Digital Naiv oder Digital Native. Was ist der "richtige" Weg im und im Umgang mit dem Web 2.0 - und Puzzlesteine zu Essen, Fußball und mehr ...

Freitag, 31. Dezember 2010

"Just as video did not kill the radio star, social media will not kill e-mail." (Phil Green)

Die einen reden vom Ende der Mail, davon, daß soziale Netzwerke E-Mail ersetzen werden. Mein Kollege Luis Suarez postuliert ein Leben außerhalb des E-Mail Posteingangs. Auch ich habe das Thema hier öfters behandelt. Und Phil Green spielt mit dem Titel des guten alten Songs der Buggles, wenn er schreibt:

Just as video did not kill the radio star, social media will not kill e-mail. ...

... Social media was supposed to kill e-mail. E-mail has been in the technology dead pool for quite some time. But while the predictions of its demise run rampant, e-mail still chugs along as one of the most ubiquitous technologies, and replacement is still just water cooler talk.

Und er skizziert auch die größte Schwäche, die E-Mail aus Unternehmenssicht hat:

Perhaps the biggest challenge e-mail faces — and the one that will knock it off its pedestal — is its lack of ability to preserve and share knowledge. Organizations must also constantly deal with the effects of employee turnover associated with natural attrition, retiring workforces and mobility. The need to capture collective knowledge is an essential part of business operations.

Striking the right balance between access, collaboration and control of knowledge and information is an imperative. Looking at a range of socially enabled tools can help build collaborative environments.

In einem weiteren Posting wird zu Greens Artikel unter dem Titel "Enterprise 2.0 Roll-up: You Can Hate it, but You Can't Kill Email" Stellung genommen. Dort wird David Lavenda mit weiteren Gründen pro E-Mail zitiert:

  • A lot of time is spent there — A recent uSamp survey showed that 25% of business people spend half their day in email, and over 75% spend at least two hours every day in email.
  • Important social connections are already maintained in email — The Outlook/Notes contact list is the de facto directory for most business people.
  • It’s packed with important information — Business-critical documents and text messages reside in the Inbox.
  • Next-generation Enterprise 2.0 tools are disruptive and require a change in business user behavior. Perceived marginal utility is low and switching costs/adoption are high

Ich kann beiden Postings nur partiell folgen und halte die Argumentation für irreführend. Daß wertvolle Informationen in isolierten E-Mail Boxen liegen, ist genau einer der Schwächen und aus Unternehmenssicht Gründe gegen E-Mail. Daß wertvolle Kontakte in persönlichen Adressbüchern verwaltet werden - und nicht im CRM System -, ein weiterer Grund, warum Unternehmen E-Mail nicht mögen sollten.

Ja, soziale Netzwerke werden E-Mail nicht ersetzen. Sie werden stattdessen mit E-Mails zusammenwachsen. Der E-Mail Client der Zukunft wird eine Mischung aus uns bekannter E-Mail und sozialem Netzwerk à la Facebook oder XING sein. Die E-Mail Inbox wird sozial. Deshalb glaube ich, daß die Diskussion, ob "Social Media kills the E-Mail Star" irreführend ist.

Und wahrscheinlich werden wir sogar eine Konvergenz von CRM-System, persönlichem E-Mail-Adressbuch und sozialem Netzwerk erleben, durch die Adressen und Kontakte synchronisiert werden. Der Arbeitsplatz von heute mit den Werkzeugen ändert sich, vor allem getrieben durch veränderte Verhaltensmuster und Arbeitweisen der jüngeren Generation und durch die Sprengkraft des sozialen Internets. Wir befinden uns unaufhaltsam auf dem Weg zum Social Workplace, auf dem Weg zum Social Business. Das birgt Risiken vor allem aber Chancen für Unternehmen und Mitarbeiter und Kunden.

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Donnerstag, 30. Dezember 2010

ITSinsider | Social Means Business

And it’s not just IT and Marketing driving these initiatives, either.  Social is touching every business unit in the organization.

...  Going forward, it will not be possible to separate where social media initiatives begin and e20 ends.  And, every customer will tell you they rarely use any jargon when they’re presenting business cases to their executives.  The language they use is rooted in the benefits of social collaboration, not the features.  This is typically different for every company too, and becoming more and more strategic.

This next phase of the evolution of the social business market is about integration.  Social Integration of people, process, and technology.  Integration of Work, Society, and Technology. ...

via itsinsider.com

Nice illustration and logical argumentation, why the term Social Business makes sense as replacement of Enterprise 2.0 and Social Media.

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Mittwoch, 29. Dezember 2010

It's a German thing - Statistiken zu Flattr via netzpolitik.org

It's a German thing - but if it stays a German thing only, it will not succeed. Still missing features like Posterous support etc.

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Social Business 2011 - Zwei interessante Präsentationen von Jeremiah Owyang

Zwei sehr interessante Präsentationen von Jeremiah Owyang zum Thema Social Business. In der ersten Präsentation besonders interessant, ist die ROI Pyramide zu Social Media und Social Business.

In der zweiten Präsentation finde ich die Definition des Social Business Stacks bemerkenswert:

 

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Dienstag, 28. Dezember 2010

Im Winter auf den Strassen ... cooler Spot von Mercedes

Marketing 2011: E-Mail & Social Media integriert

In 2011 wird der Fokus der Marketiers auf E-Mail Marketing und Social Media liegen. Das ergeben zwei Studien, die gerade unabhängig voneinander erschienen sind:

Marketing Tactics on Which Business Executives Worldwide Plan to Increase Spending in 2011 (% of respondents)

via emarketer.com

Und die beiden Taktiken werden immer stärker miteinander integriert werden (müssen), so eine weltweite Umfrage vom November 2010 von StrongMail,. Das bestätigen auch die Ergebnisse der Studie von eCircle, die die größten 6 europäischen Länder analysiert. Hier die Ergebnisse, wie Konsumenten E-Mail, Facebook und Twitter nutzen:

 

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Montag, 27. Dezember 2010

Manager 40+ blockieren Social Media und Social Business? Und ROI gibt es doch!

Eine sehr treffende Charakterisierung des typischen Managers und dessen Einstellung zu Social Media:

Die meisten Top-Entscheider in Unternehmen gehören der Generation 40+ an und stehen den neuen Instrumenten skeptisch bis ablehnend gegenüber und übersehen dabei, dass die stark wachsende Gruppe der «Digital Natives» zunehmend selbst in Entscheiderpositionen Platz nimmt ...
Der typische Manager ab etwa Mitte 40 hält sich für internet-affin und offen gegenüber neuen Techniken. Er bestellt Bahn- oder Flugtickets online, kauft bei Amazon, beteiligt sich aber nicht an den Rezensionen. Er liest neben der Tageszeitung in Papierform Nachrichten online, nutzt aber selten Weblogs, Twitter oder Facebook. Er kommuniziert per Mail und nutzt Xing nur als erweitertes Adressbuch.

via cfoworld.de

Social Media wird - wenn überhaupt - in die PR und Kommunikationsabteilung geschoben und dient dazu, die eigenen Marketingnachrichten in die Welt zu blasen. Als "Entschuldigung" für eine reservierte Haltung wird angeführt, daß der ROI von Social Media nicht nachgewiesen werden könne. Eine Einstellung, die auch ich nur zu gut kenne. Dieselben Manager, die an den ROI von Werbeanzeigen, Direct Mailings, E-Mailings oder Webseiten glauben, stellen den ROI von Social Media infrage.

