Digital Naiv oder Digital Native. Was ist der "richtige" Weg im und im Umgang mit dem Web 2.0 - und Puzzlesteine zu Essen, Fußball und mehr ...

Mittwoch, 31. August 2011

[DE] Die IBM Social Business JamCamp Bustour - von München über Köln bis Frankfurt

Wie im vergangenen Jahr wollen wir ja vor dem eigentlichen IBM Social Business JamCamp zwischen dem 19. und 21. Oktober wieder mit einem Bus voller Blogger, Enterprise 2.0- und Social Business-Experten, Studenten, Journalisten und IBM'er auf Tour, um an verschiedenen Stationen Aspekte von Social Business zu diskutieren. An der Tour haben wir unterdessen gearbeitet und die Stationen sollten unterdessen feststehen. Los geht es am 10. Oktober in München mit einer Diskussionsrunde zum Thema Social Business bei der Redaktion von silicon.de los. Dann fahren wir weiter nach Ehningen auf den IBM Campus. Hier steht die effiziente Nutzung der IBM Tools im IBM-internen Einsatz sowie das Auftreten als IBM'er in Social Media im Vordergrund.

Am 11. Oktober sind wir dann bei unserem IBM Business Partner Fritz & Macziol in Karlsruhe auf deren Social Business-Veranstaltung Soziale Netzwerke - Im praktischen Unternehmenseinsatz- Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft in der Praxis aus? zu Besuch. Am Nachmittag brechen wir dann zur SAP, wo wir wiederum Aspekte des Social Business diskutieren werden. Und am 12. Oktober fahren wir zu Hansgrohe nach Schiltach. Dort diskutieren wir den Einsatz von Social Software und Social Media geht. Besonders freuen wir uns auch auf den Showroom inklusive Dusche.

Vom Schwarzwald aus fahren wir nach Köln, wo wir am 13. Oktober Ibrahim Evsan und sein Unternehmen United Prototype besuchen. Gamification wird hier das Topthema der Diskussion sein. Danach besuchen wir die BWI, ein sicherlich hochinteressanter Termin, denn es geht um Bundeswehr und Social. Abends treffen wir uns dann zu einer XING Content Management Lounge in Köln unter dem Thema ECM und Social Business - Eine wunderbare Freundschaft?.

Am 14. Oktober stehen ein Besuch bei der GAD in Münster und im Betahaus in Köln an. Die GAD ist IT-Dienstleister, Rechenzentrum und Softwarehaus für rund 430 Banken in der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Im Betahaus steht sicher das Thema Coworking und Coworking Spaces im Vordergrund. Und dann gönnt sich die Busbesatzung eine Wochenendpause, bevor es am Montag (17. Oktober) wieder on tour geht. Dann besuchen wir das Kommunale Rechenzentrum Niederhein KRZN in Kamp-Lindfort. Am 17. Oktober steht noch ein ganz besonderer Termin an: Die Weinprobe 2.0 bei den Wachtenburg Winzern in Wachenheim. Schließlich besuchen wir am 18. Oktober die BASF, wo es einen ganzen Tag rund um Social Business. connect.BASF und vieles mehr geht. Hier stossen noch weitere Streiter wie Luis Suarez, Professor Joachim Niemeier, Alexander Richter, Hanns Kohler-Kruner, Wolfgang Kulhanek und hoffentlich auch Martin Koser dazu. Die Busbesatzung wird sich an dem Tag aufsplitten, denn auch die Cosmos Direkt in Saarbrücken hat uns eingeladen.

Tja, alles hat ein Ende, auch unsere Bustour und das am 19. Oktober auf dem Event, dem IBM Social Business JamCamp in Frankfurt im Steigenberger Airport Hotel. Dort erwarten uns drei weitere spannende Tage. Und wer ist im Bus dabei? Das war Thema eines weiteren Blogbeitrags. Und selbstverständlich gibt es auch noch mehr Details zu den einzelnen Stationen der Tour. Die XING Lounge habe ich ja schon beschrieben. Natürlich sind alle Angaben ohne das berühmte Gewehr, äh Gewähr, denn es kann sich sicher noch was ändern.

Und hier mal die Tour visualisiert per Google Maps:

Willy-brandt-allee_2_81829_munchen_deutschland_nach_steigenberger_airport_hotel_-_google_maps

 

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

Dienstag, 30. August 2011

[DE] XING Content Management Lounge in Köln am 13.10: ECM und Social Business - Eine wunderbare Freundschaft?

Eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stellt für mich die XING Content Management Lounge dar, die wir im Rahmen der IBM Social Business JamCamp Bustour am 13. Oktober in Köln anfahren. Das Thema der XCML ist "ECM und Social Business - Eine wunderbare Freundschaft?". Organisiert wird die Veranstaltung durch meinen alten Weggefährten Dr. Ulrich Kampffmeyer, XING Xpert Ambassador und einer der renomiertesten ECM- und Compliance-Experten in Deutschland. Ein Kollege schon aus FileNet-Zeitalter, der "Kalifornier" Ulrich Leuthner, führt mit einem Impulsvortrag ins Thema ein, bevor es dann in eine Paneldiskussion geht.

Wir von IBM verstehen unter einem Social Business ein eng vernetztes Unternehmen, das Social Software und Social Media sowohl intern als auch extern für die Zusammenarbeit zwischen Kollegen sowie mit Partnern, Kunden und der Öffentlichkeit einsetzt. Nach dem Impulsvortrag soll diskutiert werden, ob sich das Konzept des Social Business mit ECM (Enterprise Content Management) unter Nutzen- und Wirtschaftslichkeitsaspekten in Einklang bringen lässt:

  • Ist die stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit über Social Software auch sinnvoll für Content Management oder handelt es sich dabei um Spielereien ohne Mehrwert für ECM?
  • Wo liegen die Chancen für Unternehmen, auch und besonders im mittelständischen Bereich?
  • Was muss ein Unternehmen tun, damit Social Business einen Mehrwert abwirft?

