Digital Naiv oder Digital Native. Was ist der "richtige" Weg im und im Umgang mit dem Web 2.0 - und Puzzlesteine zu Essen, Fußball und mehr ...

Donnerstag, 28. Juli 2011

[DE] Wenn Prozesse zur Bürokratie verkommen - Exception Handling im Zeitalter des Social Customer

Wer kennt sie nicht, die Vorschriften und Prozessdefinitionen, die gerade in unserem Zeitalter Call Centern und Kundendienst vorgegeben werden. Ein starres Korsett erlaubt keine Ausnahmen, so sehr diese oft im Sinne von Kundenbindung hilfreich und logisch wären. Die Mitarbeiter werden zu meist resignierten Prozessknechten, selbst wenn sie zu helfen versuchen. Bürokratische Verfahrensanweisungen siegen über Kundenfreundlichkeit und Flexibilität. Genau dazu bin ich dieser Tage über ein Posting auf ReadWriteWeb zum Thema Exception Handling in sonst durchautomatisieren und durchstrukturierten Prozessen gestossen.

Unwillkürlich kamen mir zwei Geschehnisse aus meiner beruflichen Vergangenheit in den Sinn. Vor vielen Jahren war ich in einem Projekt beteiligt, bei dem wir bei einem grossen deutschen Unternehmen ein Dokumentenmanagement-System eingeführten. Eines der ersten Projekte wurde in der Personalabteilung gestartet, wo die sogenannte P-Akte, die elektronische Personalakte, realisiert wurde.

Die Dokumentenseite liess sich sehr schön implementieren, jedoch sollten auch Personalprozesse automatisiert werden. Dieser Teil des Projektes war aus meiner Sicht vor allem aus zwei Gründen nicht erfolgreich: Wir bildeten Prozesse in Absprache mit dem Fachbereich beispielhaft ab und versuchten, sie zu optimieren (und nicht nur Bestehendes zu elektrifizieren, wie es noch immer oft getan wird). Das Ergebnis der Demonstration des ersten Prototypen war ernüchternd: Scheinbar kannte man seine eigenen Prozesse nicht oder war sich über deren Ablauf uneinig. Daraus ziehe ich zwei Schlüsse: Man braucht schnelles Prototyping und immer wiederkehrendes SignOff der und Verifizierung Prozessbeteiligten.

Die zweite, fast noch grössere Herausforderung war, dass man im Projekt versuchte, jede Prozessausnahme zu bedenken und in einem Workflow abzubilden. Ich habe das später einmal als typisch deutsche Eigenheit bezeichnet, einen Prozess "perfekt" machen zu wollen. Dieser Hang nach Perfektionismus führte zu endlosen Prozessdefinitionstapeten, die ganze Wände füllten, und zu einer endlosen Projektzeit. Hier ist mein Schluss, dass man den Kernprozess abbilden und in ihm "Exception Handling", Ausnahmefälle, vorsehen solle, Absprungpunkte, in denen eim Fall gesondert behandelt wird, um dann wieder geordnet in den Ablauf zurückgeführt zu werden.

Viele der damaligen Workflow-Tools konnten das nicht leisten. Während meiner Zeit bei FileNet haben wir versucht, dies in Kombination von FileNet eProcess Services/Business Process Manager und einem Team Collaboration-Produkt zu lösen (Letzteres gibt es wohl heute nicht mehr).

Der Drang und Anspruch, alle Prozesse perfekt abzubilden und zu harmonisieren ist auch heute noch da. Patel nennt das "Process Work" nach einem strikten "Playbook". ERP Anbieter und Prozessbürokraten glauben wohl weiterhin, dass alle möglichen Abläufe kosteneffizient und standardisiert in zahllosen Softwaremodulen automatisierbar sind. Ich habe da bei allem Verständnis für Prozessoptimierung und Kosteneinsparung so meine Zweifel. Gerade an der Schnittstelle zum Kunden - und darunter verstehe ich auch den internen Kunden, den Mitarbeiter - sollte es mögliche Interaktionspunkte, Möglichkeiten zur Ausnahmebehandlung geben.

Der von Patel zitierte Fall von Delta Airlines ist sicher einer, der dramatisch einen Schaden zeigt, der durch zu strikte Prozesstreue und die fehlende Möglichkeit einer Ausnahmebehandung entstanden ist. Im Zeitalter sozialer Medien haben die Kunden enorm an Macht gewonnen und sind auch bereit, diese auszuüben. Ich kann das zitierte Beispiel aufgrund persönlicher Erfahrungen - zum Beispiel im Umgang mit meinem Telekommunikationsanbieter - sehr gut nachvollziehen. Vielen Mitarbeiter fehlt einfach auch die Möglichkeit einer Ausnahmebehandlung. Patel beschreibt das sehr schön mit dem Bild, dass ihm in den Lösungen und Prozessdefinitionen zwischen dem "Übertragen"- und "Abbrechen"-Knopf oft der Schalter "Nachfragen" fehlt.

Heute sind wir jedoch technologisch und auch mental in der Lage, solches Exception Handling durch einen sozialen Layer im Unternehmen besser abzubilden als je zuvor. Expertensuche, einfache Nachfragemöglichkeit über Real Time Communication (z.B. Chat), kollaboratives Aktivitätenmanagement wie beispielsweise in IBM Connections erlauben es einfacher denn je, Ausnahmen kollaborativ zu behandeln.