Wie fragwürdig die Messbarkeit und der ROI der oben genannten Maßnahmen ist, habe ich ja an anderer Stelle schon ausgeführt. Aber eine bunte Werbenanzeige zu präsentieren ist einfacher, als seine Mitarbeiter - von Vertrieb über Marketing bis Service und Produktentwicklung - den individuellen, zeitintensiven Dialog mit Kunden und Interessenten führen zu lassen. Nur langsam setzt sich die Erkenntnis durch, daß die platte Massenbeschallung in vielem Segmenten nicht mehr genügt, da die Kunden unterdessen vollkommen reizüberflutet sind. Sie wollen vermehrt den individuellen Dialog, dass man ihnen zuhört und mit ihnen spricht. Das individuelle Verkaufs- und Beratungsgespräch findet heute vermehrt (und transparent) im Web 2.0 via Social Media statt.

Die Kunden haben dank Social Media unterdessen die Macht, einen solchen Dialog einzufordern. Das Web 2.0 ist eine Transparenzmaschine und macht Produktstärken und -schwächen öffentlich. Dagegen kann sich kein Unternehmen mehr wehren. Statt entsetzt zu bemerken, wie über einen vielleicht sogar negativ gesprochen wird, sollten es Unternehmen anstreben, mit ihren Kunden und Interessenten zu sprechen.

Social Business und der Einsatz von Social Media im Dialog mit Kunden, Interessenten und Opinion Leadern bringt einen ROI. Wir müssen die Erfolge besser dokumentieren und in "Dollares" meßbar machen, damit auch der Manager 40+ das akzeptiert und den höheren personellen Aufwand akzeptiert, den ein Social Business einfordert, denn im Social Business ist jeder Vertreter des Unternehmens nach außen zu Kunden und Interessenten.

Besonders lesenswert und hilfreich zum ROI von Social Media sind die Ausführungen und Folien von Jeremiah Owyang, der die verschiedenen Meßkriterien und -dimensionen von Social Media in einer ROI Pyramide darstellt:

Die Aufgabe an uns Social Business-Evangelisten ist es, eine solche Metrix anzuwenden und "nach oben" zu den Managern 40+ zu kommunizieren.

P.S. Ich bin 40+.

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Freitag, 24. Dezember 2010

Gladbach: Es fehlt der Drecksack, an dem sich das Team aufrichtet - Daumen drücken für Frontzeck & Eberl

Ja, die Stürmer müssen öfters treffen. Keine Frage. Das eigentlich Problem liegt aber für mich in der Defensive. Wir haben in der vergangenen Saison zu viele Gegentore und zu viele Klatschen kassiert. Ich glaube, daß Michael Frontzeck dringend in der Defensivarbeit ansetzen muß. Und diesbezüglich bei unserem Kader etwas skeptisch.

Das hatte ich Ende Juli zur neuen Saison zu meiner Borussia geschrieben. Schwächen in der Defensive und leider hat sich es in einem Maße bewahrheitet, wie ich es nicht gedacht oder befürchtet hätte. Das Defensivverhalten ist eine Katastrophe, teilweise hervorgerufen durch Verletzungen und auf der anderen Seite verschuldet durch persönliche Fehler. Da benutzt man gerne das Wort unentschuldbar. Wer aber selbst Fußball gespielt hat, weiß, daß Fehler passieren und im schlimmsten Falle zu Gegentoren führen. Nur passieren diese Fehler bei der Borussia in einer Fülle, die katastrophale Folgen hat.

Was mich besonders bedenklich stimmt, waren die Klatschen, die wir kassiert haben. In der vergangenen Saison Hannover, in dieser Runde Frankfurt und Stuttgart. Das kann einmal passieren, aber nicht dreimal. Ich vermisse in der Mannschaft den Charakter und die Führungskräfte, die in solchen Situationen den Laden zusammenhalten. Die Klatschen sind ja teilweise mit Brouwers und Dante passiert, deren Fehlen oft als Ursache der Misere genannt wird. Leider haben sich auch beide Torhüter nicht mit Ruhm bekleckert, zuerst Bailly mit Fehlern und immer wieder einschlagenden Weitschüssen, nun Heimeroth als Fliegenfänger. Der gesamte Defensivverbund funktioniert nicht, angefangen von den Außenverteidigern bis zum defensiven Mittelfeld und zur Defensivarbeit. Daems und Levels sind - so scheint es - feine Kerls, aber ihnen scheint doch hier und da die Schnelligkeit und Qualität zu fehlen. Marx und Bradley kriegen das defensive Mittelfeld nicht dicht.

Eine große Enttäuschung ist für mich Arango, der sicher kein Defensivkünstler ist. Er wurde aber einmal als Führungsspieler gekauft und das ist er sicher nicht. Er fällt - wie viele andere - nur in die Kategorie Mitläufer. Und das dürfte das oben schon skizzierte Problem sein. Es fehlen die oder der Führungsspieler, die auch mal verbal und von der ganzen Körpersprache das Kommando übernehmen. Die devote, geknickte Körper- und Kopfhaltung kann man sich kaum anschauen. Idrissou - dazu braucht man nichts zu sagen. Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet und gegebenenfalls sollte man Konsequenzen ziehen. Bobadilla verzeihe ich seine rote Karte. Er war mit Herzen und Einsatz in der Saison dabei und der südamerikanisch, temperamentvolle Aussetzer sei verziehen. De Camargo gibt Hoffnung. Daß, was von ihm zu sehen war, sah gut aus.

Lichtblicke sind für mich Reus, Herrmann und Neustädter, eventuell auch Wissing. Das sind für mich 3-4 junge Kerls, der viel Talent haben und denen der Führungsspieler fehlt, an dem sie sich auch mal aufrichten können. Vielleicht brauchen wir eine Kampfsau mit auch dreckiger Spielweise wie einen van Bommel, damit sich die Mannschaft an so jemanden orientiert. Man denke an einen Effenberg. Dort sehe ich - Hanke hin, oder Hanke her - den größten Handlungsbedarf: einen charakterstarken Defensivspieler für das Mittelfeld holen. Und - sorry, lieber Heimeroth und Bailly - vielleicht sollten wir über einen anderen Torhüter nachdenken.

Die Mannschaft hat theoretisch das Potential und die Stuttgarter haben in der vergangenen Saison gezeigt, daß man unten rauskommen kann. Dazu muß sich aber sofort im Januar einiges ändern. Ich drücke natürlich alle Daumen, denn den dritten Abstieg muß ich nicht erleben (und das Gelästere der lieben Kumpels ertragen). Zur Trainersituation: Aus der Ferne ist es sehr schwer zu beurteilen, ob Frontzeck Fehler macht. Prinzipiell finde ich es gut, daß man zusammensteht und die Krise gemeinsam bewältigen will. Der Druck vom sicherlich anspruchsvollen und schwierigen Umfeld ist riesengroß. Der Zusammenhalt ist Risiko, aber auch eine Chance. Ich wünsche (mir und) dem Management- und Trainerteam, daß sie es zusammen schaffen und dann auch gestärkt aus dieser Krise herausgehen, um nach dem Modell Werder Bremen gute Zeiten zu haben und schlechte Zeiten gemeinsam durchzustehen.

