Digital Naiv oder Digital Native. Was ist der "richtige" Weg im und im Umgang mit dem Web 2.0 - und Puzzlesteine zu Essen, Fußball und mehr ...

Samstag, 31. Dezember 2011

[EN] Social Web: We are entering the golden age of civic engagement - Forbes

But lost in the mix in conversation so far is what’s perhaps the most astonishing development in 2011:  the rapid ascendance of a social web that is connecting many different kinds of participants previously left out of the conversation.  The Web today is truly more social — more connected, more diverse, more inclusive.  Forget, for a moment, the golden age of blogging.  We are entering the golden age of civic engagement.

For sure the social web has played an outstanding role in 2011, from the Arab Spring to the occupy-movement. The impact has been by far more positive than negative. Nevertheless there is still a strong climate of scepticism against Social Media and the Social Web. When discussing with friends (and perhaps this is typical German), people more often mention the usage of Twitter and other tools during the British riots. And quite often I do hear that Social Media could or should be forbidden and blocked such events.

I completely disagree: Social Media and social channels should not be banned. In my opinion we can compare the current development with the rise of the free press in the 19th century in Europe. Beside all potential negative impact, beside the danger of manipulation, the Social Web represents the next wave of and chance for civic engagement. Maybe it won't be a golden age, but for sure the potential positive impact is much higher than the risk.

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Freitag, 30. Dezember 2011

[EN] 2012: Think Social Business, live Community Centric Strategy

5C’s as the engines of Social Business: Competition – Commitment – Content – Context – Collaboration.

Another great posting from my buddy Martin Meyer-Gossner. He writes: Social Business us about people and culture ... and identifies key drivers of Social Business. Great reading!

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Donnerstag, 29. Dezember 2011

B2B Websites Become the Ultimate Social Destination | Social Media B2B

B2B Websites Become the Ultimate Social Destination
In the consumer world, many companies send their visitors directly to Facebook. This strategy seems to be based on the fact that people are already on Facebook and why should companies encourage them to leave the environment. B2B companies will understand this year that it is more productive to drive traffic to their owned property, their website. This is where they control the environment are not subject to the whims of others. Many B2B companies not only need to update their websites, but add social components like Facebook and LinkedIn shares to allow visitors to spread the word about a company’s solutions to industry issues.

One out of 12 Social Media predictions for 2012. I believe after the Facebook hype companies need to understand, that they - and not Facebook - need to own the customer experience on their own web site. To do so these web sites need to become
much more social (enabled with Social technologies),
responsive (through functions like Click-to-call or Click-to-chat),
adding value through specifically persoanlized valubale content for the reader
mobile, which means to make the web sites really usable, interactive and consumable on the most popular mobile devices.
Web Sites need to offer the visitors an outstanding, personalized web and customer experience. In the age of Social Business the companies web site needs to become the place2be for its customers.

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[DE] Zwischen Watson und Siri - Sprachesteuerung als nächste Evolution

Nach der Einführung und dem Erfolg des iPads haben wir den Touchscreen als neues Eingabemedium gefeiert. Wir streicheln den Bildschirm den Monitor, eine Revolution in der Bedienung und eine grosse Herausforderung an die Software-Entwickler, die ihre Anwendungen entsprechend anpassen müssen. War's das? Zu kurz gedacht. Die nächste (R)evolution wartet schon. Nach Tastatur, der Computermaus, nun Touch-Bedienung ist Sprachsteuerung der nächste Schritt und die hat mich schon 2011 begleitet.

Im Januar 2011 konnte ich Watson im Jeopardy-Wettbewerb auf der Lotusphere sehen, wie er auch dort die anderen Kandidaten schlug. Die Fragen wurden nicht eingetippt sondern normal erfragt. Und Watson antwortete auch mit leicht blechener Stimme. Im Dezember 2011 holte mich dann Sprachsteuerung wieder ein. Ich musste von meinem alten iPhone 3 umsteigen (Security-Einschränkungen mit meiner Dienst-E-Mail) und wählte ein iPhone 4S. Einer der Gründe für das 4S  war die Sprachsteuerung, die mir insbesondere im Auto Sinn zu machen scheint.

Nun habe ich Siri die vergangenen Wochen ausprobiert und bin doch etwas ernüchtert. Leider können viele Apps noch nicht per Sprache bedient werden und Siri scheitert doch auch manchmal an den SMS-Inhalten, die ich aufsprechen will. Ob es an meinem hessischen Slang oder aber an Fachbegriffen liegt, wird noch herauszufinden sein.

Trotzdem zeigen Siri und Watson meiner nach den Weg. Falk Hedemann erinnert auf t3n an eine der IBM Prognosen von 2008:

Vor drei Jahren prognostizierte IBM, dass wir innerhalb der nächsten fünf Jahre per Sprachsteuerung mit dem Web reden könnten und das Web uns sogar antworten würde.

via t3n.de

Künftig werden wir mehr und mehr unserer Anwendungen auch über Sprache steuern können. Sciene Fiction? R2D2? Raumschiff Enterprise? Ich glaube nicht. Alles nur eine Frage der Zeit. Apple zeigt mit Siri den Weg und Google wird mit Android-basierter Sprachsteuerung folgen. Und es wird nicht nur um Anwendungen für Konsumenten gehen. Sprachsteuerung wird auch vor Unternehmensanwendungen nicht Halt machen.

Wo werden wir Sprache nutzen? Eher nicht im Großraumbüro, wo es doch stören würde. Sicherlich im Auto, wo die Sprachsteuerung auf jeden Fall Sinn macht und ja auch viele Autohersteller an dem Thema arbeiten bzw. es schon in ersten Versionen anbieten. Doch ich denke, es wird daneben noch weitere Einsatzorte und Szenarien vom Home Office über das eigene Büro in der Firma bis zur Nutzung auf Reisen. Und vielleicht - oder besser bestimmt - wird der Zeitpunkt kommen, wo Sprachsteuerung so normal wie Tastatur und Maus sein wird.

Und es muss ja nicht den Weg gehen, den das Siri-Horror-Video "Die Rache der Killer-App" vorzeichnet:

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Dienstag, 27. Dezember 2011

[DE] Buchtipp der CIO-Redaktion: The Social Organization - CIO.de

Wer das Thema erfolgreich anpacken will, muss die kollaborative Kraft der Tools ausreizen, um so mit der richtigen Strategie Unternehmensziele zu erreichen. Am erfolgreichsten seien Unternehmen, die beim Einsatz von Social Media die kollektive Intelligenz und den Einfallsreichtum von Mitarbeitern und Kunden ansprechen.

... In den nächsten zehn Jahren werde es über den Unternehmenserfolg entscheiden, ob man sich zur sozialen Organisation entwickelt habe oder nicht.

via cio.de

Auch nach Weihnachten darf man noch einen Buchtipp abgeben bzw. weiterleiten!

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Freitag, 23. Dezember 2011

[DE] Nutzer treiben Enterprise Software - Das nächste große Ding » t3n News

Allerdings wird der Treiber für die nächste Enterprise-Welle nicht sein, dass es interessante technische Entwicklungen im Bereich der SaaS-Angebote gibt. Der Treiber werden die Nutzer sein. Die Nutzer werden zunehmend fordernder werden in ihren Ansprüchen an den Arbeitsplatz und die zu nutzenden Tools. Das liegt vor allem daran, dass Dank iPhone, Android & Co. immer mehr Nutzer Gelegenheit bekommen, moderne Workflows zu erfahren und dies wird dann eben auch am Arbeitsplatz eingefordert. ...

Die Consumerization of IT führt zur nächsten Welle in der Entwicklung der Software für den Enterprise-Bereich. Es wird interessant zu sehen sein, wie die IT-Landschaft auf diese Entwicklungen reagieren, denn der neue Fokus auf den Nutzer wird zu einer Disruption in einem etablierten Bereich führen.

via t3n.de

Interessanter Kommentar von Nico Kumme, dem ich an vielen Stellen zustimme. Folgende Trends werden den Markt für Enterprise Software ändern:

* Der Wunsch der Anwender, ihre Devices, Tablets und Smart Phones, zu nutzen, stellt Anforderungen an wirklich mobile Versionen von Enterprise Software. Es genügt nicht mehr wie vor Jahren, ein Programm einfach unter Windows für den PC verfügbar zu haben. Die Zeiten des Windows-Monopols sind vorbei und daran wird auch Windows Mobile nichts ändern. Lösungen müssen künftig auch für Apples Betriebssystem und Devices und wie es ausschaut auch für Android verfügbar sein.

* Die Anwender werden einfacher und intuitiver zu bedienende Lösungen einfordern. Das neudeutsch Stichwort heisst 'Usabiliy'. Wer privat mit Touchbedienung und Sprachsteuerung komfortabel arbeitet, wird dies auch für Enterprise Software einfordern. Dies klingt trivial, erfordert aber bei mancher Software-Firma deutliches Um- und Weiterdenken. Nicht mehr nur die Funktionalität und Stabilität des Backends ist wichtig. Die einfache Bedienung wird mindestens gleich wichtig.

* Und schließlich werden die ganz anderen und deutlich höheren Sicherheitsanforderungen eines Unternehmens mit der freien Welt der Tablets und Smart Phones verheiratet werden müssen. Dies ist sicherlich keine triviale, aber eine weitere wichtige Aufgabe, die die Entwickler angehen werden müssen.

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Mittwoch, 21. Dezember 2011

[EN] The new quality of Customer Experience and Relationship in the Age of Social Business

I am busy these days planning some of the 2012 initiatives. One of my focus areas is to explain and spread, what Social Business means for Web and Customer Experience. In particular in Germany we are strong and even seem to be leading in using Social technologies within the enterprise. Customers like BASF, Bayer, Sennheiser, Continental, Rheinmetall, Robinson are only a few examples.

This is great, but in addition - or better in combination - we need to get beyond the company borders out to our customers and build a new quality of customer interaction, engagement and communication. Both aspects create a true 'social business'. Customer relationships, communities and sharing of valuable content will become king. The new IBM CMO Study, which has been published a few days ago, prooves the development.

