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Samstag, 15. Mai 2010

FAZ ledert gegen Peter Kruse ab: "Der Vollweise"

Welch ein Artikel im Feuilleton der FAZ vom heutigen 15. Mai 2010 gegen Peter Kruse (noch nicht online verfügbar, Link folgt asap). Edo Reentz ledert so richtig gegen Kruse und sein Firma Nextpractice ab. Dazu zitiert er Dietmar Moews:

"Kruse ist der Hyper-Schwobler des Internets, vergleichbar nur mit Franz Beckenbauer im Fußball oder mit Peter Sloterdijk im Literaturbetrieb. Mit seiner Brachialrethorik, seiner enorm schnellen Sprechgeschwindigkeit, welche dem Zuhörer keine Chance zu einem klaren gedanken lässt, vermittelt er die Illusion, er hätte unglaublich Bedeutendes und Wegweisendes mitzuteilen."

Eigentlich habe - so der Artikel - Kruse nichts wirklich Erkenntnisreiches zu sagen. Das Handeln sei vielmehr rein wirtschaftlich ausgerichtet. Heftige Kritik wird in dem Artikel auch an den Studien und Erkenntnissen von nextpractise geäußert.

Ich gebe Reents Recht, wenn es um die Verherrlichung und kritiklose Anbetung auch nicht-irokesenschnitt-tragender Ikonen und Rockstars des Web 2.0-Zeitalters geht. Auch hier gehört eine gesunde Skepsis gegenüber den vermeindlichen Heilsbringern dazu. Da scheint mir die Web 2.0-Generation sich genau so zu verhalten wie es auch meine Generation und Generationen vorher mit ihren jeweiligen Stars getan hat. Jedoch bietet das Netz auch mehr Möglichkeiten zur öffentichen Kritik und zum Widerspruch gegen diese Stars. Da scheint mir schon ein Widerspruch zu liegen.

Kruse habe ich persönlich kurz auf der republica kennengelernt und mich mit ihm vor der Tür bei einer Zigarette ausgetauscht. Sinnigerweise haben wir über die Netz-Kritik einer gewissen Tageszeitung gesprochen, die oft (zumindest im Feuilleton) alles, was im Web 2.0 passiert, negativ bewertend über einen Kamm schert. In diesem Gespräch erschien mir Kruse sehr engagiert und authentisch und ich freute mich schon auf seinen Auftritt am 23. April auf dem Lotus JamCamp in Ehningen. Zu dem kam es dann wegen - so Nextpractise - vulkanbedingter Terminkollisonen und -verschiebungen nicht. In Vertretung von von Kruse hielt Frank Schomburg den Vortrag "Strategie am Limit". Dieser bezog sich ja auch auf eine aktuelle Studie von Nextpractise und ich persönlich fand ihn nicht inhaltslos. Die erläuterten Mechanismen und die Unterscheidung in Digital Residents und Digital Visitors erscheint mir oft sinnvoller, als die vereinfachende Klassifizierung nach Alter und Generation.

Selbst wenn keine neuen bahnbrechenden Erkenntnisse enthalten sein sollten, werden viele Dinge behandelt, die kommunikationswürdig sind und die vermittelt werden sollten. Und auch das ist eine Aufgabe: die Vermittlung relevanter Inhalte an ein breiteres Publikum. Und das tut Kruse sicher gut. Blind anbeten und gedankenlos antizipieren, ist sicher nicht empfehlenswert. Aber kann sich ja auch durchaus kritisch und kontrovers mit seinen Thesen und Interviews auseinandersetzen.

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Sonntag, 25. April 2010

Lotus JamCamp #ljc: Kann es 2011 weitergehen? Wie kann es weitergehen? Feedback erbeten

Ich habe es ja schon in meinem persönlichen Resumé geschrieben. Wir wissen noch nicht, ob es wieder ein Lotus JamCamp geben wird. Die Chancen sind da, aber kann man man so etwas wiederholen? Ist so etwas einzigartig? Auf jeden Fall werden wir die Ergebnisse von Tour, Jam und Camp  aufarbeiten und dann auch an die Community zurückgeben. Daneben bin ich sicher, daß viele der Kontakte weiter bestehen und wir die ein oder andere individuelle Aktion zusammen durchziehen werden. 