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Montag, 20. Dezember 2010

Jay Baer: No just do Social Media, value a social Corporate Culture

Jay Bear hat einige interessante Trends zum Thema Social Media in 2011 vorausgesagt:

2011 will be the year of convergence and integration. Fueled partially by consolidation, mergers and acquisitions, and partially by API mashups, we’ll see huge progress in unifying social communication. We’ve been talking about “one-to-one marketing” for 20 years, but in 2011 we’ll finally start to see it become a reality.

Sehr optimistisch, finde ich. Zwar werden diverse Services miteinander integriert, aber wir sind wohl noch lange von einer homogenen Social Media-Welt entfernt, die steuer- und analysierbar ist. Oder wie ist Eure Meinung dazu?

Brillant finde ich das folgende Statement von Baer:

A corporate culture that values being social, not just doing social media. If your C-suite doesn’t really care about being open and social with your customers, your company will struggle to be great at social media. You can’t fake caring.

 

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Sonntag, 19. Dezember 2010

2011 - Das Jahr für "Social Business" - IBM's Alistair Rennie & Gartner zu Trends 2011

2011 scheint das Jahr zu werden, wo Social Software und Social Media den endgültigenbreiten Durchbruch schaffen. Darum ging es auch in einem Interview, das Technorati mit Alistair Rennie, dem General Manager für IBM Collaboration Solutions, führte. Alistair leitet seit Anfang 2010 den Bereich, zu dem u.a. die Lotus-Produkte, aber auch WebSphere Portal gehören (und für deren Vermarktung ich in Deutchland zuständig bin). Hier einige interessante Zitate:

But the shift to embracing social is no longer about just blogs, wikis and tweets. Now, social software is fundamental to real work getting done. Social is fundamental to business. In 2011, we'll see widespread adoption of social in the enterprise as organizations understand the ROI that can be achieved, accompanied by the advances in mobility.

Alistair beschreibt in dem Interview auch, wie soziale Funktionen in immer mehr Lösungen eingebettet werden - Cognos 10 ist das aktuelle Beispiel von IBM - und wie soziale Funktionen fundamental das Geschäft verändern. Deshalb hat auch der Begriff Social Business durchaus seine Berechtigung:

We see social business as a desired end state by organizations who are applying emerging technologies to organizational, cultural and process changes that will ultimately improve business performance.

In an increasingly connected global environment, we see 'push' marketing via traditional channels, and control over brand image and brand communication as a thing of the past. A social business builds brand-equity through communities and dialogue, and drives advocacy and more sales through trusted relationships. It's really all about the people.

Diese Kommentare von Alistair gehen einher mit den Prognosen, die u.a. auch Gartner für 2011 trifft. Tom Eid, Research Vice President von Gartner, sagt:

"Social software improves the connectedness of workers, promotes collaboration and helps capture informal knowledge. Social software excels in business contexts that leave room for individuals to interact informally, brainstorm, explore ideas, and encourage or challenge peers. Specific business value can be derived through customer intimacy, product/service excellence, operational effectiveness and creating innovation.

Gartner sieht eine direkte Beziehung von Social Software-Angeboten als Software as a Service (SaaS) in der Cloud und Enterprise Social Software mit deutlichen Umsatzzuwächsen in 2011. Insbesondere für den Mittelstand seien solche Angebote eine sehr valide Alternative. Nicht umsonst hat Gartner Social Software auch unter die Top 10 Trends für 2011 aufgenommen:

Social Communications and Collaboration.  Social media can be divided into: (1) Social networking —social profile management products, such as MySpace, Facebook, LinkedIn and Friendster as well as social networking analysis (SNA) technologies that employ algorithms to understand and utilize human relationships for the discovery of people and expertise. (2) Social collaboration —technologies, such as wikis, blogs, instant messaging, collaborative office, and crowdsourcing. (3) Social publishing —technologies that assist communities in pooling individual content into a usable and community accessible content repository such as YouTube and flickr. (4) Social feedback - gaining feedback and opinion from the community on specific items as witnessed on YouTube, flickr, Digg, Del.icio.us, and Amazon.  Gartner predicts that by 2016, social technologies will be integrated with most business applications. Companies should bring together their social CRM, internal communications and collaboration, and public social site initiatives into a coordinated strategy.

Hier eine Gegenüberstellung der Gartner Trends 2010 und 2011:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

via checkpoint-elearning.de

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Samstag, 18. Dezember 2010

Lesetipp: Simon Schweitzer - immer horche, immer gugge: Erste Sachsenhäuser Kriminalgeschichte

Simon Schweitzer immer horche, immer gugge

Das ist der erste Krimi rund um Simon Schweitzer, den Sachsenhäuser Hobbydetektiv, leicht schrullig und frankfordderisch. Wer Miss Marple und ähnliche schrullige Detektive mag, wird auch Simon Schweitzer mögen. Und wer ein wenig Frankfurter Lokalkollorith atmen will - den Geruch von Äpplewoi und Handkäs, über den nackten Jörg mehr erfahren möchte, Ereignisse hibbdebach und dribdebach -, dem seien die Demant-Krimis sehr empohlen.

Ich nutze Simon Schweitzer's Motto übrigens unterdessen immer wieder in meinen Social Media-Vorträgen, wenn es um Social Media Monitoring geht: Immer horche, immer gucke (dann klappt das auch mit Themen finden, bloggen und zwitschern).

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FAZ mit BILD-Niveau: "Um den Job gebloggt"

Für den Aufreger des Tages sorgt (nach der gestrigen erneuten Niederlage meiner Borussia) heute die FAZ. In Beruf und Chance ist ein  ausführlicher Artikel unter der Überschrift "Um den Job gebloggt" erschienen, der folgendes Intro hat:

Früher lästerten Mitarbeiter in der Kantine um den Chef, heute in Internet. Die Folgen können schwerwiegend sein: es droht die fristlose Kündigung.

Danach wird von der Autorin ein amerikanisches Beispiel aufgeführt, wo jemandem fristlos aufgrund eines Tweets gekündigt wurde. Liebe Autorin, so schnell kann man in Deutschland nicht kündigen. Da gibt es das Mittel Abmahnung. Und da gibt es einen Betriebsrat. Losgelöst davon: Wer Betriebsgeheimnisse im Netz ausplaudert, wer dort über seinen Chef und sein Unternehmen herzieht, der hat - um es vorsichtig zu formulieren - nicht nachgedacht. Und der hat auch schon vorher an der Theke in aller Öffentlichkeit geplaudert.

Ja, Social Media Gudelines sind eine sinnvolle Angelegenheit und Unternehmen sollten diese haben und Mitarbeiter im Umgang mit Social Media schulen. Und diese Medienkompetenz zu lehren ist eine Aufgabe von Kindes Beinen an, von Eltern, Kindergarten, Schulen, Universitten, Betrieben, Volkshochschulen.

Dem Artikel fehlt leider jegliche Ausgewogenheit. Die Autorin beleuchtet einseitig vermeindliche Risiken. Welche Chancen und Vorteile das Engagement von Mitarbeitern in Social Media Unternehmen bringen kann, fällt komplett unter den Tisch. Liebe Autorin, auch das kann man recherchieren. Nein, das muß man als gute Journalistin recherchieren. Die FAZ, zu der ich aufgrund meiner Ausbildung als Journalist und meiner Tätigkeit (ich habe mal einige Monate während meines Studiums dort gejobbt) eine durch aus positive emotionale Beziehung hatte, bewegt sich hier au BILD-Niveau. Inhalte und sachliche Aufklärung werden nicht nur einer reißerischen Überschrift mit anschließendem Intro geopfert, auch das Thema wird einseitig polemisch dargestellt. Voll daneben und einer Qualitätspublikation nicht würdig.