This leads to the topic of ‘social business’, of how companies transform themselves to become true social organizations that are able to engage well in a world we are experiencing of open, swift communication among and between customers and staff. This shift is not just about how marketers and customer service staff engage externally, but requires changes across the organization. CMOs need to be responsible for making inward communication to the organization easier and more impactful, just as much as they need to enhance outwards communication.

This is not trivial. It needs dramatic change as a whole organization to become customer-centric. Sounds easy, but isn't in time of cost reductions, outsouricing, call centers somewhere and constant pressure on results and profit. Customer experience and intimacy needs investments, to be crystal clear costs money and needs people. And this is inflection point, where we will see how serious an enterprise takes Customer Experience. Do they take it serious or just use a buzz word. Are we seeing the end of business as usual? I believe at least we are going to see dramatic change in customer interaction with an empowered customer.

 

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Dienstag, 20. Dezember 2011

[EN] Customer Experience: Social & Web Merge And Become Hyper-Personal

#12. Social & Web Merge And Become Hyper-Personal

The idea of “social media” is going away. As social networks merge into our content, we will stop looking at them as separate things, and instead as one, integrated platform. One need only look at the Apache Rave (based on open social) concept to see how social networks, identification, content and websites eventually can blend into one thing. These can become the building blocks to new Web content platforms — where content is delivered on a hyper-personalized level and contextually based on preferences, location, device, etc.

It is time for predictions, what is going to happen in 2012. Jeroen Verberg wrote a great posting on CMSwire with 12 predictions on customer experience. I found in particular prediction #12 interesting. How are the usual web presence of an enterprise and social technologies blend in the future. I believe the hyper-personal web presence, available on all devices willbe the future delivering a new web and customer experience. The one thing missing in this statement are the communication capabilities, often real-time communication capabilties (Click to call, Click to chat) being directly integrated in the hyperpersonal web experience.

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[EN] The Web vs. Mobile Apps: How iOS and Android Are Disrupting The Open Internet

Mobile Apps versus The Web: How iOS and Android are disrupting the Web

The sometimes-blind rush towards mobile apps has begun to concern me. For one, there’s little question that the proprietary element of apps — including their developer APIs, associated app stores, and underlying run-time platform and ecosystem — represents a very slippery slope back to the old days before the broad adoption of open standards (which includes virtually all of the Internet, even today.) ...

... The Web of pages, data, and even apps creates possibilities for ecosystems, integration, and synergy that’s more profound each and every day after nearly 20 years of continuous co-creation by everyone that uses and contributes to the Internet. All of this is now potentially threatened by the return of platform and app silos, proprietary mobile technology, and the seduction of new single-source forms of monetization of software, combined with a perception that app stores provide consumer safety that just doesn’t exist in the wild environs of the Web (which indeed they can.)

... The Web could potentially — in the long-term — become a second-class citizen and I’m very sure that’s not a good thing. Fortunately, in the end, I’m not overly worried about this yet, as the network effect of the Web is just so large. ...

Good thoughts on Web versus Apps by Dion Hinchcliffe.

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Montag, 19. Dezember 2011

[EN] Marketers Look to Integrate Email, Social, Mobile - eMarketer

Business executives said email, social media and mobile were all effective marketing channels for building customer loyalty and retention. In fact, 67% of business executives worldwide said email was a valued asset to achieving this goal, with 48% saying the same for social media and 35% for mobile.

Value of Email, Mobile and Social Media as Marketing Channels According to Business Executives Worldwide, Nov 2011 (% of respondents)

Interesting numbers: 64 % of Business Executives believe in Social Media for Awareness-building. And it is with 44 % #1 (in comparison to Email and Mobile) to reach new audiences.

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Sonntag, 18. Dezember 2011

[EN] Discussions around Zero e-mail Policy

The zero email policy isn’t really a policy at all.  It’s a fantasy.  ...  The idea that a large organization is eliminating the only means of a communication technology that easily and efficiently enables any user to communicate with anyone else in the organization because of information pollution, is the operational equivalent of abolishing mobile phones because they produce noise pollution.  ...

The problem with email is that it’s too successful a solution. So successful that people use it for things that it’s not intended for, but use it anyway due to its ease-of-use. As I’ve covered rather extensively, solutions like Yammer, SharePoint, Jive, Socialtext, Salesforce.com, IBM Connections, and SAP Streamworks are fantastic solutions that work with but do not intend to replace email. 

The creators of these technologies recognize email for what it is, a simple yet powerful communication tool that is part of an effective social business.  

Mark Fidelman really gets emotional in ths posting, where he refers to the Atos ban of e-mail. It is an ongoing discussion since years and my IBM buddy Luis Suarez is for sure somebody, who has driven the discussion very early as the man who is living outside the inbox. November,11 2011 a No E-Mail Day was called out . My friends at IBM Benelux launched a web site Outside the Inbox.

Outside the Inbox: And this is exactly what we need to talk about. Which kind of communciation needs to go through e-mail, because it is the appropriate communication vehicle? Which kind of information should better sit in a social environment, in blogs and wikis to be searchable, findable and - even more important - need to be discussed on? And where is Instant Messaging or - yes it still exists - telephone the better communcation vehicel than e-mail? These questions need to be asked. They need to be allowed.

And if provocative statements and articles need to be written to initiate or drive the discussion, I will always welcome them. Yesterday I was in an interview witrh German Manager Magazin and the journalist asked, if social is going to replace e-mail. And it is absolutely positive that these kind of questions - although the answer is foreseeable - are now being asked, because it kicks of discussion and thinking. There are a lot of use cases where we better leverage Social Software. There are a lot of cases where we better use chat and telephone. And there is going to be a place for e-mail. And there will combinations of features, Social Mail. Let us discuss and teach the audience what to use when.

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Samstag, 17. Dezember 2011

[EN] Work 3.0 is just getting underway

Work 1.0 was rigid, single-employer, and on location, probably what describes your grandfather’s career. Work 2.0 was about more flexible work schedules, better collaboration between remote teams and some ability to take work home with you. It’s sort of the model that’s still in place at big tech firms in Silicon Valley.

Work 3.0 is where we’re at now and where a good chunk of work is heading, according to Swart, and it’s only just getting underway. It means “access to the best people no matter where they are in the world,” and the “ability to work with those people as if they’re in the room with you.”

Not sure, if the One-O, Two-O- usage is always the best one, but I just liked this definition, on how working environments are changing.

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Donnerstag, 15. Dezember 2011

[DE] Servicebranche weiß nicht, was Kunden denken – Alzheimer-Syndrom statt personalisierte Dienste | Ich sag mal

Deutschen Unternehmen gelingt es nicht, ihren Kunden einen personalisierten Service zu bieten. So lautet das zentrale Ergebnis einer Umfrage, die von den Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne und Opinion Matters im Auftrag von Pegasystems durchgeführt wurde, ...

Was davon zu halten ist, erlebe ich bei meinen Hotline-Abenteuern: Defekter Kundenservice und das Alzheimer-Syndrom der Call Center.

50 Prozent der Kunden gaben zu Protokoll, dass Servicemitarbeiter entweder überhaupt keinen oder kaum einen konkreten Überblick über die Produkte, Lösungen oder Services haben, die man vom Anbieter nutzt. ...

Mich wundern die Befunde der Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne und Opinion Matters überhaupt nicht, denn die Führungskräfte im öffentlichen Dienst und in der Wirtschaft verbringen 70 Prozent ihrer Arbeitszeit mit dem Rücken zum Kunden. Warum soll sich das ändern? Auch in sozialen Netzwerken glänzen sie mit Ignoranz. Siehe: Sprachlos auf Facebook oder: Kein Bock auf Netzdialoge: Social Media-Kompetenzverlust der deutschen Elite.

Als Ergebnis droht den Anbietern im Kundenservice das Szenario des Ex-IBM-Cheftechnologen Gunter Dueck: „Profi-Verkauf oder Internet: Der Rest stirbt“. Ich halte das für sehr realistisch.

Ein beeindruckendes Posting, das viele neuralgische Punkte der Service-Orientierung - oder besser der fehlenden Service-Orientierung - exzellent zusammenfasst. Sehr lesenswert!

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[EN] Become a Social Business - Lessons for Marketing (and the whole company)

They’re trying to integrate social media into their old ‘marketing mix’ rather than understanding the whole purpose of social media.

They’re missing the point by throwing out one-way marketing messages like before, screaming things like ‘Buy This’ and ‘Get your 20 per cent discount today! ...

This traditional, one-way marketing doesn’t work anymore. Consumers are already bombarded with thousands of marketing messages on a daily basis but the majority of them are ignored. ...

Today, we are all connected. Today, smart brands make business personal. And they do that by becoming a social business rather than applying the same old marketing techniques to the new medium of social media. They realize that ‘social’ isn’t a new way of marketing, It’s a new way of doing business.

A social business doesn’t just do social, it uses strategic and creative excellence, and extraordinarily well thought through content to create brand lust, engagement heat and ultimately passionate advocates for the business and it’s products and services.

...You see - it’s not just about ‘going social’. It’s about becoming a social business. It’s realizing that marketing doesn’t work like it used to. Today, successful brands become social ones.

This is an outstanding summary how a company - and in particular its Marketing department - needs to understand Social Media and Social Business. How often do I get approached with people asking me to tweet about this event and that promo. I usually simply refuse to do so in my personal social channels and I try to limit it in my brand channels (although the pressure is often to high to completely avoid it). Social Business is about personal relations, quality content, two way communication and interaction, trust and transparency.

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Mittwoch, 14. Dezember 2011

[DE] Kein Bock auf Netzdialoge: Social Media-Kompetenzverlust der deutschen Elite | Ich sag mal

Wer gibt sich auch schon gerne mit dem niederen Fußvolk ab, um ungefilterte Meinungen über das eigene Schaffen zur Kenntnis zu nehmen und zu diskutieren – ohne die Weiße Riese-Funktion von Pressestellen, Assistenten oder Redenschreibern. In einer Welt der Sprachregelungen und Freigaben ist für einen offenen Schlagabtausch im Netz kein Platz. ...