Doch denken wir auch darüber nach, ob und in welchen Form wir vielleicht im kommenden Jahr erneut ein Lotus JamCamp durchführen wollen, können, dürfen, sollten. Unsere Lessons learned und einige auch persönliche Ideen und Fragen zur Diskussion:

  • Business, Unternehmen verstehen zu großen Teilen noch nicht das Barcamp-/Open Space-Prinzip. Da müssen wir weiter Aufklärungsarbeit leisten und wahrscheinlich brauchen wir weiter feste Keynotes, "prominente" Sprecher und Vorträge, an denen man sich "festhalten" kann (und die als Rechtfertigung beim Chef dienen können, das JamCamp zu besuchen).

  • Um noch mehr Business-Leute zum Camp zu bringen, müssen wir es wohl komplett in die Arbeitswoche legen. Ein Event am Wochenende ist eher untypisch und wenn ein Business-Vertreter am Samstag teilnehmen will, bedarf es in manchen Unternehmen expliziter Zustimmung des Betriebsrats. Also lasst uns in die Woche gehen.

  • Eventuell macht es Sinn, einen Tag mehr als konventionelle Konferenz zu organisieren, den zweiten dann als Open Space/Barcamp aufzuziehen, um so Teilnehmer heranzuführen, die ein Barcamp-Prinzip nicht kennen. Kommentare dazu sind sehr willkommen.

  • Wir haben uns übernommen, gleichzeitig Online Jam und Bustour durchzuführen. Die Busbesatzung war nicht oder kaum in der Lage, online mit zu jammen. Selbst bloggen und zwitschern kam oft zu kurz. Da sind einfach technische (UMTS-Verbindung) und multi-tasking Grenzen gesetzt. Es scheint mehr Sinn zu machen, "nur" eine Comunity zum JamCamp zu haben und diese zu "befeuern". 

  • Der Registrierungsprozess mit Eingabe der kompletten Kontaktinfo zur Community auf ibm.com hat wohl manchen ferngehalten (obwohl die Registrierung zu nichts verpflichtet, gibt man heutzutage nicht mehr gerne Daten ein). Hier müssen wir über Alternativen nachdenken, eventuell die Community von ibm.com weg zu verlagern. Klar möchten und würden wir weiter Lotus Connections als Plattform benutzen wollen.

  • Camp in Ehningen: Ich glaube, wir sollten in Ehningen bleiben, auch wenn es nicht im Zentrum der Republik liegt. Ehningen ist die Zentrale und der Campus der IBM in Deutschland und bietet auch die notwendige Infrastruktur. Eure Meinung?

  • Im unterdessen riesigen und umfassenden Programm der re:publica gehen wir unter. Wie kann man ein Lotus JamCamp dort besser positionieren? Welches Konzept könnte da ziehen?

Neben all diesen Ideen, Fragen und Statements interessiert mich natürlich auch und besonders, wer in 2011 wieder mitmachen würde, als Mitreisender im Bus, als Gastgeber einer Station, als "Redner" auf dem Camp, als Partner und Sponsor. Lasst mir Euer Feedback zukommen. Hier, per E-Mail, Telefon, Chat, in der JamCamp Community, whereever.

P.S. Da wir das Lotus JamCamp natürlich auch "dokumentieren", bin ich auch an Hinweisen und Links über Berichte interessiert. Das ein oder andere entgeht uns vielleicht doch.

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Montag, 22. März 2010

#LJC: Mitreisen und mitreden zum Arbeitsplatz der Zukunft - #rp10 und IBM gehen auf Tour (19. - 23. April 2010)

Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus? Was sind die Erwartungen der Digital Natives, wenn sie in die Berufswelt einsteigen? Und umgekehrt: Was erwarten Unternehmen von neuen Mitarbeitern? Was bedeutet mobiles Arbeiten und Home Office künftig? Was heißt Enterprise 2.0 aus Sicht der Unternehmen und aus Sicht der jungen Generation?