Das sind Fragen, die Ulrich Kampffmeyer in der Einladung stellt. Ich füge hinzu:

  • Gehören endlich Menschen in den Mittelpunkt des wirtschaftlichen Schaffens und nicht Ablageordner und Aktenpläne?
  • Wo liegt der Mehrwert von sozialen Funktionen in der klassischen Sach- und Fallbearbeitung?
  • Was bringt der Weg weg vom E-Mail Posteingang hin zu Activty Streams (so wir den Weg gehen)?

Zumindest scheinen wir in der Diskussion endlich über den Streit um das richtige Langzeitarchivformat und den korrekten nicht änderbaren optischen Speicher hinaus gekommen zu sein, auch wenn manche Veranstaltung und mancher Branchenverband noch immer die Diskussionen von gestern führt. Getrieben durch Facebook, Twitter und Google+ rücken auch in Unternehmen und in der Interaktion von Unternehmen mit Partnern und Kunden immer mehr die Menschen, die Kommunikation im Netzwerk und der wirtschaftliche Mehrwert in den Mittelpunkt. Ob nun Social Business die Nachfolge von ECM Enterprise Content Management antritt? Da bin ich nicht sicher.  Social Business und soziale Funktionen werden auf jeden Fall Enterprise Content Management, die bisherige Fallbearbeitung, E-Mail Management und Prozessabläufe  verändern..

Als Kostenbeitrag für die Organisation der XING Content Management Lounge werden 10 € erhoben (verbindliche Anmeldung hier über Amiando). Wie bei den letzten erfolgreichen XCML Veranstaltungen ist für freie Getränke und Imbiss in der Event-Location gesorgt!

Die Mitglieder der XING Gruppen "Content Management" und "Information & Document Management" sollen aber vor allem in lockerer Runde bei einem Gläschen das Konzept des Social Business wirklich erleben: Sich austauschen, kennen lernen und netzwerken. Auch Mitglieder anderer XING Gruppen sind natürlich herzlich willkommen. Die Veranstaltung findet zwischen 18:30 - 22:30 im intage Salon Gold, Hahnenstraße 37 in 50667 Köln statt. Das offizielle Programm startet um 19:30 Uhr.

Verbindliche Anmeldung: http://bit.ly/XCML_Okt2011

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

Montag, 29. August 2011

[DE] Die E-Mail wehrt sich weiter gegen ihre Totengräber | ZDNet.de

"Die E-Mail-Posteingang ist zur Social Inbox geworden", so Brill.
...

"Entscheidend ist es, die verschiedenen Werkzeuge im richtigen Kontext bereit zu stellen", sagt Brill. Für jede spezifische Anforderung das passende Tool: IBM nennt ein solches Konzept "contextual collaboration". Dieses ist laut Brill die Voraussetzung, dass Unternehmen sich zum so genannten Social Business wandeln können.

Ein interessante Analyse und Zusammenfassung von Markus Strehlitz auf ZDnet. U.a. zitiert er meine IBM Kollegen Ed Brill und Chris Crummey sowie DNUG Vorstandsmitglied Jürgen Zirke. Die Diskussion wird in den kommenden Monaten sicher weitergehen und ich bin gespannt auf Luis Suarez Vortrag auf dem IBM Social Business JamCamp am 19./20. Oktober. Luis ist sicherlich das Paradebeispiel, wie jemand außerhalb des E-Mail Posteingangs arbeitet. Nicht umsonst trägt sein Blog ja auch diesen Titel. Die "Wahrheit", besser die Methode, wie jemand produktiv arbeitet, wird zu einem gewissen Maße jeder für sich selbst finden müssen. Jedoch scheint mir durchaus ein deutlicher Trend hin zu Activity Stream zu gehen, in denen neben E-Mail auch andere Nachrichten und Ereignisse zusammenlaufen und bearbeitet werden können. E-Mail scheint mir mehr und mehr "social", zu "Social Mail" zu werden.

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

Sonntag, 28. August 2011

[DE] Die Ära der 9-bis-5 Job ist vorbei [INFOGRAPHIC]

Media_http9mshcdncomw_lffrj

Interesannte Grafik über das Wachstum der mobile Workforce. Das wird auch ein Thema auf dem IBM Social Business JamCamp am 19. und 20. Oktober sein. U.a. spricht Uwe Hauck über "Workplace of the future now", wie man schon heute vollständig mobil arbeiten kann, Techniken, Trends, Fallstricke. Meine Kollegen René Werth und Hardy Gröger sprechen über IBM Mobility Strategien für Unternehmen.

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

Freitag, 26. August 2011

[DE] Die IBM Social Business JamCamp Bustour: Wer ist im Bus dabei?

Nachdem heute noch weitere Anfragen eingegangen sind, mit unserer Bustour im Rahmen des IBM Social Business JamCamps weitere Stationen anzufahren, ziehe ich nun einfach einmal die Vorstellung unserer "Busbesatzung", so wie sie heute steht, vor. Und das will ich auch in gebotener Kürze und Würze tun. Charme und die weibliche Seite des Web 2.0 in den Bus bringt  @chiliconcharme Bianca Gade (Blog: http://www.chiliconcharme.de/). Bianca arbeitet bei Netmedia, einem Unternehmen, das zum Thema Enterprise 2.0 berät, und ist als Saarländerin beim Saarcamp besonders aktiv. Joachim Haydecker (@yolante) (Blog) war lange Jahre an der Uni Kassel tätig und ich kenne ihn durch gemeinsame Arbeit bei der DNUG, der deutschen Lotus Anwendergruppe.

Von unseren Partneruniversitäten dabei sind @Jan2pkt0 Jan Gröne und @makemakenotnot Dennis Birkhölzer von der Uni Ilmenau, die sich im Rahmen ihres Studiums mit Social Business und Enterprise 2.0 beschäftigt haben und auch einige Beiträge auf der EULUC-Plattform veröffentlicht haben. Aus Koblenz ist (wieder) Jan Meinert im Bus, der am UCC-CT (University Competence Center for Collaborate Technologies) arbeitet und dort auch maßgeblich an der Entwicklung des Social Business-Spiels mitgewirkt hat. Wissenschaftlichen Touch in die Diskussionen bringt auch Manouchehr Shamsrizi, der sich in Yale und an der Zeppelin University mit dem Thema Social Business beschäftigt. Hinzustossen wird noch ein Tobias Potthof von der Uni Münster.