Damit es nicht missverstanden wird: Ich spreche nicht davon, dass es nur noch Ausnahmen geben kann und soll. Ich spreche davon, dass an definierten Stellen Absprungpunkte aus dem Standardprozess vorhanden sein sollten. Diese definierten Stellen sind für mich insbesondere Punkte, an denen man mit meinem Kunden - ob externer oder interner Kunde - kommuniziert und wo Kundenzufriedenheit besonders wichtig ist. Hier könnte und sollte der soziale Layer gepaart mit einer Bevollmächtigung des Mitarbeiters, der mit dem Kunden kommuniziert, greifen.

Natürlich müssen dafür die technischen Voraussetzungen - der Social Layer mit Möglichkeit zur abteilungsübergreifenden Expertensuche, mit Dokumentation von Best Practises, mit leistunsgfähigen Real Time-Kommunikationsfunktionen usw. - geschaffen werden. Vor allem muss aber wohl in den Köpfen ein Umdenken weg von starrem, einbetonierten Prozess- und Silodenken hin zu kundenorientierten, flexibilisierten Abläufen stattfinden. Nicht der Prozess, der Kunde sollte im Mittelpunkt stehen, und das nicht nur, weil er im sozialen Zeitalter ungeheuere Macht hat.

Links: Klint Finley: The Rules of Exception - http://www.readwriteweb.com/enterprise/2011/07/the-rules-of-exception.php
Sameer Patel: Why Exception Handling Should be the Rule - http://www.pretzellogic.org/blog/2011/07/21/why-exception-handling-should-be-...

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Mittwoch, 27. Juli 2011

[EN] The Future of Business is not Created, It’s Co-Created | Brian Solis

In a separate study, eMarketer learned that customers do indeed want deeper engagement with the brands and products they care about. At the same time, companies that embraced a culture and philosophy of co-creation are realizing that open collaboration is instrumental in keeping a competitive edge.

Companies also tend to restrict their co-creation activities to discrete moments in the product life cycle. But the greatest benefits can be realized when collaboration centers on building value that enhances a product’s daily use.

The study found that companies benefit from customer insights which in turn delivers customers benefit through product satisfaction. This in turn increases sales while saving customers time and increasing their productivity.  Of course, co-creation promotes loyalty and builds pride and a sense of recognition, which equally lowers customer service costs while building a strong community of customers and advocates.

And to co-create you are using social software. Co-creation and ongoing engagement with the customer is the character of a Social Business: transparent, engaged and nimble.

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Montag, 25. Juli 2011

[DE] Google-Suchergebnisse: Mal so, mal social graph-isch

Danke an Frank Hamm für dieses sehr interessante Posting (http://www.injelea-blog.de/2011/07/24/die-soziale-suche-von-google-oder-es-gi..., das zeigt, wie sich die Suchergebnisse im Google abhängig von Device und Anmeldestatus ändern:

"Google liefert bereits heute bei der Suche über einen Desktopbrowser (Safari bzw. Firefox auf Macbook) unterschiedliche Ergebnisse aus, je nachdem wie der Soziale Graph des Suchenden aussieht. Veröffentlichungen und Empfehlungen ('Likes', Tweets mit Links, …) beeinflussen das Ergebnis. ...
Ist die Person am Browser nicht angemeldet bekommt sie ein 'objektives' Ergebnis. ...
Aber zukünftig fließen die Wertungen von Bekannten, Freunden, Buddies, Kontakten in das 'Soziale Suchergebnis' in einem Maße ein, wie es bis noch vor kurzem nur wenige dachten. Das Netz hat seine Objektivität verloren. Sie hatte sie nie. Es gibt nicht mehr das eine Netz. Jeder hat sein eigenes Netz."

Sehr interessant und ich bin mir zugegebenermaßen nicht sicher, welche Meinung ich hier einnehmen soll. Einerseits tendiere ich zu den vermeintlich "objektiveren" Suchergebnissen, andererseits interessiert mich schon die Meinung meines "Social Graph". Letzterer hat aber eben das Risiko, dass man vielleicht betriebsblind wird und im eigenen Saft brät. Die ideale Konstellation wäre also eine Suche, in der ich optional meinen "Social Graph" einblenden könnte.

Zum Thema Objektivität von Journalisten, das Frank anschneidet, gäbe es viel zu sagen. ich bin ja auch einer und habe es studiert (so man das kann). Ich denke (oder besser hoffe), dass es schon so etwas wie Annäherung an Objektivität gibt, wobei ich den Begriff Qualitätsjournalismus bevorzuge. Das beinhaltet für mich Sorgfältigkeit in Recherche, Quellenauswahl, Quellenüberprüfung und Verpflichtung zur Wahrhaftigkeit. Viele dieser (nicht kompletten) Parameter würde ich übrigens bei aller stärkeren Subjektivität auch an (Qualitäts-) Blogger anlegen.

Schliessen möchte ich mit Franks Schlussfolgerungen für Unternehmen und Social Media:

"Denn Unternehmen suchen keine Unternehmen: Menschen suchen Unternehmen. Entscheider suchen Unternehmen. Diese Entscheider finden Gutes oder Böses über Unternehmen. Deswegen fällt ihre Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Unternehmen. ... Deswegen können auch Unternehmen nicht mehr ohne Social Media. Sie und ihre Menschen sind zum Vernetzen verdammt."

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Samstag, 23. Juli 2011

[DE] Ein Kreis sie zu knechten ... Das neue Social Operating System?

Der derzeitige Hype um Google+ ist schon bemerkenswert. Die Kommentare und Bewertungen mehr oder weniger kompetenter Autoren ist nicht mehr zu überschauen. Und manche durchaus ernst zunehmenden Grössen der Social Media-Szene überschlagen sich in ihrer Bewertung.

