Digital Naiv oder Digital Native. Was ist der "richtige" Weg im und im Umgang mit dem Web 2.0 - und Puzzlesteine zu Essen, Fußball und mehr ...

Freitag, 30. April 2010

For Veteran Social Marketers, Twitter Is Tops - eMarketer

Experience Level of SMB Marketers Worldwide Who Use Social Media for Marketing, January 2010 (% of respondents)

Interesting worldwide study from “2010 Social Media Marketing Industry Report” from Social Media Examiner confirming a lot of feelings I had the last moths:

- ROI gets on top when discussing Social Media Marketing
- Videos via YouTube very often are the difference between an "experienced" Social Media Marketier and a "beginner"

Twitter is still leading but followed very closely by Facebook. LinkedIn doesn't play a significant role in Germany (and XING is not covered, because it seems to be only relevant here.)
Interesting enough Mobile Marketing is missing in the article on eMarketer.

Posted via web from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Donnerstag, 29. April 2010

Barcamp versus konventionelle Konferenz - mögliche Veranstaltungsform für das Business? Gednaken anch dem #LJC

Nun ist das Lotus JamCamp (#ljc) einige Tage her und ich gönne mir einige Tage Auszeit und Brainstorming. Es war ein Versuch, zumindest Elemente der Eventform Barcamp in eine Veranstaltung zu bringen, die auch das Business adressiert. In der Vorbereitung und bei der Bewerbung des Events wurde klar, daß dort diese Veranstaltungsform noch lange nicht angekommen ist. Unsere Telefonmarketing-Agentur, die wir seitens IBM bewußt eingesetzt haben, um Vertreter aus den Unternehmen für das Event am 23. und 24. April nach Ehningen zu bringen, stieß doch desöfteren auf Unverständnis. Auch einige der Referenten, die das Prinzip Barcamp wohl nicht kannten, fragten ungeduldig nach. Ihnen sei noch gar kein Redeslot zugeteilt worden. Auch intern gabe es diese Fragen: Eine gedruckte Agenda wurde vorbereitet und ich hatte auch hier Probleme, das Konzept zu erläutern. (Wir haben diesen Vorschlag dann auch benutzt, um die Agenda zusammenzubauen, aber einiges hat sich doch auch in der Tagesordnung geändert.) Es bleibt also viel zu tun, um hier Aufklärungsarbeit zu leisten und Verständnis für dieses unterschiedliche Art von Event zu wecken.

Auf der anderen Seite war das Lotus JamCamp - und ich rede jetzt einmal nur vom Camp - für mich eine ganz besondere Erfahrung, Es war eine sehr intensive Veranstaltung, Intensiv, anspruchsvoll und meiner Meinung nach niveauvoll in den Inhalten. Intensiv, kommunikativ und durchaus auch einmal positiv kontrovers in der Beteiligung und Diskussion. In dieser Kombination war es für mich die interessanteste Veranstaltung, die ich seit langem besucht habe. Man mag mir diese Bemerkung verzeihen. Sie klingt nach Selbstbeweihräucherung, wenn der Initiator und Mitorganisator so etwas schreibt.

Einige Teilnehmer haben das Event ja auch schon kommentiert. Oliver Zils hat ein ausführliche Posting zu unserem Experiment (voll korrekte Darstellung) geschrieben. Thorsten Zoernert hat den Konflikt von Businessevent und JamCamp behandelt. Als erster hat Martin Meyer-Gossner kommentiert und ich finde diesen Satz besonders bemerkenswert:

Große Unternehmen wie IBM müssen den Geist und die Inspiration der modernen Event-Kommunikationsformate anderen Großunternehmen vorleben.

Wir sind gerade in der Nachbereitung und Analyse des Lotus JamCamps. Klar ist auf jeden Fall, daß wir den Nutzen, Sinn und Zweck einer solchen Veranstaltungsform besser und intensiver an das Business kommunizieren müssen (neben einigen anderen organisatorischen Überlegungen, die wir gerade anstellen). Nach den Erfahrungen diesen Jahres fällt uns das hoffentlich leichter. Es wird aber weiterhin eine Herausforderung sein, Open Space-Format und Konferenz zu paaren. Und es wird sicher eine Herausforderung sein, den normalen Konferenzzuhörer und Informationskonsumenten aus der Passivität herauszuholen und in ein aktives Format wie ein Barcamp einzubinden. Aktiv mitwirken und diskutieren statt nur zuhören (oder dem erholsamen Konferenzschlaf zu frönen - ich weiß, wovon ich rede ...). Diese aktive offene Diskussion war für mich aber - neben teilweise brillanten Inhalten - das prägende, bleibende und eben andere Element des Lotus JamCamps.

Ich bin aber der festen Überzeugung, daß wir über die gewohnten Veranstaltungsformen von Präsenzveranstaltungen hinaus zu neuen Eventformen gehen müssen. Webinare und Online Konferenzen sind wertvolle Eventformen, können aber den persönlichen Kontakt mit allen Schwingungen nicht ersetzen. Das JamCamp ist ein Versuch, neue Wege zu gehen. Wie aber bei allen Marketingmaßnahmen in Zeiten knappen Budgets, müssen wir dem Management den Nutzen nachweisen können. ROI von Social Media Events, in diesem Falle?

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Fortsetzung erwünscht: Mein Fazit zur Teilnahme an der Lotus JamCamp-Bustour #LJC - zils's posterous

Ich denke, dass Lotus, und Marketing Manager Stefan Pfeiffer, der ja auch die ganze Tour dabei war, die Tour auch ein Stück weit als Experiment gesehen haben. Aus meiner Sicht ein gelungenes. Die Positionierung des Brands Lotus (wo war der eigentlich die letzten Jahre?) in der Welt der Blogger, „Digital Somethings“ und Unternehmen, die sich aktiv mit den Veränderungen die im und durchs Web enstehen, beschäftigen, ist sicher gelungen. Das JamCamp in Ehningen hat dazu auch einen grossen Teil beigetragen. Offene, unkonventionelle Atmosphäre, die bei einem Goßkonzern der IT-Industrie auf den ersten Blick nicht unbedingt vermutet wird.

Also: Lotus weiß!

Zitiere das einfach mal, weil mir der Paragraph (natürlich :-) ) so gut gefällt. Danke Oliver für das Engagement und die Teilnahme..

Posted via web from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Sonntag, 25. April 2010

Lotus JamCamp #ljc: Kann es 2011 weitergehen? Wie kann es weitergehen? Feedback erbeten

Ich habe es ja schon in meinem persönlichen Resumé geschrieben. Wir wissen noch nicht, ob es wieder ein Lotus JamCamp geben wird. Die Chancen sind da, aber kann man man so etwas wiederholen? Ist so etwas einzigartig? Auf jeden Fall werden wir die Ergebnisse von Tour, Jam und Camp  aufarbeiten und dann auch an die Community zurückgeben. Daneben bin ich sicher, daß viele der Kontakte weiter bestehen und wir die ein oder andere individuelle Aktion zusammen durchziehen werden. 

Doch denken wir auch darüber nach, ob und in welchen Form wir vielleicht im kommenden Jahr erneut ein Lotus JamCamp durchführen wollen, können, dürfen, sollten. Unsere Lessons learned und einige auch persönliche Ideen und Fragen zur Diskussion:

  • Business, Unternehmen verstehen zu großen Teilen noch nicht das Barcamp-/Open Space-Prinzip. Da müssen wir weiter Aufklärungsarbeit leisten und wahrscheinlich brauchen wir weiter feste Keynotes, "prominente" Sprecher und Vorträge, an denen man sich "festhalten" kann (und die als Rechtfertigung beim Chef dienen können, das JamCamp zu besuchen).

  • Um noch mehr Business-Leute zum Camp zu bringen, müssen wir es wohl komplett in die Arbeitswoche legen. Ein Event am Wochenende ist eher untypisch und wenn ein Business-Vertreter am Samstag teilnehmen will, bedarf es in manchen Unternehmen expliziter Zustimmung des Betriebsrats. Also lasst uns in die Woche gehen.

  • Eventuell macht es Sinn, einen Tag mehr als konventionelle Konferenz zu organisieren, den zweiten dann als Open Space/Barcamp aufzuziehen, um so Teilnehmer heranzuführen, die ein Barcamp-Prinzip nicht kennen. Kommentare dazu sind sehr willkommen.

  • Wir haben uns übernommen, gleichzeitig Online Jam und Bustour durchzuführen. Die Busbesatzung war nicht oder kaum in der Lage, online mit zu jammen. Selbst bloggen und zwitschern kam oft zu kurz. Da sind einfach technische (UMTS-Verbindung) und multi-tasking Grenzen gesetzt. Es scheint mehr Sinn zu machen, "nur" eine Comunity zum JamCamp zu haben und diese zu "befeuern". 

  • Der Registrierungsprozess mit Eingabe der kompletten Kontaktinfo zur Community auf ibm.com hat wohl manchen ferngehalten (obwohl die Registrierung zu nichts verpflichtet, gibt man heutzutage nicht mehr gerne Daten ein). Hier müssen wir über Alternativen nachdenken, eventuell die Community von ibm.com weg zu verlagern. Klar möchten und würden wir weiter Lotus Connections als Plattform benutzen wollen.

  • Camp in Ehningen: Ich glaube, wir sollten in Ehningen bleiben, auch wenn es nicht im Zentrum der Republik liegt. Ehningen ist die Zentrale und der Campus der IBM in Deutschland und bietet auch die notwendige Infrastruktur. Eure Meinung?

  • Im unterdessen riesigen und umfassenden Programm der re:publica gehen wir unter. Wie kann man ein Lotus JamCamp dort besser positionieren? Welches Konzept könnte da ziehen?

Neben all diesen Ideen, Fragen und Statements interessiert mich natürlich auch und besonders, wer in 2011 wieder mitmachen würde, als Mitreisender im Bus, als Gastgeber einer Station, als "Redner" auf dem Camp, als Partner und Sponsor. Lasst mir Euer Feedback zukommen. Hier, per E-Mail, Telefon, Chat, in der JamCamp Community, whereever.

P.S. Da wir das Lotus JamCamp natürlich auch "dokumentieren", bin ich auch an Hinweisen und Links über Berichte interessiert. Das ein oder andere entgeht uns vielleicht doch.