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Dienstag, 14. Dezember 2010

Rise of the networked enterprise: Web 2.0 finds its payday - McKinsey Quarterly

A new class of company is emerging—one that uses collaborative Web 2.0 technologies intensively to connect the internal efforts of employees and to extend the organization’s reach to customers, partners, and suppliers. We call this new kind of company the networked enterprise. Results from our analysis of proprietary survey data show that the Web 2.0 use of these companies is significantly improving their reported performance. In fact, our data show that fully networked enterprises are not only more likely to be market leaders or to be gaining market share but also use management practices that lead to margins higher than those of companies using the Web in more limited ways.

Should we call this Social Business? Interesting results from McKinsey

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Freitag, 10. Dezember 2010

Google vs. Facebook: Was Facebook mit seinem E-Mail-Dienst wirklich vorhat - WirtschaftsWoche

Entscheidend wird die Frage sein, wer in Zukunft das soziale Profil der Nutzer im Internet kontrolliert; die Informationen, für was sich die Nutzer interessieren, wen sie kennen und worüber sie sich mit ihren Freunden austauschen. Denn längst melden sich Millionen Menschen mit ihren Google- oder Facebook-Accounts bei Abertausenden Seiten im Netz an.

Die Mitgliedschaften bei Facebook und Google werden zu sozialen Profilen, und die entwickeln sich zu einer Art elektronischem Personalausweis. Wer ihn kontrolliert und damit das Reiseprofil der Internet-Nutzer kennt, kennt zugleich die wichtigsten Seiten, Themen und Trends im Netz. Dieses Wissen ist wertvoll. Und angesichts des Facebook-Erfolgs wird man bei Google nervös.

Guter Artikel zu Google versus Facebook. Und nicht vergessen: beide verdienen ihr Geld mit dem Verkauf nutzerspezifischer Werbung,

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Donnerstag, 9. Dezember 2010

Eine Muss-Lektüre für alle Manager: Die Trend-Kolumne: Gnadenlose Transparenz (auf manager-magazin.de)

Ein sehr kluger, in fast allen Punkten richtiger und lesenswerter Beitrag von Andreas Steinle, der auch genau an der richtigen Stelle - im Manager Magazin - erschienen ist. Zu oft kommunizieren wir die Nachricht in den Web 2.0-Zirkeln und diese werden so von den Managern gar nicht wahrgenommen. Hier einige Zitate, die mir besonders gut gefallen:

Auf der einen Seite wollen Unternehmen ihre Innovationskraft erhöhen und wissen: Wie klug, innovativ und zukunftsfähig ein Unternehmen in der Kreativ-Ökonomie sein wird, hängt entscheidend davon ab, wie frei das Wissen zirkulieren und der kommunikative Austausch stattfinden darf. Dafür bieten soziale Netzwerke den geeigneten Nährboden. Und warum sollten Mitarbeiter in zwei getrennten Wissens- und Kommunikationswelten leben?

Auf der anderen Seite will das Management die Zügel nicht aus der Hand geben. Doch was in den sozialen Netzwerken passiert, lässt sich nicht steuern. Wie es überhaupt immer schwieriger wird, in einer vernetzten Welt, Information und Kommunikation dirigistisch zu kontrollieren.

Sehr schön der Kommentar zum Verbot von Social Media am Arbeitsplatz, den einige deutsche Unternehmen ausgesprochen haben:

 Was lässt sich mit so einem Verbot also verhindern - außer der Motivation der Mitarbeiter? Die junge Arbeitskräfte-Generation ist mit Facebook und anderen sozialen Netzwerken aufgewachsen. Sie will sich mitteilen - und zwar ständig und in Echtzeit.

E-Mail ist für sie ein altmodisches Medium, das kurz vor dem Aussterben steht. Kommunikation organisieren sie über Instant-Messaging und Chats, die immer häufiger in Social Networks eingewebt sind. Verbietet man ihre Nutzung, fühlt sich die Generation Facebook so, als würde sie von der Sauerstoffzufuhr getrennt.

Auch die Bemerkung zum Thema E-Mail trifft es aus meiner Sicht. Ich habe mich dazu ja auch schon geäußert und denke, dass wir eher auf dem Weg zu einer neuen Form von Sozialer Inbox sind und Funktionalitäten sozialer Netzwerke viel stäkrer in den Mittelpunkt rücken werden. Zu dem Thema passt ja auch Dateien per E-Mail versenden sollte out sein .... Wesentlich wichtiger als der technische Aspekt ist jedoch die veränderte Geisteshaltung. Gerade die jüngere Generation scheint offener bereit zu sein, Informationen und Wissen zu teilen und nicht Herrschaftswissen zu bunkern. Mit höherer Transparenz haben sie offensichtlich weniger Probleme, während ich an anderer Stelle doch deutlich die Bedenkenträger vernehme, die von unerlaubter Leitungskontrolle sprechen, mit Gesetzen und Betriebsrat drohen. Sicher ist der gläserne Mitarbeiter nicht wünschenswert und manche Dinge gehlren nicht kontrolliert. Jedoch erfordert Innovation aus meiner Sicht den offenen Austausch von Wissen, das transparent machen von Wissen. Auf einer Tagung der Hochschule St. Gallen haben wir Social Media als Transparenzmaschine bezeichnet. Auch ich persönlich finde es gut so:

Der Geist geht nicht zurück in die Flasche

Verbote taugen da nur wenig. Der Geist, der einmal aus der Flasche entwichen ist, lässt sich nicht wieder einfangen. Klüger erscheint es, die kommunikative Power der Mitarbeiter in die richtige Richtung zu lenken.

 

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Mittwoch, 8. Dezember 2010

Von Nullen und Einsen: Die Daten kriegt man nicht mehr in die Tube - WirtschaftsWoche

Die Freigabe großer Informationsmengen kann nämlich schlichtweg auch dazu dienen, Interessantes zu verstecken. Trotz großer Fortschritte in der Datenbank- und semantischen Wortanalysetechnik kann es sein, dass man es mit einer Nadel im Datenhaufen zu tun bekommt. Und Journalisten und Aufklärer sind bislang nicht oder nur unzureichend darauf vorbereitet, jagten sie bislang doch Geheimnissen in der realen Welt nach, nicht Geheimnissen in bereits auf der Festplatte liegenden Gigabyte-Bergen.

...

In einer offenen Gesellschaft zu leben, in der immer mehr Menschen immer mehr Zugriff auf wichtige Daten haben, mag den ein oder anderen erschrecken und >harte Reaktionen hervorrufen. Doch ein Zurück gibt es nicht. Journalisten und Experten, Nutzer und Whistleblower müssen das Beste daraus machen. In die Tube geht diese Zahnpasta nicht mehr.

Ich will hier gar nicht auf das Thema Analytics eingehen. Da tut sich ja eine Menge. Viel wichtiger ist mir die Bemerkung von Ben Schwan zur offenen Gesellschaft. Das Internet ist eine Transparenzmaschine. Das mag dem ein oder anderen nicht schmecken, aber es ist zum Glück nicht zu ändern.