Brian Solis (http://www.briansolis.com/?p=15402) beispielsweise spricht von einem "Social Operating System", einem integrierten Dashboard, in dem alle für einen Benutzer relevante Informationen zusammenlaufen: Ein Platz, um zu kommunizieren, zusammenzuarbeiten, zu teilen, Neues zu entdecken und zu arbeiten. Ein Platz, um Dokumente zu teilen und an ihnen zu arbeiten, zur Koordination von Aufgaben, in dem relevante Dinge in Activity Streams zusammengeführt, E-Mail, Telefonie, Video und Audio Chat integriert werden.

Eine solche Vision ist nicht neu, zumindest nicht für das Social Dashboard für den Unternehmenseinsatz. IBM hat schon vor Monaten - zur Lotusphere 2010 - mit dem Project Vulcan skizziert und in ersten Demos gezeigt, wie so etwas aussehen wird. Neben der Zusammenführung von unternehmensinternen und externen Informationsströmen in Activity Streams und InPlace Editing von Aktivitäten sind dort zukunftsweisende Funktionen wie beispielsweise die automatisierze Zurverfügungstellung kontextrelevanter Informationen und Social Analytics für den künftigen (Enterprise) Social Workplace zu sehen, und das unter Berücksichtigung der Sicherheitsanforderungen von Unternehmen. Ein nicht zu vernachlässigemder Aspekt, gerade wenn einige bereits über Google+ für den Unternehmenseinsatz sprechen, denn hier muss berücksichtigt werden, wie Unternehmen mit ihren betriebsrelevantem Daten umgehen wollen und müssen, wo und unter welchen Kontrolle sie diese speichern und verwalten.

Doch zurück zum "privaten" Google+. Jeff Bullas glaubt, dass Google+ Facebook ähnlichen Schaden zufügen kann wie Apple das Nokia angetan hat. Facebook sei ein soziales Netzwerk der ersten Generation und angesichts von Google+ dringend renovierungsbedürftig. Edd Dumbill schreibt im O'Reilly Radar vom "Social Backbone" des Webs, einem neuen soziale Layer, der Kollaboration überall ermöglichen wird (http://radar.oreilly.com/2011/07/google-plus-social-backbone.html). Dieser neue Layer reisse die Mauern derzeit isolierter sozialer Netzwerke (z.B. LinkedIn für berufliche Kontakte, Facebook für Privates etc.) ein und sei ähnlich richtungsweisend wie einstmals die Interoperabilität von E-Mail. Dumbill spricht Facebook ab, dieser neue Layer sein zu können, da man die Anwender auf und an Facebook als Plattform fesseln wolle. Google dagegen sei dem offenen Web verpflichtet.

Bei aller Innovation in Google+ erschrecken mich solche Bewertungen. Richard Stallman hat auf Spiegel Online einen Gastbeitrag unter dem Titel "Kämpft gegen die Netz-Moloche!" veröffentlicht (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,774766,00.html). Unter anderem steht dort: "Facebook-Nutzer sind nicht Kunden, sie sind Ware." Diejenigen, die Google+ derart in den Himmel heben, sollten sehr ernsthaft darüber nachdenken, ob dies nicht auch oder gerade für Google gilt. Bei aller Verpflichtung zu offenen Standards gibt mir ein Konzern zu denken, der Suche, Browser, (mobiles) Betriebssystem und nun auch das soziale Netzwerk beherrschen will. Mich bestürzt, dass gerade die vermeintliche Elite des Netzes, die Apple und Facebook (meist zu Recht) kritisch gegenüber steht, so blauäugig und überschwenglich gegenüber Google ist. Nicht nur ein bisschen mehr differenzierte Bewertung tut gut ...

"Ein Platz, sie zu knechten, um alles zu finden, in Kreise zu treiben und ewig zu binden." Brave new Google?

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Mittwoch, 20. Juli 2011

[DE] Compliance, Crowd Sourcing, Web Experience - IBM Social Business #JamCamp nimmt Kontur an

Es ist immer wieder spannend, wie ein Event Kontur annimmt. Und wenn es wie beim IBM Social Business JamCamp ein weig das eigene Baby ist, ist es um so aufregender. Sehr früh standen einige unserer Keynote Sprecher we Cordelia Krooß von BASF oder Kurt de Ruwe von Bayer fest. Und auch eloquente und kompetente IBM'er wie Sandy Carter, Luis Suarez und Wolfgang Kulhanek waren schnell gewonnem.

Unterdessen sind weitere Referenten hinzu gekommen, die interessamte Aspekte rund um Social Business behandeln werden. Dr. Ulrich Kampffmeyer hält - und das kurz vor seinem Urlaub- einem Workshop zum Thema Compliance und Social Business, ein sicher hochinteressantes und für Unternehmen relevantes Thema. Er ist sicher einer der profiliertesten Experten zum Thema und wir haben ja auch schon in der Vergangenheit Themen wie die Gerichtsshow miteinander verbrochen.

Martin Meyer-Gossner widmet sich dem Thema unter Marketinggesichtspunkten. Was bedeutet Social Business für das Marketing, in B2C- und B2B-Szenarien. Ich glaube, wir stehen hier vor einem Paradigmenwechsel von der einseitgen Beschallung über Direct Mail, E-Mail Newsletter und Hochglanzwebseiten hin zu einem wesentlich granularerem Marketing, wo der direkte und individuelle Dialog mit Kunden und Interessenten deutlich an Bedeutung gewinnt. Ich bin auf jeden Fall auf Martins Ausführungen gespannt.