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Mein Lotus JamCamp-Tagebuch #LJC: Das persönliche Resumé

So, ich kann es doch nicht lassen und bin online, nach 10 Stunden Schlaf, leicht abgeklungener Erkältung nun live auf Balkonien mit Blick auf den Grill, der später angeworfen werden wird. Gerade habe ich das Abschlußvideo unserer Bustour von TV Noir & bythefire.tv gesehen. Denke, wir werden das morgen auf YouTube und in der JamCamp Community auf ibm.com live stellen. Ich gebe zu, da kam schon etwas Wehmut auf, daß die Tour vorbei ist. Aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel und das Runde muß in das Eckige und das Spiel dauert 90 Minuten und, und, und ... (Kaiserslautern ist aufgestiegen, was Jörg Allmann besonders freut).

Doch im Ernst: Wir haben 10 intensive Tage hinter uns, die sehr dicht waren. Auf der re:publica haben wir am 14. April das Lotus JamCamp gestartet, mit einer zu mäßig besuchten Aufführung des "Anhalters durch das Enterprise 2.0". Danach gab es interessante, intime Workshops zu ganz verschiedenen Themen rund um "Smarter Work" und Arbeitswelt der Zukunft. Der Vulkan kam uns dazwischen und verursachte eine überstürzte Abreise aus Berlin am 16. April. 

Und am 19. April ging dann die Bustour los. Ich bin erst in Hannover dazugekommen und dann mit dem Team durch Deutschland getourt. Und diese Tour war ganz speziell und einzigartig. Wir haben verschiedenste Stationen besucht - von der Redaktion von t3n über den Webmontag zur Bertelsmann Stiftung nach Bonn zur Telekom und zur Eröffnung des Institutes for Business Collaboration nach Koblenz. Von dort aus sind wir nach Karlsruhe zur KIT und Karlshochschule und dann nach Walldorf zur DISA (Deutschen IBM SAP Akamdemie). Tags drauf haben wir die Uni Mannheim, die Popakademie und dann die XING Lounge zum Thema Governance Risk Management und Compliance besucht. Ein ganz buntes und vielschichtiges Programm, das ich bewusst nochmals aufgezählt habe, denn der ein oder andere Busttourolant konnte sich schon nicht mehr erinnern. Rund 400 Personen sollten wir während der Bustour an allen Stationen getroffen haben.

Und am 23. April ging dann das eigentliche Camp in Ehningen mit über 100 Teilnehmern los. Begrüssung und beeindruckende Keynote von Frank Schomburg, der in Vertretung von Peter Kruse den Kulturraum Internet vorstellte. Ein herausragender Start in das Camp. Und auch danach ging es Schlag auf Schlag. Dr. Carsten Ulbricht zu E2.0 und Recht, Jörg Kantel, Harald Kiehle, Andreas Pleschek, andere Vorträge und Diskussionen in den anderen Räumen des Camps. Danach nochmals der "Anhalter durch das Enterprise 2.0" in der vollen Fassung und ein Get Together. Und am Samstag ging es weiter mit rund 50 Teilnehmern, engagiert, motiviert, kontrovers und qualitativ hochwertig. Abschluß dann durch Nicole Simon, die durchaus provokante Thesen vom Aufeinanderprallen von Digital Natives und Enterprise 2.0 vertrat und mit den Anwesenden diskutierte. Ende des Camps nachmittags.

Während der 10 Tage zwischen dem 14. und 24. April lief der Online Jam unter jamcamp.ideajam.net. Bis dato sind 90 Ideen aufgelaufen, die bewertet, kommentiert und diskutiert wurden. Diese werden wir uns in den kommende Wochen zusammen mit den ganzen Blog- und Onlineberichten anschauen, um ein inhaltliches Resumé des Lotus JamCamps zu ziehen und an Punkten und Inhalten weiter zu arbeiten.

Mein ganz persönliches Resumé: Ich habe in meiner Laufbahn schon sehr viele Seminare und Konferenzen organisiert. Dies war die inhaltlich dichteste Veranstaltung, die ich bisher erlebt habe. Wir sind sachte auf der re:publica gestartet und haben dann aber so richtig Gas gegeben. Die Bustour war einzigartig. Das Klima, die Toleranz und die Diskussionen im Bus und an den Stationen war vielfältig und oft sehr tief gehend. Die Dokumentation der Tour durch TV Noir / bythefire.tv. hat der ganzen Tour nochmals einen besonderen Aspekt gegeben. 

Das Camp on Ehningen bot dermaßen viele inhaltliche Highlights, daß man leider nicht alle geniessen konnte. Vor allem aber war die Atmosphäre und die Beteiligung der Teilnehmer bemerkenswert. Ich habe so manche Businesskonferenz erlebt, wo nur noch zugehört wird. Auf dem Camp wurde mitgemacht, engagiert, mit Tiefgang und mit Herz. ich glaube, für manch einen von uns IBM'ern, der nur noch konventionelle und konsumierende Events gewohnt ist, war dies ein echter Augenöffner. 

Persönlich habe ich viele neue wertvolle Kontakte gewonnen und mich vernetzt. Und ich bin ganz sicher, daß viele davon jenseits des JamCamps weitergehen und gepflegt werden. No doubt about that.

Wird IBM wieder so etwas veranstalten? Wir wissen es noch nicht. Zumindest brauchen wir Euer Feedback und Input. Aber dazu mehr in einem separaten Post.

Und ich will auch persönlich DANKE sagen: Danke an das IBM Team rund um Bianca und Beate, die das maßgeblich organisiert haben und denen ich mit meinen wüsten Ideen und meinem Perfektionismus auf die Nerven gehen durfte. Danke an Martin Koser und auch an Ulrike Reinhard, die uns beraten und vernetzt haben. Danke an Regina, Tex und Flo von TV Noir für die Dokumentation. Danke an Julia, Clemens und Andreas von New Thinking und der re:publica. Danke an Peter, unseren Busfahrer. Danke an Helmut Barz, unseren Regisseur des Anhalters, Ralph Turnheim, den Hauptdarsteller, und an Gunther und das Team von CPP. Und danke natürlich an alle "Stationen" und die Menschen, die uns dort empfangen haben. Die Bus-Besatzung vergesse ich natürlich auch nicht. War ein Riesenspass. Chapeau.

Und schön, daß eine IBM uns das möglich gemacht hat.

Hier nochmals das Mission Statement für das Lotus JamCamp. Daran sollten wir das Event messen:

Auf dem JamCamp diskutieren Teilnehmer aus Wirtschaft und Verwaltung, Studenten und Lehrbeauftragte, Blogger und Digital Natives und IBM Mitarbeiter, wie Technologien und Konzepte wie Cloud Computing, Enterprise 2.0, Open Source den Arbeitsplatz von heute und morgen beeinflussen und wie die Auswirkungen auf Unternehmen, Gesellschaft und den Einzelnen sein werden.

Auf dem JamCamp wollen wir uns auf die Themen konzentrieren. Es gilt: keine Unternehmensfolien, keine Produktwerbung etc.

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Donnerstag, 22. April 2010

Video # von der Lotus JamCamp Bustour by @bythefire.tv

Mein Lotus JamCamp Tagebuch #LJC: Von Koblenz über Karlsruhe nach Mannheim

Ich fange mal von hinten an, bei meinen Eindrücken von der Lotus JamCamp Bustour. Gestern abend sind wir vor dem Holiday Inn mit Walldorf mit unserem Bus vorgefahren. Dort fand die Tage die Deutsche IBM SAP Akademie (DISA) statt und wir haben unszum Abschluß mit einigen Teilnehmern zusammengesetzt und wollten eigentlich von der Bustour berichten. Spontan hat sich dann eine Diskussion entwickelt, wie IBM mit den Lotus-Produkten und -Angeboten in Deutschland an den Markt gehen sollte. Das war eine sehr engagierte Diskussion, die gerade auch von und zwischen IBM'ern sehr offen geführt wurde.

Ich denke einmal, daß war für unsere Nicht-IBM Buscrew und die anderen „Externen“ eine durchaus spannende Erfahrung und hat auch beleuchtet, warum diese Tour machen: Auch um mehr „Awareness“ und Aufmerksamkeit in der Web 2.0 Szene zu gewinnen. Ein interessanter Nebenkriegsschauplatz war sicher die Diskussion um strukturierte Prozesse und Abläufe mit SAP versus Innovation und Kollaboration mit Web 2.0 Tools. Beide Aspekte bringen unter verschiedenen Aspekten Wertschöpfung für das Unternehmen und an manchen Stellen ist auch eine Integration der durchstrukturierten Welt mit der „unstrukturierten“ Welt notwendig. Das Thema HR oder Personal ist ein gutes Thema, das das sehr plakativ aufführt. Natürlich werden Mitarbeiter im HR System „verwaltet“, entwickelt und weitergebildet werden sollten sie aber gerade auch mit Web 2.0 Tools.

Vorher war der Tag durch Besuche an zwei Hochschulen in Karlsruhe geprägt. Wir waren beim KIT, dem Karlsruhe Institute of Technology, und der Karlshochschule. Thema bei der Karlshochschule war das Thema Enterprise 2.0, eine angeregte Diskussion mit den Studenten über Digital Residents und Digital Visitors. Und ich habe gelernt, daß ich ein Ältererer, aber immerhin definier ich mich mal als Digital Resident.

Hochinteressant war der Besuch beim KIT, das verschiedene Forschungsschwerpunkte vorstellte. Ein Highlight war auch der Vortrag von Andreas Neus über Zusammenarbeit gestern und heute. Da bin ich sehr auf das Interview mit bythefire.tv gespannt. Für mich war der Termin unter anderem eine Bestätigung, daß Technologie und Kultur & Services benötigt werden, um den Weg zu Smarter Work und einem Enterprise 2.0 zu gehen.Technologie über den Zaun werfen bringt nix. Technologie gerade im Web 2.0-Umfeld muß auch eingeführt werden – und hier spreche ich nicht von technologischer Einführung sondern von Change Management und Überzeugung der beteiligten Mitarbeiter. Herzlichen Dank an Prof. Gerhard Satzger und das Team des KSRI. Ich denke, hier werden manche Kontakte ganz sicher auch der nach Bustour weiterbestehen.

Am Tag zuvor waren wir bei der Deutschen Telekom und an der Universität Koblenz. In Koblenz kamen wir zur Eröffnung des neues Institutes for Business Collaboration, das IBM mit Professor Petra Schubert dort eröffnet hat. Ziel ist es, Vorlesungsinhalte zum Thema Business Collaboration und Enterprise 2.0 zu entwickeln, die dann auch von anderen Universitäten genutzt werden können.