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Silicon.de: Wie das iPad Android hilft, in die Unternehmen zu kommen

Poste einen Beitrag hier quer, der auf Silicon.de erschienen ist. Das Posting basiert auf Artikeln, die ich zum Thema Apple und iPad geschrieben habe, ist aber gerade am Ende nochmals komplett überarbeitet worden und bietet dort neue Gedanken. Die ursprünglich von mir vorgeschlagene Überschrift war Mac'ern im Unternehmen und wie das iPad Android hilft, in die Unternehmen zu kommen.

"Es genügt auch nicht mehr, dem Management Blackberries zur Verfügung zu stellen", sagt IBM-Manager Stefan Pfeiffer. Für silicon.de beschreibt er, welche Erfahrungen er mit der Apple-Welt gemacht hat und welche Folgen iPad & Co für die IT-Landschaft haben.

Es gibt genug Gründe, Apple und seiner Produktpolitik kritisch gegenüber zu stehen, etwa den Zwang in den geschlossenen App-Store mit nur schwer durchschaubaren Regeln, das rigorose Verhalten gegenüber anderen Unternehmen bei der Verwendung ähnlicher Namen oder die teils brüske Art, mit Kritik von Kundenseite umzugehen (Stichwort "You're holding it the wrong way").

Ich gebe aber zu, dass mich die Technologie trotzdem weiterhin begeistert und ich in einer nahezu homogenen Apple-Welt sehr zufrieden lebe. Seit Juni 2009 nutze ich ein privat erworbenes weißes 13 Zoll MacBook als Arbeitsplatzrechner im Job. Es handelt sich um eine ältere Baureihe, aufgerüstet auf 3 GB Hauptspeicher und eine 500 MB Festplatte. Und noch immer bin ich von der Geschwindigkeit im Vergleich zu Windows absolut begeistert. Während Kollegen noch ihren Rechner hochfahren, ist mein Rechner schon lange einsatzbereit. Auch die Programme, die ich für meine tägliche Arbeit brauche, laden deutlich schneller. Kaum noch Zeit, um wie früher in Ruhe meinen Kaffee zu holen, während die Maschine startete...

Auf dem Mac nutze ich Lotus Notes als Collaboration Client inklusive Instant Messaging, Lotus Symphony als Office-Paket und daneben einige Tools wie Skitch für Grafiken, Skim als PDF Reader, Norton als Sicherheitspaket, Evernote als elektronischen Spickzettel, Gruml als Google-kompatiblen RSS Feedreader, Hootsuite als Social Media-Client sowie neben Sametime Skype und Adium zur Kommunikation. Viele andere Geschäftsanwendungen laufen – Stichwort Arbeitsplatz in der Cloud –, sowieso im Browser, wodurch die Hardware-Platttform kein Problem darstellt. Die Zeiten, wo IE6 für Webanwendungen gebraucht wurde, sind vorbei und ich bin mit Firefox als Browser unter OS X hoch zufrieden. Also nix zu meckern auf dem Mac im Unternehmenseinsatz.

Neben dem MacBook haben sich über die Jahre eine Reihe weiterer Apple-Produkte angesammelt, vom "uralten" 60 GB iPod über das iPhone 3G und iPad mit 32 GB bis hin zur TimeCapsule Backup-Lösung. Auf iPhone und iPad synchronisiere ich meine E-Mails und weitere Geschäftsanwendungen und -dateien, so dass ich mobil die wichtigsten Aufgaben meiner täglichen Arbeit erledigen kann.

Gerade das iPad hat eine Flut an Artikeln und Kommentaren hervorgerufen, die sich mit dem Thema Apple generell und der Tauglichkeit für den Geschäftseinsatz insbesondere auseinandersetzen. Auf silicon.de finden sich verschiedene Umfragen, die die Vorteile von Apple-Geräten in Unternehmen zeigen. Die genannten Ergebnisse in Sachen Produktivitätsgewinn decken sich mit meinen persönlichen Erfahrungen. Neben dem Mac wird jedoch vor allem das Tablet von Apple einen großen Einfluss auf Unternehmen haben.

Gartner zum Beispiel empfiehlt den Unternehmenschef, sich persönlich in die Diskussion um das iPad einzuschalten und einen Dialog mit ihren IT-Abteilungen rund um den Sinn des iPad für ihre Unternehmen zu beginnen. Ein Grund dafür ist laut dem Analystenhaus, dass sich die Mitarbeiter im Privaten verstärkt diesen Produkten zuwenden und dementsprechend erwarten, dass diese auch von ihren Unternehmen unterstützt werden. Dieses Phänomen bezeichnet Gartner als Consumerization. Unternehmen müssen und sollten sich darauf einstellen, dass neue Geräte, die die Anwender aus der privaten Nutzung kennen, an die Türen der Unternehmens-IT pochen.

Auch mein Arbeitgeber IBM sah sich mit dem Thema konfrontiert und geht konstruktiv damit um. Mitarbeiter wie ich dürfen Mac's als Arbeitsgerät benutzen. Eine entsprechende Infrastruktur für VPN-Zugang wird ebenso wie Security-Werkzeuge zur Verfügung gestellt. Daneben gibt es aber keinen Support durch eine offizielle Hotline. Stattdessen hat sich eine weltweite Community von Apple-Anwendern auf dem Intranet organisiert, die Social Software nutzen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Wenn ich ein Problem habe, gehe ich in diese Community und finde dort meistens die Lösung oder hinterlasse eine Frage, die in der Regel sehr schnell gelöst wird. Wenn das nicht auch ein gutes Beispiel für Enterprise 2.0, für offenen Wissensaustausch, unbürokratisches Teilen von Informationen, Engagement der einzelnen Mitarbeiter und die Weisheit der Massen ist?

Natürlich bin ich nicht so naiv, diese Lösung für alle Unternehmen als gangbar zu erachten. Zwar sollte man seinen Mitarbeitern manches im positiven Sinne zutrauen, aber nicht jeder ist ein Hightech-Konzern, dessen Mitarbeiter sich logischerweise wesentlich enger mit IT-Themen auseinandersetzen. Und natürlich gibt es Hürden und Stolperfallen. silicon.de hat diese in einem Artikel rund um den Einsatz von Apple in Unternehmen sehr gut zusammengefasst.

Für mich steht jedoch fest, dass sich die Zeit von Windows als monopolistischem Standardbetriebssystem unaufhaltsam dem Ende zuneigt. Und es genügt auch nicht mehr, dem Management Blackberries zur Verfügung zu stellen. Das iPhone hat deutlich an die Tür des Unternehmens geklopft, das iPad stößt diese Tür weit auf (und die Macs schlüpfen vielleicht durch die Hintertür hinein). Die Unternehmens-IT sieht sich einer Allianz von Führungskräften, die das neueste Spielzeug haben wollen, und Anwendern, die die Geräte privat nutzen, gegenüber. Ich bin mir sicher, dass diese Zangenbewegung zu einer breiteren Verwendung von iPads, iPhones und Macs in Unternehmen führen wird.