Claudia Pelzer habe ich auf Empfehlung von Ibrahim Evsan als Vortragende gewinnen können. Sie schreibt ein Blog zum Thema Crowdsourcing und wird das Thema auf dem JamCamp behandeln. Lange Zeit war er für die AIIM, die internationale Vereinigung von Dokumentenmangement- und ECM-Experten, tätig, aber auch in der Social Media-Welt ist er wie als Moderator oder Panel-Teilnehmer daheim: Es freut mich, dass Hanns Kohler-Kruner die Social Business Roadmap und Methodologie der AIIM angereichert durch eigene Gedanken mit den Teilnehmern des JamCamps diskutieren wird.

Besonders freue ich mich über die Teilnahme von Uwe Hauck. Uwe habe ich 2010 mit 5 oder 6 Tweets für einen Workshop auf der republica gewinnen können. Spätestens seitdem sind wir in kontinuierlichem und anregenden Austausch insbesondere zum Thema Worklife Balance oder Worklife Integration, wie er es nennt. Uwe wird vorstellen, wie er mobil arbeitet und sich organisiert.

Auf einer Veranstaltung des IBM Business Partners ISR habe ich Marcus Boris Schatilow kennengelernt. Der CMO des Marktforschungsinstituts IFAK spircht über Social Media und Marktforschung, sicher auch ein hochinteressantes Thema, gerade für das Marketing.

Schließlich möchte ich nicht versäumen auf dem Social Business Workshop am 21.Oktober hinzuweisen. Professor Joachim Niemayer und meine geschätzten Kollegen Peter Schütt sowie René Werth behandeln mit den Teilnehmern, wie man sich ganz praktisch im Unternehmen auf den Weg zum Social Business oder Enterprise 2.0 begibt. Diesen Workshop haben die 3 schon einmal auf der DNUG durchgeführt, wo er dreifach überbucht war. Auf dem JamCamp besteht also erneut die Chance, daran teilzunehmen.

Es gäbe noch eine Vielzahl weiterer Nachrichen rund um das JamCamp, von Vorträgen zu Social Business und Change Management oder Social Business und Wissensmanagement. Oder auch Infos zu unserer Bustour, die zwischen dem 10. und 18. Oktober stattfinden wird: Wer ist im Bus dabei? Wo hält der Bus und was wird dort Thema sein. Aber ich brauche ja auch Themen für weitere Blogbeiträge und außerdem laufen gerade die Vorbereitungen auf Hochtouren, während ich entspannt auf der Liege im Urlaub vor mich hintippe. Bin selbst sehr gespannt, was sich alles so getan haben wird, wenn ich wieder einlaufe.

P.S. Links zu den Referenten trage ich nach, sobald ich wieder "on" bin.

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Sonntag, 17. Juli 2011

[DE] Ist Google+ das Ende von Twitter?

Ich habe mich die Tage ja schon zur Frage Facebook-Killer Google+ kritisch geäussert. Meiner Ansicht übersehen die, die Google+ dazu erklären, verschiedene Aspekte: Facebook lebt primär von seinem privaten Touch, vom Netzwerken mit privaten Freunden und vom Entertainment. Nicht umsnst sind Farmville & Co so erfolgreich. Und jeder (oder besser jeder, der überhaupt online netzwerken will) ist schon dort. Auf Google+ tummeln sich in der Tat bereits viele. Doch die oft überschwenglichen Kommentare kommen auch meist von den Geeks und Freaks der Social-Szene und von denen, die eh (und meiner Meinung nach oft unreflektiert) alles gut heissen, was der Gutkonzern so tut. Auch dazu habe ich ja auch meine Meinung. Übrigens mag ich Google+. Bedienelemente sind durchaus pfiffig. Von der Integration von Unified Communication kann man sich viel abschauen. Die Diskussionen, die ich geführt habe, waren anregend, denn viele meiner Social Media-Freunde sind da und es ist einfacher, sich mit Ihnen dort auszutauschen, einfacher, als dies über Twitter zu tun. Lars Basche hat immer behauptet, Twitter sei ein soziales Netzwerk. Ich habe es - trotzdem ich dort auch netzwerke - immer primär als Nachrichtenkanal gesehen. Es ist wohl beides. Das Wesentlixhe aber ist, dass Twitter in seiner Weiterentwicklung stagniert. So richtig viel Neues ist nicht dazu gekommen und das Geschäftsmodell ist noch immsr unklar. Für mich könnte Google+ also ein Twitter-Killer werden. Auf Facebook sind alle, Kollegen und Freunde und es hat den erwähnten privaten Touch. Auf Twitter und Google+ scheinen mir die gleichen Leute zu sein, die Freaks mit Social Web-Touch. Die Kommunikation und Diskussion auf Google+ ist im Vergleich zu Twitter deutlich komfortabler zu führen. Ich mag Circles mehr als Twitter-Listen. Diskussionsverläufe auf Google+ sind für mich einfacher nachzuvollziehen.  Was mir fehlt, sind Newsstreams, die ich mir auf Twitter über Hashtags angelegt habe und über die ich Themen verfolge. Wenn das noch kommt, ist Google+ für mich eine echte Twitter-Alternative. Bei Twitter muss dringend etwas passieren und ich drücke alle Daumen. Google und Facebook sind schon viel zu mächtig und eine dritte Macht im sozialen Web tut uns gut. Und hier noch der Hinweis auf einen nützlichen Artikel, in dem die Features der verschiedenen Tools auch tabellenmassig verglichen werden: http://bhc3.wordpress.com/2011/07/13/is-google-more-facebook-or-more-twitter-...  