 

 

Dies sind nur einige der Fragen, die wir auf dem Lotus JamCamp #LJC zusammen diskutieren wollen. Digital Natives kommen mit Vertretern aus Unternehmen und öffentlicher Verwaltung zusammen, um miteinander über die Arbeitswelt von heute und morgen zu sprechen. Gestartet wird diese Aktion mit einem einwöchigen Online Jam; der Startschuss für dieses Online-Massenbrainstorm fällt auf der re:publica #rp10 am 14. April in Berlin.

 
Nach der re:publica geht es dann vom 19. bis zum 23. April mit dem JamCamp-Bus auf Deutschlandtour. Im Bus sind Blogger, Digital Natives, Studenten und IBM'er. UND es sind noch Plätze frei.

 
Wir besuchen am 19. April im Tourbus Wolfsburg, diskutieren mit am Webmontag in Hannover, besuchen am 20. April die Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh, um dort zu diskutieren, wie eine Institution wie die Bertelsmann-Stiftung das Web 2,0 nutzen kann, um den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu fördern. Danach geht es zur Telekom nach Bonn, wo Enterprise 2.0 im Mittelpunkt des Gesprächs steht. Nach Zwischenstopp in Köln fahren wir zur Uni Koblenz, um das dortige Competence Center für Collaboration zu besuchen und dessen Eröffnung zu feiern. Weiter geht es am 21. April nach Karlsruhe zu Diskussionsstopps am KIT, dem laut FAZ „deutschen MIT“, und zur Karlshochschule. Dieser Tourtag endet in Walldorf im ISICC, dem gemeinsamen Kompetenzzentrum von SAP und IBM.

 
Am 22. April fahren wir zur Universität Mannheim, bevor es nach Stuttgart geht. In der Schwabenmetropole besuchen wir das Mercedes-Benz Museum und nehmen anschließend an der 1. XING CM Lounge teil. Dort steht das Thema Compliance in einer Anhörung im Mittelpunkt. Und am 23. April geht es mit dem Bus dann zum eigentlichen Camp nach Ehningen auf den IBM Campus. Die genaue Tour des Busses geht in Kürze hier online.

 
An allen Orten wollen wir mit interessierten Personen, Unternehmen und Organisationen spannende Themen und Trends rund um den Arbeitsplatz der Zukunft diskutieren. Und das Interesse ist schon riesengroß.

 
Zur Logistik: Zuerst einmal ist der Bus ein cooler Tourbus. Wir werden also wie eine Rockband komfortabel durch Deutschland düsen. Die Übernachtungen während der Tour werden von IBM übernommen. An den Stationen (und im Bus) gibt es Verpflegung und sicherlich viel Spaß. Auch werden einige Sponsoren die Tour unterstützen. So stellt Kodak den Mitreisenden Videokameras, um direkt von der Tour zu filmen. Begleitet wird die ganze Tour von einem Team von TV Noir, die die Tour filmisch dokumentieren werden.

 
Interessiert, beim ersten rollenden JamCamp der Welt dabei zu sein? Dann schickt bitte hier eine kurze „Bewerbung“ an uns, warum Ihr mitmachen und was Ihr aktiv beitragen wollt. Ende März werden wir – IBM und re:publica – gemeinsam eine Auswahl treffen und die Teilnehmer informieren.

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Montag, 22. Februar 2010

IBM und re:publica #rp10 starten Online Jam #LJC zu Arbeitsplatz der Zukunft und Smarter Work

Gemeinsamer Bus der re:publica und IBM geht von Berlin aus auf Deutschlandtour bis nach Stuttgart zum Lotus JamCamp
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IBM ist auch im vierten Jahr Partner der re:publica in Berlin. Nach dem großen Interesse am Thema Online Jam im vergangenen Jahr führen IBM und re:publica diesmal einen Jam zusammen durch. Dabei geht es um das Thema intelligenteres Arbeiten und das Verhältnis zwischen Unternehmen und Digital Natives. Und auch nach der re:publica geht es weiter: Eine Woche nach dem Event in Berlin veranstaltet IBM auf ihrem Campus in Ehningen bei Stuttgart das Lotus JamCamp. Vertreter aus Unternehmen diskutieren dort mit Social Software-Interessierten über den Arbeitsplatz von morgen. Die Brücke zwischen den beiden Veranstaltungen schlagen der Online Jam und eine Bustour durch Deutschland, die die re:publica ihrerseits als Partner begleiten wird. Beides wird in Berlin gestartet.