Sehr offen und diskussionsfreudig zeigte sich die Deutsche Telekom in Bonn. Stephan Grabmeier und seine Kollegen empfingen uns im Gebäude von T-Mobile und in lockerer Workshopatmosphäre haben wir unterschiedliche Aspekte von Enterprise 2.0 besprochen, von Implikationen für die HR-Abteilung über die Außendarstellung der Telekom bis hin zu Telekom-internen Web 2.0-artigen Mechanismen, mit der die Mitarbeiter direkt Fragen an den Vorstand der Telekom richten können. Da habe ich dann gemerkt, daß manche Dinge in großen Unternehmen gleich sind. So etwas ähnliches haben wir auch in der IBM Deutschland implementiert.

Informierte Kreise behaupten, daß wir auch gleich das zweite Video der Tour hochladen werden. Nach Festplatten-Crash hat das Team von TV Noir/bythefire.tv Schichten eingelegt und bald ... Wir sind alle total gespannt.

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Dienstag, 20. April 2010

Lotus JamCamp #ljc auf Tour - Das Video vom ersten Tag von bythefiretv: t3n und Webmontag

Danke für die Super Dokumentation des ersten Tages von bythefire.tv. Bin auf die weitere Tageszusammenfassungen und die Nachbereitung extrem gespannt! Mehr zur Bustour unter 

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

heise online - Private Internetnutzung am Arbeitsplatz nicht automatisch Kündigungsgrund

Die private Nutzung des Internets während der Arbeitszeit ist nicht automatisch ein Kündigungsgrund. Das hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz in Mainz in einem jetzt bekannt gewordenen Urteil entschieden (Az.: 6 Sa 682/09). Demnach muss der Arbeitgeber nachweisen, dass der Angestellte die ihm zugewiesenen Aufgaben nicht erledigt hat.

Ein interessantes Urteil. Mal schauen, wie das antizipiert wird.

Posted via web from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Mein Lotus-JamCamp #LJC Tagebuch: t3n, Webmontag und Bertelsmann Stiftung (Absacker im Hotel nicht vergessen)

So, die ersten Stationen der Lotus JamCamp Bustour haben wir hinter uns gebracht. Bin gestern mittag per Zug in Hannover zur Buscrew dazugestossen. Jörg Allmann – Lotus Business Partner und guter Bekannter – hat mich mit einem kleinen Schlenker über das Expo Gelände zur Redaktion von t3n gefahren.

Und dort gab es durch Axel und Jan eine Redaktionsführung und interessante Diskussion, wie ein Printmagazin wie t3n in Kombination mit dem Onlineauftritt erfolgreich agieren und gut existieren kann. War unter verschiedensten Aspekten hochinteressant. Zum Thema, wie erreiche ich über Social Media meine Leser: Der Mix macht es. Auch bei t3n gibt es eine Mixtur von Twitter-Followern, RSS Feed-Abonnenten, Facebook-Fans und Newsletter-Lesern. Alle 4 Säulen sind für t3n wichtig, um Leser zu binden und mit ihnen in Dialog zu treten.

Und auch mit dem offiziellen Twitter-Account von t3n wurden ähnliche Erfahrungen gemacht. Es braucht Regeln, an die man sich im Twitter halten sollte. In der IBM sind die Social Media Guidelines niedergeschrieben. Bei t3n werden sie verbal von Axel und Jan weitergegeben, nicht primär unter dem Aspekt Kontrolle, eher Hilfe, wie man agieren sollte. Weitere interessante Aspekte – von Paid Content bis zu den Erfolgsgeheimnissen von t3n – wurden besprochen. Und ich nehme mal die Aussage von Axel als Kompliment: „Wir dachten, ihr kommt hier und wollt Produkte verkaufen. Das ist ja gar nicht so.“

Mit Axel und Jan sind wir dann zum Webmontag gefahren. Danke an Nicole und Tobias für die Einladung. Hier haben Nicole und ich in einer kurzen Diskussion Sinn und Zweck des JamCamps vorgestellt: Austausch zwischen sogenannten Digital Natives, Unis und Business zum Thema Arbeitswelt und Arbeitsplatz der Zukunft fördern. Miteinander reden statt übereinander. Ideen entwickeln und gemeinsam weiterverfolgen. Gute Gespräche und Netzwerken.

Vom Webmontag mußten wir dann nach Gütersloh losfahren, um dort zu übernachten, denn bei der Bertelsmann Stiftung ging es heute morgen früh um 8:30 Uhr los. Nicht vergessen darf man aber den Absacker, den wir gemeinsam im Hotel genommen haben. Das war beispielhaft für den Dialog, der auch während der Fahrt im Bus stattfindet: Man tauscht sich im Bus (und gestern abend im Hotel) zu relevanten Themen des JamCamps aus. Gestern abend der für mich interessanteste Aspekt: Wie vermittele ich Web 2.0-Medienkompetenz an die jüngere Generation. Vorschlag aus der Runde: Schickt doch von IBM aus Leute an die Schulen, die dort in Barcamp-ähnlichen Veranstaltungen coachen. Das Konzept kann man natürlich auch auf Education für Senioren übertragen. In der Runde waren sich alle einig – wen wundert es -, daß Ausbildung und Vermittlung von Medienkompetenz vor Angstvormache vor dem bösen Web 2.0 kommen muß.

Heute morgen waren wir dann bei der Bertelsmann Stiftung, die uns deren neue Plattform futurechallenges.org vorstellte, die diese Woche live gehen soll. Hier geht es darum, unter dem Motto „Science as a public good“ die Megatrends der Welt miteinander in Verbindung zu bringen und Interdependenzen aufzuzeigen. Die Buscrew konnte sicher einige Anregungen geben, in welche Richtung sich die Plattform entwickeln könnte. Tja, und nun sind wir auf dem Weg nach Bonn zur Deutschen Telekom. Dort steht das Thema Enterprise 2.0 auf der Agenda.

Bisher eine tolle, inspirierende Tour mit einer interessanten, bunt gemischten Buscrew. Da passiert was und wir versuchen es im Jam, auf Twitter oder in der Community zu dokumentieren und zu diskutieren. Leider spielt uns das UMTS-Netz desöfteren einen Streich, das doch gerade im Bus laufend abbricht. Und bei den Stops haben wir oft keine Zeit, länger online zu gehen. But we will do our very best. In Kürze hoffen wir – so das Datennetz will -, daß wir den ersten Clip des Filmteams von TV Noir zum ersten Tag live stellen können.

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Montag, 19. April 2010

Predictive Web - Risiko, Chance oder beides? Schirrmacher ledert mal wieder ab

Ich zitiere aus der FAZ von heute, wo sich Frank Schirrmacher mal wieder kritisch zum Netz äußert. Anlaß diesmal ist der Stillstand des Luftverkehrs aufgrund von Risikoanalysen aus der Wolke:

Im Zeitalter sozialer digitaler Vernetzung werden ähnliche Voraussagen über Menschen gemacht. Soeben hat die Jugendstrafbehörde in Florida bekannt gemacht, dass sie mithilfe der analytischen Software von IBM Aussagen über die soziale Prognose straffällig gewordener Jugendliche machen wird. Das gleiche System der „predicitve analytics“ benutzen die britischen Justizbehörden, um vorherzusagen, ob Straftäter rückfällig werden.

Studien zur prognostischen Kraft von Twitter oder Google haben gezeigt, dass die Triftigkeit solcher Prognosen wirklich staunenswert ist. Das macht sie so verführerisch und so gefährlich. Wenn nicht nur die Sicherheit von Flugbewegungen, sondern auch soziale Mobilität, intellektueller Kompetenz, Gesundheit mit dem Gestus wissenschaftlicher Gewissheit vorausgesagt werden kann, genügen wenige Parameter, und die Aufsichtsbehörden des Lebens schreiten ein, so wie jetzt die Luftaufsichtsbehörden. ... Diese benutzen die unendlich große soziale Datenwolke des Netzes und halten sich Unternehmensberater als Heilsbringer. Die soziale Wolke besteht aus unendlich vielen Datenpartikeln, vom Facebook-Eintrag über Einkäufe, Emails, Kommentare bis zu unendlich vielen Korrelationen, die sich ergeben, wenn unsere Daten mit Milliarden anderer Daten abgeglichen werden. Heute steht Ihr Flugzeug still, morgen vielleicht Ihre Karriere.

Nur Gestrige können glauben, dass in der Skepsis gegen diese neue Macht die Sehnsucht nach vorindustriellen Zeiten steckt. Es geht vielmehr darum, gegen die Welt der Computer Instanzen des Einspruchs zu etablieren, ...

Wieder einmal ist alles negativ, birgt das Predictive Web nur Gefahren. Natürlich gibt es auch Risiken. Natürlich ist immer noch die Möglichkeit unverzichtbar, daß der Mensch STOP sagt. Aber kann dieses Predictive Web nicht auch viel Gutes leisten? Warum ist Herr Schirrmacher so selten zu einer ausgewogenen Stellungnahme fähig?

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Tablet's sind nicht das Ende des Buches und auch am Computer kann man "lesen"

Ich bekomme sie immer wieder gestellt, was ich denn mit meinem Macbook abends auf dem Sofa tue. Spiele ich etwa am Computer? Und in der Regel erkläre ich, daß ich lese. Nein, ich lese nicht nur meine E-Mails. Ich lebe auch außerhalb der (E-Mail)-Inbox. Oft, gerade am Wochenende, bin ich in meinem RSS Reader und schaue die von mir abonnierten Blogs durch, lese die Artikel, die mich interessieren. Wenn sie mich besonders berühren und interessieren, zitiere ich sie in meinem Blog oder zwitschere sie.

Für mich persönlich haben die Feeds zu guten Teilen die Magazine, Zeitschriften und Zeitungen abgelöst, die ich vor Jahren noch gelesen habe. Durch das Netz und durch von mir sorgfältig ausgesuchte Blogs bekomme ich für mich relevante Informationen wesentlich schneller – von Fußball-News über meinen Lieblingsclub Borussa Mönchengladbach bis zu vielfältigen beruflich relevanten Artikeln. Ich habe auch das Gefühl, daß sich die Qualität der mir zur Verfügung stehenden Informationen deutlich erhöht hat.