Doch damit nicht genug. Ironischerweise öffnet Apple insbesondere mit dem iPad auch die Tür für Android-Geräte. Android-Tablets und Smart Phones werden ebenfalls erfolgreich sein, wie schon jetzt die Verkaufszahlen zeigen. IT-Abteilungen haben es also künftig mit multiplen Gerätetypen zu tun, mit Tablets, Notebooks, Computern, Netbooks und Smart Phones unter verschiedenen Betriebssystemen. Sie werden diese Vielfalt beherrschen und managen müssen. Ich wünsche und hoffe, dass sie proaktiv die Verwendbarkeit prüfen, Sicherheitsregeln und -werkzeuge vorgeben und die Nutzung für ihre Mitarbeiter freigeben, statt einfach überrollt zu werden. Doch auch die Software-Anbieter haben zu tun. Sie werden ihre Programme auf den wichtigsten Plattformen mit dem notwendigen Funktionsumfang und einer für die jeweiligen Geräte optimierten Benutzerführung zur Verfügung stellen müssen. Viele Lösungen werden in den Browser und in die Cloud wandern, um sie so von allen denkbaren Endgeräten aus bedienen zu können. Megatrends wie Cloud, Web 2.0/Enterprise 2.0, neue Arbeitsweltkonzepte und Mobility – getrieben durch iPad, iPhone und Android – kommen derzeit zeitgleich zusammen und verändern auch die bisher gekannte Unternehmens-IT dramatisch.

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Dateien per E-Mail versenden sollte out sein ...

Es ist ein Thema, das schon seit Jahren relevant ist: Das Versenden von Dateianhängen per E-Mail. Dieser Tage hat mich Kollege Dr. Peter Schütt auf eine Studie aufmerksam gemacht, die zu folgendem Ergebnis kommt:

  83% of email users prefer to email documents back and forth, instead of uploading the document on a public folder, shared drive, or workspace.

Das Ergebnis wundert mich nicht, denn es spiegelt meine persönlichen Erfahrungen wider. Für immer in Erinnerung werde ich eine E-Mail eines Kollegen behalten, der über 40 MB Dateianhänge an einen wirklich großen Verteiler verschickte. Sinnigerweise war dieser Kollege auch noch für eines unserer Werkzeug zum Dokumenten- und Dateimanagement zuständig.Der Befehl Per E-Mail senden ist in der Textverarbeitung, der Tabellenkalkulation oder dem Präsentationsprogramm nur zu einfach ausgeführt. 78 % der Befragten sagten, dies sei einfach die schnellste Option. Und 48 % bemerkten, daß sei einfach das, was sie kennen. Als weitere "Entschuldigung" nannten die Interviewten Unkenntnis der entsprechenden Werkzeuge zum Dateimanagement, unkomfortable Bedienung der Tools sowie schwere Wiederauffindbarkeit der Dateien.

Dabei sollte eigentlich klar sein, daß Dokumente und Dateien aus verschiedensten Gründen in ein System zur Dateiverwaltung gehören. Was ist nun dieses System? Ich komme aus der Welt des Enterprise Content Managements (ECM) und Dokumentenmanagements (DMS). Über viele Jahre habe ich mich mit der geordneten Ablage von Dokumenten, mit Versionierung, Zugriffsverwaltung und korrekter Verschlagwortung auseinandergesetzt und diese Nachrichten im Markt gepredigt. E-Mail Management, das geordnete Ablegen, Archivieren und auch Löschen von Nachrichten und Dateianhängen ist ein Thema, mit dem ich mich auf vielfältige Weise kontrovers mit erhöhtem Blutdruck oder spielerisch auf der Bühne auseinandergesetzt habe.

Es gibt vielfältige Gründe für E-Mail und Dokumentenmanagement: Das reicht von der banalen Entlastung der Speicherkapazität des E-Mail-Kontos eines Anwenders über gesetzlichen Vorschriften zur Aufbewahrung handels- und steuerrechtlicher Dokumente (und das sind auch E-Mails und Dateianhänge) zu Optimierung dokumentenzentrischer Geschäftsprozesse (Sach- und Fallbearbeitung) bis hin unternehmensweitem Knowledge Management, der Verwaltung und Aufbewahrung von Wissen, das für ein Unternehmen wichtig ist. Dem gegenüber stehen die oben genannten Aussagen der Befragten. Offensichtlich sind unsere geliebten Systeme zum Dokumenten- und Dateimanagement noch immer zu schwer zu bedienen. Die Anwender wollen keine umfangreichen Masken ausfüllen, um Dateien mit Metadaten zu versehen. Sie wollen nicht umfangreiche Zugriffseinstellungen vornehmen, entscheiden, ob sie anderen Benutzern Lese- oder Schreibrechte geben wollen. Sie wollen die Dateien und Dokumente schnell und unkompliziert wiederfinden, durch eine logische Baum- und Ordnerstruktur, einen "google-artigen" einfachen Suchmechanismus oder über die "Web 2.0-nulligen" Tags.

Das sind Aufgaben, die an uns Anbieter von entsprechenden Lösungen gestellt werden und auf die wir hören sollten. Einfache Bedienung muß im Vordergrund stehen. In guter Erinnerung habe ich ein PlugIn, das mich beim Versenden von Dateien in Lotus Notes fragte, ob ich die Datei als Anhang oder als Dateilink verschicken will. Wählte ich die Option Link, so wurde die Datei in einer von mir voreingestellten Lotus Quickr-Dokumentenbibliothek abgelegt. Die Empfänger der E-Mail bekamen einen Link und konnten so auf die Datei zugreifen. Das ist schon ein sehr guter Ansatz, um Dateien innerhalb des Unternehmens nicht mehr als Anhang zu versenden, sondern diese geordnet abzulegen. An die Grenze stieß diese Lösung, sobald Dateien das Unternehmen verlassen und mit Kunden oder Partnern geteilt werden sollen.

Doch sind auch hier technische Lösungen denkbar. Ich bin persönlich in vielen Fällen dazu übergegangen, Dateien, die ich mit "Externen" teile, in die Cloud zu legen und dann als Link zu verschicken. Unsere IBM-Lösung LotusLive bietet dafür ja alle Optionen, denn ich kann nicht nur dort Dateien ablegen. Ich kann auch beliebig viele "Externe" als Gast einladen und mit diesen "Gästen" die Dateien teilen und gemeinsam bearbeiten - ohne jegliche Kosten für die "Gäste" oder mich. Aber es sind einige Arbeitsschritte nötig: Datei heraufladen (geht aus Lotus Symphony immerhin mit einem Mausklick), prüfen, ob der oder die Empfänger bereits ein LotusLive-Konto haben, diejenigen, die kein Konto haben, einladen und dann Link versenden, Zugriffsrechte vergeben. Ist das so schnell, wie einfach eine Datei versenden (siehe oben)? Ehrlich gesagt, nein. Wenn ich weitere meiner Kollegen von dieser Art, Dateien per LotusLive zu teilen, überzeugen will, muß es in einem Arbeitsschritt ohne manuelles Zutun desjenigen, der die E-Mail mit Anhang versenden will, geschehen. All die oben beschriebenen Schritte müssen im Hintergrund passieren, um "den gemeinen Anwender" zu gewinnen. (Ich arbeite noch daran, daß wir dieses PlugIn entweder über unsere Unversitätspartnerschaften oder IBM-intern entwickelt bekommen.)