Deutschland verliert den Anschluss

Social Media sollte man allerdings nicht als reines Marketing-Instrument definieren, wie es die meisten Entscheider in Unternehmen tun. Hier kann man keine Vertriebsstrategien nach Plan realisieren. Kontrollfreaks passen nicht zum unberechenbaren Chaos des Netzes.

Gunnar Sohn beleuchtet hier zwei Aspekte der deutschen Netz-Antipathie: Die Führungskräfte haben wohl nicht die Zeit für den direkten ungefilterten Kontakt (oder nehmen sich diese Zeit nicht). Und die Marketingabteilungen verstehen in der Regel noch immer nicht den grundlegenden qualitativen Unterschied von Social Media (oder Social Business) und wollen weiter eine Einwegbeschallung nach alter Marketingdenke durchziehen.

Hinzu kommt eine typisch deutsche Antihaltung, erst einmal abzulehnen. Das Glas ist nicht halb voll, stattdessen immer halb leer. Statt zu gestalten, verweigern die meisten Manager (und nicht nur die). Ich habe das leider dieser Tage einmal wieder im Urlaub erleben müssen: Ein Tisch intelligenter, studierter Menschen, viele in Managementpositionen, und wieder wurde nur über die Gefahren und halbdurchsichtigen Partybilder auf Facebook gelästert. Immerhin kamen Alle drauf, dass man doch diie Jugend in der Benutzung sozialer Medien ausbilden solle.

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[EN] Your desktop of the future is likely to be a whole room — But don't forget voice ...

We might be using one or two screens today in a desktop environment, but in the near future, every available screen in a room could extend our workplace beyond the constraints of an old user interface.

I do not completely agree. We shouldn't forget the power and potential of voice. We have seen an evolution of how to operate your IT system:

- The Keyboard
- The Mouse
- The Touch ...
- The Voice ...

Siri is a first evolution and we will see much more in the future ... in private and professional usage of IT systems.

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Dienstag, 13. Dezember 2011

[EN] Social Media Poll Results: Fear of Losing Control Still an Issue (via MITSloan)

1. “In your organization, what business functions are getting the most value from social media tools?”


2. “Do you think social media tools will replace email at work?”


3. “What do managers fear most about social media use in your organization?”

Interesting - not very surprising results. Marketing has most benefit out of Social Media, scepticism on social replacing E-Mail and the fear of loosimg control ...

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[EN] What is a Social Business? From antisocial to social

This is an oustanding presentation on Social Business from Oliver Blanchard, a must view. Thank you to Michael Brito, how made me aware of the slides and wrote this posting about it:

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Montag, 12. Dezember 2011

[EN] The Enterprise is Untagged and At Risk

According to the research, poor or non-existent tagging of enterprise documents results in two-thirds of senior managers and directors being unable to access key information assets within their own organization, leading to repetition of work and poor workplace collaboration. Such unstructured or untagged information includes a variety of documents, from presentations to meeting notes to various types of web copy. Accordingly,

 

  • 67% of those surveyed say information including research, presentations, plans, meeting notes, reports, web copy, and other uncategorized content is "very difficult" to retrieve.
  • 61% say the vast majority of documents are not properly categorized for accurate and rapid retrieval.
  • Information overload affects 62% of organizations, with few internal documents easily available to management and staff.
...

Additionally, for those who do tag data, much of the problem is that metadata is inconsistent and riddled with errors. The research shows that 68% of managers and directors say their organizations still rely on manual labeling of content, while 64% believe cost — which in most cases would primarily be the overhead of effective manual tagging — is the main obstacle to efficient information retrieval and delivery within enterprises. 

...

What is clear is that organizations need to act now to deal with poor information performance. This can be done by implementing content intelligence solutions that let companies organize, access and control their enterprise information easily and efficiently. Putting an effective and consistent system in place not only makes it easier to retrieve the right documents, it also means better access to corporate knowledge, improved risk management and compliance and better customer relationship management, which can all mean a better bottom line.

I have a déja vu. Not very surprising, the results of the study. I remember very well the discussions on Document Management. Do we need a Content Management system, file folders, a folder structure, a "Aktenplan" (filing plan), where we store our scanned and PC-generated file? A few years later we had the discussion around E-Mail Management. Beside the question of legal evidence of E-Mail the generic question was if and how to store E-Mails: Let the enduser decide, which E-mails are filed and tagged? Should a system automatically file all e-mails and apply the correct tags?

The amount of content and information is still growing dramatically, First we had to scan a few documents. Then we had PC-generated files, word processor-documents, spreadsheets and presentations. The E-Mail made it worse . Hundreds, thousands of e-mails were and are flooding the inboxes each day. Now we are in the Social Business age: Tweets, Social Network-entries, blog- and wiki-entries, video and audio files. Forget about manual tagging. Where it is done, fine. but manual, end-user driven tagging was always challenging. I believe the future is going to be automatic system-driven tagging of content and intelligent content retrieval. Watson leads the way ...

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Sonntag, 11. Dezember 2011

[DE] Tablets – wie werden sie eigentlich genutzt? » t3n News

Bezüglich der Orte der Tabletnutzung sind die heimische Couch und das Bett die Hauptorte, als dritter beliebter Platz wird die Küche genannt. Laut der Studie werden Tablets besonders in der Küche als Radioersatz genutzt, während in anderen Räumen diese Funktion kaum bis gar nicht genutzt wird – mit Ausnahme des Büros. Auf der Couch werden vorzugsweise Games gespielt, in sozialen Netzwerken agiert oder E-Mails geschrieben. Im Bett wird zwar auch genetzwerkt, aber weit weniger gespielt. Stattdessen ist E-Mails zu schreiben hier die beliebteste Beschäftigung am Tablet.

Tablets 2 595x452 Tablets   wie werden sie eigentlich genutzt?

Zum Schreiben von E-Mails und zum Games zocken werden Tablets vorzugsweise verwendet (Grafik: Google)

via t3n.de

Interessante Studie zur Tablet-Nutzung. Für mich hat sich das Tablet zum bevorzugten Lesegerät. E-Mail checken und beantworten geht ganz gut, längere Artikel und Postings schreiben ist dagegen noch immer suboptimal. Und natürlich fehlt mir persönlich ein Einsatzgebiet: die Badewanne, wo ich mein iPad als Radio (Bundesliga-Konferenz) und Lesegerät in der Wanne nutze. Wenn auch nur rund eine Stunde in der Woche ...

P.S. Im Urlaub habe ich unterdessen nur noch mein Tablet dabei. Das Notebook bleibt brav daheim.

Siehe auch [DE] Das iPad ist gut im Bett - CIO.de und Wenn man die Arbeit nicht sein lassen kann.

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[EN] Want to make the enterprise social? Learn from Excel

People do all kinds of crazy things with spreadsheets to customize them for their needs. Now it’s time to leverage that kind of creativity and make it available within an enterprise.

Nice analogy. I believe Wikis, Blogs and other social components have the potential to become 'excel'ized'.

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Samstag, 10. Dezember 2011

[EN] Is Social Business the Same as Social Media? - Forbes

In an earlier piece I looked at Dell’s social business strategy, which is impressive but incomplete. IBM’s is also comprehensive, but again I think lacks a moral position on the future of business that is essential to the social business.

There’s no question IBM is already a  category leader in social software but as yet we have not fully articulated what the social business category consists of.

As we do I think IBM will have to place more emphasis on transforming the sense of value it creates. Social business is ultimately about creating shared value and we need to codefine that with companies like IBM.

For now though IBM has gone a long way to defining the range of initiatives that make up a good social business infrastructure. Next stop – redefining business values.

Very interesting posting on the definition of Social Business. I do agree that we still have a way to go. Two things coming into my mind right away at this moment: Transparency is for me one, if not the most impessive pillar of Social Business. Information, even information you don't want to be pubic, and knowledge becomes transparent and the business needs to learn to deal with this. This is revolutionary if you compare it with the good old way of keeping informations in silos and use it as "Herrschaftswissen". Unfortunately this German term seems not to translate. It is about keeping information to dominate and maintain the personal power.

A second still open question for me is, how we postion the Yunus definition of a Social Business and this broader definition. Again transparency may be the characteristic to bridge the gap and connect both definitions in a meaningful way while maintaining the specifics.

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[DE] Samstagslektüre: Bein stellender Mario Gomez, Hutträger und Kampf der Webgiganten

Nach einiger Zeit mal wieder Zitate aus meiner Samstagslektüre der FAZ, die ich erwähnenswert, also zitierungswürdig, finde ... Ich fange mit Sport an, da das der Teil der Zeitung ist, den ich gemäß aller Klischées zuerst lese:

Was müsste also am Wochenende geschehen, um die Vorkommnisse dieser Woche ohnesgleichen zu toppen? ... Und beim Südgipfel in Stuttgart müsste Mario Gomez seinem Bayern-Kollegen Arjen Robben ein Bein stellen, wenn der Niederländer gerade dabei ist, zum Elfmeter anzulaufen. Bevor Robben sich aufrappeln kann, schießt Gomez selbst und widmet den Treffer seinem Freund Arjen. Das wär doch was.

FAZ, 10.12.2011 - Seite 31, Bundesliga 16.Akt

Stimmt! Witzig finde ich den Beitrag auf Seite 3 zur Hutlosen Gesellschaft:

Der Hut gehörte über viele Jahrhunderte hinweg zum Mann wie seine Männlichkeit und vor kurzem noch zum Bürger wie seine Bürgerlichkeit. Er war weit mehr als nur Mode. Wo ist er geblieben? es gibt ihn noch. Wo er getragen wird, steht er nicht mehr für uniformen Konservativismus, sondern eher für dessen Gegenteil.

Mir fallen Hüte immer an zwei Stellen besonders auf: An Flughäfen, New York oder anderen Städten bei orthodoxen Juden und in der Jugendszene, wo er als Modeacessoir scheinbar hipp ist Und bei Hut denke ich natürlich auch an Udo Lindenberg :-)

Holger Schmidt analysiert in Der Lounge auf Seite 13 das Endspiel um das Internet und vergleicht Apple, Google, Facebook und Amazon unter verschiedenen Aspekten: Köpfe, Stratgie, Geld.