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Freitag, 15. Juli 2011

[DE] Saisonausblick: Gladbach in der Favre'sierung

Wer hatte in der vergangenen Saison vor der Runde mit einer solcher Leistung der Borussia gerechnet? Wer hätte zu Beginn des Jahres noch einen Pfifferling auf den Klassenverbleib gewettet. Ja, ich hatte noch ein wenig Hoffnung, doch es war nur ein Körnchen. Lange Zeit hielt die Vereinsführung (und auch ich) Michael Frontzeck die Treue, der die Mannschaft ja 2009/10 sicher zum Klassenerhalt fûhrte. Doch nach der Heimniederlage gegen Stutgart musste etwas passieren. Es war offensichtlich, dass Frontzeck es nicht schaffen würde.

Dann kam, sah und siegte Lucien Favre, nicht ohne Holperer. Ich mag gar nicht an das Eigentor von Bailly gegen Kaiserslautern denken. Doch nach einer Weile stabilisierte (Oder sollte ich favresierte schreiben?) sich die Mannschaft und legte eine beeindruckende Serie hin, u.a. mit einem Sieg gegen den späteren deutschen Meister, und schaffte in der Relegation verdient den Verbleib in der 1. Liga.

Und wie zu Beginn der Runde 2010/11 stellt sich die Frage quo vadis Borussia. Zieht endlich, endlich, endlich Kontinuität in der sportlichen Führung und eine kontinuierliche Entwicklung der Mannschaft ein? Natürlich hoffen es Borussia-Fans wie ich. Und wir hoffen, dass Favre wirklich der Perspektivtrainer ist, den er so eimdrucksvoll ruhig, gelassen, engagiert und sympathisch in der Rückrunde gab. Da war ja auch mal die Entlassung bei der Hertha nach einer zuvor herausragenden Saison. Doch ich bin einmal optimistisch bezüglich der Favre'sierung.

Was hat sich bei der Mannschaft getan? Mit ter Stegen scheinen wir nun wirklich ein Riesentalent zwischen den Pfosten zu haben - und es ist gut, dass der gegelte Bailly weg ist. Für diesen Typ Torwart hab ich trotz aller Verdienste dee Saison 2008/09 einfach nichts übrig. Hoffen wir also, dass ter Stegen stabil seine Leistung bringt. Das, was er in den 8 - 9 Spielen zeigte, war ausnehmend gut, aber eine Saison dauert 34 Spiele.

Massgeblich für den Klassenerhalt war die Stabilisierung der Abwehr. Stranzl und Dante sind hier sicher als Innenverteidiger erste Wahl und mit Brouwers steht ein weiterer starker Mann dahinter. Auf den Aussenbahnen haben sich Daems und Jantschke durchgesetzt, beides keine Flankengötter, aber stabil in der Defensive. Daems wird durch den schwedischen Zugang Wendt unter Druck gesetzt. Jantschke scheint bei Favre mehr als nur einen Stein im Brett zu haben, wie der anstehende Abgang von Levels zeigt.

Sicherlich massgeblich zu einer guten Defensive beigetragen haben auch Nordtveid und Neustädter, die unter Favre als Doppelsechs gesetzt waren. Beide scheinen mir jedoch in der kreativen Spieleröffnung nicht unbedingt ihre Stärken zu haben. Aber vielleicht müssen sich auch als Gegengewicht zu Arango und Reus wirken und ein weiterer zu Kreativer wäre eher kontraproduktiv? Schwer zu sagen. Für mich ein Hoffnungsträger bleibt Patrick Herrmann, der sicher mehr als nur gute Ansätze hat. Das Problem wird hier sein, ob die Mannschaft einen Reus und einen Herrmann zur gleichen Zeit auf dem Platz verkraften kann.

Aus Karlsruhe sind mit Rupp und Zimmermann zwei neue Kräfte gekommen, bei denen sich die Frage stellt, welchem Weg sie gehen? Werden sie à la Reus sofort einschlagen, der nun bereits die zweite bärenstarke Saison gespielt hat. Brauchen sie à la Neustädter eine Runde Anlaufzeit? Oder schaffen sie nicht den Sprung von 2. in die 1. Liga. Hier muss ich an Andersen denken, bei Düsseldorf einer der stärksten Innenverteidiger der 2. Liga, der den Sprung erst einmal nicht schaffte, den wir aber hoffentlich noch nicht abschreiben müssen.

Auch zu Juan Arango muss ich ein Wort verlieren. Er hat in der Rückrunde sicher nicht schlecht gespielt, doch hatte ich mir vom venezulanischen Nationalspieler deutlich erwartet. Hier wäre eine Alternative durchaus wünschenswert. Zu einem weiteren Spieler habe ich ein skeptisches Verhältnis: Mike Hanke. Doch muss ich gestehen, dass ich seine Spiele als "Ableger" hinter der Spitze hängend gut fand. Nur wie stabil wird er spielen und trainieren? Der Australier Leckie hat in den Vorbereitungsspielen einen guten Eindruck hinterlassen, doch sind Vorbereitung und Bundesliga sicher zwei verschiedene Stiefel.

Vorne bleibt zu hoffen, dass de Camargo endlich einmal von grösseren Verletzungen verschont bleibt, doch scheint er einfach anfällig zu sein. Er ist der mitspielende Knipser, den die Borussia gut gebrauchen kann. Tja, und es gibt noch einen weiteren Neuzugang: Bobadilla ist aus Griechenland zurück. Ich glaube, dass der unter Favre durchaus die Chance hat, endlich den Durchbruch zu schaffen. Schaun wir mal.