Meine Frau dagegen lebt noch in Büchern und Kunstzeitschriften (Sie ist als Kuratorin tätig). Der Computer dient ihr für E-Mails, Texte schreiben und Informationen googlen. Die RSS Feeds zu Kunst, die ich ihr eingerichtet habe, nutzt sie nicht. Sie liebt Bücher und ist auch (zu Recht) stolz darauf, viele Kunstkataloge in ihrer Zeit an der Schirn gestaltet zu haben. Dem Netz steht sie durchaus skeptisch gegenüber. Am Samstag entspann sich die Diskussion um einen Artikel aus der FAZ, in dem einmal wieder dargestellt wurde, wie Leute Facebook mißbrauchen, mobben, stalken und was weiß ich noch alles.

Wir haben dann kontrovers diskutiert, wobei sie mich natürlich in die IT- und Marketingecke stellt. Klar, daß Du zwitscherst und netzwerkst. Mein Plädoyer für einen bewußten Umgang mit dem Netz und Social Media wird hoffentlich irgendwann ankommen. Auch ich akzeptiere nicht jede Freundschaftsanfrage auf Facebook oder XING. Wenn ich jemanden nicht kenne oder mich jemand nicht vernünftig anschreibt, lehne ich das entsprechende Freundschaftsangebot ab. Und über den Begriff Freunde müssen wir hier nicht diskutieren. Hier schlägt einfach die Übersetzung und die Bedeutung von Friend auf Freund im Deutschen fehl. Bekannte sollte es heißen.

Ich finde Warnungen vor den Tücken des Netzes absolut notwendig. Ich glaube, daß wir Junge und Alte ausbilden müssen, wie sie das Netz möglichst sicher benutzen. Das ist Aufgabe der Eltern, der Medien, der Volkshochschulen, der Web 2.0-Szene. Das Netz einseitig und plakativ zu verteufeln, wie es desöfteren in der FAZ geschieht, halte ich für grundlegend falsch. Im Netz unterwegs sein ist eine weitere, neue Kultur- und Kommunikationskompetenz, die wir lehren und lernen müssen (so wie es mit Fernsehen, Radio und anderen Medien der Fall war und ist).

Wird nun das Netz gedruckte Medien, Bücher und Zeitschriften ablösen? Ja, einige Drucksachen werden obsolet werden. Aber in der nahen und mittleren Zukunft wird es weiter Bücher geben. Und das ist gut so. Das sinnliche Erlebnis Buch wird weiter leben, aber ich finde es durchaus „grün“ und gut, daß Publikationen mit geringer Haltwertzeit nur noch elektronisch veröffentlicht werden. Viele Fachbücher in meiner Branche IT und Marketing veralten in kürzester Zeit. Warum genügen dort also nicht E-Books statt Bäume zu vernichten? Der Kunstkatalog, Literatur und viele andere Dinge werden weiter gedruckt existieren. Zumindest so weit ich es heute vorauszusagen wage.

Wenn wir dieses Thema diskutieren, sind wir natürlich nicht weit vom Thema E-Book Reader und iPad. In unserem Urlaub in Thailand im Januar habe ich erstmals jemanden am Strand mit einem Kindle gesehen. Ich hatte Bücher dabei (und für Notfälle meinen Macbook im Hotelzimmer). Die fehlenden Datenschutzmechanismen der meisten E-Book Reader und Tablets halten mich derzeit noch von der Anschaffung ab. Und mir fehlen noch viele Funktionen, die ich vom voll funktionalen Computer kenne. Und hier gebe ich Michael Spehr in der FAZ recht, der schreibt:

Kurzum: Das iPad ist kein Arbeitsgerät und kein Notebook-Ersatz. Man kann wunderbar Webseiten abrufen und lesen, Fotos betrachten oder Musik hören. ... Wenn es nur um das Schreiben von E-Mail, Memos oder Blogbeiträgen geht, ist die Welt in Ordnung. Wer indes mit eigenen Inhalten arbeiten will, eine E-Mail mit diversen Anhängseln aus unterschiedlichen Quellen zusammenstellen muss, Dinge neu arrangiert, Daten aus der „Cloud“ holt, wird am iPad keine Freude haben. Es ist eine Maschine für den passiven Konsumenten, nicht für den aktiven Nutzer, und das sind ungefähr ein Drittel aller Web-Surfer. Das iPad will einen wegführen aus der großen Freiheit des Web hin zu den Apps. Es ist ein goldener Käfig mit vielen Verlockungen, aber am Eingang steht Apple als „Gatekeeper“ und wacht über die Inhalte. Für unseren Geschmack ist das eindeutig zu viel an Gängelung.

Aber ich bin sicher, daß in nicht allzu ferner Zukunft der Zeitpunkt kommen wird, wo auch ich ein Tablet ausprobieren werde. Aber auch hier gilt, daß das Gadget mir zusätzlichen Nutzen bringen muß. Und Nutzen ist nicht nur der neidische Blick der anderen Urlauber oder der Mitreisenden im Zug.

Ich werde einige der Gedanken, die ich in diesem Posting geäußert habe, in den Idea Jam einstellen, den wir gerade im Rahmen des Lotus JamCamps durchführen, denn hier geht es um den Arbeitsplatz und die Arbeitswelt der Zukunft und um das persönliche Nutzenerlebnis durch das Web 2.0.

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Samstag, 17. April 2010

10 Gründe, warum Social Media-Interessierte und Marketiers zum Lotus JamCamp #LJC kommen sollten

Noch weniger als eine Woche. Dann geht es los, das Lotus JamCamp und wir haben ja schon verschiedene Postings publiziert, wo wir Gründe für 

zum Camp kommen sollten. Hier füge ich noch einen Artikel hinzu, in dem ich Marketiers und Social Media-Interessierte ermutigen möchte, im Jam mitzuwirken und nach Ehningen zu kommen.

Zuerst: Der Online Jam läuft schon und einer der Idea Spaces ist dem Thema Social Media - Zukunft oder Hype gewidmet und dort wird auch schon rege diskutiert.

Dann: Dr. Alexander Rossmann von der Hochschule St. Gallen stellt die Ergebnisse der Social Media-Studie der HSG vor.

Enterprise 2.0 und Recht - das ist auf jeden Fall auch ein Thema für jeden Social Media-Verantwortlichen. Was ist unter rechtlichen Aspekten zu beachten und Dr. Carsten Ulbricht ist der anerkannte Experte.

Social Media Guidelines sollen Mitarbeitern dabei helfen und sie ausbilden, wie sie sich im Web 2.0 bewegen. Die Social Media Guidelines der IBM werden oft als Vorbild herangezogen und Petra Bäuerle stellt sie vor.

Und auch der IBM Blue Blog könnte von Interesse für Marketing sein. Wie organisiert und setzt man einen Corporate Blog auf? Was ist zu beachten? Wo liegen Chancen, Grenzen, Risiken? Und auch Thomas Bahn von Assono hat Corporate Blogging als Thema vorgeschlagen.

Professor Petra Schubert spricht über Kommunikation in der Arbeitswelt von morgen. Und welcher Marketier sollte nicht an Kommunikation interessiert sein?

Hochinteressant sicher auch das Thema von Martin Meyer-Gossner: Karriere 3.0 - Spagat zwischen Produktivität und Personal Branding

Social Media Monitoring ist ein wichtiges Thema, gerade wenn man in Social Media einsteigen will. Reputationsanalyse, wie steht mein Unternehmen im Netz dar, ist ein Aspekt davon, den Thorsten Zoerner beleuchten will.

Nicole Simon, Autorin des bekannten Twitter-Buches, hält den Abschlußvortrag am Samstag des Camps.

Und nun könnte ich noch all die Namen der Social Media-Geeks, -Freaks und -Experten aufzählen, aber da muß man ja einfach dieses Posting und die Beiträge in der Community und im Jam lesen. Also: Anmelden und vorbeikommen, wir freuen uns auf Sie/Euch.

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Freitag, 16. April 2010

Palomar5 #p5, das Lotus JamCamp #LJC und die Arbeitswelt der Zukunft: Grundlegender Paradigmen-Wechsel oder dominiert weiter das System?

Alles wegen Project Vulkan und der Cloud. Nein, Vulcan und die Cloud hatten damit nix zu tun. Leider mußten wir heute (16. April) unsere Diskussion rund um die Arbeitswelt und den Arbeitsplatz der Zukunft im Lotus JamCamp auf der republica 2010 abbrechen. Aufgrund der Flugabsagen mußten doch einige Diskussionsteilnehmer – so auch ich – zeitig auf den Zug. Dabei war es gerade richtig spannend.

Simon Wind, Dominik Wind und Jonathan von palomar 5 stellten ihre Aktivitäten, vom 6-wöchigen Camp bis zu den aktuellen Aktionen vor und es entspann sich eine aus meiner Sicht sehr spannende und lebhafte Diskussion mit interessanten Fragen, die nachgearbeitet und im JamCamp diskutiert werden sollten:

Stehen wir wirklich vor einem grundlegenden Paradigmen-Wechsel in der Arbeitswelt, elementar beschleunigt durch die Möglichkeiten des Netzes? Oder greifen und dominieren noch die herkömmlichen hierarchischen Mechanismen und Zwänge des Wirtschaftslebens und der quartalsweise berichtetenden an der Börse dotierten Wirtschaftsunternehmen? Wie kann ich kleine Kreativzellen im Unternehmen schaffen, ja sie fördern und dabei aber auch den leidigen Marktmechanismen und dem Shareholder Value gerecht werden?

Wie trennt (oder vereint) man Berufsleben und Privatleben? Gibt es diese Trennung? In welchem Maße sollte es sie geben? Verschwimmt diese Grenze nicht immer mehr und wie gut oder schlecht ist das? Ist es schlimm, wenn ich am Wochenende auch über Berufliches blogge, auch wenn das ja nominell in meiner Freizeit ist? Oder ist es durchaus gut, wenn jemand privates Interesse und berufliche Tätigkeit vereint? Die Arbeit Spaß macht? Entstehen dadurch nicht nur wieder (unbezahlte) Überstunden und mein Unternehmen profitiert einseitig?

Wird das Netz mit seinen Möglichkeiten in den kommenden Jahren viele kleine „Unternehmen“ schaffen, die in kleinen Zellen zusammenarbeiten, es den „Großen“ schwer machen und an deren (Wirtschafts)Kuchen knabbern? Werden dadurch viele, viele neue Arbeitsplätze geschaffen? Kann dadurch wieder ein Wirtschaftsaufschwung gefördert werden?

Es wird auch vielerorts diskutiert, daß man nicht mehr Jahrzehnte für eine Firma arbeitet. Es wird kolportiert, daß ein Arbeitnehmer künftig vielleicht verstärkt Zeitverträge haben oder auch für mehrere Auftraggeber arbeiten. Ich muß dabei auch an die Ich AG-Diskussion denken. Widerspricht das nicht elementar dem Sicherheitsbedürfnis des Otto Normalarbeitgebers, der sein festes Auskommen haben will und haben muß? Wie ist die soziale Absicherung, wenn solche Modelle vermehrt Realität werden?