Apple, Google, Facebook und Amazon dringen in die Domänen der Nebenbuhler ein und suchen die Herrschaft im Netz. Die Börse wettet auf Amazon und Facebook - und macht die Rechnung ohne Apple und Google.

Sollte der Artikel von Holger Schmidt online sein, ergänze ich hier den Link. Diese Analysen scheinen gerade in zu sein. Der Spiegel hat die Woche auch damit aufgemacht:

Spiegel
Hier der Trailer von SpiegelTV.

 

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Donnerstag, 8. Dezember 2011

[DE] CMO's unter Druck von allen Seiten: Marketing ROI, "soziale Kunden" und "Big Data"

Nun habe ich mir endlich einmal die Zeit genommen, die IBM CMO Studie durchzulesen. Weltweit wurden über 1.700 CMO's und Marketingdirektoren befragt. Die Studie kann hier heruntergeladen werden. Ich habe natürlich als Marketingmitarbeiter meine ganz eigene Perspektive und Meinung zu den Ergebnissen.

In short, customers can see—and say—more about the organizations they deal with than at any time in history. If an organization stumbles, there’s nowhere left to hide.

Diese Erkenntnis scheint sich unterdessen allgemein durchgesetzt zu haben, doch die Implikationen sind vielfältig. Ein Unternehmen muss den Markt - und darin insbesondere die sozialen Medien - regelmässig monitoren und die rieisge Flut an Daten analysieren. Das Spektrum reicht dabei von der individuellen Betreuung eines Interessenten und Kunden über den vordefinierten Reaktionsplan bei einem potentiell aufkommenden Shitstorm bis zur Marktanalyse und dem Einfliessen von Erkenntnissen in die Produktentwicklung.

The most proactive CMOs are trying to understand individuals as well as markets.

Und Unternehmen müssen schnell agieren, denn die Geschwindigkeit hat sich rasant beschleunigt. Ein Interessent und Kunde erwartet eine umgehende Antwort und Reaktion. Trends sollten frühzeitig erkannt werden, um rechtzeitig darauf reagieren zu können.

Die Zeiten des traditionellen Massenmarketings gehen dem Ende zu. Soziale Medien ändern die Regeln und Unternehmen werden erkennen (müssen), dass Kundenbeziehungen auch online gepflegt werden müssen. Das Netz und soziale Medien geben den Kunden deutlich mehr Macht in die Hand. Sie können bewerten und diese Bewertungen verbreiten sich. Sie sind öffentlich und transparent und können nicht gedeckelt werden. Und an dieser Stelle gehören die Diskussionen um den ROI sozialer Medien als Kommunikationskanal ein für allemal beendet: Kunden kommunizieren heute nicht nur per Telefon und E-Mails sondern auch immer mehr über die sozialen Medien. Oder wollen wir den ROI von Telefon und E-Mail auch nochmals hinterfragen?

Doch ich bin nicht blauäugig. Natürlich werden wir um Messbarkeit und ROI im Marketing nicht herumkommen. Doch müssen wir diese Messbarkeit in die richtige Perspektive bringen. Schon heute sind unsere Analysen fraglich. Wieviele Besucher hatten wir auf einer Messe und welchen Umsatz haben diese aufgrund dieser Veranstaltung gemacht? Wieviele Neukunden wurden generiert? Was erzielt das gedruckte Mailing an Vertriebserfolgen? Wieviele Kunden gewinnen wir über unsere Webpräsenz? 

Wir analysieren all dies in endlosen Reports und Tabellen und wissen eigentlich, dass die Analysen und Zahlen nur sehr bedingt aussagekräftig sind. In meinem Segment, dem Vertrieb von Unternehmenssoftware, stelle ich die Aussagekraft dieser Zahlen sehr in Frage. Der Verkauf einer komplexen und anspruchsvollen Softwarelösung für Unternehmen passiert praktisch nie aufgrund einer singulären Massnahme, eines Messebesuchs, eines Telefonats, einer Broschüre oder einzelnen Vertriebs- und Marketingaktion. Es ist ein hoch komplexer Vertriebsprozess mit unzähligen Touchpoints, direkten Kundenkontakten durch den Vertrieb, Marketingaktionen und Ereignissen im Markt, vom Presseartikel über die Analystenmeinung bis zur Bewertung einer Lösung in Foren und Communties. Und doch werden wir dazu getrieben, den ROI singulärer Taktiken zu berechnen. Das ist nicht nur eine Herausforderung meiner Branche, wie die Studie zeigt:

Most CMOs are struggling in one vital respect — return on investment (ROI). ... Even among the most successful enterprises, half of all CMOs feel insufficiently prepared to provide hard numbers.

Das Thema wird CMO's und Marketingabteilungen nicht los lassen und die CMO's erwarten einen weiter steigenden Fokus auf Marketing ROI bis 2015:

Ql-hueawnds
Sinnigerweise haben die CMO's aber oft nicht den Einfluss auf die vier Ps Promotion, Products, Place und Price, den sie benötigen, um genau zu einer besseren Berechnung des Marketing ROI's zu kommen.

Spannende Zeiten also für CMO's mit mächtiger gewordenen Kunden, einer sich durch soziale Medien deutlich ändernden Marketingwelt und immer stärkerem Zahlendruck. Ein Patentrezept kann die Studie nicht geben (und das ist ja auch nicht das Ziel). Sie gibt aber einen guten Überblick über die Pain Points und drängenden Aufgaben, die vor uns liegen,

Sinnigerweise konzentrieren sich aber die CMO's bei der Frage, welche Kompetenzen sie für ihre persönliche Karriere zu benötigen glauben, auf eher traditionelle Skills, Technologie-, Social Media- und finanzielle Kompetenz kommen ganz am Ende ...

Ql-hueawnds

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Mittwoch, 7. Dezember 2011

[DE] w3b.org: Facebook hat einen neuen Follower: Google+

Die Nutzungshäufigkeit von Google+ in der gesamten Internet-Nutzerschaft hat einen beachtlichen Umfang angenommen.

Dass Google+ diese Position einnimmt, wundert mich nicht. Bei alle dem Hype und der Monopolstellung von Google ... Bemerkenswert finde ich, dass sich Xing weiterhin behauptet und es LinkedIn noch immer nicht gelungen ist, in Deutschland wirklich Fuss zu fassen.

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[DE] Social Business sucht Standards - Analogien zur Ausbreitung von E-Mail?

Vor einigen Wochen war ich ja mit IBM Social Business JamCamp zusammen mit Bloggern, Social Business-Experten und Studenten quer durch Deutschland unterwegs. Dabei kam es irgendwann zu einem Gespräch mit Manouchehr Shamsrizi zum Thema E-Mail. Er war total überrascht, dass es Zeiten gab, als man E-Mails nicht einfach so zu Empfängern in anderen Unternehmen schicken konnte. Tja, zwei Dinge sind mir deutlich geworden: Ich bin schon eine ganze Weile in der IT unterwegs und komme ins Alter. Und man soll besser nicht alles als gegeben hinnehmen.

Noch zu gut erinnere ich mich an die Zeit, als E-Mail innerhalb des Unternehmens schon ein enormer Fortschritt war. Man konnte erstmals Kollegen eine Nachricht zusenden. Gängige Systeme in meiner Arbeitsumgebung waren cc:mail, MS-Mail oder das MHS-basierte DaVinci eMail. Bei Unternehmen wie der IBM waren großrechner-basierte E-Mail-Systeme im Einsatz. Wer ein CompuServe-Konto hat kam in den Luxus, vom PC aus per E-Mail Nachrichten mit Anderen auszutauschen. Die Piepgeräusche eines sich einwählenden Modems waren den damaligen Freaks ebenso geläufig wie die notwendigen Steuercodes. Und mit Messaging-Gateways, die zwischen den verschiedenen Systemen übersetzten, konnte man viel Geld verdienen.

Warum dieser nostalgische Rückblick. Ich stelle mir die Frage, ob man die Entwicklung und Situation dser E-Mail damals in den neunziger Jahren mit dem heutigen Stand sozialer Netzwerke vergleichen kann. Soziale Netzwerke sind derzeit auch in sich geschlossen und kommunizieren nicht miteinander. Für jedes soziale Netzwerk, in dem sie aktiv sind, legen Anwender eigene Profile an und geben ihre Daten erneut ein: Xing, LinkedIn, Facebook, Google+, Twitter im öffentlichen Raum und natürlich auch das soziale Netzwerk im Unternehmen oder das durch Passwort abgeschottete soziale Netzwerk (z.B. eine Benutzergruppe).

Im Web, dessen Paradigma die Offenheit ist, sind sinnigerweise die sozialen Netzwerke, die ja Menschen miteinander vernetzen, proprietär und zueinander inkompatibel. Da soziale Funktionen daneben auch immer mehr in andere Systeme integriert werden, sind Standards wünschenswert. Genau vor einer solchen Herausforderung standen wir auch bei E-Mail und Directory Services. Damals setzte sich durch das Internet mit SMTP ein Standard zum Austausch von Nachrichten durch, Heute diskutieren wir in Gremien wie das World Wide Web Consortium (W3C) Social Business-Standards wie Open Social 2.0 oder Activity Streams. Es geht um Authenifizierung, Entwicklung von auf Stadards basierenden Applikationen, die Integration sozialer Funktionen in andere Anwendungen und um eine konsolidierte Social Business-Sicht über Activity Streams.

E-Mail hat ihren wirklichen Durchbruch erst durch Standards zum Nachrichtenaustausch erreicht. Erst dann kam es zur explosionsartigen Ausbreitung und zur vollen Wertschöpfung. Stehen wir vor einer ähnlichen Entwicklung bei Social Software? Was meinen Sie?