Ob Idrissou bleiben wird, ist wohl fraglich. Und zum potentiellen Manchester-Neuzugang Joshua King kann man noch nicht viel sagen. Favre scheint grosse Dinge von ihm zu halten. Neben den genannten Spielern arbeitet er wohl auch mit einigen Nachwuchskräften, so dass durchaus auch noch der ein oder andere neue Name auftauchen kann.

Der Kader müsste aus meiner Sicht eigentlich das Potential haben, souverän einen stabilen Mittelfeldplatz zu erspielen. Doch wie wird das Team performen, wenn der Saisonstart mit Niederlagen beginnt? Bayern und Schalke sind nicht das einfachste Programm zum Start. Ich drücke (natürlich) der Mannschaft und Lucien Favre alle Daumen. Hoffentlich baut man mit Favre wirklich etwas auf. Mein Tipp ist - durchaus optimistisch - ein 9. oder 10. Platz. Und mit einem Kumpel habe ich die Wette laufen, dass die Borussia vor dem FCK liegen würde. Schaun wir also mal.

Noch eine Abschlussbemerkung zum Management und Maxi Eberl. Man hat sehr, sehr lange an Frontzeck festgehalten. Das empfand ich als sehr sympathisch, auch wenn dann der Trainerwechsel massgeblich zum Klassenerhalt beigetragen hat. In der Winterpause wurden dann noch zur Amtszeit von Frontzeck, vielleicht mit ihm, Spieler wie Stranzl, Nordtveid, Hanke und Fink geholt, von den mindestens zwei eingeschlagen haben. Eine durchaus sehenswerte Bilanz. Trotzdem bleibt das Management von Königs über Bonhof abwärts zu Eberl nicht erst nach der versuchten Effenberg'schen Palastrevolution unter verstärkter Beobachtung. Spannend zu beobachten wird sein, welche Rolle Hans Meyer im Präsidium spielen wird.

Über und hinter der Borussia hängt immer der Schatten der so erfolgreichen 70'er Jahre. Davon träumen die Fans, auch wenn wir von diesen Zeiten weit weg sind. Auf eine Renaissamcd hoffen die Fans seit fast 2 Jahrzehnten. Wirtschaftlich scheint der Club stabil. Nun hoffen wir weiter auf einen sukzessiven sportlichen Aufstieg.

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Dienstag, 12. Juli 2011

[EN] The social life > It's all about humanizing the Web : BtoB Magazine

We have IBMers active in the social Web who are part of the conversation on behalf of IBM,” Remy-Boutang said. “Our employees are publishers. When you go to our site [www.ibm.com/software], you see IBMers as your first experience. You see pictures of IBMers and have the option to connect with them. It's all about humanizing the Web.

Interesting story with an interview with my "social buddy" Delphine Remy-Boutang. Yes, it is about connecting and empowering people to be the face of a company. It is about enabling and trusting them. And it is about making business through social connections in the social web, in a more and more social media enabled (business) world.

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[EN] Creating Facebook for the Enterprise « Dachis Group Collaboratory

On one side it is worth considering the potential for bringing staff, partners and customers into a social network together. Consider how your future state internal network will connect with the outside world. On the other, think about how you will connect your new internal system of engagement with existing systems of record (something Facebook is not designed to do).

Facebook might not be the ideal social enterprise platform, but with the right strategic conversations internally it is still a great metaphor to build on.

I quite often get critics because I do use the metaphor when explaining IBM Connections. Nevertheless I believe it is a great way of getting the conversation started.

(And - of course - I don't believe that a Facebook or a Google+ are made for usage within the Enterprise. The requirements are to different ... Compliance, security ... And an enterprise can never risk to give away or not own its own data.)

The really interesting question is how to use Facebook, Google+ or Twitter for communicating with customers and prospects, leverage the reach without loosing control over the data and the customer relationship.

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Montag, 11. Juli 2011

[EN] Web Engagement Management: The wall between employees and customers must come down

As I think about the many lessons in the Cluetrain, one idea that stands out is that everyone in an organization is involved with marketing and customer service, regardless of their job title. For WEM to truly work, it will require solutions that touch everyone across the entire organization, not just Mar/Comm, PR and IT.

And if you think that social media should be the responsibility of the marketing department and/or the customer service department, you are thinking about this all wrong. The wall between employees and customers must come down and the only way the new technologies will scale is getting everyone involved.

So true. Social Media has changed the way to communicate with customers and prospects dramatically. Not everybody has yet got the point, but a business, which wants to survive, needs to become a Social Business with the whole organization being engaged.

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Donnerstag, 7. Juli 2011

bwl zwei null · Social Mania oder wie wir im Hamsterrad strampeln

Das Social Web ist heute ein Hamsterrad, in dem weniger das wirklich Wichtige nach vorne dringt, sondern bestenfalls das Originelle. Schnelligkeit geht vor Tiefe. Zuspitzung vor Ausgewogenheit.

...

Damit sind wir wieder bei den Artikeln und Rankings zu Google+. Auf mich wirkt vieles davon wie eine Karikatur, weil die Akteure im Grunde noch sehr wenig über das Social Network wissen, dafür aber die Mechanismen unserer neuen Medienlandschaft um so besser kennen und spüren, dass sie unter Zugzwang stehen. Das Hamsterrad ruft, der Klout-Score mahnt! Schöne neue Medienwelt, oder besser: Social Mania.

Lesenswerte Einschätzung von Matthias Schwenk. Mir ging - und geht - gerade am Beispiel Google+ der Hype doch deutlich zu weit.