Dateien per E-Mail versenden ist also out .... Oder besser: Dateien per E-Mail versenden sollte out sein und durch elegante Mechanismen ersetzt werden, die ein komfortables Teilen von Dateien und Dokumenten erlauben. Oder noch besser: E-Mail sollte dort wo es sinnvoll ist durch leistungsfähigere Werkzeuge zur Zusammenarbeit ersetzt bzw. ergänzt werden: Wikis, Blogs, soziale Netzwerke, Instant Messaging. Noch ist die deutliche Mehrzahl der Mitarbeiter in Unternehmen primär auf E-Mail, in umfangreichen Tabellen und endlosen Präsentationen. Jedoch deutet sich ein Paradigmenwechsel an (der sicher seine Zeit brauchen wird, aber auch unaufhaltsam ist). Gerade die jüngere Generation lebt nicht mehr in der E-Mail Inbox. Sie nutzen stattdessen viel mehr soziale Netzwerke und andere Web 2.0-Werkzeuge, wie diverse Studien auch belegen.

Doch es geht um mehr als nur um einen Technologiewechsel von E-Mail zu Social Software. Es geht vor allem um einen Geisteswandel hin zu mehr offenem Teilen von Informationen. Es geht um den Weg heraus aus der persönlichen Inbox hin zum sozialen Netzwerk, zur neuen Form des Posteingangs, zum Social Workplace. Nicht nur E-Mail, auch Dokumentenmanagement, Portale und Intranets werden nicht verschwinden, aber sie werden sich ändern. Die Art und Weise, wie Informationen im privaten Web 2.0 geteilt werden, wird sich auch in das Enterprise 2.0 übertragen. Eher früher, denn später, als manche denken.

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Dienstag, 7. Dezember 2010

IDC-Prognose: Cloud, Mobile Computing und Social Business wachsen zusammen

IDC prognostiziert, daß die bisher getrennten Technologiensegmente Cloud-Services, Mobile Computing und soziale Netzwerke in 2011 marktreif und zu einer neuen Mainstream-Plattform zusammen wachsen. Das ist natürlich hochinteressant für meinen "Daily Job" und bietet gute Perspektiven für 2011 und darüber hinaus. Besonders ermutigend sind die Prognosen speziell für Social Business-Lösungen, die demzufolge vor allem im Mittelstand Einzug halten werden, so die Prognose:

Meanwhile, social business software has gained significant momentum in the enterprise over the past 18 months and this trend is expected to continue with IDC forecasting a compound annual growth rate of 38% through 2014. In a sure sign that social business has hit the mainstream, IDC expects 2011 to be a year of consolidation as the major software vendors acquire social software providers to jump-start or increase their social business footprint. Meanwhile, the use of social platforms by small and medium-sized businesses will accelerate, with more than 40% of SMBs using social networks for promotional purposes by the year's end.

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Cloud Services, Mobile Computing und soziale Netzwerke werden zu einer neuen Mainstream-Plattform zusammen wachsen, meint IDC. Quelle: IDC, Dezember 2010

 

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Montag, 6. Dezember 2010

Das Unternehmen als Community? Soziale Transformation als Aufgabe der Personaler

Es ist Zeit fūr Transformation, fūr Wandel. Die Globalisierung der Wirtschaft mit einer weltweit verstreuten Arbeitnehmerschaft, mit Mitarbeitern oder Geschäftspartnern in Indien und China in Kombination mit der Sprengkraft des Web 2.0 und Bereitschaft zur offenen Kommunikation fūhren uns in ein Zeitalter der sozialen Transformation in Unternehmen und Verwaltung. Nicht umsonst tauchen Begriffe wie interdisziplinäre Comunities jenseits der gewohnten Abteilungssilos und geographische Grenzen als Lösungsansatz in der neuen Studie Working Beyond Borders auf, die IBM gerade herausgegeben hat.

Weltweit wurden ūber 700 Personalleiter (Chief Human Resource Officers) in Tiefeninterviews befragt, welche Aufgaben und Herausforderungen sie fūr ihre Arbeit sehen. Natūrlich bleiben manche Ziele konstant: Wachstum und operative Effizienz sind Maßgabe, die immer im Stammbuch eines Unternehmens stehen. Jedoch gibt es auch unter den Personalern die Wahrnehmung, daß diese Ziele auf neuen Wegen jenseits der gewohnten Trampelpfade angestrebt werden mūssen.

78 % der interviewten Personaler glauben, daß in ihrer Organisation kollaborative Zusammenarbeit und soziales Netzwerken nicht optimal genutzt werden. Nur 21 % haben ihre Investitionen in die entsprechenden Werkzeuge erhõht. Weniger als 20 % nutzen Analysefunktionen, um die Ergebnisse ihrer Bemūhungen zu messen. Wir sehen also eine deutliche Diskrepanz zwischen dem Anspruch, kreative Führungspersönlichketien zu entwickeln, kollektive Intelligenz zu fõrdern und höhere Geschwindigkeit und Flexibilität zu mobilisieren.

Durchweg positiv zu bewerten ist es, daß die CHRO's die Notwendigkeit sehen, soziale Funktionen und Communities in ihrer Unternehmen einzufūhren und bereit zu sein scheinen, das soziale Netzwerk im Unternehmen als Mitarbeiterverzeichnis der Zukunft zu fördern, um auf diese Weise Zusammenarbeit und Austausch zu fördern. Diese Bereitschaft der Personaler trifft in einer glücklichen Konstellation auf neue, junge Mitarbeiter - die oft genannten Digital Natives -, für die soziale Netzwerke oder Instant Messaging ebenso selbstverständlich sind wie eine wesentlich höhere Bereitschaft, Informationen offen zu teilen.

Eine Perspektive, die mir in der Studie, fehlt, ist die Perspektive über die Unternehmensgrenzen hinweg. In vielen Branchen und Geschäftszweigen wird das soziale Netzwerken und der Austausch mit Kunden, Partnern oder Interessenten über soziale Medien dramatisch an Bedeutung gewinnen. Schon heute sehen wir, welchen Einfluss Twitter, Facebook und Communities auf Markenreputation und Kaufentscheidungen haben können, und das nicht nur im Consumer-Markt sondern auch im sogenannten B2B-Segment. Auch dafür werden die Personaler ihre Mitarbeiter und Manager ausbilden müssen.

Das Thema Soziale Transformation im Business mit all seinen Schattierungen wird mich sicher 2011 weiter als Blogger und in meinem Job als Market Segment Manager für die IBM Collaboration Solutions umtreiben. Im Januar/Februar 2011 werden wir zum Mitarbeiterverzeichnis der Zukunft informieren, auf der CeBIT fragen wir (wahrscheinlich) Besucher, Blogger und Personalverantwortliche, welche Veränderungen und Transformationen sie in den kommenden Jahren in Arbeitswelt und am Arbeitsplatz erwarten und im Juni geht es voraussichtlich mit dem IBM JamCamp zu sozialer Transformation auf Tour durch Deutschland.

Weitere Informationen und Diskussionen zur IBM CHRO Studie finden Sie unter ibm.com/workingbeyondborders.

 

 

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Nun doch Facebook-Konkurrent von Google? Vom Regen und Traufe?

Für Google dürfte es inzwischen eine Frage von Stolz und Eitelkeit sein, endlich auf dem Markt der sozialen Netzwerke Fuß zu fassen. Nachdem Buzz und Wave faktisch gescheitert sind, verdichten sich Hinweise auf das neue Projekt “Google +1″.

Warum hoffe ich noch immer auf eine Alternative, die unabhängig von den Google's und Facebook's dieser Welt sind? Weder dem vermeindlichen "Gut-Konzern" noch Mr. Zuckerberg traue ich so wirklich. Muß wohl doch ein Romantiker des unabhängigen Web 2.0 sein. Mal schauen, wie sich Diaspora entwickelt.