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Montag, 5. Dezember 2011

[EN] Social Business 2012: Say Hello to the Lean (Social & Mobile) Information Workplace

A lean information workplace cannot be achieved unless organizations and the work environment are designed to fit humans. Nor can it be achieved without smart use of new technologies, such as using social technologies to connect people and information across organizational and geographical borders. Smart companies will focus on reducing the friction in employee-to-employee communication and making use of social principles and mechanisms to improve the findability of people and information, innovation, organizational agility, workplace awareness, expertise location, employee engagement, knowledge sharing and collaboration. They will use social technologies as an integration layer bridging organizational, geographical and technological silos, allowing different parts of a large and dispersed company to be tied closer together so they can act in a more agile and coordinated way.

Great posting by Oscar Berg on the Social Workplace. And read the paragraphs on blunt cost saving. Heard or experienced this before? Cuttinh headcount and creating a climate of fear do not help to become successful ...

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Sonntag, 4. Dezember 2011

[DE] Enterprise2.0: Ist Deutschland ein Kollaborations-Schwellenland? | pr-blogger.de

Zum Thema Enterprise 2.0 gibt es derzeit jedoch zwei Wahrheiten, bzw. eine licht- und eine Schattenseite: Im öffentlichen Rampenlicht stehen erfolgreiche Beispiele, wie Unternehmen mit internen Öffentlichkeiten, geteiltem Wissen oder schnellen Kommunikationstools ein neues unternehmerisches Betriebssystem geschaffen haben und außergewöhnliche Erfolge erzielen. So weit, so wahr und doch zu kurz gegriffen.

Die Kehrseite der Enterprise2.0-Saga wird meist von den Praktikern hinter vorgehaltener Hand erzählt: Mitarbeiter nutzen die frischen neuen Tools nicht, sondern bleiben beim bewährten „Laufwerk C“. Kunden und Partner, die sonst immer und überall dringenden Gesprächsbedarf haben, verweigern den Austausch auf der nagelneuen Plattform ...

In dem Beitrag stecken sicherlich viele korrekte Aussagen. Insbesondere die Beobachtung, dass die Unternehmenskultur - und ich füge Führungskultur hinzu - Social Media oder Social Business unterstützen muss, ist wahr. Eine Kultur des Teilens muss gefördert und vorgelebt und der herkömmlichen Kultur des Herrschschaftswissens entgegengesetzt werden. Und da müssen wir noch einen sehr weiten Weg gehen, sogar bei den Unternehmen, die schon beträchtliche Erfolge verbuchen können. Auch dort gibt es noch beträchtliche Widerstände reaktionäre Verhaltensweisen. Mit "Social" rütteln wir an jahrzehntelang erlernten Verhaltensmustern. Jedoch stehen wir in Deutschland nicht so schlecht da, wie Florian Semle konstatiert. Im Gegenteil. Zwar kann ich hier fundiert nur für meine Beobachtung von IBM-Kunden sprechen, aber hier sind wir in punkto erfolgreicher Social Business-Referenzen sind wir in Deutschland führend im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern und gar den USA. Zugegebenermaßen hat mich das überrascht, aber stimmt mich deswegen gerade auch sehr positiv.

Lesenswert in diesem Zusammenhang auch der Beitrag von Gunnar Sohn in seinem Blog.

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[EN] Become A Social Business - Forbes

Today, we are all connected. Today, smart brands make business personal. And they do that by becoming a social business rather than applying the same old marketing techniques to the new medium of social media. They realize that ‘social’ isn’t a new way of marketing, It’s a new way of doing business.

A social business doesn’t just do social, it uses strategic and creative excellence, and extraordinarily well thought through content to create brand lust, engagement heat and ultimately passionate advocates for the business and it’s products and services. They think in terms of test, learn, scale as opposed to 18 month marketing plans…and they use an analytics culture to shape and adjust and augment strategy on the go.

This is an outstanding article on becoming a Social Business. I know the discussions very well, the measuring of singular Marketing tactics, the counting of number of leads etc. This is the old way of Marketing - and even this was the wrong measurement method and system. In the Social Age we go personal. We communicate in the true meaning of the word instead of spamming the customer with more or less irrelevant messages.

 

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[DE] MeatLoaf bei Thomas Gottschalk

MeatLoaf - seit Jahrzehnten mein Lieblingssänger. Meine erste Freundin schenkte mire Bat out of hell und noch heute sind die bombastischen Rocksongs von Steinman gesungen vom Fleischklopps unter meinern Lieblingsrocksongs.

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[DE] Netzer über seine Borussia: „Das ist nicht nur ein Strohfeuer“ - FAZ

Ich bin Fan und werde das mein ganzes Leben sein. Das lässt sich nicht auslöschen, das ist unmöglich. Da sind meine Wurzeln, da bin ich aufgewachsen, der Borussia habe ich alles zu verdanken. Deswegen ärgere ich mich manchmal ja auch so.

Ich bin und bleibe Netzer-Fan. Er war und ist einfach ein Typ, der schon früher mal quer gestanden hat, und dabei Hirn. Und seine Liebeserklärung an Borussia - und natürlich die vorhergehende Analyse - finde ich einfach Klasse.

Bezeichnend (und für mich erstaunlich), dass er kein Wort über Eberl verliert.

© obs Gladbacher Fußball-Legende Netzer: „Unserer großen Zeit ging ein Wachstum über mehrere Jahre voraus“

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Montag, 28. November 2011

Fohlenstark - Gladbach nach 14 Spieltagen und vor dem Spitzenspiel

Der Verlauf der bisherigen Bundesliga-Saison ist für einen eingefleischten Gladbach-Fan schon sehr erstaunlich und erfreulich: Die Mannschaft spielt konsequent an der Spitze mit und das unterdessen auf hohem Niveau. So kommt es am nächsten Spieltag zum Duell Borussia - Borussia, Zweiter gegen Erster (undich diskutiere hier nicht, wer die wahre Borussia is). Diese bisherige Saisonleistung war sicher so nicht zu erwarten. Zwar bin ich davon ausgegangen, dass die Mannschaft in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben würde, aber mit einer solchen Platzierung habe ich sicher nicht gerechnet. Woran liegt es? Ich denke, es kommen eine Reihe von Faktoren zusammen. Aus der Schiessbude der Bundesliga ist eine defensiv besonders starke Einheit geworden, die kaum Chancen zulässt und konsequent gegen den Ball arbeitet. Ter Steegen ist eine Bank im Tor und man mag gar nicht mehr an Bailly oder Heimeroth in der abgelaufenen Saison zurückdenken. Die Abwehr steht stabil und ist im Gegensatz zur letzten Runde von grösserem Verletzungspech verschont geblieben. Ob Dante, Stranzl oder Brouwers - wer immer ran muss, bringt in der Innenverteidigung seine Leistung. Jantschke und Daems spielen stabile Aussenverteidiger. Und im defensiven Mittelfeld steht die Doppelsechs mit Neustädter, Nordtveit und Marx. Auch hier sind wieder drei fast gleichwertige Spieler für die beiden Sechserpositionen da. Und diese Gerade beschriebene Defensivabteilung - hier und da ergänzt - funktioniert bisher herausragend. Das kann gar nicht hoch genug bewertet werden und geht im Trubel rund um Reus leider nur allzuoft unter. Trainer Lucien Favre hat es vor allem geschafft, diesen Defensivverbund herauszuarbeiten, der nunmschon seit Wochen stabil steht. Zu Beginn der Saison - manch einer vergisst das nach dem 5:0 gegen Werder und dem 0:3 in Köln zu leicht - gab es durchaus einige Spiele mit wenigen Chancen und nicht berauschender Offensive. Die Defensive stand aber fast immer und ließ nichts zu, gerade auch bei den 1:0 Siegen. Und natürlich klappt es jetzt auch nach vorne. Zu Reus ist schon genug geschrieben worden. Für einen Borussen-Fan bleibt nur zu hoffen, dass er noch eine Weile für Gladbach kickt. Auch hier geht wieder ein bisschen unter, dass auch der Rest der Offensivabteilung funktioniert. Arango spielt - endlich - eine hervorragende Saison. Herrmann ist derzeit bärenstark. Und Hanke verblüfft mich von Woche zu Woche. Ich gebe zu, dass ich Anfang 2011 nicht verstanden habe, warum Eberl Hanke geholt hat. Jetzt bin ich von ihm und seiner Rolle als Ballverteiler mehr als beeindruckt. Diese neue Rolle und Position geht sicher auch wieder zu guten Teilen auf Favre zurück. Durch all diese starken Leistungen fiel kaum auf, dass ein De Camargo wieder lange Zeit verletzt war und erst jetzt wieder fit ist. Eine positive Randnotiz ist auch Bobadilla. Hier besteht durchaus doch wieder Hoffnung, dass er den Durchbruch schafft. Wenn man sich nun die Liste der Stammspieler anschaut, fällt auf, dass es noch kein Neuzugang der neuen Saison in die Stammelf geschafft hat. Weder Leckies noch Young, weder Rupp, Zimmermann, Wendt oder Okusu haben (bisher) den Sprung geschafft. Die Stammelf besteht aus Spielern, die schon zu Beginn der Krisensaison und davor dabei waren und den Neuzugängen zur Saisonhälfte. Die Stammkräfte sind größtenteils von Verletzungen verschont geblieben und drei der vier Winterzugänge haben der Ägide Frontzeck-Eberl haben voll eingeschlagen: Stranzl, Nordtveit und Hanke. Ich habe bewusst Ära Frontzeck-Eberl geschrieben. Die beiden haben die genanntem Spieler (plus Fink, der nicht eingeschlagen ist) geholt. Dabei geht es sicherlich nicht darum, die Verdienste von Favre zu schmälern, der einen riesigen Anteil an der Entwicklung hat. Auch die Entschlackung des Kaders muss erwähnt werden: Idrissou, Matmour, Levels, Andersen sind ganz weg gegangen oder ausgeliehen. Besonders beeindruckend finde ich die unaufgeregte Art von Favre, der das Team bisher auf dem Boden gehalten hat. Die Mannschaft hat von Woche zu Woche konstant eine konzentrierte Leistung gebracht und in letzter Zeit herausragend gespielt. Hoffen wir, dass es - gerade auch gegen Dortmund - so bleibt. Was am Ende der Saison dann dabei herauskommt, ist offen. Vergessen wir nicht, dass wir am 14. Spieltag sind und noch 60 Punkte vergeben werden. Ich will nicht das Schreckensbeispiel, Frankfurt der vergangenen Saison an die Wand malen - und glaube auch nicht, dass Borussia einen solchem Absturz erleben wird. Ich hoffe einfach, dass man so weiterarbeitet und dann wird ein gutes, gar herausragendes Ergebnis für Gladbach rauskommen (und ich rede hier nicht von der Meisterschaft). Die Sympathien vieler, vieler Fans in Fussball-Deutschland haben wir derzeit sicher.