 Seit ihrem Beginn im Jahr 2007 unterstützt IBM die re:publica in Berlin, die sich zu Deutschlands größter Social Media-Konferenz entwickelt hat. Im Berliner Friedrichstadtpalast  und in der Kalkscheune treffen sich vom 14. bis zum 16. April rund 3.000 Menschen und diskutieren über Themen wie Innovation, Identitäten im Web, Augmented Reality und viele weitere Aspekte der Social Media Revolution. Das übergreifende Motto ist das Echtzeitweb – "nowhere". Auch IBM trägt diesem Motto Rechnung. In der etwas anderen Keynote am 14. April geht es darum, welche Erfahrungen ein Digital Native im Unternehmensalltag als Anhalter durch das Enterprise 2.0 macht. Dies ist zugleich der Start des Online Jams, der am 24. April mit dem JamCamp beendet wird. In diesem moderierten Massenbrainstorming werden die Themen, Ideen und Ansätze rund um den Arbeitsplatz der Zukunft und das sogenannte Enterprise 2.0 diskutiert und bewertet. Während der drei Tage in Berlin steht für die Teilnehmer ein Raum zur Verfügung, in dem sie jammen können und Antworten auf Fragen rund um den Jam bekommen. Die Teilnahme ist natürlich auch darüber hinaus von überall über das Internet möglich.

 Bild „Durch die langjährige Zusammenarbeit mit IBM im Rahmen der re:publica konnten wir viele Erfahrungen und Ideen am Schnittpunkt von innovativer Webwelt und internationalen Unternehmen sammeln. Wir freuen uns, nun schon zum vierten Mal gemeinsam mit IBM die re:publica zu gestalten“, so Andreas Gebhard, einer der Veranstalter und Partner Manager der re:publica 2010. „Wir hoffen, dass wir diese fruchtbare Zusammenarbeit auch in der Zukunft weiterführen können. Ein erster Schritt ist die Ausweitung der Zusammenarbeit auf den JamCamp Bus, der nach der re:publica durchs Land fährt. Sozusagen das erste 'Barcamp on the Road'. Das rockt!“

 Für uns als IBM und Lotus-Brand ist re:publica eine sehr wichtige Veranstaltung. Dort bekommen wir direktes Feedback von Menschen, für die die Arbeit mit Social Software eine Selbstverständlichkeit ist. Unser Ziel ist es, diese Erfahrungen und das Wissen auch in die Unternehmen zu tragen und diese von den Vorteilen der offenen Zusammenarbeit zu überzeugen. Und wir freuen uns sehr, dass wir die re:publica auch als Partner unseres JamCamps gewinnen konnten und dass wir nun gemeinsam Ideen für den Arbeitsplatz der Zukunft entwickeln.

 Am Montag nach der re:publica startet der Lotus JamCamp Bus seine einwöchige Tour durch Deutschland, um vor Ort an Universitäten, in Verlagen oder Unternehmen über aktuelle Herausforderungen der Zusammenarbeit zu diskutieren. Die Route im Überblick: Start ist am 19. April in Berlin; dann geht es über Hannover, Köln, Bonn, Koblenz, Mannheim, Walldorf und Karlsruhe nach Ehningen, wo auf dem IBM Campus am 23. und 24. April das Lotus JamCamp stattfindet. Ziel ist es, Ideen für den Arbeitsplatz und die Zusammenarbeit von morgen zu sammeln, die in konkrete Projekte und Produkte einfließen sollen.

 Zu Jam und Lotus JamCamp kann man sich unter http://www.ibm.com/software/de/jamcamp anmelden.

 Von dort aus gelangt man in die Lotus JamCamp Community, in der weitere aktuelle Informationen zu finden sind. Alle Interessierten können nach einer Registrierung an der Planung der Veranstaltungen mitarbeiten.

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