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Sonntag, 5. Dezember 2010

Get Business Intelligence Ready for the Real-Time Web: Tech News «

The future of BI 2.0 will not rely on server power, but on the human power of the entire organization to capture everything, convert social media into tangible business objects, and automate real-time business processes. BI 2.0 needs to help enterprises do three things:

1.     Monitor everything. We need to give workers the ability to better monitor a million things at once: news, competitors, visual brand identities, consumer feedback, e-reputation, etc. (10 competitors x 10 major news searches x 5 social media sites = 500 sites each worker needs to check manually everyday just to stay industry aware!)

2.     Self-organize. Flickr and YouTube’s content was considered too big to organize, until tagging came along. Similarly, we need to help enterprises self-organize the billions of clicks, searches, Tweets and reports they produce every year within their company by harnessing the tagging talents of experts within their organization. Private tag clouds, anyone?

3.     Trigger processes. As we uncover trending topics within the organization, we need to enable it to automatically trigger actual business processes in real-time, like purchase orders or ad budgets.

...

The next generation of Business Intelligence systems will need to be able to integrate both consumer and enterprise systems together to fix these inefficiencies and leverage the human intelligence of the entire organization to capture the real-time Web.

Interesting posting on Business Analytics and Social Business bridging the gap between the Web 2.0 and the Enterprise 2.0.

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Whitepaper: Social Media – Leben, Vernetzung, Sicherheit (Web 2.0) - BITKOM

Dieses Whitepaper fasst die Ergebnisse des Experten-Roundtables „Social Communities, Open Networks und Enterprise 2.0: Leben, Vernetzung und Sicherheit mit Social Media“ der Convergence Initiative zusammen. Am runden Tisch saßen Vertreter aus verschiedenen Branchen und Bereichen zusammen, die das Thema Social Media treiben und für eigene Wertschöpfung nutzen. ...


Initiatoren waren der BITKOM und die KPMG AG.

Social Media – Leben, Vernetzung, Sicherheit
als PDF herunterladen

Interessantes Papier einer Diskussionsrunde, an der u.a. mein Kollege Dr. Peter Schuett (twitter.com/schu) und auch Ibrahim Evsan (twitter.com/ibo) teilgenommen haben. Die 10 Thesen zu Social Media bringen viele der relevanten Punkte konzentriert auf den Punkt.

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Samstag, 4. Dezember 2010

Neue Studie von Initiative D21: Noch ein langer Weg in Deutschland zur digitalen Gesellschaft

Inzwischen sind über ein Drittel (37 Prozent) der deutschen Bevölkerung in der digitalen Alltagswelt angekommen. Besonders das große Wachstum von neun Prozentpunkten bei den „Trendnutzern“ hat diese Entwicklung erst möglich gemacht.
Noch immer ist allerdings die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung nicht Teil der digitalen Gesellschaft. 63 Prozent unserer Gesellschaft sind nicht oder wenig souverän im Umgang mit der digitalen Technik und ihren Medien.

via http://digitale-gesellschaft.info/

Eine interessante Studie der Initiative D21. Demzufolge bleibt noch eine Menge zu tun. COMPUTER BILD titelt deshalb auch "Digitale Gesellschaft lässt auf sich warten". Ich sehe es etwas positiver, denn im Vergleich zum Vorjahr zeichnet sich eine deutliche eine positive Entwickung ab. Klar, es bleibt viel zu tun. Und es bleibt viel Aufklärungs- und Ausbildungsarbeit zu leisten.

Chart: D21 Digitale Gesellschaft

D21 Digitale Gesellschaft
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Digitale Gesellschaft

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FAZ am Samstag: Von Daten in der Cloud, digitalen Angriffen und Umgang mit mobilen Arbeitsmitteln außerhalb der Arbeitszeit

Vor Monaten kam es noch häufiger vor, daß ich interessante Artikel aus der FAZ zitiert habe. In letzter Zeit war aber Ebbe, da mich nur wenige Artikel angesprochen oder "gereizt" haben (trotz der Schwächphase meiner Borussia, die sicher nur temporär ist). Heute ist es mal anders. Gleich drei interessante, zitier- oder kommentierungswürdige Beiträge:

"Wikilekas verbannt" - Die FAZ berichtet und kommentiert ausführlich darüber, wie Amazon wohl auf Druck aus Washington Wikileaks aus seiner Cloud verbannt hat und "berichtet über Zweifel an der Cloud". Den optimistischen Prognosen der Analysten  von IDC bis Experton werden Bedenken gegenüber gestellt, Unternehmensdaten und private Daten in die Cloud zu stellen und so potentiell die Kontrolle darüber zu verlieren. Manches erinnert dabei schon an Panik- und Angstmache vor der Cloud. Eine differenziertere Betrachtung wäre angebracht, die Public und Private Cloud vergleicht, Data Privacy- und Datensicherungskonzepte sowie vertragliche Vereinbarungen mit dem Cloud-Provider in Betracht zieht. Das Thema bleibt auf jeden Fall, für Unternehmen und Privatpersonen.

Im Feuilleton schreibt Alard von Kittlitz über Stuxnet und den digitalen Krieg. Nein, so martialisch ist der Artikel gottseidank nicht. An einigen Stellen wird beruhigt: Nein, es sei beispielsweise unrealistisch, Biblis durch einen digitalen Angriff zu sabotieren. Nein, es sei unwahrscheinlich, daß sich terroristische Organisation digitaler Waffen bedienen könnten. Ein gewisses Unbehagen bleibt bei mir dennoch. Es ist positiv, daß der Artikel auf die neue Form der Gefährdung aufmerksam macht. Der Autor identifiziert zwei Komplexe der modernen Computerwelt: Die Office-Welt, "ohne die moderne Wirtschaft nicht mehr denkbar" ist, die aber wegen der dezentralen Struktur sehr schwer lahm zu legen sei, und die Welt moderner Industrieanlagen, die durch Stuxnet deutlicher ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt wurde. Auch das Thema digitale Angriffe wird uns auf jeden Fall weiter verfolgen.

Und schließlich geht es in Beruf und Cahnce um "Ackern bis zum Anschlag", die Wochenarbeitszeit und wie es damit weitergeht: Sven Astheimer schreibt darüber, wie Dienstreisen, Geschäftsessen und ständige Erreichbarkeit die Grenze zwischen Beruf und privatem Leben längst aufgelöst haben. Im Beitrag berichtet er über die Telekom, die eine Richtlinie zum "Umgang mit mobilen Arbeitsmitteln außerhalb der Arbeitszeit" beschlossen hat. Dort steht wohl, daß diejenigen, die keinen Bereitschaftsdienst haben, am Wochenende ihr Handy aus lassen und keine E-Mails checken sollen. Lobenswert. Ein weiterer Komplex, der mich sicher weiter begleiten wird, auf dem IBM JamCamp oder bei meinen Social Media-Vorträgen.

By the way: In meinem einwöchigen Urlaub, der gestern zu Ende ging, war das Handy komplett aus, das iPad nur zweimal im Netz, jedoch eher um Familie und Freunde zu informieren, daß es uns gut ging. Auch habe ich nur einen Blogbeitrag verbrochen, den ich Montag live schalten werde (weil ich Lust auf Schreiben hatte, aber natürlich verschwimmen wieder berufliches Interesse mit privater Schreiblust).

Die FAZ-Artikel werde ich verlinken, so sie denn online gestellt werden.

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