Digital Naiv oder Digital Native. Was ist der "richtige" Weg im und im Umgang mit dem Web 2.0 - und Puzzlesteine zu Essen, Fußball und mehr ...

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Eine Muss-Lektüre für alle Manager: Die Trend-Kolumne: Gnadenlose Transparenz (auf manager-magazin.de)

Ein sehr kluger, in fast allen Punkten richtiger und lesenswerter Beitrag von Andreas Steinle, der auch genau an der richtigen Stelle - im Manager Magazin - erschienen ist. Zu oft kommunizieren wir die Nachricht in den Web 2.0-Zirkeln und diese werden so von den Managern gar nicht wahrgenommen. Hier einige Zitate, die mir besonders gut gefallen:

Auf der einen Seite wollen Unternehmen ihre Innovationskraft erhöhen und wissen: Wie klug, innovativ und zukunftsfähig ein Unternehmen in der Kreativ-Ökonomie sein wird, hängt entscheidend davon ab, wie frei das Wissen zirkulieren und der kommunikative Austausch stattfinden darf. Dafür bieten soziale Netzwerke den geeigneten Nährboden. Und warum sollten Mitarbeiter in zwei getrennten Wissens- und Kommunikationswelten leben?

Auf der anderen Seite will das Management die Zügel nicht aus der Hand geben. Doch was in den sozialen Netzwerken passiert, lässt sich nicht steuern. Wie es überhaupt immer schwieriger wird, in einer vernetzten Welt, Information und Kommunikation dirigistisch zu kontrollieren.

Sehr schön der Kommentar zum Verbot von Social Media am Arbeitsplatz, den einige deutsche Unternehmen ausgesprochen haben:

 Was lässt sich mit so einem Verbot also verhindern - außer der Motivation der Mitarbeiter? Die junge Arbeitskräfte-Generation ist mit Facebook und anderen sozialen Netzwerken aufgewachsen. Sie will sich mitteilen - und zwar ständig und in Echtzeit.

E-Mail ist für sie ein altmodisches Medium, das kurz vor dem Aussterben steht. Kommunikation organisieren sie über Instant-Messaging und Chats, die immer häufiger in Social Networks eingewebt sind. Verbietet man ihre Nutzung, fühlt sich die Generation Facebook so, als würde sie von der Sauerstoffzufuhr getrennt.

Auch die Bemerkung zum Thema E-Mail trifft es aus meiner Sicht. Ich habe mich dazu ja auch schon geäußert und denke, dass wir eher auf dem Weg zu einer neuen Form von Sozialer Inbox sind und Funktionalitäten sozialer Netzwerke viel stäkrer in den Mittelpunkt rücken werden. Zu dem Thema passt ja auch Dateien per E-Mail versenden sollte out sein .... Wesentlich wichtiger als der technische Aspekt ist jedoch die veränderte Geisteshaltung. Gerade die jüngere Generation scheint offener bereit zu sein, Informationen und Wissen zu teilen und nicht Herrschaftswissen zu bunkern. Mit höherer Transparenz haben sie offensichtlich weniger Probleme, während ich an anderer Stelle doch deutlich die Bedenkenträger vernehme, die von unerlaubter Leitungskontrolle sprechen, mit Gesetzen und Betriebsrat drohen. Sicher ist der gläserne Mitarbeiter nicht wünschenswert und manche Dinge gehlren nicht kontrolliert. Jedoch erfordert Innovation aus meiner Sicht den offenen Austausch von Wissen, das transparent machen von Wissen. Auf einer Tagung der Hochschule St. Gallen haben wir Social Media als Transparenzmaschine bezeichnet. Auch ich persönlich finde es gut so:

Der Geist geht nicht zurück in die Flasche

Verbote taugen da nur wenig. Der Geist, der einmal aus der Flasche entwichen ist, lässt sich nicht wieder einfangen. Klüger erscheint es, die kommunikative Power der Mitarbeiter in die richtige Richtung zu lenken.

 

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

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