Das waren nur einige der spannenden Fragen, die wir zu diskutieren begonnen haben. Leider mußte ein Teil der Teilnehmer die Diskussion abbrechen. Ich hoffe, daß wir sie online im Jam unter jamcamp.ideajam.net, auf unserer Bustour kommende Woche und auf Camp am 23. und 24. April in Ehningen weiterführen werden. Nochmals herzlichen Dank an Simon, Dominik und Jonathan. Ihr seid Katalysatoren der Diskussion und ich freu mich auf Eure Teilnahme in Ehningen.

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Donnerstag, 15. April 2010

Lotus JamCamp Online Jam auf der republica #rp10 gestartet #ljc

So, der Online Jam des Lotus JamCamps ist losgegangen. Gestern haben wir ihn mit den ersten beiden Akten aus "Per Anhalter durch das Enterprise 2.0" gestartet. Nachmittags gab es dann erste Diskussionen rund um die 4 Idea Spaces des Online Jams los. Hier findet Ihr den Jam: https://jamcamp.ideajam.net. Die 4 Themen des Jams sind 

  • Arbeitsplatz und Arbeistwelt der Zukunft, 
  • Enterprise2.0, Datenschutz & Datensicherheit
  • Ganz konkret - Wie sieht der persönliche Nutzen aus und
  • Social Media Marketing - Zukunft oder Hype?

Anmelden und mitmachen. Wir versuchen den Jam live von der republica zu füllen, haben aber leider desöfteren Netzprobleme hier.

Unser Programm heute (15. April) in der Kalkscheune:

Gerade läuft Linux als Alternative mit Uwe Hauck.
Um 11:30 Uhr kommt Ole Wintermann von der Bertelsmann Stiftung mit Ulrike Reinhard zur Schnittstelle von Wissenschaft und Öffentlichkeit: Science as a public good.
Um 13 Uhr starten wir einen Workshop, wo wir die neue Webpräsenz des Instituts für Business Collaboration der Uni Koblenz designen. Stichwort: Wie sollte heute eine moderne Webpräsenz aussehen?

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Sonntag, 11. April 2010

Fußball umgedeutet: Warum Bayerns Spielzüge brisanten IT-Projekten gleichen - manager-magazin.de

Hmm, als Gladbach-Fan habe ich schon ein Problem einen Blogbeitrag mit Bayern im Titel zu schreiben, aber ich fand dann doch den Beitrag von Alexander Ockl im Manager Magazin zu schön, als Fußballer und jemand der in der IT arbeitet (wenn auch nur als Marketier):

Das Spielsystem muss also zur Mannschaft passen. Das erinnert mich an meine Arbeit.

Alexander Ockl vergleicht die Arbeit in seinem Logistik-Unternehmen und das gerade dort anhängige IT-Projekt mit Fußball.
Jeder Mitarbeiter hat in seinem Job die Aufgabe einer Art Anspielstation in unseren Spielzügen, also unseren Betriebsabläufen. Und wenn jeder weiß, was er zu tun hat, gelingen uns hoffentlich Traumkombinationen, damit wir am Ende besser als unsere Gegner sind - unsere Wettbewerber.

Wieviel Spielsystem, wieviele Regeln müssen auf der einen Seite sein. Wieviel Flexibilität und wieviel Freiraum für die Einzelkünstler à la Roben oder Olic muß man einräumen, um erfolgreich zu sein? Der Konflikt ist in Alexander Ockls Unternehmen ausgebrochen:

Die IT fühlt sich für die automatisierten Arbeitsschritte verantwortlich. Die Konflikte und die gefühlte Abhängigkeit von der IT und ihren Systemen haben einige meiner Kollegen eingeschüchtert, ja, sogar wütend gemacht. Schließlich sind wir doch die Auftraggeber. Daher würden sie den automatischen Passgeber am liebsten austauschen. Ohne ihn würde der Betrieb sowieso besser funktionieren. Das würde man sehen, wenn das System ausfällt. Und das ist gar nicht so selten.

In so einem Umfeld können meine Riberies und Robbens ihre Fähigkeiten natürlich nicht zur Geltung bringen.

Die Elektrifizierung der Prozesse und Kosteneinsparung durch optimierte Betriebsabläufe stehen nun schon seit einigen Jahren ganz oben auf der Agenda des CIO (und des CFO, der Geld sparen, Ertrag verbessern und den Shareholder Value steigern will). Doch wie weit kann das gehen? Wieviel starres Spielsystem, wieviel ERP tut einem Unternehmen, einer Mannschaft gut? Wieviel Flexibilität braucht ein Unternehmen für die Einzelspieler, besonders die Ausnahmefußballer, um zu gewinnen und Meister zu werden?

Ich habe oft den Eindruck, daß die Flexibitltät und damit auch der interne und externe Kundenservice bei der Elektrifizierung der Prozesse verloren geht. Unbürokratische Hilfe wird zur Ausnahme, der Prozess, das System regiert. Die Spieler sind oft nur noch mäßig bezahlte Gastspieler aus anderen Ländern, die an das System geknechtet werden. Ausnahmespieler à la Roben oder Olic sind nicht vorgesehen. Aber - wenn der Vergleich stimmt - eine gute Fußballmannschaft braucht und brauchte immer Spieler, die die Drecksarbeit erledigen und die Ausnahmekünstler, die auch einmal außergewöhnliche Dinge tun. Die Europameister von 1996 brauchten neben einem Sammer oder Scholl auch einen Dieter Eilts. Beckenbauer hatte seinen Schwarzenbeck, Netzer seinen Wimmer. Und nur so war man erfolgreich.

Braucht also ein Unternehmen Systeme für optimierte und elektrifizierte Prozesse (ERP, BPM etc,) und Systeme, die flexible Reaktionen und Zusammennarbeit ermöglichen (Collaboration, Web 2.0- und Enterprise 2.0-Tools)? Aber bitte nicht nebeneinander, sondern im Idealfall miteinander intelligent integriert? Noch wichtiger: Braucht man neben allen Tools auch die Geisteshaltung aller Spieler in der Mannschaft, daß man gemeinsam gewinnen und eventuell gar schön spielen will, also den Kunden gefallen und guten Service bieten will?

Ich warte mit Spannung auf die weiteren Beiträge von Alexander Ockl. Dort arbeitet man jetzt wohl mit der IT zusammen, um ein funktionierendes Spielsystem zu schaffen, das auch die Ausnahmespieler erlaubt.

Posted via web from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Tolle Visualisierung von Social Media Kommunikation - One Way war gestern | socialmedia-blog.de

Die User zu aktivieren und mit ihnen interagieren, sie in ihrem Umfeld zu begeistern und die Kommunikation -mit- und -über- Fans & Freunde – dies sind die Stärken des Social Web die es jetzt strategisch und kreativ zu nutzen gilt.

Social Web Kommunikation

(einfache Veranschaulichung der Kommunikationsströme im Social Web)

Sehr schöne Visualisierung des Themas Social Media Kommunikation. Danke an den SocialMedia-Blog.de.

Posted via web from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Ausblick auf re:publica #rp10, den Anhalter und das Lotus JamCamp #LJC (Teil 1)

So, nun ist es quasi soweit. Kommenden Mittwoch geht die re:publica in Berlin los, und damit auch das Lotus JamCamp. Morgen ist die Generalprobe zu "Per Anhalter durch das Enterprise 2.0" bei CPP in Offenbach. Eine Kurzfassung bzw. die ersten Akte werden wir dann auf der re:publica um 13 Uhr spielen. Mit neuer Hauptdarstellerin und in modifizierter Form. Die Version, die wir für die Dokumentenmanager auf der DMS 2009 uraufgeführt haben, ist nun web-biger geworden - hoffentlich, so mit Augmented Reality, location based Services und dem Nerd-Cyber-Junkie-Kram. Das neue BUCH wird in Kürze hier live gestellt.

Diese Aufführung, die zeigt, wie Digital Naiver, Unternehmensbürokrat und normaler Mitarbeiter aufeinanderprallen, ist dann auch der Start zum Online Jam, den wir zwischen dem 14. und 24. April durchführen. Hier kann jeder online mitdiskutieren und mitlesen. Der Jam geht am Mittwoch unter der URL http://jamcamp.ideajam.net/ live. In vier IdeaSpaces werden die Themen Wie sehen der Arbeitsplatz und die Arbeitswelt der Zukunft aus?, Enterprise 2.0, Datenschutz & Datensicherheit - Herausforderungen und Chancen für Unternehmen und Mitarbeiter sowie Ganz konkret – Wie sieht der persönliche Nutzen von Enterprise 2.0 und Smarter Work aus? und Social Media Marketing – Zukunft oder Hype? diskutiert. Das Thema persönlicher Nutzen werde wohl ich mit einem kurzen Impulsvortrag starten dürfen. Den Arbeitsplatz der Zukunft moderieren @Baerlinizer René Werth und Cyber-Junkie Thorsten Zoerner, Enterprise 2.0 und Recht kommen von Arnd Layer und Martin Koser und Social Media schließlich kicken Anika Geisel und Lars Basche "off".

"Anheizen" werden wir den Online Jam durch Workshops und Diskussionen auf der re:publica und dann später unsere Bustour durch Deutschland. Am 14. April nachmittags starten wir im Quatsch Comedy Club die 4 Themen in einem Workshop und werden den Jam mit den Ideen und Kontroversen füttern. Am nächsten Tag geht es dann in der Lounge in der Kalkscheune mit verschiedenen Workshops weiter. @Byclist Uwe Hauck wird um 10 Uhr mit einem Impulsvortrag das Thema Linux als Desktopalternative in modernen Büroumgebungen, den Wechsel wagen anreißen. Danach moderiert Ulrike Reinhard einen Workshop. Thema und Abstract folgen in Kürze. Nachmittags dreht sich alles um das Thema moderne kollaborative, kommunikative Website. Die Uni Koblenz, wo wir ein neues Institut für Business Collaboration eröffnen, braucht für dieses Zentrum eine Webpräsenz. Wie diese aussehen könnte und sollte, welche Web 2.0-Features auf der Seite verfügbar sein sollten, ist Thema des Workshops ab 14 Uhr. Die Ergebnisse des Workshops wollen wir dann als ersten Prototypen auf dem Camp in Ehningen zeigen. An der Agenda für den 16. April, dem letzten Tag der re:publica, arbeiten wir noch. Mehr dazu hier in Kürze.