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Freitag, 25. November 2011

[EN] The Social Business Value Creation Model | Social Media Blog for Business | Michael Brito

Interesting graph showing the relationship between and influence of the more and more Social Customer on business and branding.

The social business creates value to the social customer and also to its external counterpart, the social brand. A fully collaborative social business will enable a brand to scale through governance, process creation and technology enablement. In other words, a social brand and a social business need to be in complete alignment to see true business results and also to close the loop of the value creation model.

And I could not agree more on Michaels comments on the internal side of the coin:

With all these changes happening externally, very little is changing internally. Organizations are remaining stagnant, slow and stuck in the “this is how we’ve always done it” mentality.

 

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Donnerstag, 24. November 2011

[DE] C64x: Moderner Computer im C64-Look | ZEIT ONLINE

Eine kleine US-Firma nutzt Nostalgie als Verkaufsargument und bringt den legendären Commodore C64 wieder auf den Markt – mit neuem Innenleben und Linux-Software.

Ist das nun die Alternative zu meinem MacBook und iPad? Denke gerade an Vizawrite und andere C64-Programme - und meinen alten Fernseher, den ich als Monitor nutzte,

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Mittwoch, 23. November 2011

[EN] The Muppets: Bohemian Rhapsody

I love Piggy and the Muppets.

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[DE] Kommunikation: Wann E-Mails schaden - Harvard Business Manager

Wenn das nächste Mal eine E-Mail Sie mit einem Problem konfrontiert, fragen Sie sich: Könnte ich diese Situation nicht besser durch ein Gespräch bereinigen? Haben Sie dann den Mut, mit dem E-Mailen aufzuhören und nehmen Sie den Hörer in die Hand. Oder noch besser: Treffen Sie die Person persönlich!

Sicherlich viel Wahres im Kommentar, jedoch vernachlässigt Anthony einen wesentlichen Aspekt: Wir müssen für die verschiedenen Kommunikationskanäle - E-Mail, Instant Messaging/Real Time Kommunikation, Videoconferencing, Telefonieren, soziales Netzwerken - ausbilden und vermitteln, wann welcher Kanal "optimal" ist.

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Dienstag, 22. November 2011

Sonntag, 20. November 2011

[EN] Common Social Media Misconceptions

Steps to Compliant Communities Figure 4.jpg
Figure 4 – Common Social Media Misconceptions (http://trevoryoung.posterous.com/social-media-in-a-tag-cloud-nutshell )
 

As you can see in Figure 4, there are a number of prevailing attitudes about social media that make building a successful social business compliance program difficult.

Social business is seen as requiring openness, freedom, grassroots support and a try-it-as-you-go attitude. Compliance is seen as requiring control, limits, top-down management and detailed planning to succeed.

I could not agree more with the 4 key statements. Real successful Social Media is grassroots, needs time in building up trust and relationships. Whenever there is the attempt to control and centralize, failure is on the horizon.

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Mittwoch, 9. November 2011

[DE] Das E-Book zum IBM Social Business JamCamp 2011

Und hier das E-Book zum IBM Social Business JamCamp 2011. Schön, nochmals alle Stationen Revue passieren zu lassen. Zu den Präsentationen, die auf dem Camp in Frankfurt gehalten wurden, sind auch Links enthalten.

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Dienstag, 25. Oktober 2011

[DE] Fahrendes Volk unterwegs im JamCamp Bus

Nun ist sie also vorbei, die IBM Social Business Bustour mit anschließendem JamCamp in Frankfurt. Während der Tour war ich so beschäftigt, dass ich nicht dazu gekommen bin, meine Gedanken niederzuschreiben. Das haben andere getan und ich werde die Beiträge natürlich sammeln und dokumentieren.

Los ging es für mich sehr früh am 10. Oktober mit dem Flieger nach München. Dort holte mich meine Kollegin Bianca Beutler dankenswerterweise am Flughafen ab - und wir standen im Stau. Regnerisches Wetter und einige Unfälle hatten zu einem Verkehrschaos geführt. Wir haben es dann gerade noch zu unserem ersten Termin bei Sybille Gassner von silicon.de geschafft. Kurz konnte ich einen Blick auf den Bus erhaschen und schon ging der Redaktionsbesuch los. In der knappen Zeit haben wir dann ein breites Spektrum von Themen diskutiert und natürlich stand der Einfluss von Social Media auf die Verlags- und Medienbranche mit im Mittelpunkt.

In einem kurzen Videointerview mit Sybille Gassner habe ich dann die anstehende Bustour so beschrieben, dass nun ein fahrendes Völkchen durch deutsche Unternehmen zieht, um das Thema Social Business zu diskutieren. Und im Nachhinein ist das auch eine gute Beschreibung (Maria Gomez hat das Bild dann auch zur Einleitung des Events in Frankfurt benutzt). Das fahrende Volk fand sich dann erstmals so richtig im Bus auf dem Weg von München nach Ehningen zusammen. Das Wetter wurde besser und ohne Stauunterbrechung wurde der IBM Campus erreicht. Zur Freude aller Busfahrer (und zu meiner Überraschung) gab es WiFi im Bus, so dass das bunte Völkchen (mit einigen Funkzellenunterbrechungen) meist online sein konnte.

In Ehningen ging es dann um die IBM-interne Adaption von Kollaborationstechnologien. Wie bekommt man die Anwender, dass sie die Funktionalität von Instant Messaging und Social Software besser ausschöpfen? Wie überzeugt man an E-Mail gewöhnte Mitarbeiter von den Vorteilen von File Sharing, Wikis und Blogs? Arnd Layer berichtete über die internen Smarter Work-Roadshows, bei denen die Kollegen aus TechSales durch die IBM Niederlassungen ziehen, um vor Ort die Kolleginnen und Kollegen zu "enablen", technisch aber auch "Social Business-philosophisch".

Übernachtet wurde dann in Gärtringen, bevor dann der Bus am 11. Oktober zur Social Business-Veranstaltung des IBM Business Partners Fritz & Macziol nach Karlsruhe aufbrach. Besonders interessant war hier der Vortrag von Stefan Gierl zum internen Einsatz von Social Software in der Imtech-Gruppe, zu der Fritz & Macziol gehört. Und natürlich auch herzlichen Dank für das Sponsoring des JamCamps. Sponsoring ist hier ein gutes Stichwort: Herzlichen Dank an alle Sponsoren, insbesondere auch Sennheiser, die die Busbesatzung mit Kopfhörern austattete.

Nachmittags ging es dann zur SAP, wo Sean MacNiven uns eingeladen hatte und mit seinem Team über die Nutzung sozialer Software in der IBM intern und extern zur Kommunikation berichtete. Mich beeindruckte die Offenheit, auch wenn ich bei den ausgewählten Tools und der Vorgehensweise doch andere Ansätze bevorzugen würde. Die Einladung zu einem Gegenbesuch des SAP Teams bei IBM steht auf jeden Fall.

Wohl geplant und gar nicht so sehr Grasroot ist der Einsatz von Social Business-Technologien bei Hansgrohe, die wir am 12. Oktober besuchten. Rund 80 Führungskräfte kamen an diesem Tag zusammen, um sich über Social Business bei Hansgrohe zu informieren. Hier zeigte sich für mich mehr als deutlich, dass Social Business und deutscher Mittelstand sicher kein Gegensatz sind. Ganz im Gegenteil: Unternehmen wie Hansgrohe, die von ihrer Innovationskraft und technologischen Marktführerschaft leben, können enormen Nutzen aus Social Software, Instant Messaging, Onlinekonferenzen etc. ziehen. Der konsequente Weg zum Social Business kann sie an der Spitze halten oder an die Spitze führen. Matthias Ratz und sein Team haben bei Hansgrohe hervorragende Arbeit geleistet und die Einführung von Social fast generalstabsmässig vorbereitet. Chapeau.An dieser Stelle sei auch besonders das Hansgrohe Museum und die Showerworld empfohlen. Wer immer im Schwarzwald bei Schiltach ist, sollte sich über Leidenschaft für Wasser vor Ort informieren.

Und auf ging es dann am 12. Oktober Richtung Köln. Dort sind wir dann morgens am 13. Oktober bei Ibrahim Evsan aufgeschlagen. Hier standen sein Projekt Fliplife, Gamification und Social Games im Mittelpunkt. Ibo plauderte aus dem Nähkästchen, über das Engagement von Bayer und Daimler auf seiner Plattform und vieles mehr. Bei mir bleibt die Frage, wie man spielerische Elemente effektiv in Unternehmenssoftware integrieren kann, so dass es wirklich zu besserer und einfacherer Nutzung kommen kann.

Mittags ging es dann zur BWI und zur Bundeswehr. Nach dem spielerischen Besuch bei Ibo nun also das Thema, welche Rolle soziale Technologien für die Streitkräfte spielen können. Vor allem zwei Aspekte wurden andiskutiert: Wie kann und sollte  man soziale Technologien in der Bundeswehr intern nutzen, um sich zu vernetzen und Wissen zu teilen. Und wie treten die Streitkräfte extern auf, bei Diskussionen in sozialen Medien, die sie betreffen, oder beim Thema Recruiting, wo ja jetzt ganz neue Anforderungen auf die Bundeswehr zukommen. Es war eine sehr offene Diskussion, die sicher fortgeführt werden wird.

