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Freitag, 3. September 2010

Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie - Wie reagieren die Banken?

Ein recht aufschlussreiches Interview im Schweizer Tagesanzeiger mit einem Ex-Bankmanager der UBS bringt die Kontroverse zwischen Hierarchie und offener Innovationskultur so auf den Punkt:

Tagesanzeiger: Verkaufen Bankberater wissentlich ihren Kunden falsche Produkte?

Klaus Wellershoff: Das glaube ich nicht. Berater müssten ja an langfristigen Beziehungen interessiert sein. Aber Bankberater sind konditioniert und risikoscheu. Würden sie das Risiko mögen, wären sie nicht Banker, sondern Unternehmer geworden. Das grösste Risiko im Banking ist aber nicht, dass der Kunde seine Ziele nicht erreicht, sondern dass man schlechter dasteht als die Konkurrenz. Deswegen machen alle das Gleiche, auch wenn es noch so falsch ist. Diesbezüglich hat kein Umdenken stattgefunden, die Finanzindustrie schläft weiter.

Interessantes Posting, das auf 2 Studien von DB Research Bezug nimmt.

Mit dem Begriff "risikoscheu" in dem zitierten Interview habe ich allerdings angesichts des verbrannten Geldes so meine Probleme ...

Die Frage, die sich mir gerade angesichts des Events IBM Web Take-off stellt, das ich gerade vorbereite: Wie werden Banken auf die immer stärker erwartende Vernetzung ihrer Kunden reagieren? Werden sie so kühn sein, dies gar auf ihren Webseiten zu unterstützen, um so gestaltend und offensiv mit dem Web 2.0 und sozialen Netzen umzugehen? Oder werden die Banken lieber den "risikoarmen" Weg gehen?

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

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