Tja, dann ein freies Wochenende und unser Lotus JamCamp-Bus fährt von Berlin aus los. Am 19. April geht es nach Hannover zu einem Redaktionsbesuch bei t3n. Abends sind wir beim Webmontag in Hannover, um dann noch nach Gütersloh weiterzufahren. Morgens am 20. April diskutieren wir bei der Bertelsmann Stiftung das Thema Science as a good und fahren dann zur Telekom nach Bonn weiter. Hier stehen Themen rund um Social Media und Enterprise 2.0 auf der Agenda. Um 17 Uhr müssen wir dann in Koblenz sein, wo Professor Petra Schubert das neue Kompetenzzentrum für Collaboration eröffnet. Wer mehr zum Event (und zur Fete) in Koblenz wissen will, kann auf Twitter dem Hashtag #jamko folgen. Und dann geht es am 21. April in den Süden. Und mir geht jetzt erstmal die Puste aus. Zur weiteren Tour und zum eigentlichen Camp in Ehningen mehr in einem separaten Blogbeitrag.

Natürlich werden wir Jam, Tour, re:publica, Camp auf Twitter und in Blogs multimedial begleiten! Tja, auf jeden Fall bin ich sehr aufgeregt und gespannt auf  Theateraufführung (Lampenfieber), Workshops und interessante Diskussionen. Freue mich einige von Euch endlich mal live und nicht nur virtuell kennenzulernen, um mal einen Kaffee oder ein Bier zu trinken. Trotz allen Potentials des Webs 2.0 - siehe beispielsweise wie @bicyclist und ich den Workshop auf der re:publica definiert haben - ist ein Face-to-Face Meeting nicht zu ersetzen, wenn es geographisch möglich ist. Und das eine muß das andere ja nicht ausschießen, sondern kann und sollte sich wo möglich ergänzen. 

Und last but not least: Ich hoffe auf Eure Teilnahme, auf der re:publica, im Online Jam, an den Stationen der Bustour und auf dem Camp in Ehningen. Freu mich (und zähle und hoffe) drauf.

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Samstag, 10. April 2010

"Das Archiv und die Stütze des Neuen" - FAZ Community - Viel feuilletonistische Stil-Onanie, aber auch manch Wahres zum #Netz

Also, ich habe lange überlegt, ob ich auf diesen Artikel Bezug nehme. Er ist in einem Stil geschrieben, der mir sehr fremd und gekünstelt wirkt, in einem Stil, der oft gerade in Feuilletons angesagt und in dem sich die Autoren nur zu oft der stilistisch selbst befriedigen. Ich bin da eher ein Freund von Wolf Schneider und Ludwig Reiners, die für die klaren journalistische und vor allem verständliche Sprache plädiert haben. Aber der Artikel aus der FAZ-Community greift auch einige aus meiner Sicht interessante Aspekte auf.

Der Artikel von Michael Seemann skizziert, wie Wissen in den verschiedenen Phasen der Menschheitsgeschichte aufbewahrt, "archiviert" wird:

Anhand der frühen Ägypter zeigt er, wie der Wissenstransfer sich in der Vorgeschichte ganz anderer Zeichen bediente, als die Schrift. Dort hatten nämlich Gräber und rituelle Orte diese Aufgabe. An ihnen knüpfte sich das überindividuelle Gedächtnis; die Koordinaten der Erinnerung, in der die Menschen ihre kulturellen Errungenschaften: ihre Geschichten, Genealogien und ihre Kunstfertigkeiten kodierten und abspeicherten, um sie von Generation zu Generation weiter zu geben.

Die Schrift hat dann eine neue Epoche eingeläutet. Und das Internet ist nun der nächste Schub:

Der Übergang zur Schrift als zentralem Erinnerungsmedium hat also die Menschen befreit. Die ewige Wiederholung des Immergleichen und die enge Bindung an bestimmte Orte, waren zu einem gutteil aufgelöst. Man kann diesen Einschnitt nicht hoch genug bewerten. Es war eine Emanzipation, die nur mit jener vergleichbar ist, die der Buchdruck im Gewande der Aufklärung mit sich brachte. Oder heute das Internet.

Natürlich muß - dazu ist es ja das Feuilletion der FAZ - kritisch mit dem Web umgehen und die Banalitäten (und ja, es kursieren auch Perversitäten) betonen. Aber immerhin wird doch anerkannt, daß das Internet dramatisch zur Emanzipation und zur freien Verfügbarmachung von Informationen und Wissen jeglicher Art - banalen Wissens und relevanter Information - beiträgt:

Die Zyklen der Entwertung werden dabei immer kürzer und das Internet frisst wie ein Mähdrescher alle Errinnerungen auf und macht das Bauchnabelpiercingfoto gleich neben Goethes Faust für alle zugänglich. Ich verstehe, dass das Manche melancholisch macht. Man darf sich darüber aber nicht täuschen: das ist eine Emanzipation. Niemand hat gesagt, dass sie gut riecht, die Freiheit.

Und genau wegen dieses Absatzes hab ich das Posting geschrieben!

Ein kleiner Exkurs und ein weiteres Zitat erlaube ich mir in Erinnerung an mein Studium zur Entwicklung der modernen Öffentichkeit durch die im 19. Jahrhundert sich befreiende Presse und ein leider nur teilweise liberales Bürgertum:

Das Bürgertum war selber solch ein Archiv des kulturellen Gedächtnisses und genau als solches eben eine Stütze der Gesellschaft. Eine Erinnerungs- und eine Vorbildstütze, die, bevor die Medien immer globaler wurden, die lokalen Rollenmodelle der Gesellschaft bildeten. Den Niedergang dieser institutionellen Position, die archiv'sche Entwertung - auch durch das Internet - beschreibt Don Alphonso so treffend wie wehmütig. Das Bürgertum stirbt in seiner Rolle als Identitätsressource und regionales Kulturarchiv.

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Kompliment an Michael Frontzeck - Meine persönliche Zwischenbilanz zur Leistung der #Borussia

37 Punkte, 12 Punkte weg von einem Abstiegsplatz bei noch 4 (für Borussia) ausstehenden Spielen. Unter normalen Umständen wird dort nichts mehr anbrennen, trotz der Begegnungen gegen Bayern, Schalke, Leverkusen und Hannover. Die Borussia wird im verflixten zweiten Jahr nach dem Wiederaufstieg die Klasse halten. Und das ziemlich souverän, bis auf die Phase mit Niederlagen zwischen dem 5. und 9. Spieltag. Dann der Auswärtssieg in Hamburg, der eine Wende einläutete.

Erst einmal muß ich Michael Frontzeck ein dickes Kompliment machen. Ich gebe zu, ich war bei seiner Verpflichtung sehr skeptisch und hätte wohl eine andere Wahl getroffen. Er hat aber die Mannschaft und die Saison bis dato sehr gut gemanagt. Kein Zittern bis zum letzten Spieltag. Und auch verhältnismäßig Ruhe in der Mannschaft und im Verein, so weit man es aus der Ferne beurteilen kann. Chapeau!

Trotz dieser positiven Zwischenbilanz haben mir einige teilweise auch hohe Niederlagen weh getan: Zuhause gegen Wolfsburg, klar abgewatscht in Dortmund, Niederlage gegen Bochum daheim, keine Chance gegen Stuttgart letzte Woche. Und einige Punkte mußten wir auch nicht in den letzten Minuten verschenken. Irgendwie fehlt manchmal noch der letzte Kick, der letzte Wille und wohl auch die Qualität. Das zeigt sich meiner Ansicht nach auch an den 49 Gegentoren, die zu viel sind.

Woran liegt es? Bailly hat sich nach seinem Katastropheneinstand nach Verletzung gefangen, scheint aber nicht so bärenstark wie in der Vorsaison (wo es auch nötiger war). Brouwers und Dante gehören zu unseren beste Stürmern - als Innenverteidiger. Sind es die Außenverteidiger, wo wir schwächeln? Ist es das defensive Mittelfeld rund um Marx, Bradley und Meeuwis? Oder sind wir mit Matmour, Reus und Arango oft zu offensiv und eben mangelhaft im Defensivverhalten? Ich gebe zu, ich hätte mir eine Rückkehr von Peer Kluge oder Eugen Polanski für das zentrale, defensive Mittelfeld gewünscht. Und auch zu Baumjohann hätte ich nicht Nein gesagt, wobei alle 3 in ihrer Borussia-Zeit ja auch verschiedenartige Probleme hatten.
Im Mittelfeld und Offensive sicherlich die positive Überraschung ist Marco Reus. Damit habe ich nicht gerechnet. Viele haben auf Arango gesetzt, der sicher keine schlechte Saison spielt und einige Tore vorbereitet hat, aber (noch??) nicht die Stärke zeigt, die ich mir erhofft habe. Aber vielleicht braucht man gerade bei den Südamerikanern eine Saison Geduld, bis sie kommen? Das würde dann auch für Bobadilla gelten, der sicher nicht so zugeschlagen hat, wie wir Borussen-Fans es uns erhofft haben. Und den ultimativen Torjäger haben wir in dieser Saison wohl nicht, aber immerhin haben Friend, Coulautti und Friend ihren Teil beigetragen. Tja, und Oli Neuville (genau wie Coulautti) werden wir wohl Tschüss und Danke sagen dürfen.

Quo vadis? Hoffe erst einmal, daß wir die Saison anständig und nicht mit Klatschen zu Ende spielen. Für die kommende Saison muß dann der Klassenerhalt wieder Ziel #1 sein, gerade wegen der Leistungsdichte zwischen fast dem 6. Tabellenplatz bis in den Keller der Bundesliga. Beispiele wie Hannover und Hertha sollten davor warnen, zu selbstsicher und überheblich in die nächste Runde zu gehen. Aber natürlich hoffe ich wie so viele Borussen-Fans mittelfristig auf mehr. Wer seit den späten 60er Jahren Borussia-Fan ist, der hat natürlich Träume, vielleicht auch Schäume. Mein Traum wäre sicher ein einstelliger Tabellenplatz für 2010-2011. Dafür braucht es mehr Qualität und auch Ausgebufftheit. Mal schauen, was Max Eberl und Michael Frontzeck neben Anderson noch so planen. Und hoffen wir, daß die Kernspieler und -talente gehalten werden können.