Der Donnerstag war sicher einer der ge- und beschäftigsten Tage der ganzen Bustour, denn abends fand noch die Xing Lounge zum Thema Social Business und ECM - eine wunderbare Freundschaft statt, die Dr. Ulrich Kampffmeyer initiiert hatte. Ulrich Leuthner von der IBM aus Costa Mesa hilt einen Impulsvortrag zum Thema. Anschließend ging es in die Podiumsdiskussion, die aber mir zugegebenermaßen etwas am Thema vorbei ging bzw. wichtige Aspekte vernachlässigte. Die Diskussion schwappte mir zu sehr zwischen altbackener Archivierung und den hippen sozialen Technologien hin und her. Das Thema klassische Sach- und Fallbearbeitung und welchen Einfluss soziale Technologien darauf haben, kam mir etwas zu kurz.

Am Freitag ging es dann zur GAD nach Münster, Diesmal also kein Münster-Tatort, sondern stattdessen Besuch beim IT-Dienstleister, Rechenzentrum und Softwarehaus für rund 430 Banken, eingebunden in die genossenschaftliche FinanzGruppe. Was bedeutet Social Busienss intern in der GAD und den Verbund? Wie reagieren eher regional orientierte Volks- und Raiffeisenbanken auf soziale Medien angesichts des Wettbewerbs von Internetbanken und Online Banking. Mein Rat; Lokale Nähe schaffen durch entspechende Informationen und durch lokale Ansprechpartner, also dort weitermachen, wo jeher die Stärken der genossenschaftichen Banken sind. Sicher braucht es dazu noch einige Überzeugungsarbeit beim ein oder anderen Vorstand, aber das sollte meiner Ansicht nach klar der Weg sein. Hier nochmals herzlichen Dank an Kay Siemund für die Einladung.

Wochenende - Bazillen auskurieren, denn ich war busifiziert, wie so manch anderer Streiter und schwänzte dann am Montag auch den Termin beim KRZN am folgenden Montag.  Aber darüber berichten sicherlich die anderen Busfahrer ausführlich. Natürlich liess ich es mir nicht nehmen, dann aber zur Weinprobe 2.0 bei den Wachtenburg Winzern abends dazuzustossen. Doch wir haben nicht nur die Weinkeller besichtigt und Wein verköstigt. Es gab auch eine intensive Diskussion, wie die Wachtenburg Winzer soziale Medien, insbesondere einen Blog, zur Kommunikation und Vermarktung nutzen könnten. Einige Anregungen und Denkanstösse wurden hinterlassen und ich bin sehr gespannt, wie sich das weiter entwickelt. Danke an das Team der Genossenschaft, den Wachenheimer Bürgermeister Torsten Bechte, Geschäftsführer Albert Kallfelz und natürlich Cordelia Krooß, die uns in ihre Heimat eingeladen hatte, 

Am Dienstag, den 18. Oktober, ging es dann zum Arbeitgeber von Cordelia Krooß, zur BASF nach Ludwigshafen. Und dort teilte sich die Busbesatzung, denn am abschliessenden Tag hatten uns sowohl BASF wie auch Cosmos Direkt eingeladen. Also fuhr ein Teil der Busbesatzung weiter nach Saarbrücken, während eine durch Luis Suarez, Professor Joachim Niemeier, Martin Koser und Hanns Köhler-Krüner verstärkte Gruppe von Busfahrern sich mit dem Team der BASF traf, um connect.BASF und Aspekte sozialer Technologien im Unternehmen zu diskutieren, Und alles hat ein Ende ... auch die Bustour. Ich bin frühzeitig nach Frankfurt aufgebrochen, denn die Moderation für das JamCamp musste noch vorbereitet beziehungsweise geprobt werden.

An dieser Stelle auch nochmals herzlichen Dank an unseren Busfahrer Florian Goldenstein, der uns sicher durch Deutschland chauffierte, und unsere Reiseleitung Elisa Schulze von New Thinking, die das bunte Völkchen doch immer ganz gut im Griff hatte. Und natürlich herzlichen Dank an die alle Mitfahrer. Es hat viel Spaß mit Euch gemacht. Und vergessen möchte ich nicht die, die im Hintergrund gewirbelt und organisiert haben. Ohne Euch hätte das Ganze nicht funktioniert.

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Donnerstag, 20. Oktober 2011

[DE] IBM Social Business JamCamp 2011 - The 1st Video

Noch schnell das erste Video zum JamCamp ... more to come:

 

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Samstag, 15. Oktober 2011

[DE] CDU'ler Altmaier im sozialen Netz: Ernst gemeint oder Anbiederung?

Da schlage ich heute das FAZ Feuilleton auf und was lese ich da: Bekenntnisse eines jungen Twitterers. Aber eins nach dem anderen: Zuerst einmal muss der Sportteil durchgelesen werden. Dann ist noch Zeit für die Fülltonne. Und dann der zweite Blick: Die FAZ hat nicht einem jungen Twitterer Platz für einen Artikel gegeben. Vielmehr darf Peter Altmaier von der CDU/CSU über seine Entdeckungsreise in die sozialen Medien berichten.

Ich gebe zu. Ich empfinde einen sehr faden Beigeschmacke, wenn Altmaier in seiner Chronologie Der Politiker und das Netz - Ich beginne zu begreifen seine wenigen Tage im sozialen Netz Revue passieren lässt und schreibt:

"Ich kenne viele User mit ihren Stärken und Schwächen. Ich fühle mich hier zu Hause, die Sache macht mir richtig Spaß."

Altmaier muss von der schnellen Sorte sein. Innerhalb weniger Tage versteht er und ist zu Hause. Es klingt mir doch etwas sehr nach Anbiederung. In seinem Beitrag fasst er - ich hoffe wirllich er und kein Ghost Writer - durchaus korrekt hier und da Phänomene des Netzes zusammen. Und manches kann ich nur unterschreiben:

"Bevor wir in der Politik aber über Netzpolitik entscheiden, müssen wir zunächst ein Informationsniveau schaffen, das adäquate Entscheidungen möglich macht."

Und später:

"Das Aufkommen der Piratenpartei zum jetzigen Zeitpunkt wirkt wie ein Fanal. Man spürt, dass eine Entwicklung in Gang kommt, wie es sie in der stabilen deutschen Nachkriegsdemokratie nur alle zwanzig bis dreißig Jahre gegeben hat."

Ich hoffe, Peter Altmaier meint es Ernst und er erforscht und erlebt wirklich selbst das soziale Netz - und nicht durch eine PR Agentur und Social Media-Berater, die jetzt wohl alle etablierten Parteien en masse verpflichten, um das Netz zu benutzen, zu instrumentalisieren. Ich hoffe, er (und die Parteien) verstehen, dass hier nicht ein weiterer Manipulations- und Marketingkanal entstanden ist. Das soziale Netz ist Dialog. Es ist eine Transparenzmaschine, birgt Risiken, aber viel mehr Chancen. Und eins sollten er - und andere Politiker - nicht vergessen: Das Netz ist feinfühlig lässt sich nicht so einfach benutzen, instrumentalisieren und manipulieren. Und wenn raus kommt, dass jemand nicht authentisch ist, straft es auch gnadenlos ab. Und an einer Überschrift wie Noch mehr Demokratie wagen wird man ihn messen.

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Mittwoch, 12. Oktober 2011

[DE] Das soziale Zeitalter - Wie soziale Medien Menschen, Politik und Unternehmen verändern | Mein Blog als Buch

Die vergangenen Wochen waren sehr geschäftig und ich bin wenig zum Bloggen gekommen. Mein neuer Job mit unzähligen mehr oder weniger sinnvollen Telefonkonferenzen und Reviews, die Vorbereitung des IBM Social Business JamCamps und ... ich habe daran gearbeitet, mein Blog als Buch rauszubringen. Und dieses Buch ist jetzt fertig und erscheint unter bloggingbooks.de. Und das hier habe ich mir dabei gedacht: mein Vorwort.

Wir befinden uns auf dem Weg ins Soziale Zeitalter – oder sind bereits mitten darin. Neue Kultur­techniken und Verhaltensweisen gepaart mit der Verfügbarkeit des Netzes und sozialer Tech­no­lo­gien verändern die Welt: Politik, Unternehmen, Geschäfts- und Privatleben. Gewagte Worte? Viel­leicht, aber ich denke eine durchaus richtige Prognose. Die Proof Points, die Belege und Be­weise häufen sich und sind nicht mehr zu übersehen. Die Piratenpartei zieht in das Berliner Parla­ment ein. Die Unruhen in England werden durch soziale Medien angeheizt. Der arabische Frühling ist ohne Han­dy und Videos nicht denkbar. Unternehmen wie Volkswagen oder Nestlé müssen mit harscher Kritik im Netz umgehen. Immer mehr Anwender sind auf Facebook und das Netz der Netze scheint sich zu einer Handelsplattform zu entwickeln. Google antwortet mit Google+. Kauf­ent­scheidungen – ob privat oder im Business-Umfeld – werden immer mehr durch öffentlich zu­gängliche Bewer­tun­gen beeinflusst.

Ich könnte die Liste der sozialen Phänomene schier endlos fortsetzen. Weniger offensichtlich, aber deshalb nicht weniger relevant sind die Veränderungen, die von der Öffentlichkeit oft unsichtbar hinter den Unternehmensgrenzen vor sich gehen. Auch dort stehen unaufhaltsame Veränderungen an. Anwender – und nicht nur die viel zitierten Digital Natives – wollen soziale Technologien am Arbeits­platz nutzen. Sie wollen chatten und sozial netzwerken. Und immer mehr CIO's verstehen auch die Macht des sozialen Netzwerkens und fördern ein Corporate Facebook statt plumpe Ver­bote auszu­sprechen. Eine explosive Mischung aus neuen Verhaltensweisen – in einem meiner Beiträge spreche ich von den Shareaholics -, sozialen Technologien, Mobilität und in der Breite verfügbarer Infra­struktur (Cloud, Internet-Zugang, Telefonnetze etc.) verändert massiv unser poli­ti­sches, privates und geschäftliches Leben. 