Detlef Dietlein vom IBM Business Partner Planteam ist ein weiteres Busmitglied, das sich intensiv mit dem Thema Enterprise 2.0 auseinandersetzt. Das tut auch @fwhamm Frank Hamm, der "Taumler" ist seit Jahren in der Blogosphere aktiv und mit seinen Blogs ein Begriff. Ein Teilnahme lässt sich in diesem Jahr auch @larsbas Lars Basche von der IBM PR-Agentur Text100 nicht nehmen. So sind also auch Fussballfachgespräche neben Social Business-Themen im Bus garantiert. An diesen Diskussionen wird sicher auch @Wissenssucher Fald Hedemann teilnehmen, der als Redakteur unseres Partners t3n die Tour ab Freitag begleitet. Als IBM'er dabei sein wird @layer8 Arnd Layer. Zeitweise hinzustossen werden Torsten Hoffmann und Stefan Krueger teilweise. Und natürlich darf ich unser Filmteam von der Uni Köln nicht vergessen, die das Geschehen der Bustour dokumentieren wollen.

Die "Busfahrer" werden sich und ihre Erwartungen an die Tour sicher in den kommenden Tagen und Wochen selbst noch darstellen. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Tour und das Team, das durch die "Reiseleitern" Elisa Schulze von New Thinking komplettiert wird.

Und hier ein erster optischer Eindruck von unserem Bus:

Ibm_s1_11063_jamcamp_bus_rz

 

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

Sonntag, 21. August 2011

[DE] Die Brand, das Alphatierchen und Menschen kaufen von Menschen

Ich gebe zu, ich war als Marketingmensch immer ein wenig neidisch auf die Unternehmen, die einen Larry, einen Steve oder eine andere schillernde Fuhrungsfigur haben. Losgelöst von der inhaltichen Aussagekraft der entsprechenden Größen bekommen die entsprechenden Unternehmen allein durch die Strahlkraft dieser Alphatierchen eine Aufmerksamkeit, die ein Unternehmen, das sich vor allem auf sachliche Aussagen konzentriert, nicht erhält. Wenn es dann noch Firmenpolitk ist, keinen Personenkult zu betreiben, ist es um so schwieriger. Ed Brill beschreibt das sehr schön in einem Posting. Wir machen keine Kult um Personen ... Doch die Zeiten ändern sich - dramatisch.

Den Personenkult rund um die Alphatierchen wird es wohl weiter geben, aber daneben gibt es im Zeitalter von Social Business viele, viele Markenbotschafter, die in sozialen Netzwerken als Marken- und Unternehmensvertreter aktiv sind. Das Bild, die Wirkung, die Kundenzufriedenheit und auch der vertriebliche Erfolg hängt heute schon neben Produktqualität und -angebot vor allem von der Vernetzungs- und Kommunikationskompetenz dieser Mitarbeiter bestimmt.

Diese Mitarbeiter sind nicht Unternehmenssprecher im klassischen Sinne, die Umsatzzahlen bekannt geben und strategische Aussagen an Presse und Multiplikatoren verkünden. Sie sind aber Unternehmens- sowie Markenbotschafter anderer Art, und sie sind Verkäufer. Je kompetenter, kommunikativer und freundlicher sie im Netz agieren, um so positiver prägen sie das Bild eines Unternehmens und erzielen die oben genanntem positiven Nebenwirkungen. Und ich glaube, dass wir an den Punkt kommen, dass die vielen "kleinen" Netzwerker mehr und vor allem direktere Wirkung erzielen als die grossen Namen, die oft doch nur plakativ daherpoltern.

Netzwerken ist mehr denn je eine Kompetenz, insbesondere auch ein Vertriebskompetenz. Meine berufliche Erfahrung zeigt mir, dass vor allem die Vertriebsmitarbeiter erfolgreich waren und sind, die ihre Kunden kennen. Heute würde man sagen, die mit ihren Kunden sehr gut vernetzt sind. Dies bekommt durch die Ausbreitung sozialer Medien eine neue Dimension und noch mehr Bedeutung. Das Netz ist nicht nur ein Recherchemedium, über das sich Informationen zu Kunden und Ansprechpartnern finden lassen. Es bietet daneben die Möglichkeit, durch entsprechendes Monitoring Vertriebschancen zu identifizieren oder auch für Kundenzufriedenheit zu sorgen. Und natürlich bietet das Netz - nomen est omen - die Möglichkeit zur Vernetzung, zum Knüpfen und Pflegen von Kontakten. Das soziale Netzwerk ist heute für den Vertriebler genauso wichtig wie das Telefon oder die E-Mail. Nur kann die Wirkungsgrad sogar ungleich grösser sein.

Soziales Netzwerken ist bzw. sollte ein normales Werkzeug in Vertrieb und Marketing (sowie darüber hinaus) sein. Die Frage nach dem ROI sozialer Medien ist insbesondere auf der vertrieblichen Ebene schwachsinnig. Wir fragen ja auch nicht mehr nach dem ROI von Telefonieren. Unternehmen sind heute gut beraten, ihren Mitarbeitern im beruflichen Umfeld soziale Netzwerke nicht nur zu erlauben, sondern diese sogar zu fördern.

Und auch die Unternehmenswebseite sollte ein Gesicht, besser, viele Gesichter bekommen. Statt nur ein Schaufenster mit Produktinformationen anzubieten, gehören Webseiten heute personalisiert. Personalisiert nicht im klassischen Portalsinne nach der Maßgabe, den Besuchern basierend auf deren Surfverhalten und Kaufhistorie Informationen darzubieten. Das muss auch sein. Unter "personalisiert" verstehe ich hier, dass Personen als Ansprechpartner auf der Webseite visibel sind, angesprochen werden können und dann auch zeitnah antworten. Das reicht von der Möglichkeit, direkt in die Webseite integriert mit Ansprechpartnern chatten zu können, mit ihnen zu telefonieren bis zur Kommunikation per E-Mail. Nur wird man nicht mehr anonym chatten, telefonieren und e-mailen, sondern Besucher sollte Gesichter. Experten, Namen, ein Foto sehen, mit wem er "spricht". Vielleicht ist der Begriff "personifiziert" besser als "personalisiert".

Marken sind wichtig, aber Menschen kaufen von Menschen und nicht von anonymen Gebilden. Unternehmen müssen "netzwerken" erlauben, unterstützen, ja fördern. Je tiefer und besser die "Connections" eines Mitarbeiters sind, um so erfolgreicher und gewinnbringender ist er für das Unternehmen. Genau das meinen wir, wenn wir von der Aussenkommunikation eines Social Business sprechen.

Was Social Business für Marketing und Vertrieb bedeutet, ist auch ein Thema des IBM Social Busines JamCamps, das zwischen dem 19. und 21. Oktober in Frankfurt stattfindet. Marketingexperten wie Martin Meyer-Gossner, The Strategy Web, Marcus-Boris Schatiliow, CMO des IFAK Meinungsforschungsinstituts oder Carlo Velten von der Experton Group beleuchten das Thema. Und Unternehmen wie Sennheiser oder Continental berichten aus der Praxis.

Links:

Jon Ingham: People are the Company - Personal Branding versus THE Brand

Ed Brill: From Alistair Rennie’s Enterprise 2.0 presentation: "The enterprise itself is changing forever"

Bill Ives Saying Farewell with a Look at the Brighter Side of Web 2.0

 

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

Samstag, 20. August 2011

[DE] FAZ am Samstag: Politikleere, Neuausrichtung und Gänsehaut-Gala.

Vor einigen Monaten hab ich noch regelmässig in Postings die FAZ zitiert, die bei mir samstags immer Frühstückslektüre ist. Einmal in der Woche lese ich noch aus alter Anhänglichkeit das Blatt - ich war dort mal Praktikant in der Neue Medien-Redaktion. Lange Zeit fand ich nun nichts mehr wirklich erwähnenswert oder diskussionwürdig. War Herr Schirrmacher zu ruhig? Oder tat sich einfach in meinem Interessenspektrum zu wenig. Anyway. Heute mal wieder einige Anmerkungen. Bemerkenswert und lobenswert die Besprechung von Heike Schmoll auf Seite 8 zu dem Buch von Oliver Lepsius und Reinhart Meyer-Kalkus Inszenierung als Beruf. Der Fall Gutenberg. Die Überschrift Auf dem Gipfel der Politikleere ist ebenso zitierwürdig die Einschätzung von Heike Schmoll zum Band:

Und wenn er dazu diente, die Öffentlichkeit gegen weitere Politiker zu immunisieren, die Hülle mit Inhalt verwechseln, wäre viel erreicht.

Chapeau! Allein mir fehlt der Glaube. Mit dem Kommentar auf Seite Generation Facebook kann ich nicht so besonders viel anfangen. Es sind einige nette Statements drinnen, aber was will mir der Autor Jürgen Kaube eigentlich sagen? Dass die junge Generation halt mal so wie es junge Leute mit neuen Dingen tun auf Facebook experimentiert. Aha, na dann.

Dieser Wochen wurde von der Krise der grossen Energiekonzerne geschrieben, von Entlassung und Krise bei denen, die sich lange ein goldenes Näschen verdient haben. Da finde ich den Artikel über Stadtwerke und deren Experimente zur Energiewende auf Seite 3 sehr erfrischend!

Logischerweise habe ich die vielen Artikel zu Hewlett-Packard gelesen und das nicht, weil ich unterdessen bei der IBM arbeite. Ich musste an meinen Palm Pilot denken, an die Zeiten als Compaq noch eigenständiger Premiumanbieter war und an den Preis der Druckerpatronen meines Tintenstrahlers. Eine sehr interessante Entwicklung, die Leo Apotheker da einleitet. Ob das gut geht? Ob HP den Weg zur Software und Lösung schaffen wird? In meinem früheren Arbeitsfeld Content Management haben sie ja auch vor Jahren einen ECM-Anbieter gekauft. Doch danach hörte und sah man zumindest in Deutschland nichts mehr oder nur wenig von HP und Content Management. Mit Autonomy soll jetzt alles besser und anders werden?

Selbstverständlich muss ich noch einen weiteren Artikel erwähnen, den im Sportteil zur Gänsehaut-Gala im Borussia Park. Die guten Gladbacher sind so lange vorbei, dass wir Fans über so ein Spiel mal freuen dürfen, ohne gleich von der Meisterschaft und Champions League zu träumen. Lesenswert auch Wenn Werbung und Wirklichkeit kollidieren. Thema: der Stop von Werbekampagnen aufgrund aktueller Ereignisse. Wie halt Werbung unglücklich in die Hose gehen kann, weil etwas passiert, was man überhaupt nicht beeinflussen kann.

Spannend der Ausblick auf den Polizeiruf 110, der am morgigen Sonntag läuft, und der Bericht über die ach so erfolgreichen (oder efolgreich funktionierenden) Momormen:

In einem Amerika, das gespaltener denn je ist und unter einem dramatischen Werteverlust leidet, haben die Mormonen eine beruhigende Wirkung. Sie stellen die beste Truppe und die besten Generäle des "Corporate America".

Also, endlich wieder mal auch für mich eine sehr lesenswerte FAZ. Nach langer Zeit.

 

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

Mittwoch, 17. August 2011

[DE] Bring Dein Gerät ruhig mit! | Technology Review

Colgate-Palmolive startete ein Programm, das sich "Bring Your Own Device" (BYOD) nennt. Kernstück ist eine Website, die es Angestellten erlaubt, ihr persönliches Telefon oder ihr Tablet zu registrieren und eine IBM-App namens "Traveler" herunterzuladen, die dann Zugriff auf Kalender und Mails erlaubt – etwa von iPhone oder Android-Geräten aus. ... Bereits am ersten Tag registrierten sich 400 Mitarbeiter, mittlerweile sind über 2500 aktive App-Nutzer in der Firma dabei – mit steigender Tendenz.

Colgate-Palmolive erwartet, dass BYOD auf lange Sicht Geld sparen wird. Nicht nur können mehr Mitarbeiter Büroarbeit unterwegs leisten, sie werden es auch auf Geräten tun, für die der Konzern gar nicht zahlen muss. ...

Ein wenig Kontrolle über ihr Gerät müssen die Mitarbeiter allerdings abgeben, um bei BYOD mitzumachen: Colgate-Palmolive kann die IBM-Software nutzen, um Firmendaten aus der Ferne zu löschen. ...

Nach dem Erfolg von BYOD für E-Mail und Kalender soll das Projekt nun ausgebaut werden. Getestet wird beispielsweise IBM Connections, eine Software, die eine Art Facebook oder Twitter für Firmenkunden implementiert. Nutzer können Status-Updates ebenso hinterlassen wie Dateien untereinander austauschen.

Sehr interessanter Artikel zum Thema Bring your own Device. Ich habe mich ja auch schon desöfteren dazu geäussert. Meiner Meinung nach werden die Bedenken wegen Kosten und Sicherheit eindeutig durch den Nutzen, der für das Unternehmen erzielt wird, ausgekontert. Natürlich gehören Sicherheitsrichtlnien und -funktionen beim Unternehmenseinsatz überdacht und eingeführt. Mobiles Arbeiten wird ja auch beim IBM Social Business JamCamp am 19. und 20. Oktober in Frankfurt ein Thema sein und ich bin u.a. auf den Vortrag von @bicyclist Uwe Hauck dazu sehr gespannt.

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

Sonntag, 14. August 2011

[EN] The Social Enterprise - Dion Hinchcliffe's Next-Generation Enterprises

Improving Enterprise Collaboration With Social Business Intranets

I always like the graphics Dion provides. This is a great visualization of a Social Enterprise structure. And I like the Likely Outcomes of a Social Workplace:

Improving_enterprise_collaboration_what_do_social_business_approaches_offer

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

Donnerstag, 11. August 2011

[EN] Life beyond e-mail? On the way to the "Corporate Facebook"

My colleague Luis Suarez posited life beyond the e-mail inbox and was even featured in the New York Times with this story. Gartner predicts that social networking services will have replaced e-mail as the primary interpersonal communication tool for 20% of business users by 2014. As reported here at silicon.de, 90% of all CIOs want a corporate Facebook.(Or should I meanhwile write a Corporate Google+?.)

I don’t think that e-mail will disappear, because it’s definitely a good method of communicating directly with others. However, I do believe that it will become less important. But it will be a long process. After all, many people practically live in their inbox. And, as with all habits, it will be difficult to leave that comfort zone. It’s just too easy to click the send, reply and forward button. I often find myself wanting a buzzer or auto-replier when I get yet another pointless chain mail that should have been posted in a wiki, a blog or a bulletin board, but many users and particularly those of the e-mail generation have not gotten to this point yet. And recipients also have to get used to the fact that information gets put on social networks and no longer in e-mail, or if it is then just as a short note.

And yet there is hope. There is a clear trend, and not only among the younger generation, of making more use of work methods that are familiar from private use of Web 2.0: writing important information in wikis and blogs rather than sending it by e-mail, sharing bookmarks, files, photos and presentations online rather than cluttering up e-mail inboxes, and so on. The information is then available on a wall, a river of information, as we know from Facebook. And that’s where the activities of my friends with whom I am networked feature. That’s where I get information from pages that I am a fan of. I follow the river of information, adapt my flow of information by hiding certain information and “friends” that annoy me or pester me too much. Where it appears useful to me, I “like” and make comments and join in discussions.

Is that all just a complete waste of time? Especially social media? Just like e-mail was seen as a waste of time 20 years ago. Or the Internet. Or the telephone. Or… I don’t think these statements are really worth commenting on in earnest.

Communicating with social media and in social networks, whether externally with customers and business partners or internally with colleagues is or will soon become a completely normal communication service just like the phone and e-mail, and no one will question it any more. People who do not communicate through these channels will cut themselves off from their customers.

Social software for professional purposes in a corporate environment already has a lot to offer: internal microblogging à la Twitter, networking with colleagues and like-minded people, blogs, wikis, communities and much more. You need to pay attention when selecting which ones to use and distinguish the real social tools and from shoddily revamped file-sharing platforms. Working with people-oriented social software is of course particularly welcomed by digital residents who are already used to communicating in social networks privately, liberally sharing information and dealing with walls and streams.

And the next step – the NEXT corporate Facebook as it were – is not far off: Activity streams, such as described by Ed Brill, for example, expand on the model of the wall or the river of information. Unlike a Facebook wall, activity streams combine information and to-do tasks from the professional sphere, such as a transaction from SAP that needs processing, an invoice that has to be checked or a statement of expenses. It could be a message from an answering machine, an e-mail or a message from the CRM system that a customer is waiting for a quote or has a complaint. The goal is to consolidate the daily tasks that a person has to do in the corporate environment into the activity stream.

The concept goes beyond purely reading, “liking” or commenting on posts. Already today, messages are sent by e-mail to notify people of to-dos. You click the link in the e-mail to get to the respective program or website in which the task needs to be processed. Programs or applications start and the tasks can then be completed. Activity streams aim to enable something called inline editing, which means that the task can be completed directly in the activity stream without having to open the associated application. And that would most definitely save a lot of time and work.

Is everyone going to work with activity streams? I don’t think so. However, it would help a lot of office workers who have to operate with lots of different sources of information and applications to work more productively. I personally really like the idea, because I have a lot of different tasks and use many different sources and programs, and I also work with other people in a very team-oriented way and share and communicate lots of information. I think activity streams will be an excellent tool for that style of work and they will make my life easier. And I shouldn’t forget one important aspect of this vision: The activity streams have to be available on mobile devices so I can work with and in the streams from my Blackberry, iPad and Android. Not only are the days where e-mail dominates numbered. The end of the era of the monolithic Windows-only workstation with a company computer and notebook is also nigh.

The posting was originally being published in German language on this blog and on silicon.de.

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

Montag, 8. August 2011

[DE] SINNRAUM - Daily Dueck: Das Internet ist schuld, weil es so anonym und transparent ist

Es geht um das Augenmaß, was was ist. Das müssen wir erreichen oder behalten. Das Internet entwickelt sich rasend schnell, und wir müssen mitten in der Bewegung ruhig und ausgleichend sein. Leider sind die Entscheider in Wirtschaft und Politik nicht im Internet! Sie reden darüber wie einst der spanische König über die neu entdeckten Länder in Südamerika, die ihm spanisch vorkamen.

......

Im Netz liegt viel von unserer Zukunft. Das wissen wir alle. Warum machen sich Politiker und ältere Meinungsforscher einen Sport daraus, diese Zukunft schlechtzumachen? Warum diffamieren sie die Gewalt, den Sex, die Geschäftemacherei, die Werbung, die Abzocke, die Hetze im Netz? Gibt es das nicht alles schon allezeit im realen Leben? Und haben die Politiker nicht schon immer versagt, alles im Realen abzuschaffen? Haben sie etwa die Idee, dass es zu schaffen wäre, das Leben im Netz sündenfreier als im Leben 1.0 zu führen? ... Ach nein, es liegt nicht am Netz. Die Menschen sind in 1.0 und 2.0 doch dieselben. Aber 2.0 ist die Zukunft, wie gesagt – und die müssen wir gestalten und dürfen sie nicht als Sündenparkplatz missbrauchen.

Eine hervorragende Stellungnahme von Gunter Dueck zur gegenwärtigen Diskussion rund um Transparenz im Internet. So betroffen die rechte (und jegliche) radikale Hetze macht, die wohl den norwegischen Attentäter beeeinflusst macht, so betroffen machen Netzsperren und Verbote in China und anderen Ländenrn, um die dortige Liberalisierung aufzuhalten. Das Netz ist eine riesige Transparenzmaschine, im Guten wie im Schlechten. Und wie im Leben 1.0 gilt es radikalen Irrungen und Wirrungen gegenzuhalten.

Ich freue mich sehr auf den Abschlussvortrag des dann "Privatmanns" Gunter Dueck auf dem IBM Social Business JamCamp am 20. Oktober.

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

[EN] Focus on making your Business more successful with Social

This is a great summary and presentation by my IBM buddy Louis Richardson focusing on key issues on your way to become a social business:

  • Don't make social your business - focus on making your business more successful with social.
  • Don't focus on files and file sharing - focus on people, your employees, your customers, your prospects out there and bringing value to them. it's a peoples business, not a file business.
  • Make sure that you own your conversation and your data, it is your business - don't give it away to others, to external vendors. These are your crown jewels!

Great video you should watch!

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

Sonntag, 7. August 2011

Blogparade 'Mein Lieblingsrestaurant' von @bicyclist: Restaurant Philippe Bohrer in Rouffach

Uwe Hauck hat eine Blogparade mit Essens- und Restaurant-Tipps gestartet. Hier mein erster Input aus dem Elsass:

“A real excellent restaurant with fair prices, excellent food and good service. Enjoyed Consomme, Steak Tartar and Creme Brulee. My wife and my mother had a fish menu, my father chicken. All excellent. Like Arnie says: I will be back. Hotel is nearby. So you can enjoy a relaxed trip in this nice area.”

http://www.tripadvisor.de/Restaurant_Review-g562699-d1945432-Reviews-Restaurant_Philippe_Bohrer-Rouffach_Haut_Rhin_Alsace.html

Restaurant Philippe Bohrer in Rouffach, 1, rue Pointcarre, 68250 Rouffach, Frankreich, +33 (0)3 89 49 62 49 | www.philippe-bohrer.fr

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

[EN] SharePoint is really a Web 1.0 tool - via CMSWire

A great summary of the capabilities of Sharepoint and a must read on it's weaknesses and limitations:

SharePoint architecture, which is not inherently collaborative, is based on a much older model of “publish and subscribe.” It is very top-down and hierarchy supportive, more like a Web 1.0 (or pre-Web) application than today’s Web 2.0 social applications. SharePoint is really a Web 1.0 tool more focused on content than people.
SharePoint’s architecture comes from a time of “non-transparency” where security was more important than sharing. Each site can be its own mini-silo and can’t see any others ...

Funny, that a product carrying the share in it's name is more focused on hide in silos. We are going (or we are already) in the Social Business age, where we move from a file-paradigm to a share-paradigm. First this is a cultural issue, but secondly it is a tool-one to: Sharepoint is not a platform for Social Business, whatever Marketing is claiming it to be.

SharePoint still only runs on Windows, and it was not originally built as a collaboration tool, but Microsoft keeps bolting on collaborative functions and calling it a collaborative tool. As I said, the marketing is pretty convincing — but you make your own decision.

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

Samstag, 6. August 2011

[DE] W&V: Was Raumschiff Enterprise und Enterprise 2.0 miteinander zu tun haben ...

Das eventuell größte Manko der mitunter selbst ernannten Digital Natives ist, dass sie die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise verpasst haben. ...

Da dieses Muster perfekt auf den 5E-Fahrplan (Explore – Elaborate – Enable – Establish – Enter) zum Aufbau von (Personal)Marketing im Social Web passt, sei hier doch den Social Media Managern und Strategen unter den Lesern empfohlen, ihre eigene Bandbreite zu ergründen: Ist das Ensemble komplett oder das eigene Vorgehen beispielsweise stark Scotty-lastig ("Technik first") ... PS: Oftmals wird es so sein.

Vielleicht ein Impuls zur Reflektion. Sie brauchen auch in der Enterprise 2.0 ein Spektrum an Qualitäten, um Erfolg zu haben. Denn ein fluchtartiges "Scotty, beam me up!" funktioniert im Social Web nicht. Allerdings wurde dieses geflügelte Wort in der Serie nie verwendet. Captain James T. Kirk war ein exzellenter Manager.

via wuv.de

Sehr lesenswert! Besonders für jemanden aus meiner Generation, aber es ist sehr viel Wahres im Posting.

P.S. Sehr witzig, dass Captain Kirk, der Keynote Speaker der Lotusphere 2010, hier eine Hauptrolle spielt. Aber das ist eine andere Geschichte ...

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog

Mittwoch, 3. August 2011

[DE] Informationen und Wissen teilen in den letzten 20 Jahren - Ein persönlicher Rück- und Ausblick

Bill Ives hat dieser Tage ein Posting über Ablenkung am Arbeitsplatz geschrieben veröffentlicht, in dem einmal mehr dargestellt und zitiert wird, wie unsinnig das Verteilen von Dokumenten per E-Mail ist.

The average user emails two or more documents per day to an average of five people for review, increasing email-based document volume by up to 50 documents per week. The fact that these attachments are stored on multiple local computers complicates the challenge of finding the latest document versions as well as merging feedback from multiple reviewers.

Die Argumentation ist logiscn, die Verschwendung an Speicher evident, der Verlust an Produktivität und Wissen offensichtlich. Doch das Problem ist nicht neu, ganz und gar nicht neu.

Immer und immer wieder wurde es in den vergangenen Jahren adressiert und es hat mich in meiner Laufbahn in der Softwareinudstrie begleitet. Vor rund 20 Jahren hat meine damalige Firma einen sogenanntem Personal Information Manager (PIM) namens PackRat in Deutschland vertrieben. das Produkt von Polaris Software war ein geniales Produkt, das integrierte Module zur Adressverwaltung, zur Aufgaben- und Kalenderverwaltung, zum Datei- und Projektmanagement für Arbeitsgruppen besass. Von daher ist die Bezeichnung PIM irreführend. Doch leider beruhte das Produkt auf einer proprietären Datenbank, die ab einem gewissen Speichervolumen - damals sprachen wir von einigen Megabyte - schlapp machte. Die dann notwendige Wiederherstellung der Datenbank konnte durchaus 24 Stunden dauern und irgendwann zerlegte es unsere interne Datenbank komplett. Der Hersteller versprach von Beginn an eine Portierung auf eine SQL Datenbank, zu der es aber nie erfolgreich kam.

Schade, es war ein geniales Produkt, um im der Gruppe zusammenzuarbeiten, Dokumente und Aufgaben zu managen. PC World hat es 2009 korrekt unter dem Titel When Bad Things Happen to Good Products beschrieben. Und PackRat gab es in einer Zeit, in der E-Mail noch nicht Allgemeingut war. Firmenintern kamen (jenseits vom Host) E-Mail-Programme wie cc:mail, MS-Mail oder MHS-kompatible Produkte zum Einsatz. Die grossen Anbieter experimentierten (erfolglos) mit X400. Es benötigte meist diverser Gateways, wenn man mit anderen Firmen über die Unternehmens-E-Mail kommunizieren wollte. Es war das Zeitalter von CompuServe und Novell Netware, das Zeitalter, wo ich extern meist Fax verschickte und wo man mit netzwerkbasierten Faxsystemen gutes Geld verdienen konnte: Direkt aus der Windows-Textverarbeitung ein Fax "drucken" war damals High Tech und extrem fortschrittlich.

Danach beschäftigte ich mich mit Dokumentenmanagement Systemen (DMS) und mein Arbeitgeber übernahme nach einem kurzen Intermezzo mit den Programm SoftSolutions die Distribution von DOCS Open des Herstellers PC Docs. Im Gegensatz zu den in Deutschland damals schon üblichen Archivsystemen, die in der Neue Markt-Blase in Masse an die Börse gingen und vom weltweiten Erfolg träumten, war DOCS Open auf Dokumentenverwaltung im Office-Umfeld spezialisiert. Das amerikanische Produkt war bei den dortigen Rechtsanwaltskanzleien, die in Masse WordPerfect-Dokumente erstellten, extrem erfolgreich. Die Dokumentenverwaltung war direkt in Office integriert, so dass man aus Word oder Excel direkt Dokumente speichern, verschlagworten, versionieren und per Query-bx-example suchen konnte. Man konnte Links auf in DOCS Open abgelegte Dateien per E-Mail verschicken, so dass zumindest firmenintern keine Anhänge versandt werden mussten. DOCS war im Bereich  Dokumentenverwaltung eine Art Sharepoint oder Quickr lange bevor es diese Produkte gab.

Wir führten es mit bescheidenem Erfolg im deutschen Markt ein. Vielen deutschen Kunden fehlten vor allem zwei wesentliche Funktionen: Integration mit SAP zur Verwaltung von in SAP generierten Dokumenten und vor allem eine den deutschen Gesetzen entsprechende Langzeitarchivierung. Beide Aspekte waren im deutschen Markt Killerkriterien für einen durchschlagenderen Erfolg, aber dem amerikanischen Hersteller trotz Intervention grosser deutscher Schlüsselkunden leider nicht zu vermitteln. Noch heute scheinen mir viele Amerikaner nicht zu verstehen, dass eine SAP Unterstützung oft Voraussetzung ist, um überhaupt in Deutschland erfolgreich sein zu können. Das Thema compliamce-gerechte Archivierung ist dagegen unterdessen durch Sarbanes-Oxley und andere Regularien wenn auch in anderer Ausprägung in den USA angekommen.

Schliesslich landete ich Mitte 2000 bei der FileNet Corporation, einem der weltweit führenden Anbieter von Enterprise Content Management-Systemen. FileNet bot ein breites, integriertes Lösungsportfolio für Archivierung, Dokumentenmanagement und Workflow/Business Process Management an, das gerade auch in Deutschland sehr erfolgreich war (und ist). Auch hier stand im Vordergrund, Dokumente effektiv zu verwalten, einfach wieder zur Verfügung zu stellen und in Prozesse einzubinden (Stichwort Sach- und Fallbearbeitung).

Prägend in Erinnerung geblieben ist mir dabei eine Diskussion mit dem damaligen VP für Product Marketing über die Notwendigkeit, Funktionen zum E-Mail Management zur Verfügung zu stellen. FileNet selbst hatte diese damals nur eingeschränkt und wir mussten auf Lösungem von Business Partnern zurückgreifen. Damit könne man kein Geld verdienen, eine Lizenz zum E-Mail Management koste fast nichts, so besagter VP. Und ich argumentierte, wie wichtig E-Mail unterdessen als Kommunikationsplattform sei und dass E-Mails unterdessen als Dokumente für Geschäftsprozesse wichtig und auch aus Compliance-Gesichtspunkten aufzubewahren seien. Langer Rede, kurzer Sinn: FileNet kaufte dann die Lösung eines Partners und ich bin durchaus ein wenig stolz, dass ich ein klein wenig dazu beigetagen habe.

FileNet wurde dann einige Jahre später von der IBM übernommen umd die Produkte sind unterdessen Teil des ECM Lösungsportfolios der IBM. Ich selbst bin in den Bereich Lotus bzw. Collaboration Solutions gewechselt. Und hier hatte ich ein Déja-vu. Ich kam wieder mit Lotus Notes in Kontakt. Vor langen, langen Jahren hatte ich einen Klammeraffen-Kurs auf eine der ersten Notes-Versionen gemacht. Bei der MIS in Darmstadt nutzten wir nach einer Weile Notes als CRM-System, Groupware und E-Mail. Und auch Notes war und ist dafür gedacht, Informationen und Dokumente besser zu verwalten und zur Verfügung zu stellen. Die Replikationsmechanismen sind heute noch unerreicht und erlauben noch immer in vorbildlicher Weise dezentrales Arbeiten, auch wenn man nicht online ist. Der Dokumentenbegriff in Notes ist aus meiner Sicht eher Notes-zentrisch denn auf Dateien aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder Präsentationsprgramm fokussiert, obwohl natürlich auch solche Dateien in Notes verwaltet werden können. Produkte wie die Domino-basierte Version von Lotus Quickr sind eine logische Ergänzung von Notes im Bereich dateiorientierte Kollaboration.

Zu Beginn meiner Zeit bei IBM Collaboration Solutions bin ich dann verstärkt in die neue Welt von Social Media und Social Software eingetaucht. Ich habe IBM Connections als soziale Kollaborationsplattform im Einsatz in der IBM oder mit unseren Kunden und Partnern (z.B. auf der EULUC-Plattform) kennengelernt und nutze die Funktionen in jeder Beziehung intensiv, um mich zu vernetzen, Informationen zu teilen und Projekte besser abzuwickeln. Microblogging, Communities, Wikis und Blogs gehören zum täglichen Werkzeug ebenso wie Instant Messaging, integrierte Telefonie und auch weiter noch E-Mail. Neben der internen und kundenbezogenen Nutzung von Connections bin ich unterdessen auch in den allgemein verfügbaren Social Media-Plattformen wie Twitter, Facebook, Slideshare oder Google+ sehr aktiv, um mich sowohl privat mit Freunden und ehemaligen Kollegen wie auch beruflich mit Kunden, Partnern, Influencern zu vernetzen, zu kommunizieren und Informationen zu sharen.

Und ich glaube unterdessen, dass die sozialen Medien mit dem damit einhergehenden Mentalitätswandel einschneidende Wirkung haben könnten. Denn wenn ich ehrlich bin, sind wir bei dem, was Bill Ives oben beschreibt noch immer weitgehend gescheitert. Trotz eines PackRats, trotz DMS und E-Mail Managements, trotz Replikation von Lotus Notes, leben noch immer viele in ihrem Posteingang, in lokal gespeicherten Dateien oder gar in Papierstapeln und Aktenordnern. Natürlich haben wir viele tolle Projekte mit Kunden und auch intern realisiert, die ich gar nicht klein reden will. Doch noch immer kommt auch bei mir Mr. Scott Amber, der mir meldet, dass mein Notes-E-Mailkorb auf dem Server voll sei und ich dringend archivieren solle. Noch immer verschicken Kollegen dicke Dateianhänge, genau so, wie es Bill beschreibt.

Gottseidank kommen nun mehr und mehr Mitarbeiter der Facebook-Generation im die Unternehmen, die mit Social Media aufwachsen und diese nutzen. Und Gottseidank gibt es auch mehr und mehr "Ältere", die die Vorteile und den Spass in und mit Blogs, Wikis und Netzwerken erkennen. Dieser Bewusstseinswandel in Kombination mit dem Erfolg von Facebook, Twitter oder Google+ im öffentlich-privaten Umfeld und der Verfügbarkeit von Social Software wie IBM Connections kann und wird aus meiner Sicht dabei helfen, endlich mehr als einen Schritt weiter zu kommen. Erfolgreiche Leuchtturmprojekte wie connect.BASF oder bei Bayer tragen das ihrige dazu bei. Und wenn ich Connections als Facebook oder Google+ für das Unternehmen vermitteln muss, tue ich das, wohl wissentlich, dass es mehr ist und um mehr geht. Aber die Vorteile von Social Software und Social Business müssen auf einprägsame Weise vermittelt werden. Es wird spannend sein, in wenigen Jahren einmal wieder zurückzublicken und ein Zwischenresumé zu ziehen, ob wir es schaffen, den Weg aus der E-Mail Inbox zu mehr Zusammenarbeit, Transparenz und Teilen von Wissen zu gehen,

Das Thema ist auch ein zentraler Aspekt des IBM Social Business JamCamps, das ich zwischen dem 19. und 21. Oktober in Frankfurt mitorganisiere und zu dem ich nochmals herzlich einladen will. Informationen und Anmeldungen sind hier verfügbar.

Posted from Digital naiv - Stefan63's Blog