Mein Traum (und das ist wohl einer): Ein Marcel Janssen käme zurück. Und Arango und Bobadilla kommen voll raus. Und Reus hält seine Stärke. Und Bäcker und Jantschke gelingt der Durchbruch. Da walte Jünter ...

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Kompliment an Michael Frontzeck - Meine persönliche Zwischenbilanz zur Leistung der #Borussia

37 Punkte, 12 Punkte weg von einem Abstiegsplatz bei noch 4 (für Borussia) ausstehenden Spielen. Unter normalen Umständen wird dort nichts mehr anbrennen, trotz der Begegnungen gegen Bayern, Schalke, Leverkusen und Hannover. Die Borussia wird im verflixten zweiten Jahr nach dem Wiederaufstieg die Klasse halten. Und das ziemlich souverän, bis auf die Phase mit Niederlagen zwischen dem 5. und 9. Spieltag. Dann der Auswärtssieg in Hamburg, der eine Wende einläutete.

Erst einmal muß ich Michael Frontzeck ein dickes Kompliment machen. Ich gebe zu, ich war bei seiner Verpflichtung sehr skeptisch und hätte wohl eine andere Wahl getroffen. Er hat aber die Mannschaft und die Saison bis dato sehr gut gemanagt. Kein Zittern bis zum letzten Spieltag. Und auch verhältnismäßig Ruhe in der Mannschaft und im Verein, so weit man es aus der Ferne beurteilen kann. Chapeau!

Trotz dieser positiven Zwischenbilanz haben mir einige teilweise auch hohe Niederlagen weh getan: Zuhause gegen Wolfsburg, klar abgewatscht in Dortmund, Niederlage gegen Bochum daheim, keine Chance gegen Stuttgart letzte Woche. Und einige Punkte mußten wir auch nicht in den letzten Minuten verschenken. Irgendwie fehlt manchmal noch der letzte Kick, der letzte Wille und wohl auch die Qualität. Das zeigt sich meiner Ansicht nach auch an den 49 Gegentoren, die zu viel sind.

Woran liegt es? Bailly hat sich nach seinem Katastropheneinstand nach Verletzung gefangen, scheint aber nicht so bärenstark wie in der Vorsaison (wo es auch nötiger war). Brouwers und Dante gehören zu unseren beste Stürmern - als Innenverteidiger. Sind es die Außenverteidiger, wo wir schwächeln? Ist es das defensive Mittelfeld rund um Marx, Bradley und Meeuwis? Oder sind wir mit Matmour, Reus und Arango oft zu offensiv und eben mangelhaft im Defensivverhalten? Ich gebe zu, ich hätte mir eine Rückkehr von Peer Kluge oder Eugen Polanski für das zentrale, defensive Mittelfeld gewünscht. Und auch zu Baumjohann hätte ich nicht Nein gesagt, wobei alle 3 in ihrer Borussia-Zeit ja auch verschiedenartige Probleme hatten.
Im Mittelfeld und Offensive sicherlich die positive Überraschung ist Marco Reus. Damit habe ich nicht gerechnet. Viele haben auf Arango gesetzt, der sicher keine schlechte Saison spielt und einige Tore vorbereitet hat, aber (noch??) nicht die Stärke zeigt, die ich mir erhofft habe. Aber vielleicht braucht man gerade bei den Südamerikanern eine Saison Geduld, bis sie kommen? Das würde dann auch für Bobadilla gelten, der sicher nicht so zugeschlagen hat, wie wir Borussen-Fans es uns erhofft haben. Und den ultimativen Torjäger haben wir in dieser Saison wohl nicht, aber immerhin haben Friend, Coulautti und Friend ihren Teil beigetragen. Tja, und Oli Neuville (genau wie Coulautti) werden wir wohl Tschüss und Danke sagen dürfen.

Quo vadis? Hoffe erst einmal, daß wir die Saison anständig und nicht mit Klatschen zu Ende spielen. Für die kommende Saison muß dann der Klassenerhalt wieder Ziel #1 sein, gerade wegen der Leistungsdichte zwischen fast dem 6. Tabellenplatz bis in den Keller der Bundesliga. Beispiele wie Hannover und Hertha sollten davor warnen, zu selbstsicher und überheblich in die nächste Runde zu gehen. Aber natürlich hoffe ich wie so viele Borussen-Fans mittelfristig auf mehr. Wer seit den späten 60er Jahren Borussia-Fan ist, der hat natürlich Träume, vielleicht auch Schäume. Mein Traum wäre sicher ein einstelliger Tabellenplatz für 2010-2011. Dafür braucht es mehr Qualität und auch Ausgebufftheit. Mal schauen, was Max Eberl und Michael Frontzeck neben Anderson noch so planen. Und hoffen wir, daß die Kernspieler und -talente gehalten werden können.

Mein Traum (und das ist wohl einer): Ein Marcel Janssen käme zurück. Und Arango und Bobadilla kommen voll raus. Und Reus hält seine Stärke. Und Bäcker und Jantschke gelingt der Durchbruch. Da walte Jünter ...

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Mittwoch, 7. April 2010

Mobiles Büro zuhause | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg - Beispiel Smarter Work bei IBM - Thema für das #LJC

Dirk Brauckhoff ist Kundenberater für IT–Lösungen bei IBM Berlin und arbeitet mobil. Sein Arbeitgeber setzt ihm Ziele, die er erreichen muss. Wie er sich seine Arbeit einteilt, bleibt ihm überlassen.

Er besucht seine Kunden, arbeitet zu Hause, im sogenannten homeoffice und an manchen Tagen geht er ins Unternehmen. Dort allerdings hat er keinen eigenen Schreibtisch mehr. Er kann sich an so genannte e-places, elektronische Arbeitsplätze, setzen. Schlichte, leere Schreibtische in einem Großraumbüro. Seine Kollegen trifft er dort nicht zufällig, er muss sich bewusst mit ihnen verabreden. Er selbst sieht darin eine Gefahr des mobilen Arbeitens und achtet darauf, dass er seine Kollegen regelmäßig sieht.

Mobil arbeiten, heißt für beide auch, technische Möglichkeiten, die ihre Arbeit effizienter machen, zu nutzen.

Über http://www.smartworkers.net bin ich gerade auf diesen Beitrag gestoßen: Mir wird immer deutlicher, wieviele Möglichkeiten mir die IBM in punkto Arbeitszeitgestaltung und Home Office gibt. Ich kann von zuhause arbeiten, nutze modernste Web 2.0-/Enterprise 2.0-Tools von Instant Messaging (Lotus Sametime) bis zu Social Software (Lotus Connections), share Informationen und Aktivitäten in der Cloud mit Partner und Kunden (LotusLive) und nutze Online- und Telefonkonferenzen für Meetings. Und ich habe sicher noch das ein oder andere vergessen.

Neben all diesen technischen Möglichkeiten mindest genauso wichtig ist aber, daß es akzeptiert und ganz normal ist, daß wir so arbeiten. Ja, auch bei uns gibt es einige Kritikpunkte, aber diese Kombination von technischen Möglichkeiten in Kombination mit Unternehmenskultur ist schon was Tolles. Und ich glaube, vieles können wir hier Smarter Work nennen.

Übrigens gibt es auf der oben genannten Webseite auch ein Video zu dem Bericht von RBB.

Posted via web from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Montag, 5. April 2010

Social Media: Die Ringe of "Influence"

Na, dieses Posting von Jeremiah Owyang passt mir sehr gut in den Kram. Der Blogbeitrag passt hervorragend zu meinem Posting Social Media ist JEDER im Unternehmen:

In order to scale in both time and mass, corporations must now extend their communication strategy beyond just corporate communications and sanctioned ‘company representatives’ to include others in the mix. 

Jeremiah hat nicht den Ring of Fire, aber verschiedene Ringe der Einflußnahme definiert und Personen zugeordnet, die als Social Media-Influencer im jeweiligen Ring aktiv sein sollten und könnten:

Und er gibt auch die korrekte Einschätzung bezüglich Chancen und Risiko:

Recognize that greater opportunity is abound at outer rings –but comes with increased risk.

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Archivare werden weiter gebraucht - gerade im Digitalen Zeitalter

Thanks to digital tools, media, and networks, recording is easy, cheap, and often automatic. ... Evidence of even the most trivial of events and thoughts, communicated through texts, posts, status updates, and tweets, is retained in the data centers of the companies that operate popular Internet sites and services.

We live, it seems, in a golden age of documentation.

Es scheint so - schreibt Nicolas Carr in seinem Blog -, als ob wir im goldenen Zeitalter der Dokumentation leben, denn angesichts billigen Speicherplatzes, des Webs und einfacher Möglichkeit Daten unterschiedlichster Arten "aufzunehmen", kann eigentlich nichts mehr verloren gehen. Oder?
The problem stems from the fact that, with digital recordings, we don't only have to preserve the data itself; we have to preserve the devices and techniques used to read the data and output it in a form we can understand.

Ja, und, Mr. Carr? Was ist daran neu? Dieses Problem kennen wir in der Archivierung schon lange. Digital erzeugte Dokumente, Texte, Tabellen, Präsentationen, müssen schon heute regelmäßig konvertiert werden, um langfristig lesbar zu bleiben. Ähnlich sehe ich das auch für multimediale Inhalte, für Audio- und Videodateien. Schon die alten Schallplatten mußten - so man nicht den geliebten alten Plattenspieler weiter behalten will - "konvertiert" werden.

Carr sieht nun einen wichtigen Wandel durch die Cloud. Wenn die Daten und Recordings dort gespeichert werden, würden nicht mehr so viele lokale Kopien gemacht. Er sieht einen Wandel vom Download- hin zum Streaming-Paradigma. Oder anders gesagt: Man vertraue die Daten professionellen Cloud-Anbieter an im Glauben, die würden dafür sorgen, daß alle Daten sicher gespeichert werden. Und er warnt davor, nur auf die Cloud zu vertrauen:
We all know what happened to the library of Alexandria.

Ich glaube, daß Carr in seinem Posting einen wesentlichen Aspekt vergisst. Unternehmen, öffentliche Bibliotheken müssen sich ebenso wie Privatpersonen darum Gedanken machen, was man wie lange aufheben will. Wenn ich meine Schallplatten weiter geniessen will, muß ich einen Plattenspieler vorhalten oder die Aufnahmen einmal digitalisieren. Ich braucht eine Archivierungsstrategie.