Vergleiche hinken, aber sind oft durchaus hilfreich. Mit was also sind diese Veränderungen zu vergleichen? Für mich – aber das liegt an meiner persönliche Historie als Historiker und Journalist – am ehesten mit der Durchsetzung der Pressefreiheit, der Einführung der Massenmedien und der entstehenden damals bürgerlichen Öffentlichkeit be­ginnend im 19. Jahrhundert „Mich erinnern die Blogger von heute an die politisierten Bürger von 1848/49,“ sagt Heribert Prantl. Damals sprach man von einer bürgerlichen Revolution. Ich zögere etwas nun von einer sozialen Revolution zu sprechen, denn natürlich hat der Begriff „soziale Revolution“ eine lange, andere Historie. Und leider gibt es für das Phäno­men, das wir gerade erleben, keine andere treffen­dere Bezeichnung.

In diesem Spannungsumfeld bewegen sich die Beiträge dieses Buches, in dem ich oft vom Social Business in der Definition (nicht nur) meines Arbeitgebers IBM spreche, wohl wissentlich, dass es eine „andere“ Definition durch Muhammed Yunus gibt. Dennoch – und das nicht, weil ich bei der IBM beschäftigt bin – finde ich die Verwendung von Social Business unterdessen angemessen. So­zia­le Verhaltensweisen, oder besser die Verhaltensmuster des Web 2.0 und der Web 2.0-Anwender, hal­ten unaufhaltsam im Geschäftsleben Einzug. Die Technologien sind dabei Träger, aber nicht ent­schei­dend. Die Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden, Interessenten oder Geschäfts­partnern verändert sich ebenso dramatisch wie die Kommunikation im Unternehmen zwischen Mitarbeitern und Abteilungen. Das gesamte Geschäftsleben wird wesentlich transparenter und das ist für mich durchaus auch ein sehr begrüßenswertes soziales Phänomen. Und vielleicht ist das auch ein Brückenschlag zur Definition und zum Konzept von Mohammed Yunus.

Dieses Buch ist eine Zusammenstellung von Beiträgen, die ich in meinem Blog unter digital­naiv.com veröffentlicht habe. Sie zeigen meine ganz persönliche Entwicklung im Umgang mit dem Web 2.0 und sozialen Technologien. Ich erinnere mich noch ganz genau, wie ich auf einer Web 2.0 Kon­fe­renz im Herbst 2008 erstmals wirklich auf Twitter aufmerksam wurde. Neben mir saß ein junger Geek, der vor sich hin zwitscherte und das gab dann den Ausschlag, dass ich ein Twitter-Konto ein­richtete, obwohl ich den Sinn des Ganzen noch nicht verstand. So fing mehr oder weniger meine Reise in das soziale Web und in die sozialen Medien an und deshalb ist auch mein Beitrag "Ge­zwit­sche­re" – Kann man das ernst nehmen? der letzte oder erste Beitrag, den ich in dieses Buch aufge­nom­men habe. Ich habe mich dabei entschlossen, mit den aktuellen Beiträgen zu beginnen und dann eine Reise in die Vergangenheit bis Anfang 2009 anzutreten. Dies zeigt dann hoffentlich auch, wie ich in die sozialen Medien „hineingeschafft“ habe. Der erste Beitrag des Buches ist deshalb auch ganz bewusst ein Artikel, in dem ich meine derzeitige persönliche Nutzung sozialer Techno­lo­gien in meinem Job als Marketingmensch beschreibe.

Dieses Buch beziehungsweise meine Beiträge sind parteiisch. Ich arbeite für die IBM und bin für die Vermarktung der Social Business-Software von IBM zuständig. Die Produkte und Lösungen kom­men immer wieder in meinen Texten vor, doch ich hoffe (und glaube), dass es nicht zu platt und pla­kativ, sondern immer im Nutzungszusammenhang ist. Ich bin vom Einsatz sozialer Technologien und der Art, wie ich heute in der IBM arbeiten darf, überzeugt. Die Beiträge, die hier (und in mei­nen Blogs) publiziert wurden und werden, reprä­sen­tieren jedoch meine persönliche Meinung und sind keine Stellungnahme oder Aussage meines Arbeit­gebers IBM.

Wie schon erwähnt, habe ich Geschichte studiert und lange Jahre als Journalist gearbeitet. Auch in meiner Tätigkeit als Marketingfachmann in verschiedenen Unternehmen und Positionen habe ich immer geschrieben und relativ regelmässig in der Fachpresse publiziert. Mit dem externen Bloggen habe ich dann Ende 2008/Anfang 2009 begonnen. Vorher war ich der konventionellen Welt des Publi­zierens gefangen. Seitdem haben sich aber das Bloggen wie auch soziale Medien zu einem festen Bestandteil meines Jobs und meines (sozialen) Privatlebens entwickelt.

Mitte 2010 habe ich mein Blog auf Posterous mit eigenem Domainnamen versehen und in digital­naiv.com umbenannt. Die anderen sozialen Kanäle – siehe Twitter – wurden sukzessive nach­ge­zogen. Das war einerseits eine Professionalisierung des Ganzen, ist aber auch eine Stellung­nahme. Ich hoffe, dass ich nicht digital naiv bin, sondern sehr bewusst mit sozialen Technologien und Verhaltensweisen umgehe. Der Name soll auch klar Position beziehen wider der Be­denken­träger , die soziale Medien verteufeln, „vorratsspeichern“, verbieten und verdammen. Soziale Me­dien ber­gen Risiken. Aber mit diesen Risiken müssen wir alle bewusst umgehen, statt populistisch und ohne Hirn zu verbieten. Aufklärung und Ausbildung gefragt, was nun einmal schwieriger und auf­wendiger und weniger spektakulär ist, als Verbote zu fordern.

Doch wir – und auch die „Verbieter“ - werden aus der Falle nicht herauskommen. Soziale Medien und damit einhergehend Verhaltens- und Kommunikationsmuster werden (oder sind) ebenso selbst­verständlich wie Telefonieren, E-Mailen, Fernsehen. Übrigens wollte man diese Kulturtechniken auch zu ihrer Zeit verbieten und einschränken. Wir alle sind aufge­fordert, konstruktiv zu gestalten und nicht nur plakativ zu blockieren. Das Glas ist mindestens halb voll, auch in Deutschland, und wir können es sogar weiter füllen, wenn wir entsprechend konstruktiv und kreativ sind. Eine ent­sprechende Diskussion zu fördern, Geschichten rund um Social Business zu erzählen und auch ein bisserl aufzuklären, ist sicher eines der Anliegen meiner Bloggerei.

Unterdessen blogge ich auf verschiedenen Plattformen. Neben meinem zentralen Blog digital­naiv.com schreibe ich für den IBM BlueBlog, einen Gruppenblog deutscher IBM'er, und auch auf der EULUC-Plattform, der Community der deutschen Lotus-Softwareanwender. Im September 2010 hat mich dann Sybille Gaßner von CBS Interactive gefragt, ob ich nicht ab und an auf Sili­con.de etwas publizieren wolle. Seit Mitte Oktober 2010 veröffentliche ich dort nun auch Beiträge.

Besonders danken möchte ich meinen „sozialen Geburtshelfern“ Thorsten Zoerner sowie Martin Koser, die mich helfend auf den sozialen Topf gesetzt haben. Lars Basche ist und bleibt ein weiterer wichtiger Sparringpartner rund um soziale Medien und deren Nutzung. Dass soziale Medien auch soziale Kontakte fördern, zeigt für mich meine Kontakt und meine Wertschätzung für Uwe Hauck, den ich über Twitter und Blogs kennengelernt habe und mit dem ich seitdem in laufenden, hoffent­lich gegenseitig befruchtendem Kontakt bin. Ein gutes Korrektiv und ein latenter Hinterfrager des­sen, was ich so publiziere und vermarkte, ist Jörg Allmann, der immer wieder kritisch nachhakt. Herzlichen Dank auch an die IBM als Unternehmen, das das Engagement in sozialen Medien pro­aktiv för­dert, und an meine Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen, die mir immer wieder auch An­regungen für Beiträge geben. Schließlich auch herzlichen Dank Katrin Martin, mit der zu­sam­men ich die Idee für dieses Buch – und hoffentlich viele weitere Bücher bei Bloggingbooks ent­wickelt habe. Und last but not least Danke an meine Familie und meine Frau, die oft ver­schmer­zen müssen, dass ich hinter der Kiste oder dem Gerät verschwinde, herumsurfe und tippsele.

Die hier publizierten Beiträge sind eine Auswahl, die ich nach bestem Wissen und Gewissen ge­troffen habe. Eine (auch sinnvolle) Beschränkung hat mir die Seitenbegrenzung auf maximal 120 Seiten auferlegt, in denen ich geblieben bin, um das Buch in einem bestimmten Preissegment zu halten. Die Beiträge entsprechen weitestgehend dem Original. Hier und da habe ich – wo es sinn­voll erschien – kleinere Korrekturen vorgenommen, irrelevante tagesaktuelle Abschnitte heraus­ge­nommen und natürlich Tipp- und Rechtschreibfehler korrigiert. Entschuldigen möchte ich mich für das häufige Denglisch. Leider ist mein Metier und das Thema Social Business doch durch englische Begriffe geprägt, die auch ich nur all zu oft übernehme (obwohl es vielleicht adäquate deutsche Worte gibt). Dann möchte ich allen Lesern noch viel Spaß bei der Lektüre wünschen. Über Kom­men­tare und Rückmeldungen freue ich mich sehr. Dafür steht mein Blog offen und natürlich bin ich auch über alle anderen sozialen Kanäle ansprechbar.

Mit vielen Grüssen

Stefan Pfeiffer

Darmstadt, im Oktober 2011

Das Buch kostet € 19,90. ISBN Nummer und Link zu Amazon folgen zeitnah. Auch eine E-Book-Version wird es geben. Andere Blogger, die ihr Blog als Buch veröffentlich wollen, können sich über bloggingbooks.de "bewerben".

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Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog