netz- und Medienlawine aufhalten?

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