Und was für mich als Privatperson gilt, gilt ebenso für Unternehmen und öffentliche Institutionen. Die Motive sind anders: das Unternehmen muß gewisse Informationen aus gesetzlichen Gründen aufbewahren und will gewisse Daten aufbewahren, um Wissen zu bewahren oder die Firmenhistorie zu dokumentieren. Bibliotheken und Archive haben eventuell einen öffentlichen Auftrag.

Aber Unternehmen hin und rivatperson her: Einfach alles mal endlos aufbewahren wollen, mag dem Sammeltrieb des Menschen entgegen kommen, ist aber nicht unbedingt zielführend. Wer sich Gedanken darüber macht, was man aus welchen Gründen aufhebt, der kann sich dann auch Gedanken darüber machen, wie man wirklich sicher und redundant aufbewahrt.

Im professionellen Umfeld werden Bibliothekare, Archivare (und Records Manager) sicher weiter gebraucht. Nur kümmern sich diese nicht mehr nur um die Aufbewahrung oder Restaurierung von Papier. Im Web 2.0-Zeitalter müssen sie sich auch um digitale und digitalisierte Inhalte kümmern, um Webseiten, Instant Messages, Audios und Videos. Dies ist keine Frage, ob die Inhalte in der Cloud gespeichert werden.

Posted via web from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Archivare werden weiter gebraucht - gerade im Digitalen Zeitalter

Thanks to digital tools, media, and networks, recording is easy, cheap, and often automatic. ... Evidence of even the most trivial of events and thoughts, communicated through texts, posts, status updates, and tweets, is retained in the data centers of the companies that operate popular Internet sites and services.

We live, it seems, in a golden age of documentation.

Es scheint so - schreibt Nicolas Carr in seinem Blog -, als ob wir im goldenen Zeitalter der Dokumentation leben, denn angesichts billigen Speicherplatzes, des Webs und einfacher Möglichkeit Daten unterschiedlichster Arten "aufzunehmen", kann eigentlich nichts mehr verloren gehen. Oder?
The problem stems from the fact that, with digital recordings, we don't only have to preserve the data itself; we have to preserve the devices and techniques used to read the data and output it in a form we can understand.

Ja, und, Mr. Carr? Was ist daran neu? Dieses Problem kennen wir in der Archivierung schon lange. Digital erzeugte Dokumente, Texte, Tabellen, Präsentationen, müssen schon heute regelmäßig konvertiert werden, um langfristig lesbar zu bleiben. Ähnlich sehe ich das auch für multimediale Inhalte, für Audio- und Videodateien. Schon die alten Schallplatten mußten - so man nicht den geliebten alten Plattenspieler weiter behalten will - "konvertiert" werden.

Carr sieht nun einen wichtigen Wandel durch die Cloud. Wenn die Daten und Recordings dort gespeichert werden, würden nicht mehr so viele lokale Kopien gemacht. Er sieht einen Wandel vom Download- hin zum Streaming-Paradigma. Oder anders gesagt: Man vertraue die Daten professionellen Cloud-Anbieter an im Glauben, die würden dafür sorgen, daß alle Daten sicher gespeichert werden. Und er warnt davor, nur auf die Cloud zu vertrauen:
We all know what happened to the library of Alexandria.

Ich glaube, daß Carr in seinem Posting einen wesentlichen Aspekt vergisst. Unternehmen, öffentliche Bibliotheken müssen sich ebenso wie Privatpersonen darum Gedanken machen, was man wie lange aufheben will. Wenn ich meine Schallplatten weiter geniessen will, muß ich einen Plattenspieler vorhalten oder die Aufnahmen einmal digitalisieren. Ich braucht eine Archivierungsstrategie.

Und was für mich als Privatperson gilt, gilt ebenso für Unternehmen und öffentliche Institutionen. Die Motive sind anders: das Unternehmen muß gewisse Informationen aus gesetzlichen Gründen aufbewahren und will gewisse Daten aufbewahren, um Wissen zu bewahren oder die Firmenhistorie zu dokumentieren. Bibliotheken und Archive haben eventuell einen öffentlichen Auftrag.

Aber Unternehmen hin und rivatperson her: Einfach alles mal endlos aufbewahren wollen, mag dem Sammeltrieb des Menschen entgegen kommen, ist aber nicht unbedingt zielführend. Wer sich Gedanken darüber macht, was man aus welchen Gründen aufhebt, der kann sich dann auch Gedanken darüber machen, wie man wirklich sicher und redundant aufbewahrt.

Im professionellen Umfeld werden Bibliothekare, Archivare (und Records Manager) sicher weiter gebraucht. Nur kümmern sich diese nicht mehr nur um die Aufbewahrung oder Restaurierung von Papier. Im Web 2.0-Zeitalter müssen sie sich auch um digitale und digitalisierte Inhalte kümmern, um Webseiten, Instant Messages, Audios und Videos. Dies ist keine Frage, ob die Inhalte in der Cloud gespeichert werden.

Posted via web from Digital naiv - Stefan63's Posterous

2010 als Schlüsseljahr: Knowledge Worker als Wettbewerbsvorteil - Der Arbeitsplatz der Zukunft wird sozial

Mit dem Satz Der Arbeitsplatz wird sozial referenziere ich auf einen Beitrag von Rob Koplowitz von Forrester The Information Workplace Gets Social. Demzufolge setzt sich die Erkenntnis durch, daß Knowledge Worker gerade in den hochentwickelten (und mit hohen Arbeitslöhnen und -kosten "belasteten") Ländern USA und Westeuropa unverzichtbar sind, um sich im globalen Wettbewerb zu differenzieren. Nach Jahren, in denen Kosteneinsparungen und Prozessoptimierung im Mittelpunkt des Handelns manches CIO's standen, scheint in dem Moment, in dem wir die wirtschaftliche Rezession verlassen, eine neue Perspektive Einzug zu halten.

Social everywhere, mit diesem Slogan haben wir in der IBM seit einigen Monaten zu beschreiben versucht, daß Funktionen von Social Software überall Einzug einhalten, auf mobilen Endgeräten ebenso wie auf dem voll integrierten Arbeitsplatz der Zukunft. Gerade Knowledge Worker brauchen aber fortschritlliche und moderne Funktionen zur Zusammenarbeit (Collaboration) und Kommunikation. Knowledge Worker brauchen Instant Messaging, Blogs, Wikis, integrierte Telefonie und soziale Netzwerke:

This attention to integration will create a major step forward for the Information Workplace which focuses on a highly integrated user experience that pulls content, collaboration, communication and line of business systems together in context for knowledge workers.

Schön, daß Koplowitz zumindest in einem Satz darauf hinweist, daß Technologien nicht die allein selig machende Lösung sind. Parallel und mindestens ebenso wichtig wie die Technologien ist der Wille im Unternehmen zu Change Management, der Wille, Organisation und Unternehmenskultur zu ändern, um die Möglichkeiten der erworbenen Technologien auch wirklich auszuschöpfen und den Weg zum viel beschworenen Enterprise 2.0 erfolgreich zu gehen. Laut Koplowitz wird 2010 ein Schlüsseljahr für Social Software und den Information Workplace.

Social technologies are proving their value in the enterprise. Enterprises are maturing their implementations. Vendors are making major investments. 2010 will be a defining year in both the maturation of social technologies and the Information Workplace.

Der Arbeitsplatz der Zukunft ist auch zentrales Thema des Lotus JamCamps.

Posted via email from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Sonntag, 4. April 2010

Betriebsrat und Enterprise 2.0 | Besser 2.0 #LJC

Ein besonderes Lob für ein merkenswertes  Zitat zum Thema Betriebsrat und Enterprise 2.0, das wir uns für die nächste einschlägige Diskussion  – und die kommt bestimmt :-) –  auf jeden Fall behalten sollten:

Eigentlich müsste in den Unternehmen der Betriebsrat eine Enterprise 2.0 Bewegung sehr unterstützen. Typische Forderungen der Betriebsräte wie Mitarbeiterpartizipation, Demokratisierung, Selbstorganisation, Lernprozesse, unternehmensweite und abteilungsübergreifende Kooperation und Kommunikation werden durch Enterprise 2.0 nicht nur unterstützt, sondern vielfach erst realisierbar.

Schönes Zitat aus der neuen Untersuchung von Centrestage basierend auf 72 Fallstudien. Wünsche mir, daß wir auch diesen Aspekt auf dem Lotus JamCamp diskutieren. Betriebsräte: Vorbeikommen. Auch für Euch interessant!

Posted via web from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Das Weisse Haus denkt über flexible Arbeitsplätze und Arbeitszeiten nach #LJC

Yesterday, the President forcefully proclaimed how evidence shows that workplace flexibility is not just a special perk for women, but that it's a critical part of a workplace that can help all of us: that increased flexibility doesn't hurt your bottom line, it increases it; that work is what you do, not who you are; and that fathers need and want to be as much a part of their children's lives as do mothers.

Interessant. Bin gerade über Berichte gestolpert, die über ein Treffen im Weissen Haus zum Thema Arbeitsplatz und Arbeitszeitgestaltung in der Zukunft berichten. (Ich nehme das Wort Work-life Balance nicht in den Mund. Das ist mittlerweile schon zu ausgelutscht.) Zudem hat das Weisse Haus einen Bericht unter dem Titel “WORK-LIFE BALANCE AND THE ECONOMICS OF WORKPLACE FLEXIBILITY”  herausgegeben. Ich denke einmal, die Herausforderungen in den USA sind nicht so viel anders als die in Deutschland.

Ich hoffe, daß wir auch dieses Thema auf dem Lotus JamCamp behandeln werden. Verhandele gerade mit unserer HR-Abteilung von IBM, daß die über unser Arbeitszeit- und Arbeitsplatzmodell (inkl. Möglichkeit zum Home Office) berichten wird. Sieht gut aus.

Posted via web from Digital naiv - Stefan63's Posterous

Social everywhere


Habe die Grafik aus einem Posting zu Lotus Social Software auf Blackberries "geklaut", weil ich den Begriff cool finde. Ich glaube, Jeff Schick hat den Begriff Social Everywhere mal geprägt. (Bitte korrigieren, wenn ich falsch liege. Lass mich da gerne belehren.)
Dahinter steckt das Konzept, daß Social Software - in diesem Falle Lotus Connections und Lotus Quickr - auf immer mehr Devices, eben auch mobilen Smart Phones wie Android, iPhone, Symbian und Blackberry, verfügbar wird und dort eben nicht mehr nur E-Mail, Kalender und Adressen abgerufen oder eingegeben werden. Weiten wir es auf nahezu beliebige andere Devices aus, frei nach AT&T Delivering the Digital Lifestyle From Three Screens