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Sonntag, 3. Juli 2011

[EN] What’s Your Social Business Plan? | Edelman Digital

In fact, the actual term “social business” as a specific topic of conversation may never reach the same volume as “social media” or even come remotely close. But the truth is that conversations related to social business are happening all the time. Doing a quick search of #socialbiz hashtag in Twitter clearly shows that IBM owns the conversation – with several IBM employees tweeting about technology, collaboration, leadership, etc. It’s safe to assume that IBM is truly a social business.

I have always been a firm believer that an organization cannot have effective external conversations with the social customer unless they can have effective internal conversations with each other first. And internal communication means more than just a few weekly conference calls and perhaps deploying Jive applications internally to facilitate collaboration.

A true social business requires a change in behavior. It requires organizational leadership to embrace the social customer, tear down organizational silos, empower the organization to share knowledge across job functions and geographies, and invest in technology that will help facilitate collaboration and knowledge sharing. It’s more than lip service too. These change management initiatives have to be driven by organizational leadership and practiced at every level in the organization from senior leadership all the way down to a customer support agent. Otherwise, change will not occur. This means that executives must not only talk about changing the organization but exemplify the behaviors that really do facilitate and practice change.

I could not agree more - not only, because Michael Brito takes IBM as an exmaple of a Social Business. I do agree, because he gets the point that you have to live social internally to do it externally. And it is about Change Management. And as Joachim Niemeier (who will facilitate a How to become a Social Business-workshop together with Peter Schuett and René Werth at the IBM Social Business JamCamp in October)  stated in an excellent (German language) blog posting: It is a long term process.

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Samstag, 2. Juli 2011

test2

[DE] Möge die Macht in den sozialen Medien verteilt sein - Gedanken nach oder vor Google+

Habe ich nur den Eindruck oder ist der Hype um Google+ deutlich größer als der um Buzz oder damals Wave? Ich kann meinen Reader kaum aufmachen, ohne ständig über Beiträge über Google+ zu stoßen. Kaum ist das Tool noch nicht einmal für alle draußen, fragt ReadWrite Enterprise schon, ob man Google+ im und für das Unternehmen einsetzen solle oder könne. Google habe ja mit Apps schon den Anspruch, auch Unternehmen zu bedienen. Meine Meinung hierzu ist klar: Das interne soziale Netzwerk gehört hinter den Firewall und vor allem gehören die Daten eindeutig in den Besitz des jeweiligen Unternehmens und es muss klar sein, wo, in welchem Land und Rechenzentrum diese liegen.

Es "hyped" also allerorten:

XKCD:

Ich persönlich bin sehr zwiegespalten. Dies liegt nicht an den Funktionen von Google+, die ich auch noch nicht im Detail erforscht habe. Dies liegt eher an einem gesunden oder ungesunden Misstrauen gegen den "Gutkonzern" und an meinem tief verwurzelten Glauben daran, dass die Macht in sozialen Medien verteilt sein sollte. Die derzeitige Machtverteilung mit 3 Hauptgrössen Google als quasi De-facto-Standard bei der Suchmaschine und mehr, Facebook als De-facto-Standard für soziale Netzwerke und Twitter als Microblogging-Standard sowie Playern wie LinkedIn und einigen anderen erschien und erscheint mir durchaus sinnvoll. Mit viel Sympathie - aber zugegebenermaßen nicht mit viel eigenem Engagement - habe ich Versuche wie Diaspora im sozialen Netzwerkbereich verfolgt, aber eben nur verfolgt.

Nun also Google+. Google bläst zur lang erwarteten Attacke auf Facebook. In der "Szene" hat Google auf jeden Fall einen deutlich bessern Ruf als Facebook. Web 2.0 Freak und Experte wie @frogpond Martin Koser ist seit eh ein Verfechter für Google und befürwortet natürlich auch Google+, den neuen Facebook-Killer. Und mit Interesse habe ich heute gelesen, dass der wertgeschätzte @teezeh Thomas Cloer von Facebook zu Google+ gewechselt hat:

Facebook

Jan Tißler vom Szeneblatt t3n hat 10 Gründe gesammelt, warum Google+ gegen Facebook gewonnen kann - oder wird. Andere halten entgegen, dass Facebook so gut im Kopieren ist, dass Feature-Vorteile schnell verschwinden werden. Und siehe da. Kurz nach Google+ mit Hangouts kommt Facebook wohl auch mit auf Skype basierenden Videochat-Funktionen heraus.

Mein erster Eindruck in der Nutzung von Google+ ist positiv. Das Desgin gefällt mir, Drag-and-drop bei Circles ebenso. Viele meiner Freunde und Kontakte gerade aus der "Szene" und den sozialen Medien sind bereits dort. Also werde ich Google+ auch mit mehr als einem Auge beobachten und warte persönlich darauf, dass mein Social Media-Client Hootsuite Google+ integriert. Dies wird auch einer der Haupterfolgsfaktoren sein. Wie offen wird Google+ sein und wieviele AddOns wie Tweetdeck, Seesmic usw. wird man wie schnell unterstützen. Wird es ein Ökosystem mit Killeranwendungen wie Farmville geben, das die Leute in Scharen auf Google+ treibt?

Wir Social Media-Freaks sind natürlich schon da, auf Google+, so wir denn eine Einladung bekommen haben. Was ist aber mit mit Andrea und Otto Normalnutzer? Ich höre schon meinen geschätzten Freund Jörg Allmann stöhnen: "Jetzt befeuert der Pfeiffer auch noch Google+ und ich sag ihm schon seit Monaten, er soll nicht immer alle Nachrichten über alle Kanäle gleichzeitig posten. Das nervt doch nur." Jeff Gibbard bringt es in seinem Beitrag auf den Punkt: "I haven’t replaced an inbox, I’ve added one."

Wieviele soziale Netzwerke und Kanäle kann und will der normale Anwender nutzen und verdauen? Der oder sie wird sich vielleicht eher auf nur einen Kanal, ein Netzwerk konzentrieren (können). Und machen wir uns nichts vor. Facebook hat natürlich einen riesigen Vorsprung durch die Anzahl der Anwender. Noch am 29. Juni bin auch dieses Posting gestossen: An Facebook führt kein Weg vorbei. Die dort vorgestellte Studie zeigt nicht nur, wieviele Nutzer unterdessen in Deutschland auf Facebook sind, Sie belegt auch, dass diese Nutzer die Aktivsten und Kauffreudigsten sind. Hier die Grafik, wo sich die deutschen Anwender wie aktiv bewegen:

W3b32_social_networks_regelmaessige_nutzer
Es wird also interessant werden, welchen Stellenwert sich Google+ erarbeiten wird. Am Ende wird über den Erfolg entscheiden, für welches Netzwerk sich der Nutzer entscheidet, denn es geht um Werbeeinnahmen, bei Facebook, bei Google - und bei Twitter weiß man wohl noch nicht, wie man sein Geld verdienen kann.

Und zum Abschluß noch diese Grafik, die ich über Martin Meyer-Gossner gefunden habe:

Joyoftech-parody-leader

Hier einige aus meiner Sicht wertvolle Links zum Thema Google+:

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Freitag, 1. Juli 2011

[EN] Do companies still need an intranet?

In the age of Facebook (or should I now add Google+) and other social networking technologies, this isn’t just a provocative question. The intranet has turned out to be a trailblazer in the communications revolution.

At many companies – including my employer – the intranet has grown as an information platform over the years. It is the primary source of information, from sales documentation to marketing materials. Here, we can read press clippings and inform ourselves about things like the rules for company car use. The intranet also gives employees access to a wide range of different services and programs, from expense calculators and business trip application forms to the careers portal where we can agree on goals. It is a place where we can order business cards or configure our company cars. Combined with an editing system or web content management, portal technology is ideally suited for providing employees with all kinds of personalized information and services. The portal knows who I am and provides me with a range of information based on my job profile and what department or region I belong to – from the menu of the cafeteria where I work to specific departmental rules and processes.

No question, an intranet equipped with these kinds of functions represents a milestone in corporate communication and organization. Yet we are already witnessing the early stages of the intranet’s evolution into the social intranet. Current systems are still plagued by a certain amount of sluggishness when it comes to updating and generating content. Web content management systems tend to work with editing and approval processes that enable pages to be altered or replaced. It makes a lot of sense to use these processes for external websites since they ensure the quality of both content and appearance. But these ponderous approval processes are not appropriate when it comes to simply providing large quantities of information within the company. This is where it is worth considering using social software. Blogs and wikis offer a way for experts and departments to add content themselves quickly and easily. The right information is there on time, and in many cases this is more important than having beautifully laid out, grammatically flawless pages.

Of course, there are certain risks that go along with the use of social software. When a company “empowers” its employees to create content, they are duty-bound to do so. But there are plenty of examples where this kind of “social empowerment” makes sense – in areas such as customer service (with support wikis) and product documentation. Here in my section at IBM, we have a department-specific wiki. Each area, from sales management to marketing to services, is responsible for entering the latest data in a timely fashion. Of course this doesn’t always work and people have to be gently reminded to do it every now and then, but we have still managed to set up a comprehensive information platform about social business and collaboration solutions in Germany. Alongside this wiki reference work there is also a German community where users share important bookmarks, files and presentations. And there are blogs and forums where we discuss current issues. The community and the wiki are part of IBM’s in-house social network, a corporate Facebook based on IBM Connections. The IBM intranet uses portal technology and social software technology. Transaction-oriented functions are organized to a large degree using the portal, whereas knowledge, communication and information-centric functions are increasingly being transferred to the social software.

In a recent blog post, Elizabeth Lupfer talks about three different types of intranet: the content intranet, the social intranet and the hybrid intranet, which – as the name suggests – is a mixed type. I am not sure whether it makes sense to distinguish between a content and a social intranet. Quality of information is extremely important in a social intranet too. It also adds the aspects of communication, networking and especially dialogue as well as active individual participation as a core differentiating feature. There may even be implementation scenarios where a social software platform can fully replicate an intranet. In most cases though, they will be hybrids, sites where portal technology is sensibly combined with social technologies, forms applications and transaction applications.

These days social functions can be integrated into corporate portals and intranet portals with little fuss, using modern portals, portlet and mashup technologies, which have made great strides recently. A recent piece by Dion Hinchcliffe calls for intranets to become social and explains how to do it. His article outlines three different ways to set up a social intranet.

Companies have to address this issue for various reasons. One is the pressure to ensure better internal exchange and documentation of information and knowledge; another is that they are hiring greater numbers of digital natives who are demanding the use of suitable technologies; a third is that employees from very different sectors within the company need to acquire social media competencies. People working in customer service, sales, product development, marketing, PR and management will soon be expected to make greater use of social networking services to communicate externally. That is where the customers and the potential customers are. That is where people are talking about the company. A company’s social intranet is a place where employees can learn how to work with social technologies. Ultimately, there is no way around the social intranet. It is the next stage of evolution for the intranet and, what’s more, it prepares companies for social business, for the fundamental shift in communication and, most importantly, for dialogue with customers.

 

 

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